Sticks anders halten

von TwentyEight28, 21.11.07.

  1. TwentyEight28

    TwentyEight28 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.07
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    45
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 21.11.07   #1
    Morgen Gemeinde. Und zwar hab ich grade en echt geiles Vid auf youtube gesehen (Link: http://www.youtube.com/watch?v=UJsybbSHfx4&feature=related )
    So dieses drei Jungs halten den linken Stick irgendwie anders als ichs kenne ^^ . Könnt ihr mir sagen was für Vorzüge diese Spieltechnik im Gegensatz zur herkömmlichen hat?

    Grüße
     
  2. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 21.11.07   #2
    Das nennt sich "Traditional Grip". Gib mal den Begriff in der Suche ein, und du findest schon einiges an Information. Wenn du dann noch mehr Fragen hast, frag gerne :)
     
  3. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    20.06.05
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    6.214
    Zustimmungen:
    421
    Kekse:
    25.744
    Erstellt: 21.11.07   #3
    Traditional Grip
    [​IMG]

    German Grip / Matched Grip
    [​IMG]

    French Grip
    [​IMG]

    Der Traditional Grip wurde früher nur gespielt. Darum sieht man auch in den alten Videos, wie der Link von dir soviele so spielen. Das kommt halt daher, weil man früher bevor es das Schlagzeug gab, die Instrumente des Schlagzeuges einzeln im Marching Bands hatte.
    Die Wurde immer leicht schräg und leicht zur Seite hin getragen und um ein gutes Spiel gewehrleisten zukönnen, spielt man den Traditional Grip.

    [​IMG]

    Wenn du (wie du auf dem Bild siehst) den German Grip benutzen würdest, dann würdest du die ganze Zeit eine verkrüpelte Haltung einnehmen und damit Schäden in Kauf nehmen.

    Der German Grip entwickelt sich dann erst so richtig mit dem Schlagzeug. So wie wir es heut kennen. Die ersten, die das Schlagzeug mit erlebt haben, haben natürlich den Traditionl Grip gelernt, weil sie nichts anderes kannten. Allerdings bekam man, auf Grund der Anordnung der Schlagzeugs durch den Traditional Grip Haltungsschäden. Somit setze sich der German Grip immer mehr durch. Wie gesagt, darum spielen die alten Schlagzeuger meisten Traditional Grip und die neue Generation (du und ich) den German Grip.

    Den French Grip solltest du ganz schnell vergessen. Ich habe ihn bloß mit aufgeführt, weil es ihn auch noch gibt. ;)

    Wenn du noch bissl was anderes nachlesen willst, dann guck mal hier rein:
    https://www.musiker-board.de/vb/anf-nger/129038-haltung-des-sticks.html
     
  4. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 21.11.07   #4
    Ansatzweise nicht ganz falsch, aber da muss ich dann doch einiges korrigieren.

    Um genau zu sein ist es bei einer schrägen Haltung der Trommel nicht anders möglich als Traditional Grip zu spielen. Man nimmt nicht unbedingt Schäden in Kauf, sondern es ist einfach verkrampft bis physikalisch kaum möglich (je nachdem wie schräg man die Trommel hat) anders zu spielen.

    Der matched grip (beide Hände halten den Stick gleich) hat sich nicht wegen Schlagzeug entwickelt, sondern wegen Orchesterpauken (die es schon früher gab). Die kann man mit Traditional Grip nicht vernünftig spielen. Man hat erst den French Grip gehabt (Handinnenseiten zeigen zueinander), da man so am ehesten vernünftig spielen kann.
    German Grip wurde entwickelt, um leichter mehr Kraft einzusetzen und damit mehr Lautstärke zu bekommen.

    So ein Quatsch. Auch heute spielen viele Traditional Grip, ohne irgendwelche Haltungsschäden zu bekommen.

    Nee, wir spielen German Grip (oder French oder American), weil es deutlich einfacher zu lernen ist; insbesondere sind saubere Wirbel, die links und rechts gleich laut sind, viel einfacher. Beim Trad. spielt man ja mit der linken Hand in einer Drehbewegung und mit der rechten Hand eine auf- und ab-Bewegung. Bis man mit der linken Hand sauber wirbeln kann, kann je nachdem sehr lange (also Jahre) dauern.

    Beim French Grip spielt man noch mehr aus den Fingern, d.h. man kann viel leichter leise und kontrolliert spielen.

    Der oben erwähnte American Grip versucht die Vorteile beider Varianten zu kombinieren. Man die Hände in etwa in einem 45°-Winkel nach außen (also genau zwischen den beiden anderen). So hat man Kraft (German) und Kontrolle (French). Zumindest theoretisch :)
     
  5. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    20.06.05
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    6.214
    Zustimmungen:
    421
    Kekse:
    25.744
    Erstellt: 21.11.07   #5
    Ok, dass mit den Haltungsschäden vom Traditional Grip ist vielleicht bissl übertrieben, aber man bekommt dadurch eher gesundheitlichere Probleme als beim German Grip. Der Körper befindet sich stehts in einer licht nach links gebeugten Haltung. Auf die Dauer leidet der Körper darunter. Wenn auch net viel, aber es ist definitv schädlicher für den Rück als der German Grip. Ich sag ja net, dass man mit 50 Jahren im Rollstuhl sitzt. ;)

    Den French Grip habe ich net weiter ausgeführt, weil man auch im German Grip lernen sollte leise und präziese zu spielen.

