Strat-Sattel optimieren für Bottleneck-Spiel?

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dr.barn
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Ich habe vor einiger Zeit mit 60 angefangen spielen zu lernen und so langsam finde ich heraus, was ich wirklich brauche - da ich eine ultraflache saitenlage nicht mag, möchte ich einen etwas höheren neuen sattel, um das bottleneck besser benutzen zu können, verbauen - da webster nuts im forum nicht gerade auf begeisterung stossen, was wegen der groben kerbung durchaus nachvollziehen kann, wäre mir eine ungekerberte oder leicht vorgekerbte am liebsten - iss datt ne blöde idee? wie wirkt sich dies beim normalen betrieb ohne das bottleneck aus? und bezüglich des materials dachte ich an messing oder bronze ( hab ich mal von gehört), das manche hier durchaus positiv bewerten - es gibt auch so sättel die man auf den vorhandenen drauflegen kann, die fürs bottleneck gemacht sind, aber das ist mir ehrlich gesagt äusserst suspekt - bei der verwendung eines kompensierten sattels müsste ich ihn wohl unterlegen, oder gibt es dort auch leicht vorgekerbte - macht es für euch überhaupt einen sinn, was ich da vorhabe, oder soll man sich eine 2te strat für den blues konfigurieren, mit der man open tunings fürs bottleneck spielt, denn möglicherweise bringt mir ein milli mehr an höhe garnicht das was ich brauche??? - der radius meiner blade california standard beträgt übrigens 12" - danke für eure kommentare.
 
Bholenath
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wie wirkt sich dies beim normalen betrieb ohne das bottleneck aus?
Ich glaube im Idealfall hat man eine Bottleneckgitarre.
Die für normales Spiel zu nutzen ist wohl möglich aber sicher nicht ideal.
Man muss einfach sehr viele Kompronmisse machen wenn man das in einem Instrument kombiniert.

Bottlenecks gibt es in sehr vielen Ausführungen und Materialien Glas, Metall.
Da sollte man ausprobieren was einem am besten liegt.
Es gibt auch Bottlenecks die man hält statt sie über den Finger zu stecken.
Das ist dann mehr für Lapsteel oder Hawaii geeeignet aber das kann man natürlich auch bei einer "normalen" Gitarre einsetzen.
 
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Den Sattel bei einer Strat zu tauschen ist eigentlich wirklich keine große Sachen. Es ist zum größten Teil eine Frage des richtigen Werkzeugs. Mit einem entsprechenden Feilen Set ist das einfach und schnell erledigt. Wenn man da aber mit einer Puksäge mit nur einer Sägeblatt-Stärke und/oder Schleifpapier rumdoktert, kann das ein sehr unbefriedigendes Ergebnis liefern.
Vorgekerbte Sattelrohlinge sind praktisch, weil es schon etwas Händchen, Übung und Erfahrung braucht, um wirklich gleichmäßige Saitenabstände hinzubekomme.
Aber dann ist dem Probieren keine Grenze mehr gesetzt. Man kann mit einer relativ hohen Saitenlage beginnen und sich langsam tiefer arbeiten, wenn es zu unkomfortabel ist.
 
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dr.barn
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Ich glaube im Idealfall hat man eine Bottleneckgitarre
ich habe noch eine alte al stevens mit kermischen pu´s, die glockenhell klingen - ein bischen telemässig - weil ihr hals so schmal ist -neck 40mm trem 50er spacing, hab ich sie als 5 saiter ala keith richards, für open G-tuning genutzt - als anfänger und wegen meiner krummen finger umgehe ich die probleme mit de E saite hierbei und kann mich so voll auf das in die saiten haun konzentrieren - ich denke das ist das richtige um mit der saitenlage zu experimentieren - ich denke du hast recht und so könnte ich auch, wenn mal was geld reinkommt, eine dickern soft V hals mit 7.25 oder 9.5 radius für meine langen, dünnen finger tauschen - und fürs bottleneck ein flaches profil mit fatneck nehmen - auf lange sicht nutzt mir ein hybrid nicht viel - das war ne dumme idee, ein passender hals für schmerzfreies spielen ist wichtiger und dann kann man ja anfangen, was für fürs bottleneck zu konfigurieren - danke
 
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Ein höherer Sattel kann unter Umständen schon zu Problemen bei der Intonation im regulären Spiel führen, da das weitere Herunterdrücken quasi schon ein leichtes Bending der Saite wäre.

