McStrat
Registrierter Benutzer
- 08.07.26
- 16.08.17
- 51
- Bochum
Guten Morgen allerseits,
Vielleicht kennt ihr das ja auch: Thema XY, keine Ahnung, und je mehr man*frau liest - desto unklarer wird die Sache...?
Aber ich sollte wohl vorne anfangen... also mach' ich das mal (meine Frage dadrunter, mit Headline in fett):
Einige Jahre spielte ich mit einem Bandkollegen, der während dieser Phase auf der Suche nach "seiner" Tele war (er hat sie gefunden - way to go, Magnus!).
Eines Abends brachte dieser zur Bandprobe eine "Tele" mit, die wohl eigentlich lieber eine 52-56er Paula geworden wäre:
Eine Squier Tele Custom II P90...
Dabei handelt es sich um eine indonesische Dame, deren Features eine Mischung aus Tele Custom & Deluxe der Spät-60er bzw. 70er Jahre sind:
Schaltung à la Gibson (2xVol. & 2x Tone Potis sowie 3 Way-Toggle = LP), und nicht die Wide Range HB, sondern 2 P90.
In der Pause durfte ich sie spielen - und auch wenn das jetzt wahrscheinlich für viele unglaubwürdig klingt: Dieses Instrument ist der Wahnsinn. No kidding.
Den Rest des Abends war ich irgendwie ziemlich verwirrt: Mit der Telecaster, diesem Erstlingswerk von CLF (die für mich vorher immer quasi die unfertige Stratocaster war), konnte ich nie was anfangen. Und jetzt das!!!
Mein Kollege jedoch wurde nicht warm mit dem Teil, so dass er sie mir wenige Wochen später verkaufte (YAY!!!). Für den gleichen Preis, den er selbst bezahlt hatte (150 Ocken = Doppel-YAY!!!).
Erklärt mich jetzt meinetwegen für total bekloppt: seitdem ich sie habe, verstauben zwei Custom Shop Relic Strats in ihren Cases. R9 & R0 - verkauft. Habe ja noch meine Norlin Custom LP (fast 5kg) & meine Burst US-Std (3,4 kg, kein Tippfehler) - Aber auch die sehen wenig Tageslicht, seit dieser Squier...
Aber nichts ist perfekt oder? Eben!
Bei der Squier war's die Bodyfarbe: Vielleicht sollte sie ja dem Gibson "TV-Yellow" nacheifern? Herausgekommen ist jedenfalls eine Mischung zwischen Eiter und Dijon Senf... grmpf.
Auch wenn ich versuche, möglichst tolerant durchs Leben zu gehen: Damit hat Indonesien (m)eine eindeutige Grenze überschritten!
KONKRET:
Ich habe den Body der Gitarre neu lackieren lassen. Blöderweise hatte ich die 'schlaue' Idee:
"Der Original-Lack ist sowieso mehr ein Plastik-Panzer... also gehste zum Lackierer: Evt. muss man nicht mal vorher schleifen, und klingen tut sie ja schon, also schenken wir uns den Nitro-Aufwand!".
Also: Smart-Repair Laden gesucht, gefunden, hingefahren: "Klar, für 200 Euro machen wir das! Farbe nach Wunsch, Rechnung kriegste keene!"
Die Aktion hat insgesamt circa drei Monate gedauert. Falls das Leben mir beibringen wollte, das Schwarzarbeit, Schei** sorry: Mist ist... Danke, hab's gecheckt!
Nach 8 Wochen also abholen & icke voll geflasht: Ein feines Grau-Metallic - wirklich ein toller Farbton!
Erst zuhause die Staubeinschlüsse, Läufer und Schlieren gesehen, fast geheult & Retour. Smart-Repair Typ stinksauer: "Sieht doch super aus!" - nachgearbeitet hat er doch...
PROBLEM:
Mittlerweile weiß ich, dass besonders Metallic-Lackierungen aufgrund der Metallteilchen im Lack unbedingt mit Klarlack versiegelt werden sollten. Sonst Oxidationsgefahr usw.
Ich weiß auch, dass der Smart Repair-Typ nur nachpoliert hat (erst danach sagte mir ein Bekannter: "Der hätte danach nochmal lacken müssen!").
