[Technik] "Custom Shop" Index - [Vorstellung versch. "Custom Shops"]

von Cryin' Eagle, 09.11.05.

  1. Cryin' Eagle

    Cryin' Eagle Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.11.05   #1
    "Custom Shop" - Index
    Hier werden Gitarren-&Bassbauer vorgestellt !
    - Von Forumsmitgliedern für Forumsmitglieder -



    Hallo,

    Nachdem in letzter Zeit die Nachfrage an "Custom Shop"-Instrumenten enorm angestiegen ist, hat auch die Zahl entsprechender Threads stark zugenommen. Daher die Idee zu diesem Workshop, der als Thema die verschiedenen "Custom Shops" ins Auge fasst und damit wohl viele der immer wiederkehrenden Fragen beantwortet.

    Auf der einen Seite gibt es User, die im Besitz von "Custom Shop"-Instrumenten sind, und auf der anderen Seite gibt es User, die sich gerne über die verschiedenen Firmen sowie deren Instrumente informieren möchten.

    Die Möglichkeit, sich über "Custom Shop"-Instrumente zu informieren, war bisher ein heikles Unterfangen. Grund dafür waren vor allem die extreme Threadvielfalt und die vielen unsachlichen Beiträge.

    Dieser Thread soll es ermöglichen, sich über die verschiedenen "Custom Shops" sachlich zu informieren. Grundvoraussetzung dafür ist, dass eine gewisse Ordnung eingehalten wird und bestimmte Regeln beachtet werden!



    *** Wichtige Regeln : ***
    1. Es ist jedem Forumsmitglied gestattet, einen "Custom Shop" vorzustellen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein profundes Wissen über den jeweiligen "Custom Shop", um zu verhindern, dass erneut Halbwahrheiten in Umlauf gebracht werden.
      Um einen neuen Beitrag zu erstellen, einfach wie gewohnt hier antworten. Der Beitrag muss jedoch zuerst von einem Moderator genehmigt werden, also bitte nicht wundern, wenn er nicht gleich online ist.
    2. Unter den Begriff "Custom Shop" fallen: Einheimische Gitarrenbauer, ausländische Gitarrenbauer, "Custom Shop"-Abteilungen von Fender, Gibson, ESP, etc. und Firmen wie Rockinger & Warmoth.
      Grundsätzliche Voraussetzung: Es wird auf Auftrag für einen Kunden gebaut !
    3. Die Beiträge müssen sachlich ausgeführt werden. Dazu gehört nicht nur positive sondern auch negative Kritik. Uns ist klar, dass jeder seinen "Liebling" hat, von dem er nichts negatives wissen will. Es bringt jedoch niemandem etwas, wenn wichtige Dinge verschwiegen werden.
    4. Die "Custom Shop"-Vorstellungen sollen sich in erster Linie auf die Firma im Allgemeinen beziehen. Dieser Thread ist nicht dafür da, das eigene "Custom Shop"-Instrument vorzustellen! Es ist aber selbstverständlich gestattet, auch seine eigenen Erfahrungen zu erwähnen.
    5. Jede "Custom Shop"-Vorstellung beginnt mit einem "Vorstellungskopf". Dieser ist aus dem zweiten Post zu entnehmen und zwingend erforderlich.
    6. Das Antworten auf Beiträge ist in diesem Thread aus Gründen der Übersichtlichkeit leider nicht möglich. Ein "Kommentiermedium" wird so schnell als möglich bereit gestellt.
    So, das "Formelle" sollte damit eigentlich geklärt sein.

    Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß mit diesem Thread und hoffen, dass in den nächsten Tagen und Wochen der ein oder andere Custom Shop vorgestellt wird.


    MfG

    Jazzz & Spider



    *** Alphabetisches Inhaltsverzeichnis : ***

    Fender Custom Shop

    Gibson Custom

    HotWire Bass

    Mørch Guitars

    Neubauer Guitars

    RAN Guitars

    Ritter Basses

    Siggi Braun Fine Young Guitars

    Tausch Guitars

    Thomas Keller

    Walter Kraushaar
     
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  2. Cryin' Eagle

    Cryin' Eagle Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.11.05   #2
    • Name des Custom Shops :
    • Herkunft :
    • Kontaktperson :
    • Homepage :
    • Preisregion :
     
  3. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 09.11.05   #3
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    • Name des Custom Shops: Neubauer Guitars
    • Herkunft: Wien, Österreich
    • Kontaktperson: Andreas Neubauer
    • Homepage: http://www.neubauerguitars.com/
    • Preisregion: Fender Style ab ca. 1.500,- und Gibson Style ab ca. 2.500,-
    Neubauer Guitars ist ein junges aber erfahrenes Team in Wien. Sie machen im Prinzip alles was der Kunde wünscht. Einige Gitarren gibt es in Kleinserie sogar kurzfristig verfügbar. Man orientiert sich dabei an PRS, Gibson und Fender Designs.

    Neubauer verfügt über sehr gute Quellen für Tonhölzer, ich war schon öfter dort und konnte mich davon überzeugen.
    Sie haben absolute Superkünstler für Inlays und Korpusschnitzereien an der Hand. Unbedingt die Homepage anschauen, sie machen alles - wenn man es sich leisten kann.

    Neben dem Bau von Instrumenten bietet Neubauer auch ein umfangreiches Serviceprogramm an. Von Neubundierung (inkl. hochglanz polierter Bünde und makellosem Setup um ca. 150,-) bis hin zu komplizierten Halsbrüchen bei Les Pauls.

    Das Team von Andy Neubauer ist zertifiziertes Servicecenter des Gibson Custom Shops und serviciert Gitarren für fast alle Wiener Gitarrenhändler.

