Stereosignal zu Monosignal Mischen für Kopfhörer

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nailos
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Hallo!

da ich leider rechts taub bin, brauche ich ein Lösung um Stereosignale zusammen zu mischen einem Kopfhörer genießen zu können.

Zu dem Thema gibt es ja schon genug Threads, ich will trotzdem sicher gehen ob ich das richtig verstanden habe bzw. ob es auch einfacher geht.

Die naheliegendste Lösung wäre einen Klinkenstecker zu nehmen an Links- und Rechtsleiter einen 4,7kOhm Widerstand zu Löten, diese zusammen auf den Plusleiter einer Monobuchse zu führen und zuletzt die Massen von Stereoklinkenstecker und Monobuchse zu verlöten.

Ist das korrekt? Geht es auch einfach, oder gibt es solche Kabel schon fertig zu kaufen?

LG nailos
 
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Hallo nailos,

herzlich willkommen im Musiker-Board!

Die naheliegendste Lösung wäre einen Klinkenstecker zu nehmen an Links- und Rechtsleiter einen 4,7kOhm Widerstand zu Löten, diese zusammen auf den Plusleiter einer Monobuchse zu führen und zuletzt die Massen von Stereoklinkenstecker und Monobuchse zu verlöten.

Ist das korrekt? Geht es auch einfach, oder gibt es solche Kabel schon fertig zu kaufen?

Fertig zu kaufen gibt es solche Kabel glaube ich nicht, aber die von Dir beschriebene Methode funktioniert prima. Ich verwende seit längerer Zeit für einen ähnlichen Zweck ebenfalls einen entsprechen Adapter:
https://www.musiker-board.de/pa-kno...lr-eingang-kein-stereosignal.html#post4314011
 
Werde ich im Internet günstiger kommen als in nem Lokalen E-Shop?
Muss ich eine spezielle Klinkenbuchse nehmen (bei LAN Kabeln gibts ja auch Krimpenstecker)?

LG nailos
 
Hallo nailos,

es handelt sich durchweg um "Cent-Artikel", d. h. wenn Du ohnehin irgendwo im Internet bestellst (Reichelt o. ä.), bestell Dir die Teile einfach mit - nur für die Widerstände und die Buchse extra irgendwo zu bestellen, ist sicher uninteressant.
Klinkenbuchsen gibt es meines Wissens nicht zum Crimpen, sondern nur zum Löten.

Wobei ich mich gerade frage, warum Du ein Stereosignal zur Wiedergabe über Kopfhörer überhaupt zu einem Monosignal zusammenführen möchtest - Kopfhörer sind i. d. R. doch auch Stereo :confused:...?
 
Wobei ich mich gerade frage, warum Du ein Stereosignal zur Wiedergabe über Kopfhörer überhaupt zu einem Monosignal zusammenführen möchtest - Kopfhörer sind i. d. R. doch auch Stereo :confused:...?

da ich leider rechts taub bin...

Nein ich meine auch keine Crimpenbuchse sondern einfach eine spezielle Bauart o.ä. ;)


Mich interessiert noch folgendes:
Ich werde ein Kabel mit Stereoklinke kaufen und dieses an der anderen Seite abknipsen, dann die Widerstände drann und an eine Monobuchse. Nur wie isoliere ich das ganze dann sinnvoll?
Eine gewisse Robustheit wäre wünschenswert, da ich das ganze evtl. auch mobil einsetzen möchte.

LG nailos

Edit: interessant wäre auch (für den stationäre Einsatz) eine "Box" mit Stereo/Mono Schalter, da ich beim Zocken der Ortung wegen ab und an auch das Stereosignal brauche.
 
Hallo nailos.

da ich leider rechts taub bin

Sorry, hatte ich tatsächlich überlesen :redface:. Dann ist das natürlich sinnvoll.

Nein ich meine auch keine Crimpenbuchse sondern einfach eine spezielle Bauart o.ä. ;)

Hm, eine Klinkenbuchse ist eine Klinkenbuchse. Unterschiede gibt's höchstens in der Qualität (NoName vs. Neutrik o. ä.). Da es sich um eine Investition im unteren einstelligen Euro-Bereich handelt, machen 3 oder 4 Euro mehr oder weniger ja nicht so viel aus ;).

