Super Compression Vocals

von Jaxn Hype, 19.08.19.

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  1. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #1
    Habt ihr schon von der Super Kompression bei Vocals gehört?

    Man kann für die Kompression der Vocals, 3 Kompressoren hintereinander nutzen.

    Die Vocal sollte aufgeräumt werden, spricht lowcut, Raum Moden und störfrequenzen vorher filtern.
    Dann

    Den ersten Kompressor dieser regelt nur die lautesten Pegelspitzen.

    Der zweite kompressor holt die Stimme nach vorne

    Und der dritte regelt die Vocal quasi gleichmäßig. Soviel zur beschreibung.


    Jetzt zu meiner Frage,

    Um nur die Pegelspitzen abzufangen sollte die Attack schnell eingestellt werden und die Release auch etwas schneller, richtig?


    Um die Stimme etwas mehr nach vorne zu holen, mache ich die attack etwas langsamer. Und die Release dann auf schnell (z. B 1176)

    Und um die Vocal als ganzes gleichmäßig zu kompremieren dann attack und release auf mittelstellung und darauf achten dass er immer so gut es geht gleichmäsig Arbeitet.


    Das Ziel ist die Vocal zu kompremieren ohne die Kompressions Effekt stark vorzuholen, die Vocal ist nicht sonderlich Dynamisch aber durch die Kompression bekommt sie halt deutlich mehr Druck .. Wäre das so in der Theorie richtig von den Einstellungen her?

    Macht das so noch jemand? :)
    Natürlich hängt die ganz genaue Einstellung vom eingangs Material ab. Aber so Im Groben?

    Oder wie würdet ihr es machen mit 3 Kompressoren? Andere Reihenfolge? Ist in dieser Sache vielleicht ein logikfehler?
     
  2. lightsrout

    lightsrout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #2
    Wer nennt das denn Super Compression?

    Prinzipiell stimmt das schon so wie du das gesagt hast, allerdings finde ich den Zugang falsch. Manchmal wirst du viele Pegelspitzen haben, manchmal nicht. Manchmal wird der Vocalist im Refrain lauter sein als in der Strophe, und manchmal nicht. Besser ist es, hinzuhören und nach Gegebenheiten zu entscheiden als einen Standarttrick zu entwickeln und den als Preset überall draufzugeben.

    Also, hinhören und dann entscheiden! :)

    LG lightsrout
     
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  3. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #3
    Ich gehe tatsächlich oft ähnlich vor (nicht auf vocals beschränkt), nutze dabei aber vor allem das hier:
    http://www.anwida.com/product.asp?pid=14
    Meist direkt nach der Aufnahme entsprechend deinem Schritt 1, mit einem Audio-Editor (Wavosaur) noch bevor es in die DAW geladen wird.
    Neben dem normalen Aufräumen werden Pegelpitzen entschärft und ein guter Basis-Pegel eingestellt.

    Danach kommt ein 'echter' Kompressor in DAW nur dann zum Einsatz, wenn der Effekt auch hörbar sein soll, Prinzip 'larger than life'.

    Am Ende nutze ich das og Plugin wieder um die Ziel-Lautstärke einzustellen, dh keine Multiband-Tricks oder ähnliches.
    (die Beschreibung entspricht nicht exakt der Realität weil ich SAW-Stufio als DAW nutze und dessen Levelizer Plugin, was die gleiche Arbeitsweise hat und wohl auch die Vorlage des L1V ist)

    Der L1V arbeitet (auch bei hoher 'Verdichtung') praktisch verzerrungsfrei, dh das Signal bleibt extrem transparent. Kompressoren erzeugen da idR deutlich mehr 'Verzerrung', nicht unbedingt im Sinn eines Overdrive, aber das Signal verliert an Klarheit.
    Die Methode deckt bei mir gut 80% aller Dynamik-Bearbeitungen und ist im Grunde unhörbar, der Sound wird einfach dichter und besser verständlich und behält seinen ursprünglichen Charakter.

    Der Arbeitsaufwand ist erheblich geringer, weil im Grunde keine Regelzeit eingestellt werden müssen.
    Beim L1V sorgt selbige vermutlich nur der Parameter-Optimierung um eben auch subtilste Verzerrung zu vermeiden.
     
