Naja,
ich weiss nicht so recht..... .
Ich kenne insgesamt 3 Stratocasters sehr gut:
eine 74er
Fender* Strat, eine Custom Shop (ich glaube '52) und eine Squier Protone Bj. 97.
Diejenige, die am wenigsten nach dem typischen Stratsound klang, war meine immerhin fast 38 Jahre lang gespielte 74er, bei der ich zugegebenenmassen den Fehler (und ich halte es für einen grundsätzlichen Fehler!) gemacht habe, bis auf den mittleren die Pus zu tauschen. Auch mit dem Original PU klang sie allerdings nicht so, wie man sich da heute vorstellt. Die Verarbeitung allgemein: naja, sie hat gut funktioniert, nachdem ich insbesondere die Mechaniken getauscht habe.
Wobei man, glaube ich, erstmal feststellen muss, dass die Vorstellung, wie eine Strat klingen "muss", sich im Laufe der Jahre erheblich verändert hat! Das sollte man bei allen Soundvergleichen nie vergessen!
Vergleicht 'mal den (alten) Referenzsound z.B. von Rory Gallagher - von Hank Marvin ganz zu schweigen! - mit dem seit vielen Jahren quasi als Industriestandard geltenden SRV - Sound! Man könnte natürlich auch all die Epigonen nennen.
Da liegen Welten zwischen!
Die CS von einem Freund - ich glaube schlappe 2.800 € - ist natürlich eine absolute Traumgitarre, was Verarbeitung und Sound angeht. Da braucht man defintiv gar nichts dran verändern.
Das gleiche gilt aber auch für meine Squier Protone. Da auch ich meine Vorstellungen, wie eine Strat klingen sollte, an den heutigen Mainstream abgepasst habe (nichts dagegen gesagt!), muss ich feststellen: sie klingt genauso wie eine Strat klingt und daran wird auch nichts gemacht!
Allgemein bin ich ja sowieso kein Freund - mehr - vom PU - Tausch. Es erscheint mir irgendwie absurd, sich eine GHitarre zu kaufen, nur um sie dann als aller erstes mit neuen Pickups zu versehen, damit sie klingt wie eine andere Gitarre. Mir drängt sich dann immer irgendwie die Frage auf, warum man sich dann nicht eine andere Gitarre gekauft hat..... .
Erscheint mir irgendwie nicht ganz logisch, es sei denn, man bastelt gern, was ich zugegebenermassen für weit weniger befriedigend halte als zu spielen.
Gleich in Post 3 wurde auch behauptet, die wahren Unterschiede könne man erst erkennen, wenn man richtig gutes Equipment benutzt. Aber gutes Equipment zeichnet eben auch dadurch aus, dass es auf Soundveränderungen durch Verstärkereinstellungen entsprechend "gut" reagiert! Und die Frage muss doch gestattet sein, ob ein wenig Beschäftigung mit dem Equipment nicht im Endeffekt genauso effektiv sein kann wie Experimente mit verschiedenen PUs.
Da die Unterschiede zwischen einzelnen auch einer Baureihe in der Tat groß sind, würde ich außerdem erstmal so viele Gitarren wie möglich vergleichen.
Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die "richtige" dabei ist, wenn man lange genug sucht. Immer sofort den Lötkolben zu schwingen, muss nicht die beste Lösung sein.