Stimmen und regulieren von Rhodes & Co

von Piet van Wiet, 21.11.05.

  1. Piet van Wiet

    Piet van Wiet Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.11.05   #1
    Hi Leute!
    Ich würde gerne hier ein paar Tipps zum Thema stimmen und regulieren von alten Vintage-Pianos a la Rhodes, Hohner, Wurlitzer und Co sammeln. Hier meine Rhodes-Erfahrungen: da ich gelernter Klavierbauer bin, bereitet das Stimmen von der akustischen Seite her keine Probleme, die mechanische Umsetzung ist aber eher kniffelig.
    Das, was beim Rhodes schwingt, und somit den Klang erzeugt, ist ein Stab/Stäbchen, welcher von einem Hämmerchen angeschlagen wird. Dieser Klangstab schwingt vor einem Pickup und ab gehts mit dem Sound in den Amp...Die Tonhöhe an diesen Stäben kann man mit einer kleinen Feder verändern, die am freien Ende des Stäbchens sitzt. Feder weiter vor zum Ender schieben-Ton wird tiefer...Feder mehr nach hinten verschieben-Ton wird höher. So weit, so gut, wenn sich diese Feder einigermassen ruckfrei und kontrollierbar zu verschieben wäre...ist sie aber nicht! In den tiefen Oktaven macht das nicht sehr viel, aber ab dem a gehts um bruchteile von einem mm, sonst jammert es. Abraten möchte ich in diesem Fall vor übermässigem Ölen-am besten garnicht ölen, und wenns arg verrostet ist, dann hilft eine Reinigung mit Ballistol und Stahlwolle-doch Vorsicht, nicht übertreiben und höchst "zärtlich" den Schmutz und Rost entfernen. Teilt mir mal Eure Erfahrungen mit, wie erheht es Euch mit Euren alten Schätzchen? Wenn es Fragen gibt...postet mal
     
  2. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.11.05   #2
    hmm, also bei den hohen Tönen isses schwerer, ist klar, anstatt die Federn da nach vorne oder hinten zu schieben, drehe ich sie da nur minimal, das hat meistens eine leichte Verstimmung zur Folge, nach ein paar Versuchen treffe ich dann immer genau die 440. Mein Problem ist eher, das bei meinem Rhodes die höchsten Tasten (73er) irgendwie "holzig" klingen, klingt so, der Anschlag der Taste klingt einfach im Verhältnis zum Ton sehr laut. An den Hammertips liegts nicht, die sind neu. Vielleicht muss ich noch mal mit der Striking Line rum Probieren...
     
  3. Piet van Wiet

    Piet van Wiet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.05   #3
    die hohen Töne klingen naturgemäss etwas eigenartig, dies liegt vor allem daran, dass die tines im Diskant genauso dick sind, wie alle anderen. Eigentlich müssten die tines, je höher sie werden, immer dünner werden ( vergl. Klavier- oder Gitarrensaiten). Sie sind halt so zu steiff, um noch richtig laut zu schwingen, ausserdem erhöht sich die Inharmonizität je dicker und steiffer eine Saite/tine ist. Das heisst, die Obertöne ( Grundtonfrequenz mal 2 = 2. Teilton, mal 3 = 3. Teilton , Grundtonfrequ. mal 6 = 6. Teilton), die in jedem Klang/Ton vorhanden sind nicht genau einem Vielfachen des Gruntones entsprechen, sonder etwas höher sind. Und je mehr sich diese Töne von der idealen Frequenz ( dem ganzzahligen Vielfachen) entfernen, desto "glockiger,unsauberer" klingen sie.
    Die hohen Tines sind also steiffer, und schwingen nicht so laut und vor allem auch nicht so schön lange, und ausserdem sind sie vom Klange her auch inharmonischer.
    hier mal ein paar akustische Fakten zu schwingenden tines/saiten/Luftsäulen:1.Teilton=Prim/Grundton(z.B. a=440Hz) 2.Teilton=Oktave/1.Oberton(440mal2gleich880Hz), 3.Teilton="hohe Quinte"(Oktave plus Quinte,440mal3gleich 1320Hz) , 4. Teilton="doppelt hohe Oktave"/2Oktaven/Grundton mal 4gleich1760Hz, 5.Teilton="sehr hohe Terze"/Oktavemal2plusTerz, 5malGrundton...usw...

    bis denne
    lang lebe der Dalai Lama
     
  4. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.11.05   #4
    Würde mich mal interessieren, ob die Tonebar-Clips wirklich was bringen, und wie sie den Sound verändern. Angeblich ja nur Sustain ?! Interessant wär auch mal zu wissen, ob das neue Rhodes diese dünnen Tines haben wird...
     
  5. mnutzer

    mnutzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.05   #5
    @"...neue Rhodes..."

    Hab' ich da in der Diskussion etwas verpasst? Nur ein Gerücht?
    Bei den heutigen Clones kann ich mir kaum vorstellen, dass sich jemand an die Neuproduktion elektromechanischer Dinosaurier wagt. Das schafft ja noch nicht einmal Hammond mit seiner New-B3 !

    Aber schreib' doch mal, was Du davon weißt.
     
  6. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 24.11.05   #6
    da geistert doch schon ne zeit was rum, dass der mr. brandstaetter die rhodes wieder auflegen will. natürlich verbessert und gewichtsreduziert etc.
    aber wenn ich mir überleg, was sowas dann wohl kostet - da hol ich mir lieber noch ein mark II oder ein mark V oder ein suitcase oder sonstwas :D
     
  7. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.11.05   #7
    Jo, Brandstetter hat halt die Marke Rhodes gekauft, angeblich auch ein paar Techs und hat auch schon ein paar Specs veröffentlicht, die da wären: Leichtes Gewicht, Midi, echte Analoge Tonerzeugung, Vintage Look, Tonerzeugung soll eine Weiterentwicklung vom Mark V sein... warum eigentlich nicht, zu Zeiten von neuem Moog und neuer B3 ? Ich finds gut.

    DAS Rhodes (-electric piano) bitte !
     
  8. Piet van Wiet

    Piet van Wiet Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.05   #8
    Moin moin!
    mein Rhodes hat ein eigenartiges Problem, dass ich bisher noch nicht lösen konnte! das tiefe G reagiert ziemlich heftig : nach dem Anschlag wird der Ton lauter, schaukelt sich quasi auf, und verzerrt sich dann...klingt ziemlich strange! Wie ein tiefes "Miaou". Was kann das sein, und wie löse ich das...?
    bis denne
     
  9. andi85

    andi85 Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.11.05   #9
    "die rhodes (electric pianos.)"

    war eine pluralform mit ellipse

    :D
     
  10. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.05   #10
    @ Piet: Möglicherweise hast du einen winzigen Haarriss in der Tine. Mach mal den Deckel auf, und guck, ob sie rund, oder auf und ab schwingt. Eigentlich soll sie auf und ab schwingen. Ansonsten kann es sein das durch zu häufiges drehen der 2 Einstellschrauben am Tonebar die Bohrungen etwas ausgeleiert sind, und deswegen übermäßige Vibration entsteht.
     
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