Stick rutscht weg

von flygirl_1998, 25.06.19.

  1. flygirl_1998

    flygirl_1998 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.19   #1
    Hallo :D

    Ich bin ganz neu beim Trommeln (durch meinen Freund hierhergekommen XP), spiel "eigentlich" Gitarre, hab aber festgestellt, dass ich Schlagzeug übertrieben geil find.

    Deswegen will ich das jetzt lernen, mein Freund unterstützt mich da sozusagen als Lehrer.

    Mein Problem kann er mir allerdings nicht wirklich lösen und das ist, dass ich mich mit der richtigen Stickhaltung nicht anfreunden kann. Irgendwie klappt das bei mir gar nicht.
    Weder dass ich Daumen und Zeigefinger anspann und den Rest locker lass, noch dass der Stick nicht überall hinrutscht.

    Egal wie fest oder locker ich mit Daumen und Zeigefinger zupacke, der Stick rutscht langsam nach vorne oder hinten. Wenn ich allerdings locker lasse, dreht er sich dabei auch noch.

    Dazu kommt, dass ich eher im Metalgenre unterwegs bin und dementsprechend irgendwann mal schnell spielen will. Dazu meint mein Freund, muss ich den Stick aus den Fingern (Mittel-, Ring-, kleiner Finger) beschleunigen, da ich sonst nie Metalgeschwindigkeit (egal wie lang ich übe... dass ich jetzt nicht sofort Blast Beats spielen kann, weiß ich XD) erreichen würde. Um mir jetzt nicht erst eine Stockhaltung und dann die andere anzugewöhnen, soll ich gleich mit der beginnen.

    Allerdings krieg ich es partout nicht hin, meinen Daumen und Zeigefinger anzuspannen und mit dem Rest so eine Art Tremolo-Bewegung durchzuführen. Entweder sind alle Finger angespannt oder keine... :(

    Was ratet ihr mir?

    Liebe Grüße
     
  2. Luckie

    Luckie Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.06.19   #2
    Wie lange übst du das schon?
     
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  3. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.06.19   #3
    Entscheidend ist, dass Du Dir die richtige Handhaltung drauf schaffst.
    Das ist wie beim Plek und dem Shredding: Du wirst nie auf die angemessene Geschwindigkeit kommen, wenn Du das Plek steif in der Hand hälst und versuchst, den Arm rauf- und runterzubewegen.

    Die Bewegung kommt aus Handgelenk und Fingern und über den rebound (den kontrollierten Rückprall vom Fell) und den eingrenzbaren, flexiblen Bereich zwischen Fingern und Handballen erreichst Du später die Geschwindigkeit. Den Stick selbst hälst Du quasi frei schwingend zwischen Daumen und Zeigefinger. Mit Fingern und Handballen übst Du die Kontrolle über die Auf- und Abbewegung des Sticks aus.

    Es gibt ein paar Sachen, die am Anfang helfen können, dieses Feeling zu entwickeln und aufzubauen:
    • variiere mit dem Durchmesser und der Länge der sticks (das ist vergleichbar damit, das richtige Plek für einen zu finden) - eine Zeit lang habe ich mit army-Sticks (wenn ich mich recht erinnere hießen die so) gespielt - die waren glaube ich für marschierende Drummer: richtig dick, halbe Knüppel. Aber mit denen habe ich gelernt, die Kontrolle richtig auszuüben.
    • versuche verschiedene Stickbeläge für die Hände aus: ich hatte eine Zeit lang Sticks, die mit so einer Art Lederbezug in dem Bereich ausgestattet waren, der in den Händen lag - dadurch lagen die sticks rutschsicher in der Hand - es gibt im Fachhandel einiges, was in Frage kommt.
    • Auf jeden Fall: immer schön langsam, aber korrekt üben - die Geschwindigkeit kommt mit der Zeit von selbst. Ist bei der Gitarre auch nicht anders.
    • Laß Dich nicht davon verleiten, dass das Schlagzeug ein Hammer-Instrument ist, das grobmotorisch aussieht: Kontrolle ist alles. Das war auch bei den Rundumschlägen von dem Who-Gitarristen nicht anders.
    Das wären so meine Tipps auf die Schnelle ...