Ich habe auf einer meiner Gitarren sowas:


Aber damit kann man reguläres Spielen natürlich dann gänzlich vergessen. Dafür ist es eine reversible Lösung, die man ohne Saitenwechsel einfach mal so durchführen und ausprobieren kann. Ohne Saitenwechsel bedeutet aber nicht, dass es mal schnell zwischen zwei Songs geht, sondern da ist man schon mal 3-5 Minuten beschäftigt.
 
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oder soll man sich eine 2te strat für den blues konfigurieren, mit der man open tunings fürs bottleneck spielt, denn möglicherweise bringt mir ein milli mehr an höhe garnicht das was ich brauche???
Die Zweifel sind mMn berechtigt. Selbst wenn man grundsätzlich eine etwas höhere Saitenlage spielt, ist die für Slide noch nicht optimal. Der Gelegenheits- oder Wechsel-Slider legt die Saiten meist halt nur an der Bridge ein wenig(!) höher und spielt mit eher zartem Druck und dafür vielleicht ein bisschen Zerre fürs Sustain... Immerhin gibts genug Beispiele für hohe Slide-Kunst in Normalstimmung, ich nenne nur mal Derek Trucks.

Umgekehrt wirds arg ungemütlich, auf einer richtig für Slide optimierten Gitarre auch zu greifen. Will man mit einem schweren Slide richtig zulangen, muss man am Sattel ein ganzes Stück hoch gehen. Der höhere Sattel verschlechtert dann die Intonation von Akkorden in den tiefen Lagen schon hörbar, weil man den Saiten beim Greifen quasi immer ein wenig Up-Bending verpasst. Wenn Du Slide mit Open Tuning spielen willst, kommt noch dazu, dass die Standardakkorde ganz anders oder gar nicht zu greifen sind. Da wäre nur eine Gitarre schon eine ziemliche Einschränkung.

Meine Meinung: Will man nur eine Gitarre für alles, kann man mit Kompromissen beim Slidespiel eher leben als beim Greifen - man muss die etwas zartere Spieltechnik halt fleissig üben :cool:. Ist Deine Priorität ein kräftiger, klassischer Slideton im Open Tuning, würde ich mir das normale Spiel auf dieser Gitarre lieber ganz schenken und eine extra dafür konfigurieren. Die zweite muss ja nicht mal teuer sein, gerade Slidespiel klingt oft auf den merkwürdigsten und/oder billigsten Gitarren am besten. Die Blade ist ja fast schon zu gut dafür...

Gruß, bagotrix
 
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gibt auch so sättel die man auf den vorhandenen drauflegen kann, die fürs bottleneck gemacht sind,
Meinst du sowas?
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Hiermit machst du eine Slide Gitarre aus einer normalen Gitarre.
Die legst du dir aufs Knie und spielst dann nur Slide. Klappt super ist aber nicht das was du meinst wie ich glaube.

Du willst Bottleneck spielen?
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Ehrlich gesagt spiele ich Bottleneck auf einer ganz normalen, nicht speziell dafür optimierten Gitarre.
Gut extrem tiefe Sportgitarren Saitenlagen und FloydRose Vibratos sind gewöhnungbedürftig allerdings geht das wohl auch.

Ich schlage vor dass du dich mal eingehender mit dem Bottleneck und der Spieltechnik beschäftigst.
Ich denke das bringt dich bei Problemen weiter als eine hohe Saitenlage oder der Umbau deiner Gitarre.
https://m.bonedo.de/artikel/einzelansicht/slide-guitar-workshop-vol1.html
 
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dr.barn
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das iss ne gute sache und in der anschaffung nicht teuer, werde ich mal sonen überwurf ausprobieren und mal schaun, welche spacings es gibt (für eine akustische evtl. auch mal testen)
 
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dr.barn
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danke für die bonedo seite - echt geil, allein schon der unterschiedliche sound der diversen materialien - und stimmt die bridge braucht ne ganz andere einstellung und ich denke auch bei den PUs gibts bestimmt geeignetere und weniger geeignetere - aber macht ja spass rumzuprobieren und vor allem neues zu lernen - und es bestätigt meine meinung zu messing
 
DerZauberer
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Viele Wege führen nach Rom. Schau' dir mal die Helden Bonnie Raitt und Ry Cooder an und du siehst, was elektrisches Slide-Spiel in Perfektion ausmacht: light touch, Präzision, gezieltes Spiel, noch gezielteres Abdämpfen. Nicht falsch verstehen - das richtige Set-up hilft, aber ist nicht alles. Die richtige Spielweise ist mindestens genauso wichtig.

