Rack-Bau mit Wing-Rack für Monitoring und Beschallung

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Gouvi

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Hallo zusammen,

ich plane gerade den Bau eines kompakten Rack-Systems rundum ein Behringer Wing Rack. Der Einsatzzweck wird zum einen bei einer größere 10-köpfigen Band das In-Ear-Monitoring sein mit Weitergabe aller Signale an FOH und zum anderen auch die Verwendung als Mischpult für eine 5-6 köpfige Band auf kleineren Events wie Hochzeiten.

Neben dem Wing Rack, welches gesetzt ist, ist bereits folgendes vorhanden: 3x Behringer Ultralink MS8000 als Splitter und entsprechend ausreichend Kabel von den Splittern zum Wing. Ebenfalls wird noch für ausreichend Monitoring Ausgänge bei der größeren Band ein Midas DN4816-O verbaut.

Nun suche ich noch Empfehlungen für den Rest:

1.) Zum einen soll das ganze in ein Rack kommen. Da gibt es ja unzählige verschiedene. Ziel ist ausreichend Platz ohne Chaos, aber auch nicht größer als notwendig, es soll mit einem normalen PKW-Kombi transportierbar bleiben. Wing-Rack und die Splitter plus Midas kommen zusammen ja auf mindestens 8 HE schonmal. Zusätzlich muss noch ein Router und entsprechend Strom für alles rein. Vielleicht habt ihr da Empfehlungen für passende Racks oder was ähnliches bereits gebaut.

2.) Ein Router soll ebenfalls mit rein. Würde da z.B. ein TP-Link Archer AX1500 ausreichen und evtl. als Backup zur Erweiterung in Verbindung mit einem Ständer ein Ubiquiti Swiss Army Knife? Oder habt ihr da andere Empfehlungen?
Zudem stellt sich hier noch die Frage, ob es auch alternativ sinnvolle Lösungen gibt mit der Option eine Prepaid Sim Karte für mobiles Internet zu integrieren, sodass die mit dem Pult verbundenen Leute nicht die Verbindung zum Internet verlieren.

Vielen Dank für euren Input schon einmal im Voraus 🙂
 

ein TP-Link Archer AX1500 ausreichen
Sollte reichen, hat 2.4GHz und 5 GHz, 4 LAN Anschlüsse. Die Antennen sollten rausschauen können, zwecks guter Verbindung.
mit der Option eine Prepaid Sim Karte für mobiles Internet zu integrieren,
Genau das würde ich vermeiden. Für's Pult ein Inselnetz. Wer beim Gig Internet braucht, sollte selber mobile Daten haben. Am Ende streamt dir jemand in der Pause mit Youtube oder Netflix dein Guthaben leer. Du bist nicht dafür zuständig, dass alle kostenlos Internet haben.
Ebenfalls wird noch für ausreichend Monitoring Ausgänge bei der größeren Band ein Midas DN4816-O verbaut.
Wäre das nicht sinnvoller in einem externen Rack, in dem z.B. die In-Ear Sender verbaut sind? Dann musst du nur 1 XLR Kabel ziehen, der größte Vorteil von StageConnect.
 
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Das mit der gleichzeitigen Internetanbindung würde ich persönlich nie und nimmer machen. Die sollen doch gefälligst sich auf die Veranstaltung und ihr eigenes Tun dabei konzentrieren und nicht noch so nebenbei auch im Internet rum gurken.

Ich habe am Wochenende wieder mit einem Ubiquiti Swiss Army Knive und einem TP-Link TL-WR902AC AC750 WLAN Nano Router gearbeitet. Der Ubiquit Accesspoint war auf einem Mikrofonstativ etwas auf Höhe gebracht und stand beim FOH, der ca 30 Meter von der Bühne weg aufgebaut war. Trotzdem gab es für die Musiker und deren Apps (Mixingstation und WING-Q) keinen Verbindungsprobleme. Mittelfirstig wird da aber doch nich ein Accesspoint auf der Bühne installiert sein.

