suche: gutes Stage-Piano "ohne alles"

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DeuxMilles
DeuxMilles
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Hallo zusammen,

ich spiele nun seit etwa 1,5 Jahren als "Wiedereinsteiger" mit einem Roland FP-10, mit dem ich, gemessen am Preis, durchaus zufrieden bin. Da es aber so aussieht, als würde ich doch länger dabeibleiben, schiele ich immer mal wieder nach etwas besserem.

Als Budget setze ich mal so 1500 bis max. 2000€ an. Formfaktor "Stage Piano". Ich habe ein Setup mit Mac, Monitor, Mischer, Monitorboxen und Launchpad um das Piano herum, mit so einem Möbelstück kann ich nichts anfangen. Die üblichen Verdächtigen für diese Rahmenbedingungen sind mir bekannt: Kawai ES920, Yamaha P515, Roland FP90X. Da ich eingebaute Lautsprecher nie nutze käme auch ein MP7-SE in Frage.

Was ich aber überhaupt nicht brauche sind die unzähligen Funktionen dieser Pianos. Zig, wen nicht sogar eine dreistellige Anzahl an Sounds, Reverb, EQ, Effekte, Rythmen, Record-Funktionen und was weiß ich noch alles. Ich will eine gute bis sehr gute Tastatur und einen (!) vernünftigen Klang, also SK-5, Bösendorfer oder was der jeweilige Hersteller halt so hat. Ich will einfach nur Klavier spielen.

Ist das eine Marktlücke oder übersehe ich da etwas?

Gruß,
D.
 
unifaun
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Da du die Lautsprecher eh nicht nutzen wirst, werfe ich mal die folgenden ins Rennen:

Yamaha YC-88,
Yamaha CP 88,
Nord Grand, Piano, Stage 88
Kawai MP 7/11,
Roland RD-88
Viscount Legend,
Crumar Seven/Seventeen

Die Auswahl kannst du natürlich nur selbst in einem Musikgeschäft treffen. ;)
 
FZiegler
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Da ist noch das Dexibell S7. Aber die meisten, die wir hier nennen, haben deutliche Stage-Piano-Gene. Das heißt genau das: Sie bieten noch etwas mehr als nur einen Klavierersatz, so wie mans auf der Bühne oft braucht (und das sind noch lange keine Alleinunterhalter-Workstations): Lassen sich für Orgel, Clavinet, E-Piano-Sounds nutzen, haben vielleicht noch Synth-Sounds und Streicher eingebaut für den Hintergrund (und somit Mod- und Pitch-Wheel). Und sind auch in der Mehrzahl recht robust gebaut.

Vor knapp 15 Jahren habe ich mir das Yamaha CP33 gekauft - das war aber schon damals eins der wenigen Produkte, das eine (damals) gute Tastatur, sonst aber nur 16 Klänge hatte, und keine zusätzliche Effekt-Sektion. Meine Begeisterung hielt sich auf Dauer in Grenzen, und meine Familie hat sich geweigert darauf zu spielen. Das Entsprechende sehe ich aktuell eher in den Geräten, die fürs Herumtragen zu Chorproben gewichtsmäßig abgespeckt sind - deren Tastatur macht aber nicht unbedingt mehr Freude als das FP-10.

Ansonsten würde ich das so sehen: Auf die Dauer ist ein Digitalpiano noch immer nur ein Digitalpiano, nie ein Ersatzklavier. Du dürftest auf die Dauer Spaß daran gewinnen, Sounds etwas anzufetten oder zu variieren - oder auf ein akustisches Klavier umsteigen wollen. Die Hersteller versuchen aus diesem Dilemma in verschiedene Richtungen auszubrechen - die kannst du dir im Prinzip aussuchen: Vintage (also Betonung auf E-Piano), Portabilität (als Zweitklavier für unterwegs), Digital-Flügel mit echtem Resonanzboden (gediegen, für zuhause). Und dann eben die Riege aus dem echten Stage-Piano-Bereich (robust, vielseitig, gut zu bedienen). Alles, was eher im soliden Mittelbereich fürs bloße Klavierspielen liegt, hast du als "übliche Verdächtige" schon benannt.

Ich habe ein Kawai VPC-1, das gefällt mir ganz gut (reines Piano-Controller-Keyboard mit genau einem Knopf, Sounds aus Computer oder externem Gerät). Aber es gibt genug Leute, die es abgeben, weil sie beim Klavierspielen nicht gleich einen ganzen Gerätepark anschalten und "mal schnell" konfigurieren möchten. Da ich hauptsächlich für die Band übe, muss ich sowieso immer zwei Keyboards anmachen - da stört mich das nicht. Und will ich mal schnell akustisch spielen, tu ich das eben "in echt" auf einem älteren Klavier.
 
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stuckl
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Es ist alles genannt. Die vielen Funktionen sind nun mal dabei, du nutzt sie dann halt nicht.

Aber es gibt zB die Roland hp Serie, da kannst du die Bedienelemente immerhin verschwinden lassen.

Das ist dann aber wiederum ne Holzkommode.