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  4. jazzz

    jazzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.05   #4
    • Name des Custom Shops : RAN Guitars
    • Herkunft : Polen
    • Kontaktperson : Dariusz Kruczinsky (E-Mail)
    • Homepage : www.ranguitars.com
    • Preisregion : ab € 770,- aufwärts
    Die Firma RAN Guitars ist ein kleiner 5-Mann-Customshop in Polen, der rund 100 Gitarren im Jahr fertigt. Neben den Customshopinstrumenten bieten RAN Guitars mittlerweile auch 7 "Serien"-Modelle an (InVader, Cruiser, Thunder, Xplorer, Avenger, HiVision und Impact).
    Die Preise dieser Gitarren reichen von € 770,- für die InVader Standard, bishin zu € 1.060,- für die HiVision, die schon mit einer schönen AAAAA Flame Maple Decke daherkommt.

    Die bevorzugte Hardware von RAN Guitars ist von Schaller bzw. Wilkinson. Die bevorzugten PUs von EMG und Seymour Duncan.

    Auf der Webseite von RAN Guitars gibt es außer den Standardgitarren auch noch ein Customformular, das aber mit seinen Auswahlmöglichkeiten auch nur Beispiele aufzeigen soll. Möglich ist, laut Dariusz Kruczinsky, bei RAN Guitars aber alles. Jede Korpus- oder Halsform, jede Halsverbindung und auch jede erdenkliche Schaltung bzw. PU-Bestückung oder Hardware.

    Somit kommen wir schon zu den Pro und Contra der Firma RAN Guitars, die im folgenden aufgelistet sind:



    PRO
    + Die Lieferzeit! Die Lieferzeit hält sich bei RAN Guitars, auf Grund ihres nicht sehr hohen Bekanntheitsgrades, noch sehr in Grenzen: ~ 6 Monate

    + Der Versand! Dadurch, dass RAN Guitars in die ganze Welt versenden, haben sie schon dementsprechende Erfahrung mit den jeweiligen Transportunternehmen und versenden ihre Gitarren sehr sicher verpackt und geschützt.

    + Preiswert! Die Gitarren der Firma RAN Guitars sind, gemessen an ihrer Qualität, dem Fertigungsstandard und der Ausstattung sehr preiswert (momentan steigen die Preise aber an!)

    + Alles ist möglich! RAN Guitars bauen alle Gitarrenformen und Halsverbindungen bzw. Halsmaße etc. und auch ihre Kopien von Gitarren sind weitestgehend originalgetreu, selbst das Logo der Firma wird in der Schrift den jeweiligen Wünschen angepasst!





    CONTRA
    - Die Sprache! Die Sprache ist wohl der gewichtigste Nachteil bei RAN Guitars. Wenn man nicht gerade Polnisch kann muss man Englisch beherrschen um sich mit Dariusz verständigen zu können. Hier ist besondere Vorsicht geboten und man muss oft mit Bildern, Zeichnungen etc. arbeiten um seine speziellen Wünsche auch ausdrücken zu können und verständlich zu machen. Ein Onlinewörterbuch ist hierbei auch oft sehr hilfreich.

    - Der Standort! Auf Grund dessen, dass sich RAN Guitars in Polen befindet, wird es sehr schwer sein beim Fertigungsprozess seines Schätzchens dabei zu sein und so sollte man vorallem bei Halsmaßen im Vorhinein schon ganz genau wissen, was man möchte!

    - Set Neck Verbindungen! Es sind ein paar Bilder von Set Neck Verbindungen aufgetaucht, die eher "unkonventionell" aussehen....hier sollte man vielleicht am ehesten Bilder mitsenden!

    - Der Versand! Obwohl die Firma RAN Guitars wie schon erwähnt sehr erfahren beim Versenden von Gitarren ist, bleibt doch immer noch ein Risiko. Hierbei ist es sehr zu empfehlen den von RAN Guitars angebotenen Formkoffer (~ € 70,- ) mit zu bestellen.



    Für weitere Erklärungen zur Firma RAN Guitars und Bilder geht bitte auf den von mir erstellten Thread (Nahezu) Alles über RAN Guitars hier im Board, oder auf folgende Webseiten:

    # RAN Guitars (offiziell)
    # RAN Guitars User Site (deutschsprachig, Bilder)

    greetz
    jazzz
     
  5. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 10.11.05   #5
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    • Name des Custom Shops: Fender Custom Shop, Gibson Custom
    • Herkunft: USA: Corona, California sowie Nashville und Memphis, Tennessee
    • Kontaktperson: Fachhändler
    • Homepage: Fender Gibson Custom
    • Preisregion: "Serienware" ab ca. 2.500,-, individuelle Gitarren ab 5.000,-

    Obwohl die beiden Hersteller seit jeher Konkurrenten sind, ist ihre Geschichte unglaublich ähnlich und sie teilen sich den Markt ganz gut auf.

    Die Firmen Fender und Gibson waren Anfang der 50er die ersten, die elektrische Solidbodygitarren in großer Zahl herstellten und sie hielten ihre Vormachtstellung bis Ende der 60er Jahre.

    Als um das Jahr 1970 Konzernmultis bei den beiden Herstellern das Sagen übernahmen, kam es zu Einsparungen an falschen Stellen und die Qualität der Gitarren wurde immer schlechter. In den 80er Jahren hatten die japanischen Hersteller (allen voran Ibanez) und junge, innovative US Firmen (z.B. Kramer) den Markt und das Prestige übernommen.

    Fender und Gibson wurden von Enthusiasten vor dem Untergang gerettet und erfingen sich Ende der 80er Jahre wieder.

    Fans des klassischen electric Blues und Rock sind seit jeher begeistert von den originalen Modellen der beiden Marken (50er und 60er Jahre). Da diese Original-Gitarren immer seltener und teurer werden, wurde der Ruf nach "Reissues" oder "Replicas" immer lauter.

    Fender und Gibson haben um 1990 herum Custom Shops ins Leben gerufen, die vorwiegend handgemachte Nachbauten der eigenen Urmodelle produzieren. Es werden hierbei besonders ausgesuchte Hölzer verwendet und es wird auf kleinste Details in Punkto Originaltreue gelegt. Bei Fender etwa die Hardware, Halskonstruktion, bis hin zum richtigen Logo für die jeweilige Zeitspanne. Bei Gibson die Deckenwölbung und der Halswinkel, ebenfalls die Halskonstruktion (Halsfuß - "tenon", Kopfplattenfurnier!) und detailgenaue Plastics (Pickuprahmen in der richtigen Höhe, Toggleplättchen in der richtigen Stärke,...). Dazu gibt es natürlich auch besondere Pickups.

