Taugen günstige Koffer etwas?

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ChuckTheHamster
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Hallo zusammen,

ich werde mir demnächst eine Gibson Studio Paula zulegen und suche nach einem geeignten Schutz für die Gute,
da der mitgelieferte Gigbag mich nicht wirklich überzeugen mag :D

Stilecht wäre natürlich ein echter Gibson Koffer, doch nur dafür nochmal extra 150 Latten?
Also hab ich mich beim großen T mal umgeschaut nach günstigeren Alternativen, nur weiß ich halt nicht welche Modelle wieder zu günstig sind.

Es geht mir Hauptsächlich um den Schutz der Gitarre, sie muss weich aber kraftschlüssig im Koffer liegen, der Hals muss gut abgestützt sein
und die Schließmechanismen müssen stabil und langlebig sein.
Optional wäre ein ausreichend großes Fach für Krimskrams ganz gut, aber ich kann für low budget keine eierlegende Wollmilchsau erwarten.

Kann man für diese Ansprüche schon bei den hauseigenen Koffern des T ab 50 Euro zugreifen oder lässt man das lieber?
Habt ihr vielleicht empfehlungen?

Gruß, Chuck
 
Eigenschaft
 
Ich hab bisher nur gute Erfahrungen mit den "Billig"-Koffern gemacht.
Ich hab unter Anderem den hier
da wackelt nichts, Schutz ist absolut gewähleistet.
 
Ich habe einen original Fender Stratocasterkoffer, der ist von 1976.
Wenn ich den öffne hat der immer noch den Geruch eines neuen Koffers
(dank an die Chemieindustrie die gesundheitsschädliche aber haltbare
Materialien entwickelt). Technisch ist der Koffer noch in 1A Zustand.

Ich habe einen Billigkoffer für eine andere Strat, der ist jetzt 2 Jahre alt
und hat auch keine technischen Macken. Ist zwar wackelig, aber schützt
die Gitarre vor dem wovor er schützen soll zuverlässig.

Ich würde mir immer wieder einen "Billigkoffer" kaufen, da auch diese
den Zweck erfüllen.

Gruß
Jo
 
Naja, das Plüsch ist meistens weniger wertig, der Bezug günstiger und die Scharniere nicht so solide. Teure Koffer haben schon eine edlere Haptik und Optik, die Funktion beeinträchtigt das aber nicht.
 
Das ist alles schön und gut, das Problem liegt aber woanders. Für eine Strat mag das alles schön und gut sein.

Die Kopfplatte der Paula ist aber stärker abgewinkelt, und deswegen sollte der Koffer lieber etwas höher sein, um sicherzustellen, daß der obere Rand der Kopfplatte bzw. die beiden letzten Mechaniken (der D- und G-Saite) keinen Kontakt zum Kofferboden haben.

Bei den billigeren, und nicht so hohen Koffern kann es passieren, daß der Koffer mal auf den Boden knallt, und dann kann das alte Paula-Problem der abgebrochenen Kopfplatte sehr schnell wieder auftauchen.

Und ein paar € mehr für den Koffer sind immer noch billiger als die im Falle eines Falles notwendige Reparatur.

Ich habe bei meiner Paula(-Kopie) auch erst den billigeren Koffer genommen, nachdem ich mir die Sach' aber nochmal genauer angesehen habe, den dann aber aus den genannten Gründen ziemlich schnell gegen den hier https://www.thomann.de/de/gator_gclps_guitar_pvc_case.htm ausgetauscht.

Wenn man die Bilder vom Originalkoffer https://www.thomann.de/de/gibson_les_paul_case.htm mit denen hier https://www.thomann.de/de/thomanneguitarcase_lpstyle.htm vergleicht, sieht man schon die Unterschiede, bzw. was ich meine.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abgesehen davon ist der Lack der Studio WORN'S bzw. FADED sehr empfindlich und manche Lösungsmittel in Koffern greifen ihn an. Ich persönlich würde eine Gibson nicht in einen NoName Koffer packen...
 
Abgesehen davon ist der Lack der Studio WORN'S bzw. FADED sehr empfindlich und manche Lösungsmittel in Koffern greifen ihn an. Ich persönlich würde eine Gibson nicht in einen NoName Koffer packen...

weil da kein zusätzlicher klarlack drauf ist?
gibts da schon konkrete fälle oder ist das "nur" deine Einschätzung?
 
Nein das ist sozusagen "bewiesen" :D Sie spielt sich an den Stellen wo sie oft Kontakt hat (Arm, Gürtel) schneller ab da der schützende Klarlack fehlt. Die Spielspuren würden mich jetzt nicht stören, im Gegenteil, aber wenn sie anfängt wegen einer chemischen Reaktionen Blasen zu werfen, wäre das eher unschön.
 
Ok, das macht die Sache ja noch mal verzwickter,
hättest du nen Koffervorschlag, wenn du dich mit der Materie auskennst?
 
Naja mit den originalen Gibson "Gear" Koffern kannst du nic falsch machen. Ansonsten schau mal bei verschiedenen Herstellern nach der Nitrolackverträglichkeit; manche geben das bei der Produktbeschreibung an.
 
man sollte nicht am falschen ende sparen! investiere die 80 € in eine skb case.
 
volle Zustimmung...
meine am. Strat kam in einem SKB Koffer und meine Epiphone auch. Die Koffer sind glaube ich preisliches Mittelfeld und funktionieren immer noch gut (obwohl sie schon richtig leiden mussten).