Ist glaube ich dieses hier, aber telefonier bei Interesse sicherheitshalber mit den thomännern:

https://www.thomann.de/de/roland_hp_704_wh.htm?ref=search_rslt_Roland+hp_463991_0_2
 
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DeuxMilles
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das VPC-1 wäre eigentlich genau das was ich suche. Das hat gar nix, nichtmal eine Soundengine :)

Da das Piano eh im Mini-Studio-Keller steht wäre eine ausgelagerte Klangerzeugung noch nicht mal das große Problem. Ich habe allerdings vor einiger Zeit schonmal versucht, dem FP-10 auf diesem Weg (als Midi-Keyboard an Ableton und dortigem XLN Audio "Studio Grand"-Plugin) schönere Klänge zu entlocken. Das Ergebnis war mehr als ernüchternd, will sagen dass diese Lösung klangmäßig nichtmal an das rankommt was das FP-10 von Haus aus kann. Von meinen eingangs erwähnten Erwartungen "SK-5" bzw. "Bösendorfer" meilenweit entfernt.
 
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Das Ergebnis war mehr als ernüchternd, will sagen dass diese Lösung klangmäßig nichtmal an das rankommt was das FP-10 von Haus aus kann. Von meinen eingangs erwähnten Erwartungen "SK-5" bzw. "Bösendorfer" meilenweit entfernt.
Da verweise ich mal auf mein Posting zur aktuellen Release-Rabatt-Aktion von Pianoteq:
Click

Läuft auch als VST2/3-Plugin, Testversion verfügbar.

Ciao
Jan
 
FZiegler
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VPC-1: Die Achillesferse beim Gerät selbst scheint das Sustain-Pedal zu sein - du müsstest drauf achten, dass es tatsächlich zuverlässig "hält" (und mit entsprechenden Tricks per Software anlernen). Ansonsten: Es gibt samplebasierte und virtuell-modellierende Software, die anscheinend sehr hochwertig klingt. Du musst nur darauf achten, dass du die Latenz im Computer in den Griff bekommst - sonst macht es keinen Spaß. Aber ich weiß nicht, ob mir das Spielen über PC Spaß machen würde...

Neben Pianoteq höre ich des öfteren Ravenscroft. Es gibt noch 2-3 andere (+ unendlich viele, die auch irgendwie OK sind - so, wie vermutlich dein Ableton-integriertes). Ich kann da nicht mitreden.
 
SubbrSchwob
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Etliche TastateurInnen schwören auf die Pseudo-Holz-Klaviatur von Fatar, auch ich habe ein Masterkeyboard mit dieser, mag aber Kawai lieber. Wie dem auch sei, zusammen mit PianoTeq (nutze ich ebenfalls) wäre zum Beispiel dieses hier einen Test wert, da ist diese Fatar TP40Wood verbaut:

Studiologic SL88 Grand


Kein Schnickschnack. Ich hab das alte Numa Nero, das hat noch weniger Schnickschnack. Für Synthesizer-Spieler spannend ist, dass die Klaviatur auch Aftertouch kann. Hab ich aber noch nie probiert, da ich derzeit nur Synths mit eigener Klaviatur spiele.

Kawai VPC1 wurde genannt. Mir gefällt die Kawai-Klaviatur besser. Ist aber deutlich teurer und sackschwer.
 
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Claus
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Ich denke auch, dass ein Kawai VPC-1 plus Pianoteq die genannten Anforderungen genau trifft.
Ergänzen möchte ich noch, dass "dabeibleiben" m.E. auch das gelegentliche Spielen mit anderen Musikern bedeuten kann und dabei könnten sich auch Auftritte ergeben.
Falls das eine Rolle spielt, kommen die 29 kg des VPC-1 ins Spiel, mir wäre das zuviel zum Schleppen.

Bei den Zweitpianos würde ich mir auch das Studiologic Numa X GT ansehen.
Die Numa X SErie hat die in seiner Preisklasse einzigartige Besonderheit, dass man neue Klänge in Soundbänke laden kann und offenbar wird das von Sutdiologic auch gespflegt.

https://www.thomann.de/de/studiologic_numa_x_piano_gt.htm



Gruß Claus
 
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Tobias R.
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Hallo,
ich habe ein elektronisches Roland HP 1.600e - Piano, das zur Zeit nicht benutzt wird, und könnte mir vorstellen, dass ich es verkaufe, falls sich ein Interessent findet.
Der war jetzt echt gut.
Schön, dass es auch mal echt ironische und humorvolle Beiträge gibt:D

Im Ernst:
Es ist nicht annähernd das, was hier in desem Beitrag gesucht wird.
Zudem ist das angebotene Roland HP 1600e in einem guten Zustand, wenn alles ohne Wenn und Aber funktionert, noch ca. 50-150 Euro wert.

Wenn du im Umkreis eine Familie kennst, die für Sohn oder Tochter ein Instrument zum Einstieg sucht, sich aber sowas gar nicht leisten kann, wäre es eine nette Geste, das zu verschenken.