    Heute machen Fender und Gibson einen guten Umsatz mit serienweise hergestellten Replicas. Diese gibt es gegen Aufpreis auch mehr oder weniger künstlich gealtert, um auch den optischen Eindruck eines alten, gespielten Instruments zu erwecken. Bei Fender sind dies die Closet Classic und Relic Modelle, bei Gibson die Authentic und Tom Murphy aged.

    Selbstverständlich haben beide Customs Shops auch komplette Individualprogramme. Es wird im wesentlichen gebaut, was der Kunde wünscht, es muß allerdings aufgrund von Korpus- oder Kopfplattenform noch der Hersteller erkennbar sein. Gibson Custom wird einem also keine Strat bauen und Fender keine SG.
    Sonderwünsche wie beispielsweise eingeleimte Hälse bei einer Fender oder ein Vibratosystem auf einer Gibson sind aber selbstverständlich möglich, ebenso wie die ausgefallensten Inlays und Lackierungen.

    Da es sich bei diesen Custom Shops um große Betriebe in den USA handelt, ist ein persönlicher Kontakt mit einem Meister nur schwer möglich. Bestellungen erfolgen über den lokalen Fachhandel. Man kann entweder ein Serienmodell bestellen (sehr einfach möglich und oft lagernd) oder mit Formularen, Fotos und Zeichnungen auch eine Individualgitarre ordern.

    Der Nachteil hierbei ist wie gesagt der fehlende persönliche Kontakt, eine lange Wartezeit (1 Jahr und mehr) und ein sehr hoher Preis (auch verglichen zu lokalen Custom Shops). Der Vorteil ist, dass man nicht nur ein Instrument nach Wunsch erhält, sondern auch einen der beiden großen Namen auf seinem Instrument stehen hat. Denn auch der größte Gitarrenschatz könnte bei einer finanziellen Notsituation einmal verkauft werden müssen und dieser Verkaufspreis ist bei einer "Fender" oder "Gibson" ungleich höher als bei einer "Shamray" oder "Braun".


    Die beliebtesten Serienmodelle des Fender Custom Shops:
    • Time Machine (Replicas der legendären Modelle aus den 50er und 60er Jahren, auf Wunsch aged)
    • Artist Modelle (Eric Clapton, Rory Gallagher,...)
    • Custom Classic Player (Custom Shop Versionen der normalen USA Modelle)
    • diverse handverlötete Verstärker (meist ebenfalls Replicas legendärer Amps)

    Die beliebtesten Serienmodelle von Gibson Custom:
    • Historics (Replicas der legendären Modelle aus den 50er und 60er Jahren, auf Wunsch aged)
    • Signature Modelle (Jimmy Page, Pete Townshend,...)
    • Les Paul Custom (seit 2004 im Custom Shop hergestellt und nicht mehr von Gibson USA, die Spezifikationen sind allerdings die gleichen)

    [​IMG] [​IMG]
     
  6. Cryin' Eagle

    Cryin' Eagle Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 12.11.05   #6
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    • Name des Custom Shops : Siggi Braun Fine Young Guitars
    • Herkunft : Deutschland; 73110 Hattenhofen
    • Kontaktperson : Siggi Braun
    • Homepage : www.siggi-braun.com
    • Preisregion : Basisversion 2,200€. Aufpreise je nach zusätzlichen Features. Bisher teuerstes, mir bekanntes, Modell: 4500€.


    "Siggi Braun Fine Young Guitars", so heißt der kleine aber feine Custom Shop von Siggi Braun und seinem Team. Die Gitarren selbst werden ausschließlich von Siggi Braun gebaut wobei sein jährlicher Output momentan bei etwa 30 Instrumenten liegt.

    Was die Gitarren und Bässe von Siggi Braun auszeichnet ist die absolut hochwertige und innovative Verarbeitung edelster Materialien.
    In Verbindung mit seinem Motto: "Vom Feinsten das Beste" kann man erahnen was einen bei Siggi Braun erwartet.

    Die Kontaktaufnahme zu Siggi Braun verläuft problemlos - ob persönlich, via e-mail oder telefonisch. Generell kann man ihn als sehr sympathischen und kontaktfreudigen Menschen beschreiben.

    Wenn man nicht die Möglichkeit hat Siggi Braun persönlich zu treffen empfiehlt es sich seinen "Fragebogen" in Anspruch zu nehmen.
    Hierbei handelt es sich um einen zweiseitigen Fragebogen auf welchem der interessierte Kunde die Möglichkeit hat seine Vorstellungen zu "präsentieren".
    In Folge dessen ist es Siggi Braun möglich offene Fragen zu klären, jeden Kunde individuell zu beraten und ein unverbindliches Angebot zu erstellen.

    An dieser Stelle möchte ich gleich das größte Vorurteil aus der Welt schaffen:
    Siggi Braun baut nicht nur eine Form !

    Sollte man sich für eine Gitarre aus den Händen von Siggi Braun entschieden haben kann man sich sicher sein, dass nur das beste vom Besten Verwendung findet.

    Alle verwendeten Tonhölzer sind handselektiert, über Jahre / Jahrzehnte abgelagert und liefern so die beste Basis für ein Instrument mit hervorragenden Klang- & Schwingungs eigenschaften.
    Auf eine bestimmte Holzart ist man nicht festgelegt. Neben den "Standard" Hölzern kann man sich aus Siggi's Optionskatalog auch die exquisitesten Hölzer aussuchen. Auffallend ist dabei der verhältnismäßig "geringe" Aufpreis. [Bsp.: Ein Palisanderhals kostet bei PRS in etwa 950$ Aufpreis, bei Siggi 400€.)