    Das mit den Kapellen ist auch inleuchtet und ich weiß auch, dass das Schlagzeug aus der Entwicklung entstand, dass einer mal die Fresse dick hatte und alles gleichzeit spielen wollte. Allerdings, seit dem es vermehrt Menschen gab, die immer mehr Schlagzeug spielen wollten, gab es immer mehr Menschen die mit dem German Grip anfingen zu spielen.

    Sorry, wenn ich bissl defus daher rede, aber bin bissl krank. :o
     
  6. Puncher

    Puncher Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    21.02.06
    Zuletzt hier:
    23.09.10
    Beiträge:
    2.559
    Ort:
    Aachen
    Zustimmungen:
    1
    Kekse:
    2.663
    Erstellt: 21.11.07   #6
    Man kann durchaus mit Traditional Grip ganz gerade sitzen und keine Rückenprobleme bekommen. Man muss nur evtl. das Schlagzeug ein wenig anders aufbauen (insbesondere Neigung der Trommeln), da man die Stöcke anders hält.
     
  7. TwentyEight28

    TwentyEight28 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.07
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    45
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 21.11.07   #7
    Okay das is echt krass :) danke euch recht herzlich. Vielen vielen Dank. Es reicht also den German Grip zu spielen. Wobei ich es anstrengend finde das so zu spielen wies auf dem Bild is, leicht schräger zu spielen geht irgendwie deutlich einfacher... Halte die Sticks manchma auch komplett anders aber mkay ^^ ... Danke euch.
     
  8. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.07.06
    Zuletzt hier:
    7.12.16
    Beiträge:
    8.959
    Ort:
    Oberfranken
    Zustimmungen:
    1.482
    Kekse:
    14.794
    Erstellt: 24.11.07   #8
    Es gibt nicht die richtige oder falsche Stockhaltung. Hauptsache dir passt sie und du fühlst dich wohl dabei. Es gibt sogar Drummer die spielen Traditional Grip beidhändig. Keith Moon von den Who hatte eine ganz unorthodoxe Haltung (schau dir mal ein Video vom Song My Generation an!)
    Ich selbst spiele beide Arten, je nach Musikrichtung. Bei Jazz und Latin bin ich automatisch im Traditional und auch teilweise beim Blues. Man kann damit schöner Ghost Notes spielen. Bei Rock und Punkrock spiele ich Matched weil man damit auch schneller über die Toms kommt.
    Aber wie gesagt ist Geschmacksache. Dir muss es passen.

    Keep on rockin in a free world
    Hänsi;)
     
  9. kride20

    kride20 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.02.07
    Zuletzt hier:
    25.08.16
    Beiträge:
    1.691
    Ort:
    "Hauptstadt des Bieres"
    Zustimmungen:
    102
    Kekse:
    3.000
    Erstellt: 26.11.07   #9
    Auf keinen Fall. Ich finde den French grip sehr angenehm: Siehe oben abgebildetes Foto:

    Der Daumen liegt genau oben auf, d.h. er stellt sich dann dem Rebound des Sticks genau in den Weg, somit kontrolliert sich der leichter. Grade bei schnellen Singlestrokes ist das sehr von Vorteil. Beim "Deutschen" rutscht der Stick dann schon manchmal durch, also mir gehts auf jeden Fall manchmal so.
    Oder man macht das Loch oben zu und verkrampft dann. Gut, das kann bei anderen anders sein...

    Ich gebe zu, wenn man "nur" nen Groove spielt, in nem anständig gemütlichen Tempo, dann verfall ich auch in den German Grip, weil so die Handhaltung angenehmer ist, aber bei Singles und auch bei Doublestrokes fühl ich mich mit dem "Franzosen" wohler, weil der Daumen ja den Impuls gibt, und wenn der direkt oben aufliegt, dann "fließt" die Schlagenergie durch die Abwärtsbewegung "durch den Daumen durch".

    Beim German grip ist das physikalisch gesehen "umwegig", was natürlich nicht heißt, daß man so nicht spielen könnte...
     
  10. TwentyEight28

    TwentyEight28 Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.07
    Zuletzt hier:
    17.12.12
    Beiträge:
    45
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 26.11.07   #10
    Hab jetzt mal bisschen beobachtet (sorry aber die Bilder vom Set hab ich net machen können). Und zwar wenn ich normal Spiele spiel ich diesen German und beim wirbeln bzw beim schnelleren spielen finde ich den French Grip angenehmer da ich wenn ich schneller spiele die Hände weiter zusammen nehme da geht das so eigentlich am Besten.