  4. Mr. Bongo

    Mr. Bongo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #4
    kommt doch wie immer auf die Musik an. Mit zwei satten Bratgitarren muss die Stimme eh stark komprimiert werden, damit man überhaupt noch den Text versteht, ohne dass die Hälfte des Gesangs viel zu laut ist. Bei ruhigerer Musik ist das meist nicht angebracht :)

    Oft nutze ich superschnelle Regelzeiten, manchmal auch nicht - je nach Musik.
    Obertöne durch Kompression können erwünscht sein (zB wenn ich die Vocals sowieso mit Distortion versehen will), müssen aber nicht.
    Deswegen das berühmt-berüchtigte "es kommt drauf an" :D
     
  5. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #5

    Hab es grade gefunden, es kommt von Hofa es gibt sogar ein Video dazu, sie nennen es super Compression in ihrem. Preset
    --- Beiträge zusammengefasst, 19.08.19, Datum Originalbeitrag: 19.08.19 ---
    Interessant :) danke.

    Seit ich das Tlm49 habe neige ich eher dazu Clean zu kompremieren, weil ich das Signal eigentlich nicht unbedingt färben möchte.
    Gibt es noch gute sehr transparente Kompressoren? Ich hätte noch dem C2 von fab filter habe ihm aber noch nie benutzt :D
    Und den RVox von waves

    Habe früher immer 1176 dann la2a genutzt... Jetzt würde ich gerne wenig und sehr clean kompremieren
     
  6. Telefunky

    Telefunky Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.19   #6
    Limiter wie Anwida L1V, FabFilter Pro-L2 und SAW-Studio Levelizer gleichen den Pegel zwischen der Einsatzschwelle und dem gewählten Maximalwert 'dynamisch' aus.
    Dh sie kappen nicht einfach Signalspitzen - kann man sich vorstelllen wie Normalisieren auf einen bestimmten Pegelwert in (sehr) kleinen Zeitabständen. Ist mathematisch anspruchsvoller, als es sich liest.
    Die erste Version von Pro-L zB verzerrte gegenüber dem Levelizer um satte 50dB mehr auf der ersten Oberwelle. Der L1V hatte im Vergleich überhaupt keine Oberwellen... :eek:

    Das Verfahren funktioniert allerdings nur, solange noch peaks im Signal sind - bei einer Wellenform als Wurst scheitert der Ansatz.

    Der grosse Vorteil ist, dass man sich innerhalb eines sehr weiten Rahmens keine Gedanken über Nebenwirkungen machen muss. Man stellt die Ziellautstärke der Spur und die Einsatzschwelle ein, bzw schiebt die Einsatzschwelle an den optimalen Wirkungspunkt und das war's.
     
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  7. CharlesMonroe198

    CharlesMonroe198 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #7
    Gibt auch ein Plugin das nach dem Prinzip programmiert wurde. Nur noch viel extremer. Gain Reduction von JST-Tones.
    Ist mit Abstand der aggressivste Kompressor für Vocals den ich kenne. Ich persönlich limite die Vocals auf der Summe auch noch, sodass sie sich wirklich überhaupt nicht mehr bewegen können und hole dann über Automation die Dynamik im Song zwischen Parts wieder zurück.
     
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  8. Jaxn Hype

    Jaxn Hype Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.08.19   #8
    Die Sache Kompression und Dynamik ist glaube ich der größte Unterschied zwischen den Genres.

    Lassen wir die Akustik Versionen mancher Rap Songs mal außen vor.

    Ist so gut wie jede Rap Vocal, weit weg von starker Dynamik, auch bei Professionellen Songs.


    Ich stehe zur Zeit aber auch total auf Rap mit simplen akustikbeats,
    Snare, Kick, Gitarre und die Vocal einfach echt klingen lassen. Finde ich Mega... Wie
    Fayzen - Herr afshin z. B...
    Da ist Kompression jetzt wirklich nur für die Dynamik und nicht für die Klang Gestaltung.. So nehme ich das zumindest wahr.

    Dieser Song hier ist z. B SEHR GEIL





    Ich hatte zwar schon einen zweiten thread aufgemacht, war etwas dumm von mir weil wir hier eh im Gespräch sind.

    Aber hier mal ein Song von mir den ich zum testen des mics benutzt habe.

    Die einzelnen files sind clean, und ohne Bearbeitung

    Der beat bedarf noch etwas Bearbeitung da ich die Stems aber NOCH nicht habe fällt das grade noch weg

    https://www.dropbox.com/sh/u1mb8v8uxrf0zmh/AAB4h40j5huhipT1TpbnwCo2a?dl=0
     
  9. groovequantizer

    groovequantizer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.09.19 um 12:30 Uhr   #9
    Was heftige und saubere Gesangskompression angeht, ist dieses Video mMn Pflicht:

     
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