    Außerdem hat Siggi grundsätzlich einen für jeden einsehbaren Deckenvorrat. Sollte einen dieser immer noch nicht zufrieden stellen kontaktiert Siggi seine Holzhändler und informiert sich über, für den Kunden passende, Decken. Diese werden dann fotografiert, dem Kunden geschickt und nach dessen Bestätigung geordert.
    Ich habe von diesem Service selbst Gebrauch gemacht und war begeistert - es hat alles so geklappt wie ich es mir vorgestellt habe.
    Backtops sind natürlich auch realisierbar.

    Besonderer Service: Siggi erstellt auf Wunsch auch ein Farbmuster. In diesem Fall wird ein übrig gebliebener Rest des Deckenholzes lackiert und dem Kunden zugeschickt. So ist es möglich die endgültige Farbe in "live" zu sehen und theoretisch noch abzuändern.

    Sollte man kein Fan von gemaserten Decken sein besteht natürlich auch die Möglichkeit seine Custom einfarbig lackieren zu lassen oder auf Siggi's "Effektlackierungen" zurückzugreifen.

    Natürlich werden auf den hochwertigen Hölzer nur entsprechende Hardware und Elektronik Teile verschraubt. Dabei ist von einer "String through Body" Konstruktion über eine original PRS Brücke, ein Schaller Floyd Rose, Modern oder Vintage Vibratosystemen bis hin zu aufwändigen Piezo Systemen alles möglich !
    Für "gewöhnlich" verwendet Siggi Braun Tonabnehmer vom deutschen PU-Guru Harry Häussel. Sollte ein Kunde allerdings PUs anderer Firmen bevorzugen ist auch das kein Problem - verbaut wird alles was der Markt hergibt und wenn es sein muss noch mehr !
    Eine interessante Option in Bezug auf die PUs, sowie die restliche Hardware, ist die Miteinbeziehung von Hölzern

    Außerdem ist es möglich, die Stimmflügel der Mechaniken sowie die PU-Rahmen durch selbstgeschnitzte Holzversionen zu ersetzen !

    Aber das ist noch nicht alles, jetzt wird es erst richtig speziell:
    Siggi Braun bietet einige interessante innovative Detaillösungen, die teilweise kein (!) anderer Gitarrenbauer anbietet und auf die ich besonders intensiv eingehen möchte:

    CNS - System [Comfortable-Neck-Segment System]
    Ich würde dieses System als perfekte Symbiose aus "Neck thru" und "bolt on" bezeichnen.
    Der Hals wird durch die große Auflagefläche und die vier Schrauben bombenfest plaziert.
    Auf Grund der Konstruktion ist eine traumhafte Bespielbarkeit bis in die höchsten Lagen möglich. Die Auswirkungen auf den Klang sind deutlich hörbar: Schnelle Ansprache, reiches Obertonspektrum und Sustain ohne Ende.


    Inlays
    Prinzipiell ist hier selbst das Extremste möglich. Für die aufwändigen Inlays beauftragt Siggi Braun, wie bei den PUs, Harry Häussel. Mittels CNC Fräse werden die Inlays passgerecht gefertigt und das Ergebnis kann sich sehen lassen !


    Edelstahlschrauben
    Wenn mich nicht alles täuscht ist Siggi Braun der einzige Gitarrenbauer der dieses Feature momentan anbietet.
    Im Endeffekt handelt es sich hierbei um eine sehr interessante Modifikation, vor allem von Floyd Rose Systemen.
    Sämtliche Schrauben werden durch Edelstahlschrauben ersetzt. Dies ist optisch natürlich sehr interessant beugt aber auch dem Verschleiß vor.
    Die "Feinstimmschrauben" sind zudem 2mm länger als üblich. Man kann sie also nicht mehr bis zum Anschlag hineindrehen und bekommt sie dadurch deutlich leichter wieder gelöst.

    Interrupt Switch
    Hierbei handelt es sich um eine "Erfindung" von Victor Smolski.
    Im Endeffekt ist es ein Push&Pull Poti welcher das Gitarrensignal unterbricht und so den bekannten "Stotter Effekt" erzeugt. [Tom Morello, etc.]
    Er schnellt automatisch in den "On Mode" zurück und ist zudem durch ein Gummi so "gepolstert", dass Körperschall durch das Betätigen nicht auf die Gitarre übertragen wird.


    Lefthand
    Lefthand Ausführungen sind ohne Aufpreis möglich.


    Doppel Hals
    Wie in meiner Collage schon zu sehen war ist es ohne weiteres möglich auch Gitarren mit zwei Hälsen in Auftrag zu geben.
    Victor Smolski - Siggi's bekanntester Endorser - hat jetzt sogar eine Doppel Hals Gitarre mit integriertem Keyboard in Auftrag gegeben. Man sieht: Nichts ist unmöglich.


    Flightcase
    Zum Lieferumfang gehört normalerweise ein sehr luxuriöser Koffer. Wem das noch zu unsicher ist kann gegen Aufpreis ein handgefertigtes Custom Flightcase zur Custom Gitarre ordern - dann dürfte auch einer Tour nichts mehr im Wege stehen.


    Garantie
    Neben den gesetzlich bestimmten Garantiefristen gibt Siggi Braun eine lebenslange Garantie auf die Konstruktion.
    Nach den ersten 500 Stunden Spielzeit gibt es einen kostenlosen Check.


    Endorser
    Siggi Braun hat sich über die Jahre hinweg eine sehr respektablen Endorser-Familie aufgebaut. Neben Victor Smolski setzen viele weitere, in Deutschland sehr bekannte, Gitarristen auf Gitarren von Siggi Braun. [Alexander Beyrodt, Michael Brettner, Maxxxes, Ralf Jung, Ove Bosch, Sorin Badin, ...]

    Das bisher für die Gitarren von Siggi Braun Gesagte gilt prinzipiell auch für seine Bässe.