    Viel Spaß - und viel Erfolg!

    x-Riff
     
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  4. Haensi

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    Erstellt: 26.06.19   #4
    Viele Anfänger machen den Fehler die Sticks viel zu fest zu halten.
    Habe ich - als Autodidakt - auch (leider) am Anfang gemacht. Das hat, wie schon gesagt wurde, zwei große Nachteile:
    - man kommt nie auf Geschwindigkeit
    - wenn doch, tut es weh (was es natürlich nicht soll)

    Ein Profi-Drummer hat mir das dann mal gezeigt und ich war erstaunt, wie locker man die Sticks eigentlich hält.

    Die richtige Haltung ist da wirklich entscheidend. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch der sog. balance point. Das ist der Punkt, bei dem der Stick so in der Hand liegt, dass er den besten Rebound erlaubt.
    Den muss man suchen, was anfangs etwas dauert. Wenn man ihn gefunden hat, kann man ihn z. B. mit einem Edding markieren. Später geht das in Fleisch und Blut über und man hat den Punkt schnell gefunden. Ich orientiere mich da an der Beschriftung am Stick.

    Den für dich optimalen Stick zu finden, wird auch einige Zeit dauern. Hat es bei mir jedenfalls. Da gibt es auch leider nichts anderes als Trial-and-Error.

    Apropos: The Who
    Drummer Keith Moon sah auch immer wild und unkontrolliert aus. Das war halt nur Show. Die Schläge waren dann schon genau und ausgefeilt.

    Kann man machen, ich bevorzuge Daumen und Mittelfinger. Siehe folgendes Video (ca, 9:00 min)

     
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  5. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.19   #5
    Willkommen im Forum :-)

    Meine Frage wäre auch, wie lange Du nun schon übst, bzw das Schlagzeug kennengelernt hast?

    Diverse Techniken zu (er)lernen bzw auch passende Sticks zu finden usw, dauert halt seine Zeit, und funktioniert nicht mit "schnipps - Profi Drummer".
    Es gibt erstmal verschiedene Stick-halte Möglichkeiten (grip), welche auch alle entsprechend unterschiedliche "Klänge" auf dem Fell/Becken erzeugen können.
    Näheres hier zB

    https://en.wikipedia.org/wiki/Grip_(percussion)

    Zu den guten Tips von @Haensi vielleicht noch ergänzend:
    Vorm Spiel, die Finger lockern (dehnen) bringt schonmal was. Verkrampfen oder "Baseballschläger Griff" nen Stick zu führen, macht u.U. grosse Probleme.
    Wenn der Stick rutscht, zieh paar Rad Handschuhe an, oder mach Silikonpunkte auf den Stick. Oder Tape sie.
    Zur Not tuns auch ein paar Gummibänder. Das aber nur für den Anfang, um Stickgefühl zu bekommen, und wo die "usuable points" liegen, kennenzulernen.

    Metaldrumming muss übrigens auch nicht nur ufftata speed und Blastbeat Geknalle sein.
    Lern erstmal grundlegendes "grooven" und wie man Rhythmen bzw Fills etc. miteinander flüssig verbindet.
    Sprich: erstmal kleine Semmeln backen, bevor Du Sahnetorten zaubern kannst :-D
     
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  6. MS-SPO

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    Erstellt: 26.06.19   #6
    Dann wünsch' ich Dir ein möglichst hohes Suchtpotential :D

    Das klingt nicht richtig. Hör' doch 'mal in dieses Video rein, ob Dir das Tempo ab etwa 1:20 und etwa 2:20 metalmäßig zusagen könnte: .

    Und falls ja, ist Tommy eine gute Einstiegsadresse in eine der vielen möglichen Wege, Sticks zu kontrollieren, selbst und gerade bei langsameren Tempi. Sitzt die Technik, kommt mit der Zeit das Tempo fast von alleine.

