Tele Bridge komplett aus Holz ?

von taijutsu, 28.01.17.

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  1. taijutsu

    taijutsu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #1
    Hallo,

    mir schwirrt schon seit graumer Zeit der Gedanke durch die Windungen eine Telecaster Bridge aus Holz zu bauen.
    Jetzt ist mir ein geeignetes Stück Ebenholz in die Finger gekommen und die Wintertage sind Basteltage.

    Grundidee ist bis auf die Justierschrauben alles in Holz zu fertigen, also auch die einzelnen Reiter. Feingewinde habe ich schon in
    Hartholz geschnitten, das geht...Die Grundplatte werde ich sicher etwas stärker ausbilden müssen, diese könnte ich aber entsprechend im Korpus etwas versenken,
    damit sie nicht so dominant aufsteht.

    Meine Frage, hat jemand schon mal so was in der Richtung gebaut und wie wird sich dies wohl klanglich gegenüber der klassischen Metallbridge
    auswirken. könnte mir vorstellen, dass das gesamte Spektrum etwas trockener, dezenter in der Ansprache ist, ist aber nur eine Vermutung.
    Oder bringt mir das garnichts und ist nur Zeitverschwendung mit nur optischem Effekt??ß

    LG
    Steffen
     
  2. Günter47

    Günter47 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #2
    So ist es. Auf die Reiter wirkt durch den Saitenzug ganz schön Druck. Es wäre nur eine Frage der Zeit, bis die kleinen Madenschrauben in dem Holz Spiel bekommen.
    Den Klang würde solch eine Brücke sicherlich beinflussen.....positiv denke ich nicht.
     
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  3. nostu

    nostu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #3
    Ich kann mir vorstellen, dass man da ein verdammt hartes Holz bräuchte, damit die Schwingungen nicht verschluckt werden. Und die wirkenden Kräfte sind wohl auch nicht zu verachten ...
     
  4. Bully51

    Bully51 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #4
    Ich habe mal Ebenholz statt Knochen/Kunststoff(Elfenbein) für die Stegeinlage meiner Western genommen. Der akkustische Klang wurde direkt blasser und mulmiger. Die besten Ergebnisse hab ich übrigens mit (Dur-) Aluminium und Messing erreicht. Messing hat leider nicht lange gehalten - zu weich.
     
  5. taijutsu

    taijutsu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #5
    Man oh man ihr macht mir ja Mut.............................
    Brauch jemand einen schönen alten Schrankfuss aus Ebenholz.................................
    Ich werde einfach einmal ein kleines Böckchen zurechtfeilen und dieses an einer Seite gegen den Stahlreiter tauschen, mal sehen wie das
    Verhältnis gegeneinander mit und ohne Verstärker ausfällt.
    Einige Argumente sind sicher nicht von der Hand zu weisen, aber probieren geht über ........................ werde berichten wie es ausgeht....

    LG
    Steffen
    --- Beiträge zusammengefasst, 28.01.17 ---
    Versuchs mal mit Glockenbronze, das hält und der Ton singt........... habe ich mal an einer alten Framus probiert...........
     
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  6. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #6
    Die massive Platte macht einen essentiellen Bestandteil des Teleklangs aus.
    Es gibt auch viele Teles mit anderen Brückenkonstruktionen, die aber alle den "Twang" mal mehr,
    mal weniger vermissen lassen.

    Die Kräfte, die bei der 90° Richtungsänderung der Saite auf die Böckchen wirken sind schon heftig.
    Bei Verwendung eines Stop Tailpiece müssten nur geringe Kräfte übertragen werden, das könnte gehen.
    String through Body und Holzböckchen dürfte in die Hose gehen.
     
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  7. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 28.01.17   #7
    Moin!

    Lass dich nicht entmutigen! Nur Versuch macht kluch!

    Aber vielleicht könntest du dein Konzept überdenken und dich zunächst einmal langs heran tasten. Anstatt der Einstellmöglichkeiten könntest du die jetzige Brücke versuchen präzise auszumessen und erst einmal einen der Reiter gegen Ebenholz auszutauschen. Und das plan auf der Grundplatte rutschend. Kannst dann ja nochmal bescheid geben, wie es so war.

    Und wenn alles nicht klappt, baust du die Reiter einfach aus Bongossi. ;)

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  8. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 28.01.17   #8
    Kommt mir bekannt vor.

    Würde mich auch interessieren, was dabei passiert.
     
  9. Ben zen Berg

    Ben zen Berg Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.17   #9
  10. micharockz

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    Erstellt: 29.01.17   #10
    Vielleicht ein etwas naiver Vorschlag, aber hast du schon mal daran gedacht, Eisenholz zu verwenden?:rolleyes:
    Keine Ahnung ob es noch härteres Holz gibt...
     
  11. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.17   #11
    Das Eisenholz das ich schon mal verarbeitet habe ist (gefühlt nicht gemessen) nicht härter als Ebenholz, aber spröder d.h. es neigt schneller zur Rissbildung bzw. zum splittern.
     