    Natürlich hat aber auch ein Custom Shop wie dieser neben den vielen Vorteilen auch ein paar kleine Nachteile.
    Als mittlerweile größtes Problem würde ich die langen Lieferzeiten nennen; wenn ich noch auf dem neusten Stand bin muss man momentan mit etwa einem Jahr rechnen. Siggi Braun ist momentan dabei sich ein bisschen um zu organisieren aber vorerst wird es wohl noch bei diesen Lieferzeiten bleiben.

    Auch das von Hoss angesprochene Problem der Werterhaltung muss man natürlich berücksichtigen. Es passiert immer mal wieder, dass eine Siggi Braun bei Ebay verkauft wird. Die dort erzielten Preise liegen deutlich (!) unter den Anschaffungspreisen. Von einem finanziellen Werterhalt kann man also zumindest momentan (noch) nicht sprechen.
    Ich denke allerdings, dass die wenigsten ihre Siggi Braun wieder aus den Händen geben wollen. Wer verkauft schon seine eigene Custom ?

    Die Preise werden oft als Nachteil genannt. Ich möchte an dieser Stelle aber erwähnen, dass die Gitarren von Siggi Braun eigentlich relativ günstig sind.
    Vergleichbar sind sie in Verarbeitung und Qualität auf jeden Fall, wenn nicht mindestens, mit den Custom Shop Gitarren von Fender und Gibson. Ich würde sogar behaupten, dass die Gitarren von Siggi Braun mit jeder PRS Privat Stock mithalten können und verglichen mit diesen Preisen ist eine Siggi schon fast ein Schnäppchen.

    Im Endeffekt überwiegen aber auf jeden Fall der einzigartige Kontakt & Service in Verbindung mit den hervorragenden Materialien und deren Verarbeitung.


    Informatives
    Wer sich jetzt noch intensiver mit Siggi Braun beschäftigen möchte, kann dies natürlich über seine Homepage (Link siehe oben) machen. Ausserdem empfehle ich folgende Lektüre/Links:


    # Gitarre & Bass - Ausgabe 9 / 2005 - Blackbird [Info Test]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 1 / 2005 - Little Crow [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 2 / 2003 - Maestro [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 2 / 2002 - Element Part 2 [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 1 / 2001 - The Force [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 4 / 2000 - Ove Bosch Signature Bass [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 1 / 2000 - Element Part 1 [Testbericht]
    # Gitarre & Bass - Ausgabe 6 / 1999 - Raven [Testbericht]

    # Vintage Magazine - Ausgabe 7 / 1997 - Victor Smolski Custom

    # Gitarre Exklusiv - Ausgabe 4 / 2001 - Crystal

    # Soundcheck - Ausgabe 10 / 2002 - Andrijana

    # Tools - Ausgabe 2 / 2003 - Andrijana

    # Musician - Ausgabe 4 / 2003 - Brunhild


    Bei Fragen stehe ich gerne bereit. Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten :)
     
  7. Timbo Tones

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    Erstellt: 15.11.05   #7
    • Name des Custom Shops : HotWire Bass
    • Herkunft : Deutschland
    • Kontaktperson : Bert Gerecht
    • Homepage : http://www.hotwire-bass.de/
    • Preisregion : ab 1400 €
    Hotwire Bass ist eine kleine deutsche Bassschmiede. Es gibt zum Einen eine sehr interessante Auswahl an Modellen, die "serienmäßig" gebaut werden. Diese Bässe sind fast schon alle Custom-Modelle. Sie sind an bekannten Modellen (Jazzbass, Precision, Thunderbird) orientiert, bieten aber allesamt zusätzliche Modifikationen.

    Zum Anderen gibt es den Custom-Shop, der es jedem Kunden ermöglicht, seinen Wunschbass zu bekommen. So kann man einen Bass der "Serie" weiter nach den eigenen Vorstellungen modifizieren, durch andere Pickups, Elektroniken, Halsmaße, Lackierungen, Holzauswahl... ...es sind wohl kaum Grenzen gesetzt. Zitat:

    "Hier erfüllen wir ganz spezielle Kundenwünsche! Sie möchten eine Speziallackierung und besondere Halsabmessungen? Kein Problem! Oder Sie träumen von einem Vierhals-Bass? Kriegen wir hin! Sie brauchen einen kurzhalsigen Solobass mit fünf Saiten? Einen Fretless mit drei-Oktaven-Hals? Alles ist machbar"

    Einziges Manko ist die relativ lange Lieferzeit. Aber da es sich um echte Handarbeit handelt, die von einer sehr kleinen Crew (ich glaube 2 Leute) gemacht wird, kann man das verstehen.

    [​IMG]

    [​IMG]
     
  8. 8ight

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    Erstellt: 06.02.06   #8

    Ein Markenzeichen vieler Mørch Instrumente ist die "locke", welche den oberen "holm?" ersetzt.
    Aber ansonsten sind alle möglichen formen, farben, hölzer, finishes..... zu haben.

    Pickups sind hausgemacht und handgewickelt.

    Was ich bisher an Mörch Instrumenten in den händen hatte war echt beeindruckend.

    Supertolle verarbeitung, geile bespielbarkeit und toller klang.

    [​IMG]
     
  9. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 08.02.06   #9
    • Name des Custom Shops: Tausch Guitars
    • Herkunft: Jedesheim bei Illertissen, Deutschland
    • Kontaktperson: Rainer Tausch
    • Homepage: http://www.tausch-guitars.de/
    • Preisregion: Serienmodelle von EUR 1.500,- bis 5.000,- sowie Auftragsarbeiten nach Absprache, ab ca. EUR 2.700,-

    Der süddeutsche Gitarrenbauer Rainer Tausch hat seine Wohn- und Werkstatt in Jedesheim, einem kleinen Ortsteil von Illertissen im Illertal. Rainer ist von Beruf Schreiner und hat während seiner beruflichen Laufbahn ein Praktikum bei einem Augsburger Geigenbauer absolviert. Hobbymäßig war und ist er selbst als Blues- und Rockgitarrist zugange und in Bands wie z.B. SCRAP HEAP, SONIC BOOM BAND, NO FAIRY TALE oder neuerdings bei DIE BÖSEN MÄNNER tätig. Wie es das Schicksal wollte, lernte Rainer im Zuge verschiedener Basteleien und Modifikationen an seinen eigenen Instrumenten den Gitarrenbauer Ulrich Teuffel in Holzschwang bei Neu-Ulm kennen. Als Rainer dann einen Job in einer nur wenige Häuser weiter ansässigen Firma für Flightcases und Spezialkoffer antrat, konnte er nach Feierabend regelmäßig in der Teuffelschen Werkstatt vorbeischauen. Ulrich erkannte Rainers Talent für den Gitarrenbau und wurde sozusagen sein Mentor, indem er ihn mit Know-how, Kontakten und Material unterstützte. Auch heute ist nach wie vor eine freundschaftliche Kollegialität zwischen den beiden vorhanden.

