The Start / Shakedown! / 2001 / CD

von symbolic, 10.10.05.

  1. symbolic

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    Erstellt: 10.10.05   #1
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    Genre: New Wave
    Label: Geffen

    Tracklist:

    01. shakedown
    02. gorgeous
    03. communion
    04. melt
    05. hang on me
    06. dirty lion
    07. her song
    08. glimmer man
    09. kiss it better
    10. nemesis
    11. time

    Was kommt heraus wenn man ehemalige Mitglieder von Snot und Human Waste Project kreuzt und mit der Stimme von Aimee Echo ausstattet? Ganz einfach: The Start! Und treffender hätte man den Namen gar nicht wählen können, geht die Musik doch einen ganz anderen Weg als es bei den vorherigen Bands der Fall war. Einzig und allein die Vocals lassen erahnen dass es sich hier um die ehemalige HWP-Frontröhre handelt.

    Doch halten wir uns nicht allzulange mit der Vergangenheit auf und konzentrieren uns auf das, was hier vorgetragen wird. Musikalisch gibt es eine recht große Bandbreite von New Wave, rotzigen Garage Rock, 80er-Synthie-Soundcollagen bis hin zur obligatorischen Ballade. Ohje, mag da einer denken, das ist doch alles irgendwie schonmal dagewesen und brauchen tut es so wirklich keiner mehr. Doch wer sich an "The Smiths", "Siouxsie & The Banshees" und "Killing Miranda" längst satt gehört hat und nach etwas Neuem sucht, ist hiermit bestens bedient. Und auch Freunde von alten Sleater Kinney, Babes In Toyland und Joan Jett werden durchaus Freude an diesem Release haben. Kaum ein Song gleicht dem anderen, fast jeder hat sein bestimmtes Stilement und erlangt so seinen Wiedererkennungswert.

    Hervorzuheben ist besonders der rotzige, gitarrenorientiere Titeltrack, der einen sehr starken Chorus aufweist und leicht an die Filmmusik von 80er Teeniefilmen erinnert. "Dirty Lion" hingegen wird fast komplett von Synth-Klangcollagen und recht statischen Drums untermalt, während es bei Communion wieder einen krachenden, mit Gitarren und fetten Synths ausgestatten Chorus gibt. "Gorgeous", "Melt" und "Her Song" könnten genausogut auch von "Siouxe & The Banshees" in ihren Anfangstagen stammen, wären Sie da doch nur noch etwas rotziger und hektischer gewesen. Man könnte auch fast meinen, eine noch recht junge Cyndi Lauper röhrt zu den Songs von "The Cult", verpackt in ein neues Soundgewand. Womit wir auch bei der Stimme von Aimee Echo wären, die mal saucool und rotzig, mal verträumt, süß oder auch hektisch aber immer passend daher kommt, wobei sie keineswegs nur als Aushängeschild der Band zu betrachten ist.

    In einer Flut von unendlichen Riot-Girl Bands, Gothic-Rock mit Frauengesang Kapellen und der 80er-Revival Welle stechen The Start hervorragend heraus, schaffen sie es doch alle Stile perfekt miteinander zu kombinieren, in ein absolut passendes Soundgewand zu kleiden und mit dem Gesang von Aimee noch einen oben drauf zu setzen.

    Anspieltipps: Shakedown, Dirty Lion, Her Song

    8,5/10
     
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