    Wie siehtn das jetz beim wirbeln aus. Es geht mir nich um den klassischen Trommelwirbel sondern um die Einzelschläge.. Versuche das grade zu optimieren. Mir is aufgefallen das ich da viel aus dem Handgelenk mache (sehr aktiv). wenn ich das allerdings aufm Ride mache sind die Handgelenke ruhiger. Könnt ihr dazu irgend en Tipp geben? Also technisch gesehen.

    Liebe Grüße
     
  11. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

    Im Board seit:
    20.06.05
    Zuletzt hier:
    6.12.16
    Beiträge:
    6.214
    Zustimmungen:
    421
    Kekse:
    25.744
    Erstellt: 26.11.07   #11
    Brauchst du jetzt Tipps um anderes auf dem Ridebecken zu spielen oder weniger aus den Handgelenken zu spielen bei Einzelschlägen?!

    Auf den Becken spielst du, je nach Tempo auch meist mehr aus den Armen, als aus dem Hand gelenk. Ich würde es mal eher als normal bezeichnen.

    One Handed Roll:
    http://www.drummerworld.com/Drumclinic/Dave_Weckl_single.html
    http://www.drummerworld.com/Videos/Jojomayersinglehandedroll.html

    Double Stroke Roll:
    http://www.drummerworld.com/Drumclinic/Dave_Weckl_double.html

    Single Strokes:
    http://www.drummerworld.com/Videos/Jojomayerdifferentspeeds.html

    Allgemein Fingertechnik:
    http://www.drummerworld.com/Videos/Jojomayerfingertechnique.html
    http://www.drummerworld.com/Drumclinic/Freddie_Gruber.html

    Sehr coole Übung für die Hände:
    http://www.drummerworld.com/Videos/joemorellokiller.html

    Sorry, hat nun alles nichts direkt mit dem Thema zu tun, aber evtl. helfen dir die Übungen weiter.
     
  12. CurrentValue

    CurrentValue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.07
    Zuletzt hier:
    26.02.14
    Beiträge:
    213
    Ort:
    Tabaluga-Land
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    108
    Erstellt: 03.12.07   #12
    Tag!

    Sind hier viele Traditional-Spieler? Ich persönlich finde, dass ich mit Traditional tatsächlich ein anderes Spielgefühl habe als mit Matched. Und falls jetzt was in Bezug auf Jojo Mayer kommt: Ja, dieser Meinung war ich schon, BEVOR Secret Weapons rausgekommen ist.

    Irgendwie fällt es mir damit leichter, unabhängig zu spielen (Shuffle etc..)...
    Wenn man die Haltung wirklich drauf hat (hab ich noch nicht! :D), kann man damit wirklich mehr machen als mit der Matched Haltung! Siehe eben Jojo Mayer.... Was denkt ihr?

    Gruß
     
  13. bartender

    bartender Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.04.06
    Zuletzt hier:
    16.06.15
    Beiträge:
    1.491
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    1.090
    Erstellt: 03.12.07   #13
    Wenn ich mich recht entsinne, spielt Jojo Mayer den Traditional-Grip aus ästhetischen Gründen! Er meint, dass der Mensch ja so ziemlich symmetrisch ist und das ist sicherlich auch in Ordnung, aber er steht da nicht so drauf. Er findet dieses ungleiche ästhetischer und deshalb spielt er eben Traditional (dies ist die Quintessenz seiner Aussage auf einem Workshop). Er spielt bei manchen Sachen auch Matched Grip.
    Also dass man mit Traditional Grip mehr machen kann als mit Matched Grip, glaube ich nicht. Beides hat seine Vorzüge!
     
  14. CurrentValue

    CurrentValue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    24.10.07
    Zuletzt hier:
    26.02.14
    Beiträge:
    213
    Ort:
    Tabaluga-Land
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    108
    Erstellt: 03.12.07   #14
    Ich denk, dass Traditional Grip sehr mühsam und auf Dauer eventuell schmerzhaft sein kann, wenn man auf einem sehr großen Set, auf dem man sich viel drehen muss, spielt.

    Mit "damit mehr machen" hab ich eigentlich nur die Moeller-Sektion gemeint, da wo er mit der linken Hand seine verschiedenen Techniken mit den ganzen Akzenten usw. zeigt. Das hab ich schwerst beieindruckend gefunden!! Wenn er z.B. den Stick zwischen Mittel- und Ringfinger hin- und herschiebt. Ur sic..... :great:

    Mfg
     
  15. Quirrel

    Quirrel Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    05.09.06
    Zuletzt hier:
    27.02.10
    Beiträge:
    434
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    146
    Erstellt: 08.12.07   #15
    Also french grip würd ich auf keinen Fall vergessen. Man kann damit imo sehr schnell und sauber spielen dank finger control und ich könnte mir auf dem ride becken für grooves auch nichts besseres vorstellen. Spiel auch meine Hi-Hat mit French grip find ich einfach angenehmer.
     
Die Seite wird geladen...

mapping