Suche Musiker für professionelle Aufnahme von Soundtracks

Wenn es Dir um die Aufnahmen geht, musst Du Dir bewusst sein, dass es nicht ganz ohne ist, ein Orchester mit bombastischem Sound zu produzieren. Machbar, aber halt mit entsprechendem Aufwand. Was Noten betrifft brauchst Du halt eine Partitur und die einzelnen Stimmen, in den entsprechenden Noten-Schlüsseln: Violin-, Bass-, Bratschen-, Tenor-,...Schlüssel. HaraldS weiss da sicher mehr als ich. (Taktzahlen in den Stimmen nicht vergessen).
 
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Immerhin würde mich ja tatsächlich interessieren, ob Du rein theoretisch mit eines meiner Notenblätter (die ich mal als PDF umgewandelt habe), etwas anfangen könntest.
Ja, ich sehe schon, was du schreibst und wie es klingt. Wenn du ernsthaft für Orchester schreiben willst, müsstest du einige Grundzüge von Tonsatz, Instrumentation, Arrangement und Notensatz lernen. Nur dann werden echte Musiker in der Lage und Willens sein, deine Stücke zu spielen.

Was ich sehe, ist z.B. dass du dir offensichtlich durchaus Gedanken über die Verteilung von Motiven und thematischem Material gemacht hast. Auch Formteile sind erkennbar. Aus den Ideen könnte man aber mit etwas kompositorischem Handwerk viel mehr machen. Mit dem Handwerk meine ich: wenn du berücksichtigst, welche Rollen die verwendeten Instrumente in der Orchestertradition normalerweise zugewiesen bekommen und zu welchen Tonumfängen, Klängen und Dramaturgien sie in der Lage sind, könntest du deine Motive viel besser für diese Instrumente anpassen (Transponieren, Harmonisieren, rhythmisch variieren).

Dazu zählt auch, die Kräfte der Musiker organisch einzusetzen. Das passiert bisher nicht, was ja bei Computer-Klangerzeugung auch nicht nötig ist. Dadurch entsteht aber eben Musik ohne organische Ruhepausen - die sind aber wichtig, denn neben den Musikern brauchen auch Zuhörer eine interessante, abwechslungsreiche musikalische Dramaturgie.
 
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Ich würde zumindest teilweise widersprechen, ein Stück spielbare Musik muss keinen Tonsatzregeln folgen. Solange der Ambitus der Instrumente nicht überschritten wird, es keine zu komplizierte Rhythmik und keine erweiterten Spieltechniken gibt, wird es spielbar sein.
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Mit einem Aufnahmegerät wie z.B "Zoom H6" lässt sich ein kleines Ensemble bereits gut einfangen.
 
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Als westlicher Musiker, der eher tonal schreibt, wirst Du gewisse Tonsatzregeln automatisch befolgen.

Wenn Du deine epische Melodie homophon mit passendem Akkorden unterlegst, kannst Du kaum etwas falsch machen.
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Ich würde dir ansonsten "Note Performer" empfehlen, das bringt Recht brauchbare Ergebnisse und kostet nicht viel.

Es ist grundsätzlich übrigens keine schlechte Idee, wenn man Komponieren lernen möchte, sich am Klavier eine Melodie mit Akkorden auszudenken und die Akkorde beim Arrangieren auf die anderen Instrumente zu verteilen.
 
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Danke für die Feedbacks.

Ja, ich weiß natürlich, dass meine Notenblätter etwas unübersichtlich daherkommen.

Denke, aus den Kompositionen ist tatsächlich noch mehr rauszuholen. Erst einmal sind ja epische Samples hilfreich. Zum anderen bin ich beim Mastering noch Anfänger und arbeite noch zu wenig mit den Lautstärken der einzelnen Passagen.

Da muss ich noch einiges lernen.

Vor allem ist mir wichtig das die Klangqualität episch genug ist, um meine Kompositionen mal bei YouTube einem breiteren Publikum vorzustellen.

Das Note Performer schaue ich mir definitiv auch noch einmal an.

Danke für den Tipp.
 
Wie ich an anderer Stelle geschrieben hatte, ist man auch als Kompositionsstudent größtenteils Autodidakt. Man lernt am besten, in dem man gewisse Sachen nachbaut und versteht, wie sie funktionieren.

Epische Film- oder Gamemusik ist musikalisch nicht besonders komplex und will es auch nicht sein. So etwas selbst zu schreiben ist sicherlich eine Aufgabe, die Spaß macht, aber auch nicht zu schwierig ist. Sobald Du eine epische Melodie am Klavier gefunden hast, z.B. mit Quart- oder Quintsprüngen, kannst Du sie untermauern, z.B. mit Percussion. Dann verteilst Du die Akkorde auf die anderen Instrumente und hast ein Grundgerüst, mit dem sich arbeiten lässt.
 
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Ja. Stimmt absolut.

Wenn man sich epische Musik anschaut, merkt man, dass sie meistens relativ einfach aufgebaut ist.

Ich gucke mir häufiger auch Notationen an, um davon zu lernen.

Hatte auch mal angefangen Protectors of the earth als Midi nachzukomponieren. Das Original klingt bombastisch, ist aber gar nicht so eine komplexe Komposition.

Daher mag ich diese Art von Musik auch, da man relativ schnell zu guten kompositorischen Ergebnissen kommt.


Danke.
Ja, ein richtig gutes Video.

Bei mir scheitert es ja leider schon daran, dass ich kein Studio habe und dass ich am Instrument noch nicht wirklich fit bin.

