Ich bin bekennender Tele-Fan, mehr Gitarre brauche ich nicht.
Aber ich frage auch: Warum denkst du, so einen großes Griffbrett zu brauchen? Ich komme auch von der A-Gitarre, habe ungelenke große Pranken, spiele nicht toll, bin Ü50 ... und habe mir noch nie um die Breite des Griffbretts oder Sattels Gedanken gemacht.
Denn - man kann sich durchaus auf unterschiedliche Gitarren anpassen.
Weil - wenn sich eine Gitarre gut spielen lässt, sind ein paar mm hin oder her egal.
Und - es hat schon seinen Sinn, dass die Saiten bei E-Gitarren etwas dichter liegen als bei der A-Gitarre.
Und überhaupt - eine gut eingestellte Gitarre ist mir viel wichtiger als eine, wo die Maße absolut perfekt sind.
Schließlich - als Linkshänder kaufe ich seit Jahrzehnten "unbesehen" Gitarren und hab mich immer schon drauf einstellen müssen.
Grundsätzlich - Sattel- und Halsbreite sind Faktoren für die Spielbarkeit, ABER (!!!!!) Halsprofil, Bundhöhe, und Einstellung des Instruments sind wichtiger.
Daher wäre mein Tipp, dass du dich jetzt hier NICHT mit einem totalen Sondermodel in eine Ecke pinselst, SONDERN dir eine vernünftige Standard-Tele beschaffst, diese von einem Profi vernünftig einstellen lässt, und dir dann die Zeit nimmst und dich mit dem Instrument auseinandersetzt und drauf spielen lernst. Die Aussagen "ich bin Tele-Anfänger" und "ich weiß (aber) genau, dass ich mindestens 44mm Sattelbreite brauche" gehen nämlich nicht zusammen.
Denn: Wenn du nach einem halben Jahr merkst, dass deine "Standard"-Tele dir doch nicht zusagst, kannst du sie einfach weiterschieben und hast ein bisschen Lehrgeld bezahlt. Auf deiner "Custom-weil-ich-brauch-ja-dickes-Griffbrett"-Tele wirst du mehr Lehrgeld zahlen, denn sie war erstens teurer und zweitens will sie kaum einer.
Damit's vielleicht hängen bleibt, will ich den letzten Punkt meiner kleinen Liste nochmal unterstreichen: Für das Spielgefühl geht es nicht "nur" um Hals-/Sattelbreite. Das wird maßgeblich auch davon beeinflusst, welches Halsprofil und welche Halsdicke man hat - und hier gibt es gravierende Unterschiede! Auch die Mensur spielt eine Rolle - eine "lange" Fender-Mensur spielt sich anders als eine "kurze" von Gibson. Gleiches gilt für die Beschaffenheit und Größe des Bunddrahtes und letztlich für die Einstellung des Instruments. Es ist ein Mix aus Einflussfaktoren, nicht nur der eine.
Und JA, es ist möglich, dass man sich auf unterschiedlichen Instrumenten total wohlfühlt. Klar, man muss sich - leicht! - anpassen, aber das geht mit der Zeit absolut automatisch, wenn man seine Instrumente kennt.