Wäre das nicht sinnvoller in einem externen Rack, in dem z.B. die In-Ear Sender verbaut sind? Dann musst du nur 1 XLR Kabel ziehen, der größte Vorteil von StageConnect.
Sehe ich genauso. Die besagte Band hat ein Rack, in der die Stagebox (DL251), die Empfänger für die Funkmikros und die Sender für IEM, sowie etwas Zubehör (Lade mit Akkuladestation) Antennen Splitter und Combiner usw, untergebracht sind. Das ist dann schon unhandlich und selbst für zwei Personen eine Aufgabe, das Teil auf eine Bühne zu hieven. Ich bin da eher bei kleineren, handlicheren Eingeiten, die man ja dann vor Ort übereinander stellen kann. Wenn die Verkabelung einfach zu gestalten ist, z.B eben über ein XLR wegen Stageconnect, dann ist das schon mal um einiges besser als so ein vollgestopftes, sackschweres Teil, um das jeder gleich mal einen Bogen macht, wenn es ans Tragen geht.
 
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Ich sage es gerne immer wieder:

Lieber 3x 4 HE als 1x 10 HE !!!


Gewicht ist das Stichwort. 8HE trägt niemand wirklich alleine!

Spaßeshalber mal ein Rack, das Wing und die Splitter auf die Waage stellen. Dann noch ein Satz Kabel dazu. Und dann bitte überlegen, ob man das wirklich tragen möchte!!!

Egal wie: Innerhalb des Racks würde ich immer die Gerätebuchsen nach außen legen, damit keine Hebelwirkung an den Geräten entsteht...Saubere Kabelführung, evtl. etwas Lötarbeit...!

Verbindung zwischen Racks wäre mit Netzwerkkabel relativ einfach zu realisieren. (1 Kabel - 4 Kanäle analog)

Gruß Dirk (der ein 8/10/12 HE-Triple-Door-Kunststoff-Rack aussortiert hat weil es viel zu schwer wurde!)
 
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  • #5
Ok, erstmal vielen Dank für den ganzen Input.

Das mit dem mobilen Internet war auch nur eine Idee, dass man das Netzwerk nicht ständig wechseln muss, aber das lassen wir dann eher mal.

Bezüglich Rack: Tatsächlich haben wir in beiden Bands immer wechselnde Besetzungen und die Mitglieder spielen auch ebenfalls in weiteren Bands, es ist also nicht angedacht Sender dort fest zu installieren. Viele haben ihr eigenes kleines Minirack dafür. Eine alternative die eure Richtung ginge wäre dann also, dass ich Wing+Splitter+Router in ein Rack baue und das Midas in eine extra kleines Rack, dass ich dann bei Bedarf in der Nähe der In-ear-Lösungen der Bandmitglieder positionieren und einfach mit einem Kabel dann verbinde?
Habt ihr da Empfehlungen für Racks?

Bezüglich Anschlüsse nach außen legen: Gibt es da Lösungen ohne Löten? Sonst würde ich das dann eher in einem zweiten Schritt realisieren.
 
Durch die Splitter hast du die Eingänge ja eh schon "nach außen" gelegt. Bei den Ausgängen kann man das machen, ich halte es nicht für zwingend notwendig. Die Buchsen sind mit dem Pultgehäuse verschraubt, da mache ich mir wenig Sorgen um den Hebel. Die Zugänglichkeit ist schon eher der entscheidende Punkt. Wenn man nicht löten will, gibt es Durchführungsstecker (Neutrik NA3 MDF/FDM).

Für den Strom ist ein Verteiler sinnvoll, damit von außen nur ein Kabel gesteckt werden muss. Für mich ist TR1 dafür die richtige Lösung.

Bei den Racks finde ich die Variante "Garagentor" sehr bequem, da man damit keine losen Rackdeckel rumfliegen hat. Leider ist das auch die teuerste Option. Da die Wing Rack mit dem Bildschirm gut nach vorne baut, ist es hilfreich, wenn die Rackschienen weiter nach hinten versetzt sind, um die Front etwas zu schützen. Je nachdem, wie pfleglich man beim Transport damit umgeht, können auch Modulracks ohne Deckel eine Option sein.
 
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+1 zu allen Vorrednern.

