Studiomikrofone mit digitalem Ausgang

Armin
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Hallo zusammen,


ich bin am Überlegen, ob ich mir für kleinere Vocal-Experimente ein Studiomikrofon zulege.
Da ich bisher kein (gutes) Mischpult habe, würde mich interessieren, ob es brauchbare Mikrofone gibt, die Preamp und Wandler integriert haben und das Signal über eine digitale Schnittstelle ausgeben (z.B. USB, ADAT, SPIDF). Das Ganze dürfte natürlich keine allzugroße Latenz haben, da für die Kopfhörer dieses digitale Signal dann erstmal wieder analog gewandelt werden müsste, bevor es auf die Ohren geht.

Falls es kein solches Mikro gibt, müsste ich einen Channelstrip besorgen und ich fürchte, in meiner Preisklasse lohnt sich das kaum.


Randbedingungen:
- Preis 100€-500€
- Solo-Männerstimme (lead und background), selten Frauenstimmen (evtl. Percussion)
- Niere, geringe Reichweite (oder umschaltbar)



oder meint ihr, das ist eine dumme Idee?
 
Eigenschaft
 
es ist nicht dumm sondern nur etwas zu kurz gedacht...
wenn du schon die Preisklasse bewusst einschränkst (kein analoger Channelstrip), dann nimm doch einfach den der Software
hat jede DAW an Bord, bzw es gibt preiswerte VSTs (bei denen man nicht wegrennen muss)
also kannst du ganz normal ein Mic am Interface betreiben - und da hast im gesetzten Rahmen durchaus Möglichkeiten

cheers, Tom
 
...also kannst du ganz normal ein Mic am Interface betreiben...

ernsthaft? hat das schonmal jemand gemacht?
wie viel bit von 24 bleiben denn bei so kleinen Signalpegeln übrig?
In meiner Preisklasse scheinen die Mikrofone noch keine externe Versorgung zu haben. Laufen die dann mit Batterien?
Impendanzen sind kein Problem?
 
Irgendwie verstehe ich nicht ganz, was schon vorhanden ist, und was du suchst. Einen "Channelstrip" brauchst du eh nicht, höchstens einen Vorverstärker. Falls dein Interface nur Line-Eingänge hat. Mich wundert dann "irgendeine digitale Schnittstelle (USB, SPIDF, ADAT)". die Frage nach USB kann ich verstehen, das würde heißen, dass du gar kein Interface hast. Aber SPDIF oder ADAT wäre auch OK? Aber wo würdest du das dann anschließen? Du hast also offenbar ein Interface? Aber dieses hat keine analogen Eingänge? Oder nur keine Mikrofoneingänge, Line aber schon?

Bezüglich Monitoring und Latenz: Da hast du bei USB-Mikrofonen, die keinen Ausgang bieten, immer ein Problem. Wenn du also über das USB-Mikro aufnimmst, abber die Wiedergabe über ein anderes Interface gehen soll, dann ist Hardware Monitoring logischerweise gar nicht möglich. Und bei Softwaremonmitoring musst du mit ASIO4ALL rumbasteln (den ASIO-Treiber deines Wiedergabeinterfaces läuft ja nicht mit dem USB-Mikrofon).
 
um das mal aufzugreifen:
(vermutlich hast du derzeit kein Audio-Interface bis auf den onboard Sound)
in 'deiner Preisklasse' (bis 500 Euro) bekommst du ein Sennheiser MK-4 und ein Focusrite Scarlett 2i2 Interface
zusammen 438 Euro - davon ist zumindest das Mikro schon deutlich über Einstiegsniveau

wie schon erklärt wurde, ist ein USB-Mikro nichts anderes als ein Mikro plus Interface
(nur 'geschrumpft' und üblicherweise für geringe Ansprüche - es gibt wenige Ausnahmen)
im Gebrauch ist ein Interface wesentlich handlicher, im Wortsinn

über Spannungen und 24-bit brauchst du dir keine Sorgen machen
das erste regelt ein Vorverstärker im Interface, das andere ist ohne praktische Bedeutung
(mein übliches Gelaber lass ich mal weg) :p

cheers, Tom
 
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ernsthaft? hat das schonmal jemand gemacht?
wie viel bit von 24 bleiben denn bei so kleinen Signalpegeln übrig?
In meiner Preisklasse scheinen die Mikrofone noch keine externe Versorgung zu haben. Laufen die dann mit Batterien?
Impendanzen sind kein Problem?

Interfaces und moderene Mikros vertragen sich, da dern Vorverstärker impedanzmäßig aufeinander abgestimmt sind. 24 Bit ist heute ein must um noch Headroom zu haben. Man sollte trotzdem gut auspegeln und das Signal so hoch wie möglich aufnehmen. Bei Spracxhe reichen bei guten Sprechern -6 dB, bei Gesang sollte es etwas mehr sein -10 dB.

Moderne Kondensatormikros laufen mit 48 V Phantomstrom. Elektrets kommen auch mit weniger aus.
 
Moderne Kondensatormikros laufen mit 48 V Phantomstrom. Elektrets kommen auch mit weniger aus.

Als kleine Ergänzung: die 48 V Phantomspannung (V(olt) steht für Spannung, nicht Strom ;)) liefert dann das entsprechende Interface. Und damit ist nicht die Onboard-Soundkarte vom PC- Mainboard gemeint, sondern ein externes.
 