Ich werde ein Kabel mit Stereoklinke kaufen und dieses an der anderen Seite abknipsen, dann die Widerstände drann und an eine Monobuchse. Nur wie isoliere ich das ganze dann sinnvoll?

Am besten die Übergangsstellen von den Adern zu den Widerständen und von den Widerständen zu den Kontakten mit Schrumpfschlauch einschrumpfen. Für einen Adapter in XLR-Ausführung hatte ich dort schon mal ein Foto gepostet. In einer Klinkenbuchse geht's ja etwas beengter zu, so dass es sinnvoll ist, nicht Widerstände in Standard-Größe, sondern Miniatur-Ausführungen zu verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am besten die Übergangsstellen von den Adern zu den Widerständen und von den Widerständen zu den Kontakten mit Schrumpfschlauch einschrumpfen. Für einen Adapter in XLR-Ausführung hatte ich dort schon mal ein Foto gepostet. In einer Klinkenbuchse geht's ja etwas beengter zu, so dass es sinnvoll ist, nicht Widerstände in Standard-Größe, sondern Miniatur-Ausführungen zu verwenden.

Gut ich werd heute mal in nen lokalen E-Laden gehen und mal gucken ob ich da n Schrumpfschlauch und Miniwiderstände bekomme :)


Das nützt mir nichts, da wird nur aus einem Stereo Signal zwei mal Mono gemacht (also links und rechts getrennt auf zwei Kabel).
Zumal ich ja wenn gern eine Kiste mit Schalter hätte, so dass ich bequem zwischen Stereo und Mono wählen kann. :)

LG nailos

Edit:
Nachdem ich nun alle Teile habe stehe ich vor der Qual der Wahl xD
Welches Kabel ist was? (Links, Rechts, Masse)?
Das Bild zeigt mein Kabel, bitte mal einer helfen^^
IMG_20130225_151823.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay habe nun so ein Teil zusammen gelötet, Funktioniert auch.
Ich höre beide Kanäle auf der linken Seite, ABER sehr leise.
Sind die Widerstände doch zu groß?

LG
 
Okay habe nun so ein Teil zusammen gelötet, Funktioniert auch.
Ich höre beide Kanäle auf der linken Seite, ABER sehr leise.
Sind die Widerstände doch zu groß?

LG

Ja .... im Kopfhörer Weg ist das zu viel , bei " Line " Signalen wär das kein Problem .

Hast Du keinen alten HiFi Verstärker , den man auf Mono stellen kann ?

... wär das Einfachste ;)
 
Wie gesagt das ganze soll eher als mobile Lösung funktionieren.
Daheim habe ich die KH am Mischpult, das kann ich gut aufdrehen :)
Werde mir wohl eine zweite Version löten, mit kleineren Widerständen. Was für ein Widerstand ist für einen Kopfhörer zB am Handy angemessen? 2,2kOhm?

LG
 
Hi,

bei Kopfhöreren sind Impedanzen von teilweise unter 20Ohm festzustellen; das geht schon in Richtung von Lautsprecherimpedanzen.

Zur Sicherheit, um nicht den KH-Verstärker evtl. zu beschädigen, würde ich mit zwei 100Ohm-Widerständen anfangen und mich evtl. weiter runtertasten, wenn es noch deutlich zu leise ist.


Gruß
Ulrich
 
Ich denke 200Ohm sind etwas zu wenig oder?
In einem anderen Forum habe ich eben von den besagten 2,2kOhm gelesen...

LG
 
Hi,

meine Aussage bzgl. der 100Ohm habe ich ja nicht ohne Grund/Begründung gemacht.

Weiterer Grund:
2,2kOhm sind gerade mal etwas weniger als die Hälfte der bisher von Dir verwendeten 4,7kOhm.
Vermutlich wird dadurch das verbleibende Signal gerade mal doppelt so stark, wovon als Höreindruck aufgrund unseres menschlichen Ohres nur ein gerade so wahrnehmbarer Unterschied übrigbleibt.
Knapp gesagt: Es wird vermutlich nur "einen Tick" lauter.