Gruß, Tobias
 
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Godehard
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Dein FP-10 hat doch MIDI. Empfehlung: Versuche mit der pianoteq -Trial Version ob das ein Weg für Dich ist. Wenn ja, dann kannst Du nach einem MIDI-Masterkeyboard suchen und dein System darauf aufbauen. Wenn nein, dann hast Du schonmal was ausgeschlossen...

LG Godehard
 
DeuxMilles
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Moin,

danke für eure Tipps und Hinweise. Ein VST habe ich vor längerer Zeit schon mal angeschaut ('tschuldigung: angehört), das Addictive Keys Grand. Ich fand das nicht so überzeugend, keine Ahnung warum. Das Pianoteq habe ich gestern mal ausprobiert (Trial-Version, sehr strange wenn da zwischendurch mal ein Ton fehlt, für eine erste Beurteilung reicht es aber natürlich).

Das Pianotec wirkt im default übertrieben, so als wolle man zeigen was man kann. Das lässt sich natürlich einstellen, dafür gibt es wirklich unzählige Parameter. Aber dann bin ich wieder beim Ausgangsproblem, ich will nix einstellen sondern einfach nur spielen.

Auch bei weiterem Nachdenken über die Möglichkeit Midi-Keyboard plus VST bin ich mir nicht sicher, ob es das ist. Klar, für mein Mini-Studio im Keller passt das, aber ich raube mir jede Möglichkeit, mal schnell woanders spielen zu können.

Es dürfte also doch auf die Lösung eines "normalen" Stage-Pianos hinauslaufen, momentaner Favorit ist das P-515.

Gruß,
D.
 
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Was hat für dich nach der Abkehr von einer VST-Löung denn der Vergleich Kawai ES-920 zu deinem jetzigen Favoriten Yamaha P-515 geführt?

Abgesehen von Geschmacksfragen finde ich bei Roland die Lage zurzeit unübersichtlich, was den von Interessenten berichteten, aber seitens Roland undokumentierten "Ersatzchip" im FP90X betrifft, die fortwährenden Lieferschwierigkeiten sind ebenfalls nicht so toll. Den vergleichweise deutlich höheren Preis für das Roland muss man natürlich auch erst einmal zahlen wollen, nicht jeder hat Verwendung für das Ausstattungsplus.

Gruß Claus
 
DeuxMilles
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ehrlich gesagt hauptsächlich die Optik des Geräts. Das Yamaha erscheint schlicht und wertig, das Kawai mehr wie ein Plastikbomber (leicht übertrieben, aber du weißt was ich meine). Ansonsten sind das sicher zwei Top-Geräte die sich nichts geben. Eine Tastatur mag schwerer sein als die andere, aber das ist sicher nichts, an was man sich nicht gewöhnen könnte. Und ob da nun ein SK-5 oder ein CFX erklingt kann zumindest ich eh nicht auseinanderhalten. Preislich geben sich die zwei auch nichts. Und zuletzt vertraue ich auch dem Rat des geschätzten Kollegen @McCoy
Beim Roland sehe ich (für mich) nicht den Mehrwert für den Mehrpreis, das ich mit zusätzlichen Features nichts anfangen kann habe ich ja eingangs geschrieben.
 
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Auch @M_G ist mit dem p 515 sehr zufrieden.
 
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Zu Tasten kann ich nicht viel sagen, bin kein Klavierspieler. Aber das Studiologic fühlte sich bei einem Test im Musikladen trotzdem gut an, fand ich. Meine Tochter (Klavierspielerin) mochte das MP7 lieber.
Was Sounds angeht: Wenn Du XLN Addictive Keys nicht magst, probier mal das Salamander - ein Yamaha C5, in Terzen mit 16 Lautstärkelayern gesampled, meine Tochter benutzt das meistens auf ihrem Notebook:
https://freepats.zenvoid.org/Piano/acoustic-grand-piano.html
Kostet nichts, ist ihr trotzdem lieber als das XLN das mit meinem Interface kam...
 
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ehrlich gesagt hauptsächlich die Optik des Geräts. Das Yamaha erscheint schlicht und wertig, das Kawai mehr wie ein Plastikbomber (leicht übertrieben, aber du weißt was ich meine). Ansonsten sind das sicher zwei Top-Geräte die sich nichts geben. Eine Tastatur mag schwerer sein als die andere, aber das ist sicher nichts, an was man sich nicht gewöhnen könnte. Und ob da nun ein SK-5 oder ein CFX erklingt kann zumindest ich eh nicht auseinanderhalten. Preislich geben sich die zwei auch nichts.
Das Plastikgehäuse und die in letzter Zeit öfter zu lesenden Tastaturprobleme bei Kawai haben mich auch vom ES-920 abrücken lassen.
 
Claus
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Leider, die anscheinend größere Qualitätsstreuung als bei den größeren Herstellern Yamaha und Roland ist schon ernüchtend.

Aber anderseits gefallen mir die Sample-Sounds der HI-XL Klangerzeuung von Kawai schon seit Jahren sehr gut und außerdem finde ich - anders als Kollege DeuxMilles - ein eingebautes Wiedergabesystem richtig praktisch. :nix:

Gruß Claus
 
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