    Der Bau von E-Gitarren war zunächst nur ein ambitioniertes Hobby, es wurden Instrumente für den eigenen Bedarf und Bühneneinsatz sowie einzelne Exemplare für Musikerkollegen angefertigt. Im Jahre 1995 wagte Rainer dann den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit und bietet seitdem offiziell seine Dienste als Gitarrenbauer an. Als flexibler Ein-Mann-Betrieb mit hervorragenden Kontakten zu kompetenten Holzhändlern, prominenten Gitarrenbauern (Uli Teuffel, Jörg Tandler, Nik Huber, Heiner Dreizehnter, Juha Ruokangas, ...) und wichtigen Zulieferern (allen voran Harry Häussel) werden feinste handgemachte E-Gitarren in Kleinserien, Maßanfertigungen auf Kundenwunsch sowie Reparatur- und Lackierarbeiten angeboten.

    Abgesehen von Einzelanfertigungen nach den Vorgaben des Kunden gibt es momentan fünf Kleinserien (bitte beachten: STAND 2006 !!), von denen aber jedes Instrument eine Einzelanfertigung ist, an dem viele Details nach Absprache mit dem Auftraggeber festgelegt oder verändert werden können. Dazu gehören z.B. individuelle Halsmaße, Bunddraht, Lackierung und so weiter.

    1. Serie 665
    Super-Tele in Semiakustik-Bauweise mit Resonanzkammern im Korpus, verlängerter 66,5cm-Mensur und eingeleimtem Hals, meistens deckend und mit Rallye-Streifen lackiert, erhältlich in verschiedenen Holzarten und Tonabnehmerkonfigurationen, wahlweise mit Wilkinson-Vibrato oder fester Brücke, Ahornhals mit 22 Bünden. Es gibt auch eine Variante mit vergrößerter Korpusform (665L), die sich besonders für eine Bestückung mit Piezo-Elektronik eignet.

    MuBo_Tauschguit_665.jpg

    2. Sagmeister Signature
    Jazzgitarre mit halbakustischem Korpus ohne Schallöcher, gebaut nach den Wünschen und Vorstellungen des deutschen Jazz-Virtuosen Michael Sagmeister, besitzt einen etwas vergrößerten Les-Paul-artigen Korpus aus Magahoni und Ahorn mit einem Cutaway, einen Halstonabnehmer sowie ein Schlagbrett aus Ebenholz. Der eingeleimte Magagonihals hat ein Ebenholzgriffbrett mit 20 Bünden, klassischen Blockeinlagen und Binding.

    3. Dragonfly
    Ursprünglich eine sehr edle Les-Paul-Variante mit einzigartigen Griffbretteinlagen in Libellenform. Der prominenteste Dragonfly-Spieler ist Mathias Röhr alias Gonzo von der Band BÖHSE ONKELZ, der übrigens auch zwei 665er und mittlerweile auch drei Tausch "Gonzo Signature" Custom-Gitarren besitzt. Auf Druck seitens der Firma Gibson musste die Dragonfly im Sommer 2005 aus dem Programm genommen werden, wurde aber von Grund auf neu konzipiert und auf der Musikmesse 2006 wieder neu vorgestellt. Die neue Dragonfly mit eigenständiger Silhouette zeichnet sich durch einen nitrolackierten Cedro-Korpus mit einteiliger Ahorndecke, einen eingeleimten Cedro-Hals mit abgeschrägtem Halsfuß und ein Griffbrett aus Rio-Palisander aus.

    4. Gonzo Signature
    In Zusammenarbeit mit Mathias Röhr entstand eine eigenständige Signature-Gitarre in zwei Varianten: Die erste Variante ist eine aufwändig konstruierte Gitarre mit semiakustischem Ahornkorpus, handgeschnitzter Fichtendecke, F-Löchern, eingeleimtem Ahornhals mit Ebenholzgriffbrett, mehrfachem Binding und Parallelogramm-Einlagen. Die zweite Variante (nicht abgebildet) hat einen massiven Korpus aus Mahagoni mit Ahorndecke. Da die überaus arbeitsintensive Bauweise der Gonzo Signature einen hohen Verkaufspreis bedingt, ist eine kostengünstigere Version in etwas einfacherer Ausführung mit zugelieferten Holzteilen in Planung.

    5. Slashdot /.
    Gewagte ungewöhnliche Korpusform, Abwandlung einer früheren Design-Idee Rainers namens "The Axe" (headless), besonders kleine Kopfplatte, geschraubter Hals, Schlagbrett, Headless-Hardware und Klemmschrauben auf der Kopfplatte. Erhältlich in vielen Holzarten und Tonabnehmerkonfigurationen. Die Slashdots sind die preislich günstigsten Tausch-Gitarren.