Zum Rack: Wir haben in einem Rack nur Wing Rack, Router und eine 1 HE Schublade mit einem kleinen Surface. Außerdem eine Powercon-Steckerleiste und hinten auf der Aluschiene des Racks einen LED-Streifen.

Wir tragen das Teil ungern alleine, obwohl nicht viel drin ist.
Das schöne an den digitalen Stageboxen für solche Geschichten ist imho die einfache Möglichkeit, in mehrere Racks aufzuteilen bei extrem geringem Verkabelungsaufwand.
 
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  • #8
Danke euch, Dann schaue ich mal, dass ich da Blenden mit Durchführungssteckern verbaue.
@PeaveyUltra120 arbeitet ihr dann auch mit Splittern? Die müssten dann ja schon auch im gleichen Rack wie das Wing sein, sonst verkabelt man ja jedes mal auf der Bühne erst 25+ Kabel
 
...pass aber auf! Die Durchgangsstecker sind auch nicht ganz billig. Ich habe im Studio (Fest Verbaut - kein Gewichtsthema!) diese
verbaut, (gibt es in 3 Varianten)
Ist quasi genau so teuer, wie selber löten. Aber Achtung: Die Dinger sind nicht Flexibel. Im Inneren ist EINE Große Platine, auf der die 16 XLR-Wege hart durchverbunden sind.
 
  • #10
So ein Teil würde ich auch nicht verwenden. Das macht das ganze Rack noch einmal schwerer. Wenn dann eine Rackblende mit Steckern und direkt verlötetem Multicore-Kabelvon von der Blende zum Pult bzw wieder zurück. Für jeden Eingang eine Buchse und ein Stecker sind in Summe schon schwer genug. Bei so einer Patchbay sind es am Ende doppelt so viel plus die Kiste drum rum. Das sind dann schon wieder einige Kilo mehr für keinen Vorteil.
Wenn Patchfeld/Splitter getrennt vom Mixercase sein sollte, dann idealerweise mit einer Multicore Verbindung inkl Multipin Stecker, z.B die allseits bekannten Harting Teile. Jedes mal die ganzen Einzelleitungen zu verbinden ist umständlich und fehleranfällig. Und die Racks werden nur wegen der Steckverbindungen schwerer. Wenn es nicht soo viele Verbindungen sind, dann kann man ja auch auf ein Cat-Kabel basierendes System setzen ist irgendwie so eine halbwegs gute Zwischenlösung.
 
  • #11
Ob's Behringer hört, wenn wir alle gemeinsam lautstark nach einem Wing Core verlangen? 😉
Gewicht ist bei uns zwar nicht soooo das Thema, aber mit dem x32 haben wir halt Pult und Ersatzgerät auf 2HE, zweimal Wing Rack dagegen... eieiei...
 
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  • #12
Einfach den Wunsch in ihrem Issue-Tracking Board upvoten. Dann wird es wohl klappen.
 
  • #13
Bezüglich Anschlüsse nach außen legen: Gibt es da Lösungen ohne Löten?
ich habe bei vielen Bands schon gesehen, dass die einfach ihr Multicore einseitig angeschlossen im Rack liegen haben, ist aber dann auch wieder sau viel gewicht.

Ohne löten bei akzeptablen Gewicht fallen mir nur die Neutrik Durchgangsstecker ein, 10€ plus Patchkabel Pro Kanal muss man halt dann akzeptieren.

bei Selber Löten ist es ganz praktisch wenn man die Panels mit Fangbügel ausstattet um die Lötstellen belastungsfrei zu halten:
https://www.thomann.de/de/km_buegel_fuer_19blende.htm
... passende blende wäre dann die hier:

XLR Einbaustecker/Buchsen zum löten gibts übrigens extrem günstig bei "Bieker Lighting" (24 Female D-Norm für 37€, nagel mich nicht fest, waren glaub ich Adam Hall) der hat einen Ebayshop, man kann aber glaub ich auch direkt anschreiben um nochmal einen Groschen zu sparen.