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  12. micharockz

    micharockz Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.01.17   #12
    Ich habe mal nach selbstschmierendem Hartholz gegoogelt und bin auf Pockholz gestoßen, dass auch für mechanische Funktionen eingesetzt wird, z.B. Lager und Zahnräder. Das soll sich schwer hobeln, aber gut drechseln lassen.
    http://www.tischlerei-ort.de/knowhow/ho_la_p9.html

    Mal wieder habe ich keine Ahnung, ob das Sinn macht...
    Ich verfolge gespannt, ob du deinen Plan umsetzt, wie es klingt und ob es hält...
     
  13. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.01.17   #13
    Moin!

    Das habe ich doch selber schon vorgeschlagen:

    Wenn man was nicht kennt, warum googelt denn niemand danach?

    Eisenholz nennt man im deutschen Sprachgebrauch doch nur alles was früher als günstigeren Eisenersatz an Sorten hergenommen hat. Also alles was sehr hart ist.

    Nunja, Holz bleibt Holz. Nur wie gut eine Sorte gut verarbeitbar war, heißt es noch lange nicht, dass sie weich war. Daher misst man sowas ja auch zumeist.

    Das ist der völlig falsche Ansatz. Du musst nach Holz suchen mit möglichst hoher Härte oder hoher Dichte. Die Durchschnittswerte vieler Arten findet man in Listen im Web. Wenn man englische Seiten sucht, findet man meist wesentlich mehr. Dabei sollte man darauf achten, dass die gleichen Einheiten verwendet werden und gegebenenfalls nachrechnen. Doch Achtung: Die Aufteilung zwischen Hartholz und Weichholz bezeichnet zwar im Deutschen eine aufteilung der Stämme ober und unterhalb einer Darrdichte von 550kg/m³, aber im englischen Sprachgebrauch sind "hardwood" und "softwood" am besten mit Laubholz und Nadelholz übersetzt. Oftmals kann es auch sein, dass nicht die härte des Stammes, sondern der Frucht als Aufteilung genutzt wird. (Ich glaube die Australier machen das so.) So gibt es sehr wohl "Weichhölzer", die wesentlich härter als andere "Harthölzer" sind und anders herum. Ein gutes Beispiel dafür ist dann Balsa.

    Also: Lass dich nicht entmutigen, baue dir deine Brücke und rechne mit Fehlschlägen. Und irgendwann klappt es dann auch, wenn man es versucht hat.

    Warum nicht also einfach anfangen und das Ergebnis posten? Das ist ja das tolle an der Wissenschaft. Wenn etwas nicht geht, ist diese Information genauso wichtig erachtet als ein Erfolg. Engstirnigkeit bringt keinem etwas.

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  14. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.01.17   #14
    Ach sooooo - na dann sag doch mal bitte mit welchen Methoden Du in Deinem Holzverarbeiteralltag die Härte von Holz misst.
     
  15. Etna

    Etna Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 29.01.17   #15
    Moin!

    Warum gleich so pikiert?

    Man kann sich sowas kaufen. Da nimmt man so 5...10 Messungen und mittelt die und hat einen guten Eindruck vom Holz. Oder man macht es a la Rockwell und schaut sich dessen Formel an. Das ist alles kein Hexenwerk und nach 2min googeln verstanden. Wenn man nur erfahren möchte, welches Holz im Lager härter ist als das andere, kann man eine Kugellager Kugel beliebiger größe her nehmen und mit gleicher Kraft in all seine Hölzer drücken. Je weicher das Holz, desto tiefer dringt die Kugel ein. Um gleichbleibende Drücke zu erhalten kann man ein Gewicht jeweils von konstanter Höhe darauf fallen lassen oder man stellt auf die Kugel jeweils das gleiche Gewicht.

    Bei Holz muss man nicht zu genau vorgehen, da bereits innerhalb der selben Bohle bereits verschiedene Härten vorhanden sein können.

    Da kann man sich auch trauen eine Kugellagerkugel mit 1/8 Zoll als Durchmesser zu nehmen und ein 10kg schweres Gewicht darauf zu legen. Idealerweise nimmt man 3 Kugeln und 30kg. So hat man auch gleich 3 Messwerte. Die Formel wandert in den Taschenrechner und gut ist.

    Schicken Gruß,
    Etna
     
  16. buzzdriver

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    Erstellt: 29.01.17   #16
    Ich würde für die Härte von Holz aber keine Prüfung nach Shore vornehmen, das ist für elastische Kunststoffe oder ähnliche Werkstoffe. Da kriegt man bei Holz keine vernünftigen Messwerte. Für Holz ist Brinell oder Rockwell (Kugeleindruck, wie Etna schon geschrieben hat) geeigent und sogar genormt. Allerdings sind solche Messgeräte um ein vielfaches teurer.
     
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  17. Bassturmator

    Bassturmator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.02.17   #17
    Ich war überhaupt nicht pikiert.

    Ich verbrenne sogar Holz ohne zuvor die Restfeuchte zu messen.
     
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