    Eine wichtige Säule des Angebots ist wie bereits erwähnt der "Custom Shop": Hier wird dem anspruchsvollen Kunden eine Sonderanfertigung auf den Leib geschneidert. Alles ist möglich, auch ausgefallene Dinge wie Sustain-Bow- oder One-Piece-Konstruktionen wurden bereits erfolgreich entworfen, gebaut und ausgeliefert. Sehr oft wünschen sich Kunden auch verbesserte Kopien ihrer Lieblingsmodelle oder bereits existierender Designs, angereichert mit den eigenen Wünschen und Ideen – so kamen schon mehrere sehenswerte Varianten von Gitarren in klassischen Formen wie Strat, Les Paul, Explorer, SG, Firebird, Flying V oder Neoklassiker wie PRS, Kramer, Ibanez Satriani oder Patrick Eggle zu Stande. Detaillierte Griffbretteinlagen aller Art können in Zusammenarbeit mit CNC-Guru Harry Häussel mit höchster Präzision angefertigt werden, ebenso besteht Kontakt zu einem Spezialbetrieb für Laser-Gravur, z.B. für die Individualisierung von Halsstab-Abdeckplättchen. Werkstattbesuche von besonders kontrollwütigen Kunden (wie mich :D) sind nach Absprache gern gesehen, ansonsten erfolgt die Kundenbetreuung vor allem durch regelmäßige Telefonate, Fotos vom Bau per E-mail und sogar Beizmuster per Post.


    Die folgenden Aussagen mache ich aus eigener Erfahrung, da ich mir in den Jahren 2003 und 2005 jeweils eine Tausch-E-Gitarre habe bauen lassen 2003 bis 2010 insgesamt vier Tausch-E-Gitarren habe bauen lassen. (UPDATE 2010-08-08)

    Pluspunkte:
    • Hohe Verarbeitungsqualität, bestens bespielbare und klingende Instrumente
    • Detailversessenheit, hohe Präzision bei Handarbeit/Holzbearbeitung
    • Spürbare Liebe zum Werkstoff Holz aufgrund Schreinerberuf
    • Flexibilität, Konzeptionierung von Customs in enger Zusammenarbeit mit Kunden
    • Eigene Bühnen- sowie Reparaturerfahrung fließt mit ein
    • Viel Sinn für Design und Ergonomie
    • Guter Geschmack und Augenmaß

    Verbesserungswürdig:
    • Terminzusagen sind manchmal nur ungefähre Richtlinien
    • E-mail-Kontakt latenzbehaftet. Kontakt am besten telefonisch oder vor Ort UPDATE 2010-08-08: Stark verbessert! Mittlerweile bester und schneller Kontakt per e-mail, mit Bildern vom Bau etc., alternativ auch telefonisch oder vor Ort.
    • Keine Kundenreaktionen oder Custom-Galerie auf der Homepage
    Meine persönliche Meinung: Einmal Tausch – nie mehr Wechsel. ;)
     
  10. tweippert

    tweippert Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.06   #10
    • Name des Custom Shops : Thomas Keller
    • Herkunft : Deutschland / Bayern / München
    • Kontaktperson : Thomas Keller
    • Homepage : www.kellergitarren.de
    • Preisregion : 2000 bis oben offen

    Thomas Keller ist ein kleiner aber sehr feiner Gitarren- und Bassbauer!
    Ich bringe meine Instrumente schon seit mehrern Jahren zu ihm und bewundere stets seine tollen und sehr geschmackvollen Eigenkreationen.

    Leider kann ich noch kein Keller Custom Instrument mein Eigen nennen, aber der Mann weiß wirklich was er tut!

    Rest müsst Ihr der Homepage entnehmen.
     
  11. Timbo Tones

    Timbo Tones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.06   #11
    MuBo_Ritter_Logo.jpg
    • Name des Custom Shops : Ritter Basses
    • Herkunft : Deutschland (Deidesheim)
    • Kontaktperson : Jens Ritter
    • Homepage : www.ritter-basses.com
    • Preisregion : auf Anfrage
    Eine weitere deutsche Edelbassschmiede ist Ritter Basses in Deidesheim. Es werden dort originelle Einzelstücke auf Kundenwunsch realisiert.
    Keine Spezialität ist zu ausgefallen - es stehen wirklich alle Möglichkeiten offen: Sehr ausgefallene Korpusformen werden begleitet von ausgeklügelter Elektronik und atemberaubendem Finish. Es gibt Modelle, die der Kunde speziell für sich verändern kann. Dies hat zwar Auswirkungen auf den Preis, aber dafür gibt es ein erstklassiges Produkt, 100%ig nach eigenen Wünschen, allerdings kann die Produktion schon mal ein halbes Jahr und länger in Anspruch nehmen, aber das sollte bei echter Handarbeit auch schon drin sein! Jeder Bass ist ein Kunstwerk in sich!
    Auf der Homepage gibt es viele Bilder und Informationen über die große Produktpalette von Ritter Basses. Leider erfährt man keinen Preis - es sind zur Zeit keine Bässe zu kaufen.
    Reinschauen lohnt sich aber trotzdem!

    MuBo_Ritter_Roya.jpg
    MuBo_Ritter_Jupiter.jpg
     
  12. gitarrero!

    gitarrero! Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 13.09.07   #12
  13. Gast jsxpbe

    Gast jsxpbe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.10.07   #13
    • Name des Custom Shops: W. Kraushaar, Meisterwerkstatt für Gitarrenbau
    • Herkunft: Deutschland (Aachen)
    • Kontaktperson: Walter Kraushaar
    • Homepage : www.kraushaar-gitarren.de
    • Preisregion : ab 1550 €

    Walter Kraushaar, seines Zeichens Zupfinstrumentenmachermeister (was für ein Wort ;)) hat 1989 seinen Handwerksbetrieb gegründet und bildet seit 1993 im Zupfinstrumentenmacherhandwerk aus. Klein, aber ganz fein.