Habt ihr da Empfehlungen für Racks
ich fahr ganz gut mit den Standard Thon racks, die mit Butterfly Verschlüssen, wenn man hinten ne Rackschiene Braucht, dann gibts die auch fertig konfektioniert als einbausatz. mir reichen da auch die kurzen mit 40cm Einbautiefe.

Abraten würde ich von Flyht, hatte ich mal eines für die Arbeit, da waren toleranzen unterirdisch (Deckel vorne hat hinten nicht richtig gepasst und andersrum) war aber vielleicht auch nur ein Montagsprodukt.


gibt aber auch von anderen Herstellen gutes zeug, ich würde auf folgende Punte achten:

- Klappgriffe, die sind Ergonomischer, oder wenn feste Griffe dann vorher mal testen ob die beim Tragen irgendwo an den Unterarm drücken.
- Einbautiefe so viel wie Nötig, so gering wie möglich.
- Gewicht
- Versenkte Verschlüsse!!! die günstige Thon Serie hat so schnallen die übers gehäuse drüber schauen, da bleibt man beim Laden überall hängen, das nervt wie sau.
 
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  • #14
Dann werde ich mich erstmal später bei Thon umsehen nach passenden Möglichkeiten.

Hab auch den Sticky-Thread zum Monitor-Rack-Bau angesehen. Er hat alles (egal ob in oder out) nach hinten gelegt.
Bei mir wären es 3x 8er-Splitter für die Ins (3HE), und mindestens 2x16er Blenden mit Durchgangssteckern für insgesamt 24x FOH-Signale aus den Splittern plus die 8 x Outs des Wing (2 HE) und noch das Midas StageConnect (1 HE). Dazu dann noch Strom/LAN, Platz für Beschriftung etc... Da ist man ja schnell bei 8 HE auf der Rückseite für alles zusammen, oder 1HE weniger, wenn Stageconnect extra wäre. Würdet ihr das alles auf die Rückseite machen oder aufteilen auf Rückseite und Vorderseite unterhalb des Wings?
 
  • #15
  • Ersteller
  • #16
  • #17
@Gouvi
stimmt auch wieder. ich mein generell geht das mit 10 HE auch, hatte bis Herbst die komplette Band inkl. Modeler in einem 12HE Rack untergebracht, aber alleine Tragen ist da halt auch echt nicht geil, habs jetzt auf 3 Racks mit 6HE und zweimal 5 HE umgebaut. ist zwar gesamt etwas größer aber dann wohl besser.

mal ne Blöde frage, du schreibst ja 3 Splitter, das sind ja dann im Grunde alle 24 Kanäle vom Wing Rack. das klingt für mich nach eine Komplettmikrofonierung am Drumset und allen Instrumenten.
hast du mal überlegt auf der Wing den Mix zu machen und ans FOH nur noch Stereo rauszugeben? würde dir 3 HE und 1000 Kabel sparen, oder ist das keine Option?
 
  • #18
arbeitet ihr dann auch mit Splittern?
Nein, wir übergeben entweder digital über AES50, Dante oder analog über XLR-Ausgänge.
Ob's Behringer hört, wenn wir alle gemeinsam lautstark nach einem Wing Core verlangen?
Solange nicht alle Funktionen remote bedient werden könne, vermutlich eher schwierig.
Ich hab alles konsequent auf die Front, wenn das rack an der wand steht is hintenraus alles mist
Die Ausgänge zum FOH sind imho hinten auch oft gut aufgehoben.

Ich würde mich mit den Patchbays nicht so aufhängen, sondern lieber nach einem Rack mit passender Tiefe schauen, und eine Beleuchtung (z.B. LED-Streifen auf dem Aluprofil) vorsehen, dann ist das Patchen kein Thema, und man spart sich eine weitere Fehlerquelle und Gewicht.
 
  • #19
Die Ausgänge zum FOH sind imho hinten auch oft gut aufgehoben.
In meinem Fall war hintendran eher störend, weil wir oft Beengte verhältnisse haben, daher hab ich alles nach vorne gelegt. Wer immer genügend Platz auf der Bühne und keinen Zeitdruck beim Changeover hat kann natürlich anders als ich agieren, ich wollte es nur anmerken, hätte ja auch relevant sein können 😉
 
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