Tenorposaune zu hoch 446 Hz

von Zilchi, 04.04.08.

  1. Zilchi

    Zilchi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.08   #1
    Hallo, habe mir gerade eine Yamaha YSL-644 aus zweiter Hand zugelegt. Dachte, das Modell ist mehr als 20 Jahre alt. Damals waren die Instrumente doch nicht so hoch gestimmt, oder? Ich muß den Stimmbogen fast vollständig rausziehen, um die 440 Hz für das Bb zu erreichen. Ganz reingeschoben sind es ca. 446 Hz. Ist das normal?
     
  2. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 05.04.08   #2
    Tach auch,

    meine alte King 3B (1961) ist auch ziemlich hoch, dürfte auch so in deinem Stimmbereich von 446 Hz liegen. Macht mir aber nix aus. Es kommt halt drauf an, was Du mit der Tröte anstellen willst. Bigband liegt meist bei 442 Hz, macht mir also nix.
    Bei 440 Hz - Stimmung ziehst Du halt den Stimmbogen voll raus, macht dann auch nichts.
    Wenn Du in einem Klassischen Orchester spielst, daß bei 438 Grundstimmung und tiefer stimmt, hast Du ein Problem. Dann könntest Du dir höchtens im Yamaha-Shop Deutschland, ich glaube in Neu-Isenburg, einen anderen, längeren Stimmbogen holen.
    Das geht, bei Yamaha passt das duch die Computerisierung meist.
    Wenn es dich doch alzusehr stört, musste die Tröte halt wieder verkaufen. Die Conns, auch die gebrauchten, sind meist tiefer gestimmt und für Klassik bestens geeignet.
    Du hättest allgemein noch den Trick mit einem Mundstück mit längerem Mundstückschaft auf Lager, aber da mußt Du halt mal ausprobieren. Ich glaube, die Schilke-Mundstücke haben eine langen Schaft.
    Bis denne

    Matt
     
  3. Wolle69

    Wolle69 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #3
    Meine YSL-645 ist auch zu hoch. Für 440Hz bin ich auch fast am Ende, stört mich aber nicht.

    Frage: verändert sich durch diese "extreme" Stimmung eigentlich auch die *exakte* Lage der Zugpositionen? Also kann das sein, dass das Instrument dann "in sich" nicht mehr stimmt?

    Analogbeispiel: Wenn man eine Gitarre extrem zu hoch oder zu tief stimmt, dann stimmen die Abstände der Bundstäbchen schlussendlich nicht mehr.

    Bundstäbchen haben wir nicht, aber jeder hat ja so seine Anhaltspunkte (abseits vom Gehör)...

    Spielt es außerdem eine Rolle, ob man im konischen Bereich verlängert oder ob man ein längeres Mundrohr (bzw. Adapter) verwendet?
     
  4. Zilchi

    Zilchi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.08   #4
    Na da bin ich ja etwas beruhigt. Hatte schon Angst, daß ich Ausschuss gekauft habe. Ich hab ne kleine Jazzband und die können sicher alles höher stimmen aber ich spiel auch noch in einem Posaunenchor und in den Kirchen sind oft alte Orgeln, die etwas tiefer sind. Aber der Tip mit dem anderen Stimmbogen ist schon mal gut. Da werd ich mal nachfragen. Ein längeres Mundstück ist wohl nicht ausreichend. Vielleicht ein zusätzliche Rohr? So 5 cm wären ausreichend. Ich werd noch mal in der Werkstadt nachfragen.
    Wenn die Lagen des Instrumentes sich etwas ändern, stöhrt mich das nicht. Wichtig ist für mich, dass das Bb eben genau stimmt.
     
  5. thomas s.

    thomas s. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.08   #5
    ok wo ziest du den ersten zug etwa bis auf anschlag drinnen wie es leider viele machen

    was den nachteil hat das du auf dem 1zug kein slidvibrato machen kannst (für nen richtigen jazzer unvorstellbar)

    und 2 nachteil du schlägst dir bei schnellen passagen eher die zähne aus

    eine lösung wäre also einfach alle züge nen zentimeter weiter rausziehen schon alleine aus schon genannten gründen (natürlich nur wen ganz reingehst)
     
  6. Zilchi

    Zilchi Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.08   #6
    Danke, das wer ich beherzigen.
    Hatte gestern meine erste Probe mit dem neuen Instrument in meinem Posaunenchor und hatte widererwartend keine Probleme mit der Stimmung. Eigentlich haben die dort alle etwas ältere Instrumente, die auch noch wegen einer zu tiefen Tuba alle ihre Stimmzüge etwas rausgezogen haben. Ich versteh es echt nicht. Die Posaune ist laut Tuner viel zu hoch und dort, wo sich alle nach einer auf 398 Herz gestimmten Tuba richten, muß ich meinen Stimmzug nicht mal ganz rausziehen.
     