    Ob akustisch oder elektrisch, ob Gitarre oder Bass, Walter baut, was der Kunde wünscht und was technisch machbar und sinnvoll ist. 660mm Mensur? Kein Problem, Lichtleiter im Griffbrett? Na klar. Jedes Instrument ist ein absolutes Unikat. Bei Kraushaar wird auch noch selbst lackiert, was heute eher selten zu finden ist. NC, DD, Effektlackierung, Sparkel, Metallic, alles ist machbar. Bezogen auf seine Einlegearbeiten und seine Lackierungen kann ich nur sagen: Walter ist ein Künstler. Das spiegelt sich auch in den Formen seiner Instrumente wieder. Im Verkaufsraum ist immer eine Auswahl an Instrumenten anspielbereit und auch käuflich zu erwerben. Natürlich wird nicht nur angefertigt, Kraushaar hat sich auch bei Reparaturen und Restaurationen einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

    Ich bin von Walters Fachkompetenz und der Qualität seiner Arbeit absolut überzeugt. Wirklich meisterlich!

    Beispiele von Walters Homepage im Anhang, mehr in Walters Galerie :great:
     
  14. scottph

    scottph Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.12.07   #14
    [​IMG]


    • Name des Custom Shops : ESP
    • Herkunft : Japan
    • Kontaktperson : Jeder authorisierte ESP Händler
    • Homepage : http://www.espguitars.com/
    • Preisregion : Ab ca. 2.000.-, nach oben offen

    ESP steht für Electric Sound Products und ist ein japanischer Hersteller von Gitarren und Bässen.

    Die Firma wurde 1975 von Hisatake Shibuya gegründet und beschränkte sich zunächst auf den Vertrieb von Ersatzteilen für E-Gitarren. 1983 begann man mit der Produktion eigener Gitarren. Anfangs waren alle ESP's Einzelanfertigungen für Kunden. Im Laufe der Zeit entwickelten sich daraus aber auch Produktionsserien (ESP Standard Series), wobei die "Original Series" auch Custom Shop Instrumente sind.

    ESP orientiert sich bei den Formen stark an Jackson, Gibson und ähnlichen Firmen, was auch schon zu Rechtstreiten geführt hat. Man kann jedoch jede mögliche Form bei ESP bestellen – es gibt da keinerlei Beschränkung. Das Formular für eine Anfrage findet sich unter dem Menü "Custom-Shop" der oben verlinkten Homepage. Die Preise sind Herstellerpreise und daher nur bedingt aussagekräftig. Man kann von zirka 10% - 40% Nachlaß ausgehen.

    Zu ESP gehören, neben LTD, auch die Marken Navigator, Edwards, Killer und Schecter.

    ESP unterhält im Augenblick sechs Custom Shops, wobei drei davon ausschließlich für den japanischen Markt produzieren. Diese drei Shops sind an den Prefixen TH (Technical House), CH (Craft House) und CS (Osaka Custom Shop) bei der Seriennummer zu erkennen.
    Die anderen drei Custom Shops bauen sämtliche Gitarren für die Käufer im Rest der Welt. Sie sind an den Prefixen S (Sado), K (Kiso) und T (Takada) zu erkennen.

    Materialseitig ist bei ESP alles machbar, von den Pickups bis zum Holz und allen möglichen Sonderausstattungen wie LED's, usw. Alle Klanghölzer sind jahre- und sogar jahrzehntelang gelagert und bieten daher die höchstmögliche Klangqualität. Unter http://www.espguitars.com/photo_albums/1966806/photos sieht man einige Möglichkeiten von ESP Customs die realisiert wurden.

    ESP ist vor allem durch die große Liste an Künstlern bekannt, die ESP's spielen. Dazu gehören unter anderem: Ron Wood (Rolling Stones), James Hetfield und Kirk Hammett (Metallica), George Lynch, Jeff Hanneman (Slayer), Alexi Laiho (Children of Bodom), Max Cavalera (Soulfly), Michael Amott (Arch Enemy), Steph Carpenter (Deftones), Will Adler (Lamb of God), Jesper Stromblad (In Flames), Page Hamilton, Richard Z. (Rammstein), usw.

    Pro:
    + Alles ist machbar! ESP erlegt sich keinerlei Beschränkung auf.
    + Die Qualität! ESP hat einen sehr guten Namen, vor allem im Bereich Metal, und das kommt nicht von ungefähr. Die Verarbeitung ist qualitativ an der Spitze.
    + Die Wertstabilität! Custom ESP's halten ihren Preis in den allermeisten Fällen.

    Contra:
    - Die Lieferzeit! Im Moment beträgt die Lieferzeit, ab der Bestellung, etwa acht Monate.
     
  15. Tiny scary loud

    Tiny scary loud Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.10   #15
    * Name des Custom Shops : Amfisound
    * Herkunft : Finnland
    * Kontaktperson : Korkalainen Tomi / Leppävuori Sampo
    * Homepage : www.Amfisound.fi
    * Preisregion : ca. 2200 - 3500 (Stark von Modell und Abweichen des Wunsches von den Grundspezifikationen)

    Amfisound ist eine Gitarren- und Bassschmiede in Oulu, Finnland, die Wert darauf legen, eigene Designs hervorzubringen, anstatt vorhandene zu kopieren (was sie auf wunsch natürlich aber auch machen).Sie haben z.B. eine baureihe von Semi-akkustischen Gitarren entworfen, die trozdem gut geeignet für Metal seien sollen. Jedes Instrument wird handgefertigt und soll der Persöhnlichkeit und der Musik des Musikers entsprechen. Laut eigener Aussage auf der Homepage führt der Jeweilige Fachmann Gespräche mit dem Kunden, auch über Themen die nicht diereckt mit Musik zu tun haben, um dem Kunden helfen zu können, das perfekt passende Instrument entwerfen zu können. Ich selbst habe mir leider noch keine Anfertigen können, aufgrund des Preises, doch nachdem ich mich mit diesem Custom Shop beschäftigt habe bin ich sicher, aus dieser finnischen Schmiede meine Traumgitarre erhalten zu können. Vielleicht passiert das auchnoch eines tages^^ Noch etwas: Das Hauptaugenmerk dieses Customshops liegt auf Metalgitarren!

    Standartmäßig verwenden Amfisound Lundgren Pickups, Handgefertigte PUs aus Schweden.

    MuBo_Amfisound_Kaira.jpg
    MuBo_Amfisound_Routa.jpg
     
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