    Wie sagt er: Es ist locker wie spazierengehen, kein Rennen ;)
     
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  7. MS-SPO

    MS-SPO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.19   #7
    Noch ein paar Ergänzungen. Wenn Du den lauten Wumms brauchst, kommst Du an Möeller's Technik nicht vorbei. Der beste Zugang ist da über seinen mittlerweile verstorbenen Schüler Jim Chapin. Etwa in der Mitte des kurzen Videos geht er darauf ein: .
    Eine ganz andere Haltung und Handhabung, als Du sie beschreibst. Übrigens: Moeller erfüllte Schlachtfelder mit Snare-Sounds.

    Wenn Du die Meinung teilst, dass mühelose Stick-Technik vorgeht und es für den Rest Mikros und Verstärker gibt, bist Du bei o.g. Tommy Igoe gut aufgehoben, besonders für den Einstieg.

    Es gibt natürlich zahllose weitere. Anfängern wird gerne die Winke-Winke Bewegung beigebracht. Usw. Es geht am Ende um Beweglichkeit.

    Nach einer Weile hat jeder Drummer eine Reihe von zu Ihm oder Ihr passende Techniken drauf, zwischen denen man mühelos situationsgerecht wechselt. Und das Sticks durchaus in der Hand wandern, was Drummer einfach ausgleicht, ist Teil der Geschichte "Stick-Control".
     
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  8. flygirl_1998

    flygirl_1998 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.06.19   #8
    Erstmal danke für die lieben (und superschnellen :m_drummer:) Antworten :D

    Ich beschäftige mich noch nicht allzu lang mit dem Schlagzeug, seit circa 1 Woche XD Mir ist vollkommen bewusst, dass ich da keine Wunder erwarten kann, was mich hier zu dem Beitrag gebracht hat, war eher, dass mein Freund sich auf das Problem mit der Unabhängigkeit der Finger und dem rotierenden Stick keinen Reim machen konnte.
    Er hat mit 6 Jahren Schlagzeugspielen angefangen und spielt jetzt schon 2 Jahrzehnte... Für ihn liegt dieses Haltungslernen halt schon ewig zurück.

    Dass das Schlagzeug kein Hau-Drauf-Schmied-Instrument ist, hab ich über meine Band schon mitbekommen (auch wenn ich Jahre dieser Fehlmeinung aufgesessen war), gerade das reizt mich ja so ;)

    Ich werd mir jetzt mal Eure Videos anschauen :D

    Vielen lieben Dank :D
     
  9. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.19   #9
    Was - gerade am Anfang - sicher nicht schaden kann, ist jemand, der dir buchstäblich beim Üben auf die Finger schaut.
    Du kannst dich z. B. auch beim Üben filmen, damit ein professioneller Drummer (bzw. jemand, der Ahnung vom Trommeln hat) da mal draufsehen und notfalls korrigierend eingreifen kann.

    Aus eigener Erfahrung kann ich raten, es gleich von Anfang an richtig zu lernen, als sich später umstellen zu müssen.

    Wenn du nach einer Woche schon die ersten einfachen Grooves schaffst, bist du wirklich gut. Das schaffen nämlich die wenigsten. Hände und Füße zu koordinieren ist ja nicht so einfach.

    Geschwindigkeit kommt mit der Zeit. Komplexe Rhythmen lerne ich auch erst "in Zeitlupe" (und ich spiele schon ein paar Jährchen).

    Profidrummer John Blackwell sagte zum Thema "Geschwindigkeit" mal einen genialen Satz:

    (sinngemäß) "Alles was du schnell spielen willst, musst du langsam und präzise lernen. Präzision kommt vor Geschwindigkeit. Ansonsten klingt es wie "a bunch of noise".

    Von bekannten Drummer gibt es auch einige tolle Lern-Videos.

    Die vom oben erwähnten Tommy Igoe sind klasse - sehr empfehlenswert. Dave Weckl und Jojo Mayer wären auch noch zu nennen.



