Taktgefühl gleich null

von Gast17429, 25.08.05.

  1. Gast17429

    Gast17429 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.05   #1
    Hallo,
    ich spiele seit ca 9 Monaten E-Gitarre, ohne Unterricht zu nehmen. Die linke Hand ist ganz gut, Hammer-On, Pull-Off und Bends sind kein Problem. Mein Problem ist die rechte Hand, sprich der Anschlag. Alles, was über 4/4 hinausgeht kann ich vergessen. Was nützt einem ein Solo, wenn man den Song dazu nichtmal vernünftig begleiten kann? Die Gitarre ist mein erstes Instrument, in den 18 Jahren zuvor hatte ich mit Musikmachen nichts am Hut. Ich habs auf den Rat eines Freundes mit einem Metronom probiert, aber das bringt auch nichts, zumindest wenn die Anschläge varieren (zb.: Wonderwall).

    Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich das Problem beheben kann? Würde Unterricht in meinem Falle was bringen?

    Leider bin ich auch nicht in der Lage den Schlag aus einem Lied herauszuhören. Scheinbar fehlt mir jegliches Rythmusgefühl...

    Für Tipps wär ich euch sehr dankbar
    Christian
     
  2. Tonic

    Tonic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.05   #2
    Hm meinem Nachbar geht es auch so.

    Probier das mal, das haben wir ind er 5ten Klasse oder so mal im Musikunterricht gemacht.

    Mach irgendein Lied an und tipp einfach immer den Takt mit. Mit den Finger, Fuß oder sonstwas.....mehr kann ich da leider auch nicht zu sagen
     
  3. Hellfire

    Hellfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.05   #3
    Versuch immer mit dem Fuß mitzugehen. Am Anfang ist das nicht so leicht, aber irgendwann "groovest" du dann auch richtig automatisch mit den Songs.
     
  4. K?sekuchen

    K?sekuchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.08.05   #4
    hatte selbiges problem, jetz gehts besser (bin selber anfänger).
    propier mit dem fuß mitklopfen. das ist gerade am anfang gar nicht leicht weil du eben 2 unabhängige geschwindigkeiten koordinieren musst.
    mit dem fuß klopfst du immer wie mit dem metronom, sprich wenn du achteln spielst bei einem 4/4 takt klopfst du halb so schnell wie du spielst usw. versuch 1/2 1/1 1/4 und 1/8 noten zum klopfen dazu zuspielen ohne das dein fuß schneller oder langsamer wird. das ganze kannst du dann simultan zum metronom machen. gar nicht so einfach, aber dieses "mitklopfen" bringts ziemlich. in rhythmisch anspruchsvolle musik machen das auch noch viele profis, zb beim jazz.
     
  5. JackDaniels

    JackDaniels Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.05   #5
    Hi,
    ich würds trozdem immer wieder mit nem Metronom probieren, allerdings sehr langsam, damit du die Lieder nicht einfach irgendwie dahin klatschst nur damit du durchs Tempo kommst.
    Am Anfang dürfte das sehr schwer werden, da du immer zu schnell wirst, jedoch bringt das sehr viel. Erst wenn du das im langsamen Tempo gut kannst würde ich das Tempo langsam erhohen.
    Als Abwechlung kannste dann auch die Lieder zur CD spielen.
     
  6. MrFair

    MrFair Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.08.05   #6
    Deine Aussage, das es mit Metronom nicht geklappt hat, zeigt nur mal wieder, dass der Rythmus einer der schwersten Sachen am ganzen Instrument spielen ist.

    Gleich vorweg: Wenn du, wie du sagst, wirklich null Taktgefühl hast, wirst du ohne Metronom nicht weit kommen, also kram das Ding wieder aus! Dieses Geklacke ist zwar nach einiger Zeit sehr nervig, aber ohne etwas, das dir ganz "straight" den Takt vorgibt, wirst du keine großen Erfolge haben.

    Als allererstes solltest du dich schonmal mit den einzelnen Notenwerten vertraut machen, zur besseren Übersicht schreibe ich dir mal die wichtigsten auf:
    • Ganze: Geht über den ganzen Takt (Je nach Takt, bei 4/4 sind es logischerweise 4 Viertel)
    • Halbe: 2 Metronomschläge (2 Viertel)
    • Viertel: 1 Metronomschlag
    • Achtel: 2 Anschläge auf eine Viertel ("halber" Metronomschlag)
    • Sechzehntel: 4 Anschläge auf eine Viertel (ein Viertel eines Metronomschlags)
    • Viertel-Triole: 3 Anschläge auf eine Halbe
    • Achtel-Triole: 3 Anschläge auf eine Viertel
    Anfangs solltest du dich erstmal die Triolen und die Sechzehntel weglassen, die sind schon etwas fortgeschrittener, besonders die Triolen sind nicht ganz einfach. Hierzu kannst du dir auch mal dieses Artikel anschauen.

    Außerdem ist zu Anfang es ganz wichtig das du den Takt im Kopf mitzählst, also immer schön "1, 2, 3, 4, 1, 2, 3, 4" denken, das hilft ungemein und hilft dir ein Rythmusgefühl aufzubauen. Irgendwann wirst du soweit sein, dass du nicht mehr mitzählen muss. Falls du Tips zum Auszählen bestimmter Notenwerte brauchst: Einfach Fragen.