Ich weiß nicht, mit welchem Farbsystem dort gearbeitet wurde - aber ich weiß, das falscher Klarlack zum Totalschaden der Lackierung führen kann.
ich sehe auch, dass die Lackschicht sehr dünn ist, und an 1-2 Stellen fühle ich "rubbelige" Oberfläche - evt. ist da der Klarlack schon durch.
Da es sich (Smart Repair) um irgendeinen Autolack handeln müsste, hat mich ein Kumpel auf "Keramikversiegelung" aufmerksam gemacht: Eine Schicht Polymer-Zeug wird auf den Lack aufgetragen & verbindet sich chemisch damit: Soll bis ca. 36 Monate den Lack schützen, Wasser abperlen lassen, und Nachpolieren unnötig machen...
FRAGE(N):
1. Was haltet ihr von einer Keramikversiegelung: Meint ihr, das wäre eine funktionale Lösung zum Erhalt der Lackierung?
2. Oder habt ihr evt. eine bessere Idee oder Erfahrungen, wie sich das Metallic dauerhaft schützen lässt?
"Nur" Wachs ist mir offen gesagt 1. zu viel Siff (hatte mal ne Gitarre vom Tec mit "Carnaubawachs" zurückbekommen, das Zeug war nach'm 1. Gig überall - nur nicht mehr auf der Gitte...), und 2. zu viel Arbeit: 1-2 mal/Jahr nacharbeiten: OK. Aber alle 4 Wochen... Muss jetzt nicht unbedingt.
Wie gesagt: Die Farbe an sich ist supergeil; außerdem habe ich z.Zt. offen gestanden weder die Kohle, noch die Nerven, um nochmal "von Null" lackieren zu lassen...
Hey... nun ist mein Schrieb viel länger geworden als geplant... also: Danke an jede*n, die/der bis hier gelesen hat!
Für jede eurer Erfahrungen/Perspektiven/Tipps bin ich zudem echt dankbar ("Haste nu davon" o.ä. braucht nicht - oben steht ja schon: Ich hab's gecheckt, OK? thx)!
Oh, und: Die Tele ist z.Zt. im Proberaum - falls Pics gewünscht werden, reiche ich die nach. Promise.
Liebe Grüße, & nochmals danke,
Marc
Vielleicht kennt ihr das ja auch: Thema XY, keine Ahnung, und je mehr man*frau liest - desto unklarer wird die Sache...?
Aber ich sollte wohl vorne anfangen... also mach' ich das mal (meine Frage dadrunter, mit Headline in fett):
Einige Jahre spielte ich mit einem Bandkollegen, der während dieser Phase auf der Suche nach "seiner" Tele war (er hat sie gefunden - way to go, Magnus!).
Eines Abends brachte dieser zur Bandprobe eine "Tele" mit, die wohl eigentlich lieber eine 52-56er Paula geworden wäre:
Eine Squier Tele Custom II P90...
Dabei handelt es sich um eine indonesische Dame, deren Features eine Mischung aus Tele Custom & Deluxe der Spät-60er bzw. 70er Jahre sind:
Schaltung à la Gibson (2xVol. & 2x Tone Potis sowie 3 Way-Toggle = LP), und nicht die Wide Range HB, sondern 2 P90.
In der Pause durfte ich sie spielen - und auch wenn das jetzt wahrscheinlich für viele unglaubwürdig klingt: Dieses Instrument ist der Wahnsinn. No kidding.
Den Rest des Abends war ich irgendwie ziemlich verwirrt: Mit der Telecaster, diesem Erstlingswerk von CLF (die für mich vorher immer quasi die unfertige Stratocaster war), konnte ich nie was anfangen. Und jetzt das!!!
Mein Kollege jedoch wurde nicht warm mit dem Teil, so dass er sie mir wenige Wochen später verkaufte (YAY!!!). Für den gleichen Preis, den er selbst bezahlt hatte (150 Ocken = Doppel-YAY!!!).
Erklärt mich jetzt meinetwegen für total bekloppt: seitdem ich sie habe, verstauben zwei Custom Shop Relic Strats in ihren Cases. R9 & R0 - verkauft. Habe ja noch meine Norlin Custom LP (fast 5kg) & meine Burst US-Std (3,4 kg, kein Tippfehler) - Aber auch die sehen wenig Tageslicht, seit dieser Squier...