     
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  10. dubbel

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    Erstellt: 27.06.19   #10
    das meiste ist eigentlich schon gesagt worden.
    1. mit tape, handschuhen, hilfsmitteln würde ich gar nicht erst anfangen -> wenn das problem ist, die sticks zu halten, würde ich erst mal das problem lösen, sprich: genau das üben.
    2. statt auf den drums rumzurühren, könntest du auch mit einem practice pad üben. da kannst du speziell auf die stickhaltung achten.
    3. der tip von Haensi ist gold wert, nämlich jemand, der dir buchstäblich beim Üben auf die Finger schaut.
    :)
     
  11. Jakari

    Jakari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.19   #11
    Naja, diese Hilfsmittel sind freilich kein Ersatz. Sticks zu halten muss mer schon "üben", das ist klar.
    Um ggf Rutschen zu verhindern (Anfänger: häufig feuchte Hände, Aufregung usw) allerdings tauglich und durchaus sinnvoll.
    "billige" Sticks sind oft zu stark belackt und dementsprechend rutschig, da kannste Grips kenne/können wie Du willst, es rutscht trotzdem irgendwann ;-)

    @flygirl_1998
    Mach Dir keinen Stress und lass es ruhig angehen. Auf Krampf/Zwang wirst Du nichts wirklich lernen, sondern nur irgendwann frusten.
    Ne Woche ist garnichts, fang doch einfach erstmal an, paar Grundrhythmen zu erlernen; lass Dir von Deinem Freund 2, 3 Sticktechniken zeigen/erklären (je nachdem, was er kennt) und übe damit.
    DANN kannst Du hier bestimmt auch weitergehende Anregungen bekommen.
    Erstmal machen und probieren.
     
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  12. MS-SPO

    MS-SPO Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.19   #12
    Noch eine Ergänzung zu:
    Der Stick ist ein dynamisches Wesen.

    Alleine durch den schlagenden Kontakt beginnt er selbst in allen Möglichkeiten zu vibrieren:
    • wie eine Saite (auf und ab in irgendeiner Ebene; Kontaktpunkt und Drehpunkt durch Finger+Daumen bestimmt's)
    • wie ein Drehung (ungleiche Gewichtsverteilung im Stick, "schiefer" Drehpunkt, usw.)

    Hält man ihn nicht krampfhaft fest, dann wandert er in jeder Hand. Das Drehen um seine Achse kann man sehr schön anhand der Beschriftung oder Maserung verfolgen. Mit etwas Beobachtung und Erfahrung jsutiert jede/r Schlagzeuger/in die Stickposition automatisch ständig neu.

    Hilfsmittelfrei, versteht sich ;)
    --- Beiträge zusammengefasst, 27.06.19, Datum Originalbeitrag: 27.06.19 ---
    Weiter ergänzend: lerne Deine Sticks kennen:

    • fasse einen beginnend am untersten Ende an ...
    • ... und lasse ihn auf eine reflektierende Fläche fallen (vorzugsweise ein Übungspad)
    • der wird sich anmuten wie ein gefällter Baum
    • verschiebe nun den Drehpunkt zwischen Finger und Daumen weiter nach vorne
    • zu weit vorne wird der Stick wieder enorm schwerfällig bis unbeweglich
    • dazwischen gibt es den Punkt, wo der Stick fast von alleine "fliegt"
    • den gut merken und regelmäßig aufsuchen ;)

    P.S.: Nicht alle Sticks sind gleich, auch nicht der rechte und der linke. (Ver-) Tauschen macht klüger.
     