Gruß
Ulrich


mobil gesendet
 
Also konkret habe ich jetzt einen Adapter mit 2x 4,7kOhm Widerständen und einen mit 2x 620Ohm (ich habe die 620Ohm gewählt, da ich mir mittelfristig mal einen neuen KH gönnen will der wohl zwischen 250- und 600Ohm Impedanz aufweisen wird).
Als Testgeräte habe ich hier mein Galaxy S mit Voodoo Sound am AKG K518LE (32Ohm) und meinen PC mit einer Creative Recon3D Soundkarte am AKG K530 (55Ohm).
Mit dem 4,7kOhm Adapter war die Musik bei beiden Quellen und KH etwas zu leise (vor allem für den Gebrauch auf der Straße), mit dem 620Ohm Adapter habe ich jetzt einen deutlichen Spielraum. Lauter werde ich wohl eh niemals hören um mein verbliebenes gesundes Ohr zu schonen.

Wieso sollte ein zu großer Widerstand die Quelle zerstören?

LG nailos
 
.... Wieso sollte ein zu großer Widerstand die Quelle zerstören?

LG nailos

Hi,

falls sich das auf meine Schreibe bezog: Ich sprach von 100Ohm und weiter runtertasten.

Also zerstören nicht große Widerstände den Verstärker (sofern es kein Röhrenverstärker ist - da ist es anders als bei Transistor-/IC-Verstärkern), sondern zu geringe Widerstände könnten eine Gefahr darstellen (deshalb schrieb ich "Runtertasten" von 100 Ohm).

Aber wenn es mit 620 Ohm laut genug ist, dann lass es so; das sollte für die allermeisten KH kein Problem darstellen. Für solche mit hoher Impedanz könnte es nur evtl. zu leise sein (je nach Wirkungsgrad: wieviel Lärm macht der Kopfhörer aus der Leistung des Verstärkers).


Gruß
Ulrich
 
Achso habe das so aufgefasst, dass alles über 100 Ohm zu viel sei, daher zu sicherheit von 100 abwärts testen.
Na dann passt ja alles danke Jungs und Mädels :)

LG
 
Die Version mit den zwei Widerständen direkt im Kopfhörerweg halte ich für problematisch, gerade weil die KH-Impedanzen so klein sind und dann nicht mehr viel ankommt.
Besser wäre es, so ein "Stereo->Mono"-Kabel irgendwo vor dem KH-Verstärker einzusetzen.

Oder man nimmt sowas hier (mit Mono-Schalter):


...oder den (auch Batteriebetrieb):




PS: Wenn für den wirklich mobilen Betrieb z.B. am Handy (welches?) eine Lösung gesucht wird, dann würde ich eher daran denken, das Monosignal softwareseitig zu erzeugen. Bei vielen Android-Handys / -Tablets z.B. kann man entweder von Haus aus oder per App den Audioausgang auf Mono setzen... Das ist z.B. bei vielen "einohrigen" Bluetooth-Headsets ebenfalls nötig... ;)
 
Und was genau ist da jetzt problematisch?
Wie bereits beschrieben funktioniert die Lösung sowohl am Handy als auch am Mischpult/PC.

LG Nils
 
Wenn es bei dir jetzt gerade so funktioniert, ist es ja OK.

"Problematisch" ist eben, dass sich diese klassische Y-Widerstandslösung eigentlich bei Line-Signalen bewährt hat, die an hochohmige Eingänge geht. Die Adapterschaltung ist dann quasi ohne Last, daher geht das gut. Wie du ja schon selbst bemerkt hast, muss man aber - wenn man das nach einem Endverstärker machen möchte - wegen der sehr niederohmigen Last (KH / Boxen) auf sehr kleine Widerstände gehen, um überhaupt noch eine Chance zu haben, halbwegs brauchbare Pegel zu erzielen. Du verbrätst jetzt an die 90% der Verstärkerleistung an den Summierwiderständen. Dass es dennoch einen akzeptablen Pegel gibt, liegt eben daran, dass in deinem Fall offenbar mehr als genug Verstärkerleistung da ist.
Und man darf auch nicht unterschlagen, dass über die relativ niederohmigen Widerstände die beiden Endstufen (für rechts und links) je nach Eingangssignal relativ knackig gegeneinander arbeiten - so richtig elegant ist die Lösung daher nicht. Wie gesagt: wenn's funktioniert ist es Ok, aber eine allgemeine Empfehlung würde ich für die Lösung nicht aussprechen.
 

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