  7. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.08   #7
    Ja Super! Den Trick kannte ich auch noch nicht. :D

    1. Im Zug ist eine Feder oder Dämpfer.
    2. Sich nicht die Zähne ausschlagen hat man zu lernen.
    3. Vibrato macht man mit den Lippen und es gibt noch andere Methoden. Zugvibrato ist ein wenig Show.
    4. Mit Stimmzug einen Viertel oder Achtelton verstimmen um ein Zugvibrato auf dem 1. Zug hinzukriegen und alle anderen Töne auch anders zu ziehen ist abenteuerlich. :D :D :screwy:
    Such dir schnell einen andereren Lehrer. Ährlich!

    Ich hoffe ich habe mich jetzt nicht zu forsch ausgedrückt.
     
  8. yolapi

    yolapi Guest

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    Erstellt: 13.11.08   #8
    Hallo!
    Ich habe eine verwandte Frage, aber erstmal eine allgemeine Frage: Wenn ich mich nicht irre, sind die 440 Hz für den Kammerton a bestimmt, und so viel ich weiß, sind die Posaunen in C gestimmt, also, wenn ich ein B spiele, klingt es auch B ?!?
    Also: Wenn du die 440 für den kammerton haben willst, mußt du also nur ein a im 2 zug spielen statt die posaune mit dem stimmungsbogen einen halbton "länger" zu machen?!?

    In der Regel stimmt man in Orchestern jedweder Art die Posaune, indem man ein b im 1. Zug spielt, so kenn ich das wenigstens seit zig Jahren ?!? Dann kann ich natürlich nicht die 440 Hz erreichen, ein b ist nunmal höher?!?

    Ich bin verwirrt....
     
  9. kjuv

    kjuv Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.11.08   #9
    Schon richtig, aber

    1. Ne Posaune ist in B gestimmt, wird aber trotzdem so notiert wie sie klingt

    2. Es ist die Rede von der allgemeinen Stimmung des Orchesters, der Ton a hat 440Hz aber man muss das Stimmgerät auch auf 440Hz einstellen wenn man schauen will ob das B stimmt ;)
     
  10. yolapi

    yolapi Guest

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    Erstellt: 18.11.08   #10
    @kjuv:
    "Ne Posaune ist in B gestimmt, wird aber trotzdem so notiert wie sie klingt"

    das sage ich ja, dass es eben ein C-instrument ist.
    und das stimmgerät muss natürlich auf die grundstimmung gestimmt werden, es erkennt auch, dass du ein b und kein a spielst, und sagt dir, ob dein b zu hoch ist?

    was soll denn jetzt nun 446 haben, das a oder das b?

    ich verstehs nicht.
     
  11. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

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    Erstellt: 19.11.08   #11
    Deshalb ist eine normale Posaune in B gestimmt, d.h., der Grundton des Instrumentes ist das B. Die Posaune ist also ein B-Instrument, wird aber in C notiert, soll heißen, wenn in den Noten C steht, wird auch C gespielt..
    Bitte Stimmung und Notation nicht verwechseln.
    Zum Stimmen:
    Gemeint ist bspw. das Stimmen bei 446 Hz, den das a' theoretisch hätte.
    Auf a' stimmt niemand Posaunen ein, da dies schon recht hoch ist, auf a hingegen schon.
    In Bigbands stimmt man auf dem b ein, daß dann auf einer fiktiven Skala ab a' bei 446 Hz abwärts liegen würde.
    Welche Frequenz dieser Ton hätte, könnte man theoretisch ausrechnen, habe ich aber keine Lust zu, ist mir nämlich auch egal.
    Rein praktisch kalibriert man das Stimmgerät auf 446 Hz und spielt dann ein b, von mir aus auch ein a und stimmt danach. Da Gerät zeigt dann an, ob der Ton zu tief oder zu hoch ist.
    Man kann auch nur nach Gehör stimmen. Geht auch.
    Ich gehe auch mal davon aus, daß ich das a auf dem 2. Zug immer gleich ziehe. Dann kann ich auch auf dem a einstimmen.
    Bei Unklarheiten kann man vorher auch f spielen und dann mit dem a die Terz.
    Ich muß rein pragmatisch meine Kanne beim Spielen sowieso immer wieder nachstimmen, da sich durch Temperaturänderungen die Intonation verändert.
    So ist das halt, bis denne

    Matt
     
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