    So, da wir jetzt über die einzelnen Notenwerte bescheid wissen, können wir mit den Übungen anfangen:

    1. Übung:
    Zuerst eine Übung ohne Gitarre.
    Schalte dein Metronom auf einen 4/4 Takt bei 60 BPM (oder langsamer!) und lass es auf jede Viertel klicken. Klatsche jetzt immer auf die erste Viertel eines Taktes, sodass du quasi eine Ganze klatschst. Wenn du dir damit sicher bist, gehst du dazu über Halbe zu klatschen, dann Viertel und dann Achtel.
    Gewöhn dir bereits hier an, einen deiner Füße ganz stur auf die Viertel schlagen zu lassen.

    Versuch diese Übung auch mal ohne Metronom und lass dir den Takt nur durch deinen Fuß vorgeben. Es ist wichtig das du auch ein Gefühl für den Rythmus entwickelst und auch ohne Metronom nicht aus dem Takt kommst.

    2. Übung:
    Das gleiche Spiel wie in Übung 1, blos diesmal mit der Gitarre!
    Auf den momentanen Notenwert schlägst du jeweils einmal die leere E-Saite an.

    3. Übung: Die Ryhtmuspyramide
    Diese Übung hab ich von meinem Gitarrenlehrer empfohlen bekommen, im Prinzip funktioniert sie genauso wie Übung 2.
    Schalte dein Metronom wieder ein (wie in Übung 1 beschrieben).
    Du fängst damit an Ganze zu spielen, 4 Takte lang, dann spielst du 4 Takte lang nur Halbe, dann 4 Takte Viertel etc.
    Hier mal der Ablauf kurz aufgeschrieben:

    • 4 Takte Ganze
    • 4 Takte Halbe
    • 4 Takte Viertel
    • 4 Takte Achtel
    • 4 Takte Achtel-Triolen (optional)
    • 4 Takte Sechzehntel (optional)
    • 4 Takte Achtel (wenn du die Triolen und Sechzehntel gemacht haben solltest)
    • 4 Takte Viertel
    • 4 Takte Halbe
    • 4 Takte Ganze
    • ...
    Dann geht das ganze Spiel wieder von vorne los, so lang wie du willst, 5 Minuten täglich dürften dich schon weiterbringen!

    4. Übung:
    Diese Übung funktioniert ähnlich wie die Rythmuspyramide, blos das du willkürlich irgendwelche Notenwerte für willkürliche viele Takte spielst.
    Z.B. 2 Takte Ganze, 1 Takt Achtel, 3 Takte Viertel, 1 Takt Sechnzehntel etc. pp.
    Ich denke du verstehst was ich meine.
    Du kannst hierbei aber auch nur "halbe" Takte benutzen, z.B. 2 Viertel und den Rest des Takts Achtel. Das dürfte schon schwerer werden und das fällt mir selber auch nicht leicht.


    Ich denke diese Übungen reichen fürs Erste, wenn du noch Fragen hast, stell sie ruhig. Und immer an den mitklopfenden Fuß denken! Ohne Fuß geht gar nichts ;)
    Ich kann dir nicht garantieren das dir die Übungen helfen werden, da jeder Mensch irgendwie anders "tickt", mir haben sie geholfen und ein Versuch kann nicht schaden. Es wird wahrscheinlich lange dauern bis du ein aktzeptables Rythmusgefhül entwickelt hast, aber ohne Ryhtmus funktioniert keine Musik. Jedes "ungeschulte Gehör" (sprich: Nichtmusiker) kann hören wenn du aus dem Takt fliegst, Spielfehler fallen dagegen nur wenig auf. Hier ist Üben, Üben und nochmals Üben angesagt.

    Du kannst übrigens auch im Alltag dein Rythmusgefühl trainieren. Versuch den Takt bei einem Lied das du kennst rauszuhören und klatsch immer auf die Viertel des Taktes (oder lass den Fuß leicht klopfen, im Zug siehts ein bischen blöd aus wenn man irgendwie rumklatscht). Versuch beim Gehen immer gleichmäßig im 4/4 Takt zu gehen, hört sich blöd an, funktioniert aber. Sei kreativ!
     
  7. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.08.05   #7
    Oder mach es nach der SLayeschins Methode.... immer mit dem Head Bangen, irgendwo hab ich mla gelesen, das ,ich mein es war der von hatebreed, weiss es aber auch nicht genau,früher das Problem hatte den Takt zu halten und deshalb gleichmäßig den Kopfgebeangt hat, sodass er z.B: 8tel gebeangt hat.
    Klingt komisch is aber so. Und sonst halt das übliche mit dem Fuss mittippen, oder was mir im ersten Jahr Keyboard geholfen hat, das ich immer nach den Drumms gegangen bin, weil die für mich immer den Takt angegeben haben. Ich hab immer speziel darauf geachtet was der Drummer gespielt hat, wann er den Rhytmus wechselt, wann ein break kommt, also das Stück vorher erst gut anhören, dann nachspielen.
    Und nach ner Weile hats du den Rhytmus im Blut (anders als Farin U..... INsider).
     
  8. MrFair

    MrFair Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.05   #8
    Jo, das mit dem "Kopf wackeln" ist auch ganz nützlich, kommt aber im Prinzip auf das gleiche wie den Fuß mitgehen lassen raus. Wenn ich übe wackeln immer alle möglichen Körperteile, manchmal der Kopf, dann der rechte Fuß, ab und an der Linke usw. :D
    Hauptsache man hat irgendwas, woran man den Takt festmachen kann.
     
  9. msoada

    msoada Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 27.08.05   #9

    Leute, Leute.......... es gibt auch Leute die keine 18 sind........
     
  10. MrFair

    MrFair Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.08.05   #10
    Ok .... DIESES Körperteil benutz ich dazu nicht :D
     
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