Meine Slide-E-Gitarre ist eine "Kompromissgitarre": etwas höherer Sattel als "perfekt", aber eben nicht extrem hoch, und ganz bewusst etwas "ansteigende" Saitenlage zur Bridge hin. Weil - ich slide öfter auf den Bünden 5 bis 15 als auf denen weiter unten. So kann ich "unten" (=offene Akkordpositionen usw.) noch ganz gut greifen, und "oben" (=jenseits des 7. Bunds oder so) habe ich genug Abstand zum Griffbrett für sauberes Spiel.

Ach ja - da sind dann 12er Flatwounds drauf, also recht dicke Seile - auch eine Hilfe für saubereres Spiel.

Wenn du Slide ausprobieren/lernen willst, würde ich erstmal genau das machen: drauflos spielen! Meine ersten Slide-Versuche waren auf einer Klassik-Gitarre mit Nylonsaiten... nee, suboptimal, aber zum Anfang? Ging. Und genau so würde ich es dir ans Herz legen: Schnapp' dir ein Rohr, einen Song, eine Lesson, ein Lehrbuch ... und fang' einfach mal an. Knirschen und rappeln und kratzen wird es sowieso, auch wenn die Gitarre schon "optimiert" ist.

Optimierungen der Gitarre können auch später kommen, sie sind kein Einstiegskriterium.
 
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Ich denke das bringt dich bei Problemen weiter als eine hohe Saitenlage oder der Umbau deiner Gitarre.
https://m.bonedo.de/artikel/einzelansicht/slide-guitar-workshop-vol1.html
Der Workshop ist übrigens ganz cool - abgesehen von einigen wirklich zum Haare raufenden Fehlern beim Text im zweiten Teil zu diversen Blues-Songs und Künstlern hat der alles, was man so braucht (hätt' ich das gewusst, hätte ich mir meinen kleinen Workshop vor ein paar Jahren hier im Board sparen können!) :D

Der einzige Punkt, wo ich anderer Meinung bin, ist die Stimmung - ich komme halt aus der Blues-Ecke und würde immer mit einem Open Tuning anfangen und es auch genau in diesem vermitteln. Hatte ich ja damals auch so gemacht:
https://www.musiker-board.de/threads/slide-gitarren-workshop-kapitel-1-bis-3.238572/
 
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Wenn die Saiten am 1. Bund 0,5-0,7 mm hoch sind.
Die Saitenlage auf ca. 3mm am 12.Bund
Die Saiten am Vibrato auf einer Höhe sind.
Und ich Open E. oder Open A spiele( hat etwas mehr Spannung als Open D und G) komme ich gut mit Slide als auch normalen Spiel klar.
Ich habe zwar eine Strat nur zum sliden, könnte aber normal damit spielen, wenn auch nicht super bequem.
Ein leichter, dünner Slide erleichtert das ganze noch ein wenig.

Mfg
 
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Wie der Zauberer sagt, man muss das richtige Gefühl fürs bottleneck und die Abdämpfung bekommen und auch den Ton genau zu treffen - dann kommen gar wundersam schöne Töne aus dem Klangholz - mein erster Eindruck war "man braucht Feingefühl" und davon jede Menge - da ich Anfänger bin, versuche dur und moll Pentatonik zu verinnerlichen und das mixolydische zu lernen, weil es sonst so monoton klingt - daher erscheinen mir die open tunings für den Anfang geeigneter - bei A und E mit dicken Saiten habe ich das Gefühl, dass ich einen robusternen Hals brauche - die billigen Blade Hälse neigen schwer dazu sich zu verziehen - musste das trussrod schon in Grenzbereiche zwingen - ich werde open A und E auf jeden Fall mal ausprobieren, sobald ich mir einen fat neck leisten kann ( nach dem auch meine langen, dünnen Finger lechzen, weil ich auf den tollen dünnen C-Profilen Krämpfe bekomme) - ich denke mit etwas mehr spannung und vor allem Übung bekomme ich das hin, auch wenn aus mir kein Ry Cooder mehr wird - :cool:dafür hätte ich 50 Jahre früher anfangen müssen - danke auch für den link mit dem workshop
 
FuriousG
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Man kann durchaus eine Kompromiss-Saitenlage einstellen, um sowohl normales Greifen als auch Slidespiel zu ermöglichen.
Bestes Beispiel dafür ist Sonny Landreth.

 
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Bestes Beispiel dafür ist Sonny Landreth.
...ich gehe halt noch eins weiter und sage "Bestes Beispiel sind eigentlich die meisten Slide-Gitarristen, die nicht Lapstyle spielen". Die wenigsten spielen nur slide, es ist meistens was Gegriffenes dabei. Aber klar, ein Flitzefinger-Solo-Shred in hoher Lage und danach sein Slide-Solo auf derselben Gitarre ist dann auch eher unwahrscheinlich.
 

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