  13. thorkopf

    thorkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.19   #13
    Hey, ich spiele jetzt seit ca. 35 Jahren Schlagzeug, und auch ich bin immer noch dabei meine Technik weiter zu entwickeln. Dein Stick rutscht weg - na, dass ist ja erst mal gar nicht so schlecht, denn es zeigt, dass Du den Stick nicht wie ein Schüppenstiel anfasst, sondern locker greifst. Was glaubst du wohl, wie oft mir der Stick weggleitet. Ich würde Dir erst mal empfehlen, die Griffhaltung langsam zu üben. Es gibt ja noch andere Griffe, die Du im Laufe Deiner noch jungen Jahre lernen wirst (Traditional grip, german grip, French grip etc.). Es ist ungemein wichtig, dass Du locker bleibst und dass Du Dir die verschiedenen Schlagtechniken anschaust und mit einem Pad übst. Denke dabei, Schlagzeuger denken nicht in Wochen, sondern in Jahren. Es gibt auf YouTube eine Vielzahl von gut erklärten Übungen für die richtige Spieltechnik. Auch musst Du Dich erst einmal an den Stick gewöhnen. Ich spiele vornehmlich Jazz, Fusion und Drum/Bass. Das ist zwar jetzt nicht dein Genre, aber es ist trotzdem hilfreich, einen Jazzschlagzeuger zuzusehen, wie er etwa double time beats auf dem Ridebecken spielt und zwar jenseits von 240 Bpm. Da kannst Du recht gut die Technik ansehen, was die Finger, die Hand und der Arm für Bewegungen ausführen. Es gibt auch von Jojo Mayer eine sehr brauchbare Aufwärmübung für die Finger, indem du mit dem Daumen und dem Zeigefinger den oberen Teil des Sticks hältst und den Stock an deinem aufrecht stehenden Unterarm in Position bringst. Jetzt versuchst du mal mit Mittel-, Ring- und kleinem Finger den Stick gegen den Unterarm zu spielen. Der federt dann wieder zurück und du kannst dann wieder mit den drei Fingern den Stick beschleunigen. Diese Übung kannst Du nach belieben wiederholen. Diese Übung fördert die Kräftigung der Finger an sich und Deine Stockhaltung - und, du wirst schnell. Wenn Metal Deine bevorzugte Musikrichtung ist, kannst du auch gleich mit der richtigen Fusstechnik für die Bassdrum anfangen. Auch hier gibt es eine Vielzahl von Übungen im Netz ((Heel/Toe- Technik). Aber bedenke immer, es braucht alles Zeit und manchmal sind es ganz kleine Bewegungen, die Du mit der Hand ober dem Fuss ausführen musst. Da ist eine Lehrer (Dein Freund z. B.) sehr hilfreich, da diese Bewegungen nicht einfach so abzuschauen sind. Es braucht viel Übung und Geduld. Es ist eine echte Herausforderung aber macht unglaublich viel Spaß, vor allem wenn Du Deine Fortschritte merkst. Schlagzeugspielen hat eben viel mit Mathematik und Physik zu tun. Dass der Stick sich dreht und nach vorne oder hinten rutscht ist dem geschuldet. Bedenke immer "the hand is the passenger of the stick". So jetzt üb mal ordentlich und hab Spaß an diesem wunderbaren Instrument. Servus Thorsten
     
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  14. dubbel

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    Erstellt: 11.07.19   #14
    wie ist das denn gemeint? [​IMG]
     
  15. thorkopf

    thorkopf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.07.19   #15
    Damit ist gemeint, dass Du dem Stick immer die Möglichkeit gibst, sich physikalisch frei bewegen zu können. Die Hand dient dabei nur der ersten initialen Bewegung. Wenn der Stick auf das Fell trifft, sollte er dabei frei einen rebound ausführen können, ohne dass Deine Hand dem natürlichen Impuls entgegenwirkt. Sobald der Stick wieder in die Aufwärtsbewegung kommt, können die Finger die zweite down stroke Bewegung initiieren. Nur so kannst Du auf Geschwindigkeit kommen. Es ist ein wenig philosophisch aber die Hände "begleiten" eigentlich nur den Stick in einer rund laufenden Bewegung durch Arm, Handgelenk und Fingern. Ich hoffe ich habe es einigermaßen eingehend beschrieben.
    --- Beiträge zusammengefasst, 11.07.19, Datum Originalbeitrag: 11.07.19 ---


    Hier wird es vielleicht nochmal deutlich. Der Stick folgt der natürlichen Bewegung
    --- Beiträge zusammengefasst, 11.07.19 ---


    Hier kannst Du sehr gut die Handstellungen anschauen und es gibt auch noch weitere Erklärungen und Übungsbeispiele
     
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  16. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 11.07.19   #16
    Hey flygirl,
    mich würde mal interessieren, wie sich das bei Dir in der Zwischenzeit entwickelt hat ...

    Herzliche Grüße

    x-Riff
     
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