Dennoch ist es eine gute Inspiration.
 
Wie bei allem ist es sicherlich 'Learning by doing'. Eine ältere Version von Sibelius oder Cubase gibt es für einen schmalen Taler, wahrscheinlich auch umsonst.

Ansonsten leben wir im 21. Jahrhundert und sicherlich wirst Du über Aussagen stolpern, dass Du musikalisch machen kannst, was Du willst.
Das hilft einem allerdings garnicht weiter, weil es den Einstieg nicht erleichtert. Bei totaler Freihei weiß man nicht, wohin man gehen soll.
Daher, wie für Generationen vor Dir, könnte der Weg über kleine tonale Klavierstückchen gehen, die Du dann für mehrere Instrumente arrangierst.
 
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Ich bin mir jetzt net sicher, ob der Threadtitel noch als Ziel im Raum steht, oder ob mittlerweile die Komposition am PC mit VST-Sounds optimiert werden soll.

Denn
Erst einmal geht es darum, ein besseres Klangbild zu haben. Soweit, es live aufzuführen, bin ich noch gar nicht.
dieses Ziel lässt sich imho mit keinem Amateurorchester dieser Welt erreichen. Bei kleinen Ensembles mag das noch funktionieren, mit großem Fleiß ein Klangbild zu erreichen, welches dem professioneller Musiker in nichts nachsteht.

Aber zum einen ist die Wahrscheinlichkeit, 6 wirklich engagierte und gute Amateure zu finden und zu einer tollen Einheit zu Formen, deutlich größer als für 60 Positionen im Orchester.

Zweitens muss jede Stimme dabei nur einmal besetzt werden, und man kann bei Bedarf spielerische Unzulänglichkeiten schnell durch Anpassung des Arrangements kompensieren. Bei Amateurorchestern wird es immer gute Stimmführer geben, an die sich die schwächeren dranhängen, und der Klangkörper klingt dann eben auch entsprechend.

Am ehesten kommen mir noch die "Coolen Elbstreicher" in Hamburg in den Sinn, wenn ich nach nem guten Jugendstreichorchester suche. Wenn du dir deren Portfolio ansiehst, spielen die aber als Amateure schon in einer Liga, die für nen kleinen Hobbykomponisten nicht viel mehr als ein müdes Lächeln übrig haben dürfte.

Alles andere, was ich so kenne zumindest hier in Bayern, spielt hörbar auf Amateurniveau, selbst gute und teils international beachtete Jugendorchester wie die Bluestrings. Für ne Live-Zusammenarbeit sicher gut vorstellbar, für Aufnahmen mit professionellen Resultaten m.E. undenkbar oder nur mit sehr viel Aufwand darstellbar. Man darf auch nicht vergessen, ne gute Orchesteraufnahme steht und fällt mit einem gut klingenden Aufnahmeraum. Der lässt sich nicht mit Effekten faken.

Falls dir das selbst mittlerweile klar ist, könntest du den Threadtitel ja evtl ins Jahr 2026 portieren, damit sofort klar ist, worum deine Ideen aktuell kreisen.
 
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ein Bläser-Ensemble zu finden und aufzunehmen wäre doch für den Anfang ein realistisches Ziel.

Hier gibt es einen Auzug der "Herr-der-Ringe-Symphonie" von Johan de Meij (für Blasorchester):

www.rundel.de/read?f=/_files_media/leseproben/hl04000146.pdf


View: https://www.youtube.com/watch?v=TkQPv2CS77g&list=RDTkQPv2CS77g&start_radio=1

Daran könntest Du Dich orientieren, ein paar Passagen sind sicher auch ganz episch.
Dann hast Du auch schon eine Entscheidung getroffen, welche Instrumente beteiligt sein sollen.

Achso, da es keine Streicher gibt, ließe sich eine solche Komposition übrigens ganz gut digital umsetzen.

Cubase LE ist (IMHO) komplett kostenlos, für den Notensatz eigenet sich Musescore. Von Sibelius gibt es auch eine Gratis-Version, die aber auf vier Spuren beschränkt ist.
Dorico SE ist auch gratis und bietet immerhin acht Spuren.

Dass man auch die entsprechenden Vollversionen auf gewissen Websites downloaden kann, ist sicher nichts Neues und auch nicht unbedingt erstrebenswert.
Es wäre sicher ein guter Tipp, wenn Du Dich in die Tools einarbeitest und dir dann irgendwann die Vollversion holst.

Für Filmmusik könntest Du Dir Videos mit "Score Reduction" angucken:


View: https://www.youtube.com/watch?v=XVNVGnK3i4U&list=RDXVNVGnK3i4U&start_radio=1

Da kann man sehr viel von Lernen und auch noch coole Soundtracks hören :)

Gerade beim letzten Beispiel kann man gut nachvollziehen, dass es im Prinzip eine Melodie mit Gegenstimme gibt und die anderen Instrumente eher die verteilten Akkordtöne spielen.
 
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Ja. Super. Das ist sehr lehrreich.

Habe bis jetzt immer in Spuren gearbeitet. Aber Streicher arbeiten typischerweise in Einzelnoten und nicht in Akkorden.
Das ist besonders wichtig, wenn man mal für ein Orchester schreiben möchte.
Das habe ich bisher noch nicht gemacht und daher fehlt da auch die Erfahrung.

Erst mal ist es wichtig, ein episches Klangbild hinzubekommen. Denn wenn ich Stücke in einfacher Qualität präsentiere, wird evtl das Interesse nicht so groß ausfallen.
 

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