Koffer und Deckel sind ja oft mit Alu-Profilen umrandet, deren Kanten inneinander greifen. Quasi wie Nut/Feder.
Einen Billigkoffer hatte ich auch einmal. Der war aber in sich so labil, dass verzugsbedingt diese Führungen nicht "flutschten".

Man mußte jedes Mal den Deckel bewegen/biegen, damit er einrastet. Und das muss er, damit die Scharniere schließen können......
Ergänzung: gibt natürlich auch welche, wo der Deckel einfach überlappt....Da ist es dann wohl nicht so tragisch...
 
Zuletzt bearbeitet:
Die notwendige Qualität hängt vom Einsatzzweck ab. Wer nur ab und an mit der Gitarre zum Kumpel fährt oder einmal wöchentlich zum Gitarrenlehrer geht, braucht sicherlich keinen allzu teuren Koffer. Wer öfter bei Gigs on the road ist, braucht hingegen auf jeden Fall was Hochwertiges. In unserer Band sind einige SKBs im Einsatz und die sind über 2-3 Jahre hinweg schon arg in Mitleidenschaft gezogen worden, inklusive ausgebrochener Plastikteile.
 
Also von den Thomann-Koffern würde ich die Finger lassen. Ich habe einen bestellt, da bei meiner Gitarre kein Koffer dabei war. Das Teil hat gestunken, dass es nicht auszuhalten war und die Verarbeitung war auch grottig. Der Koffer hat nicht einmal sauber geschlossen, was heißt, dass man beim Schließen von Anfang an immer den Deckel so hinbiegen müssen hat, dass er auf das untere Teil gepasst hat. Dann das Schloss... ich hätte gedacht ich bekomm einen Kollaps. Da kommt der Koffer an und ich wollte natürlich alles ausprobieren. Also legte ich die Gitarre mal rein und schonmal das ganze Zubehör, also Tremolohebel, Saiten, Inbus, ect... Dann probierte ich das Schloss aus. Ich sperrte zu und als ich wieder aufmachen wollte ging es nicht mehr auf!! Ich habe dann eine halbe Stunde am Schloss herumgerissen, bis es wieder aufging. Dann hab ich die Gitarre rausgenommen und den Koffer in den Dachboden geschmissen, wo er bis heute liegt.

Jetzt habe ich einen neuen Koffer von Gator. Wenn ich in den hineinfasse merke ich gleich, dass er viel hochwertiger ist. Das Plüsch fühlt sich hochwertiger an, er ist ziemlich Geruchsneutral und fühlt sich insgesamt einfach viel besser an. Das Schloss schließt sauber auf und zu. Der Koffer ist außerdem sehr leicht und wirkt ziemlich klein, weil er abgerundete Ecken hat. Im Inneren findet sich aber viel Platz in einem Staufach. Da passt locker alles notwendige hinein.
 
Also von den Thomann-Koffern würde ich die Finger lassen.

Welchen der 9 verfügbaren T-Koffer meinst Du? Ich würde nämlich das nicht verallgemeinern, ich hab sowohl mit dem günstigen LP Style als auch mit dem Elite Case gut Erfahrungen gemacht, ein fast zeitgleich erstandenes RockCase hat inzwischen schon den Geist aufgegeben (Scharnier ausgerissen). Insofern sollte nicht pauschalisiert werden, manchmal hängt die Qualität des Materials auch sehr vom Besitzer ab denn auch aus einem Gibson Custom Shop Case kann man sich (bei entsprechender Begabung) ausschließen... alles schon erlebt...

PS: Vom oben verlinkten Flightcase würd ich als Les Paul User die Finger lassen, das ist zu flach, da liegt der Headstock auf und jeder weiß was dann passiert wenn das Flightcase umfällt...
 
Ich habe auch einen Koffer von Gator: https://www.thomann.de/de/gator_gclps_guitar_pvc_case.htm
Finde den wirlich gut. Die Kopfplatte hat genug Platz, der Koffer ist stabil aber nicht so endlos schwer. Und hält bei mir jetzt seit 6 Jahren völlig Problemlos, egal ob bei Gigs oder Umzüge im Möbelwagen. Der Preis ist halt auch noch gut für "nur" nen Koffer war ich auch nicht bereit mehr als 100 Euro auszugeben.
 
Danke für die vielen hilfreichen Kommentare :)

ich hab mich jetzt denke ich für einen skb koffer entschieden: https://www.thomann.de/de/skb_56_les_paul.htm
ist halt von den bewertungen her ein bisschen besser als der gator, zwar auch teurer aber was solls, lieber nicht am falschen ende gespart.
 
Danke für die vielen hilfreichen Kommentare :)

ich hab mich jetzt denke ich für einen skb koffer entschieden: https://www.thomann.de/de/skb_56_les_paul.htm
ist halt von den bewertungen her ein bisschen besser als der gator, zwar auch teurer aber was solls, lieber nicht am falschen ende gespart.


Aus meiner Sicht hast Du alles richtig gemacht!
Die SKB-Koffer sind super - stabil, leicht und nicht zu groß. Ich habe selbst 6 Stück davon, u.a. auch mehrmals den "56 LP-Style".
Generell finde ich Formkoffer besser, da wesentlich handlicher. V.a. beim Transport im Pkw kann das schon mal von großem Vorteil sein.
 

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