Wenn Du Dich für ein USB-Mikrofon entscheidest, achte unbedingt darauf, dass es einen Monitorausgang hat, meist als Kopfhörer-Buchse. Du willst ja beim Singen das Playback hören und die meisten Programme können nur mit einem Audio-Treiber gleichzeitig arbeiten. Wenn das der für das Mikro ist und am Mikro kein Anschluss mit Mithören ist, hast Du verloren und kannst das Playback nicht hören. Es gibt da wohl Software-Frickellösungen, aber die haben auch große Nachteile.

Mit einem kleinen Interface und einem Kondensator-Gesangsmikro wärst du auf jeden Fall flexibler.

Banjo
 
... und hast Wackler am Kopfhörer-Kabel nicht auf der Aufnahme...
Körperschall ist 'ne feine Sache ;)

cheers, Tom
 
Wollt ihr nicht mal den TE wieder zu Wort kommen lassen? ;)

MfG, livebox

- via Handy
 
Nö, den brauchen wir eigentlich nicht mehr:D

Nein Quatsch, er wird sich schon melden, sind ja alles hilfreiche Tipps, da hat Armin was zu lesen, wenn er wieder reinschaut.

Banjo
 
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Hihi,
dank euch. Ja also es war definitiv ein Fehler so vage zu bleiben. Gehört eigentlich zur netiquette, die fehlende Info rauszurücken. Ist mir aber vorab so nicht aufgefallen. Sorry dafür.

Ich habe eine RME HDSP 9632. Die hat symmetrische Line-Eingänge (habe beide Kabelpeitschen). Aber der Mikrofonvorverstärker fehlt mir eben, wie ihr richtig erkannt habt.
Und ein Mischpult möchte ich mir nicht anschaffen, um dessen Preamps zu nutzen. Daher die Frage nach einer "aktiveren" Lösung.

Nach dem Durchlesen des Artikels über USB-Mikrofone ist das Thema für mich gestorben. Danke für den Link.
Ich suche also ein Kondensator, das ich an meine Line-Eingänge anschließen kann (oder eben an die digitalen ins; das ist dann wohl aber eher ungeschickt).
Bitte kein Batteriebetrieb - lieber netzteil am Mikro oder eben ein zusätzlicher preamp mit Phantomspeisung.
 
Der Vorschlag von Telefunky mit dem MK4 und dem Scarlett war schon sehr gut. Wenns nur ein Preamp mit Line-Out sein soll, dann gibts einige, aber was die in der Preisklasse taugen, weiss ich nicht.

Unterwegs geschrieben. Rechtschreibung exklusive.
 
Aja, dann mach halt was jeder vernünftige Mensch in deiner Situation normalerweise tun würde: Kaufe dir einen Mikrophon-Vorverstärker und ein Mikrophon. Klappe zu, Affe tot.
 
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Hi Armin,

ja, PreAmp + Mikro sind hier Mittel der Wahl. Was PreAmps angeht, kenne ich mich überhaupt nicht aus. Allerdings bleibt da auch nicht viel Auswahl. Ein einkanaliger PreAmp für um die 50 €... acker dich einfach mal durch die Produktbewertungen bei deinem Musikhaus des geringsten Misstrauens durch. Habe gesehen, dass es einen von ART gibt - die bauen i.d.R. vernünftiges Zeug. Vielleicht weiß ja jemand anders mehr.

Beim Mikro würde ich auf eine "bekannte Budget-Marke" setzen. Es gibt ein paar Hersteller, bei denen man nicht so sehr für den Namen zahlt --> ein gutes P/L Verhältnis hat, deren Produkte qualitativ aber ganz ordentlich sind. MXL, Studio Projects, SE Electronics... so was in der Art. Auch the t.bone zählt inzwischen (teils) dazu. Behringer wahrscheinlich auch, aber deren Mikros kenne ich überhaupt nicht. (Zumindest keines über 15 € / Stück :ugly:)

MfG, livebox
 
Ich habe hier ein Behringer B2 Pro. Es klingt nicht schrecklich, aber ich habe hier in der Preisklasse auch nichts zum vergleichen.

Unterwegs geschrieben. Rechtschreibung exklusive.
 
Der Vorschlag von Telefunky mit dem MK4 und dem Scarlett war schon sehr gut. ...
da habe ich aber noch nicht gewusst, dass er eine RME Karte hat... (die sind wirklich gut) ;)
insofern ist das etwas schwieriger - im Idealfall nimmt man da einen 'anständigen' Preamp...
dann liegt man beim MK4 aber gut über dem Budget - hätte natürlich eine top Lösung
mit den 'kleinen' Preamps verschenkt man vermutlich einiges an Mikro/Wandlerqualität
(die funktionieren natürlich, aber passen nicht wirklich in's Bild)

cheers, Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Oh, ich habe die Karte überlesen.:redface:
 
Nachtrag: Du hast schon recht, die Vorverstärkung mit einem ART Tube MP ist wahrscheinlich nicht so töfte. Wenn man aber das Budget übersteigen würde, und wenn man das Budget um 100 Euro aufstocken würde läge schon ein GAP 73/Studiochannel/Wasweissichnochsonst drin. Und ein GAP zum Beispiel ist einem MK4 schon würdig, denk ich, ohne ihn je wirklich in der Hand gehabt zu haben. Der wird einfach im ganzen Internet mit Lob überhäuft. Oder man stuft herab, greift zum AT2035, und ist dann im Preisrange.


Moment- Erhellung!

GAP 73 B-Stock + Blue Bluebird= Etwa 500 Euro. Eine Lösung, die einem wahrscheinlich sogar längerfristig glücklich machen kann.
 
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