Das mit dem Tablet für FoH witd spätestens dann lustig, wenn die örtlichen Gegebenheiten ein massives Verbiegen der Einstellungen im Pult erfordert, damit es am FoH funktioniert.
Dann wird sich der Monitorsound auch ändern und dann wäre die Frage, was dann die Band dazu sagt. Ich kenne das XR18 nicht, glaube aber nicht, dass es wie das M32 komplette interne Splits für FoH und Monitor ermöglicht.
Die Idee, die Mikrofonsignale zu splitten und FoH einem dedizierten Menschen zu überlassen, erscheint mir persönlich am sinnvollsten. Dann klingt es zumindest auf dem In Ear immer gleich (vorausgesetzt, die Musiker beherrschen die Mikrofonierung usw, die sie dann ja auch komplett selbst machen müssen) und der FoH kann dann je nach persönlichem Belieben entweder extra Mikrofone aufstellen oder die Splits benutzen.
Dass sich ein professioneller Techniker vor Ort, der wahrscheinlich besseres und ihm bekannteres Werkzeug dabei hat, auf ein Tablet und ein Pult, das via WLAN angebunden ist und irgendwo auf einer Bühne steht, einlässt, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Ich zumindest würde das ablehnen, außer ich kenne die Band/das Pult und weiß vorher, dass das sicher funktioniert.
Vor allem aber:
Die essentielle Frage, WAS ihnen denn nicht gefallen hat (meiner Erfahrung nach finden die Leute in dem Stadium ihres musikalischen Werdens einfach nur den Monitormix schlecht ohne sagen zu können, was ihnen denn genau nicht passt, was dann wieder dem Tontechniker nicht hilft und am Ende heißt es er hätte keine Ahnung gehabt...) wurde nicht beantwortet. Falls das aber das eigentliche Problem ist, dann wird dieser Ansatz - so sinnvoll der sonst ist - nicht viel bringen außer dass die Band nun nicht mehr den Tontechniker vor Ort dafür verantwortlich machen kann, dass irgendwas nicht passt.