Aber nichts ist perfekt oder? Eben!
Bei der Squier war's die Bodyfarbe: Vielleicht sollte sie ja dem Gibson "TV-Yellow" nacheifern? Herausgekommen ist jedenfalls eine Mischung zwischen Eiter und Dijon Senf... grmpf.
Auch wenn ich versuche, möglichst tolerant durchs Leben zu gehen: Damit hat Indonesien (m)eine eindeutige Grenze überschritten!
KONKRET:
Ich habe den Body der Gitarre neu lackieren lassen. Blöderweise hatte ich die 'schlaue' Idee:
"Der Original-Lack ist sowieso mehr ein Plastik-Panzer... also gehste zum Lackierer: Evt. muss man nicht mal vorher schleifen, und klingen tut sie ja schon, also schenken wir uns den Nitro-Aufwand!".
Also: Smart-Repair Laden gesucht, gefunden, hingefahren: "Klar, für 200 Euro machen wir das! Farbe nach Wunsch, Rechnung kriegste keene!"
Die Aktion hat insgesamt circa drei Monate gedauert. Falls das Leben mir beibringen wollte, das Schwarzarbeit, Schei** sorry: Mist ist... Danke, hab's gecheckt!
Nach 8 Wochen also abholen & icke voll geflasht: Ein feines Grau-Metallic - wirklich ein toller Farbton!
Erst zuhause die Staubeinschlüsse, Läufer und Schlieren gesehen, fast geheult & Retour. Smart-Repair Typ stinksauer: "Sieht doch super aus!" - nachgearbeitet hat er doch...
PROBLEM:
Mittlerweile weiß ich, dass besonders Metallic-Lackierungen aufgrund der Metallteilchen im Lack unbedingt mit Klarlack versiegelt werden sollten. Sonst Oxidationsgefahr usw.
Ich weiß auch, dass der Smart Repair-Typ nur nachpoliert hat (erst danach sagte mir ein Bekannter: "Der hätte danach nochmal lacken müssen!").
Ich weiß nicht, mit welchem Farbsystem dort gearbeitet wurde - aber ich weiß, das falscher Klarlack zum Totalschaden der Lackierung führen kann.
ich sehe auch, dass die Lackschicht sehr dünn ist, und an 1-2 Stellen fühle ich "rubbelige" Oberfläche - evt. ist da der Klarlack schon durch.
Da es sich (Smart Repair) um irgendeinen Autolack handeln müsste, hat mich ein Kumpel auf "Keramikversiegelung" aufmerksam gemacht: Eine Schicht Polymer-Zeug wird auf den Lack aufgetragen & verbindet sich chemisch damit: Soll bis ca. 36 Monate den Lack schützen, Wasser abperlen lassen, und Nachpolieren unnötig machen...
FRAGE(N):
1. Was haltet ihr von einer Keramikversiegelung: Meint ihr, das wäre eine funktionale Lösung zum Erhalt der Lackierung?
2. Oder habt ihr evt. eine bessere Idee oder Erfahrungen, wie sich das Metallic dauerhaft schützen lässt?
"Nur" Wachs ist mir offen gesagt 1. zu viel Siff (hatte mal ne Gitarre vom Tec mit "Carnaubawachs" zurückbekommen, das Zeug war nach'm 1. Gig überall - nur nicht mehr auf der Gitte...), und 2. zu viel Arbeit: 1-2 mal/Jahr nacharbeiten: OK. Aber alle 4 Wochen... Muss jetzt nicht unbedingt.
Wie gesagt: Die Farbe an sich ist supergeil; außerdem habe ich z.Zt. offen gestanden weder die Kohle, noch die Nerven, um nochmal "von Null" lackieren zu lassen...
Hey... nun ist mein Schrieb viel länger geworden als geplant... also: Danke an jede*n, die/der bis hier gelesen hat!
Für jede eurer Erfahrungen/Perspektiven/Tipps bin ich zudem echt dankbar ("Haste nu davon" o.ä. braucht nicht - oben steht ja schon: Ich hab's gecheckt, OK? thx)!
Oh, und: Die Tele ist z.Zt. im Proberaum - falls Pics gewünscht werden, reiche ich die nach. Promise.
Liebe Grüße, & nochmals danke,
Marc
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