Workshop | "Iron Maiden - The Trooper"

von Decadox, 18.10.05.

  1. Decadox

    Decadox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #1
    [​IMG]

    Workshop | "Iron Maiden - The Trooper (Rythm Guitar)"

    In diesem Workshop möchte ich den Fortgeschrittenen Gitarristen unter euch und vielleicht auch einigen Anfängern den Song "Iron Maiden - The Trooper" etwas näher vorstellen. Ich hoffe, dass jene Gitarristen, die diesen Workshop durcharbeiten, ihre Fähigkeiten beim Rythmusspiel ausbauen können. Vielleicht kennt ihr schon einige der Techniken, die man für diesen Song benötigt und es fällt euch somit auch leicht(er) den Song zu erlernen. Aber keine Angst! Ich werde jedes Riff ausführlichst erklären und auch wieder den (aus dem "Enter Sandman Anfängerworkshop" bekannten) Fingersatz verfassen. Bitte macht mich auf eventuelle Fehler aufmerksam, damit dieser Workshop seine Qualität nicht verliert. Ansonsten: Viel Spaß beim Üben...

    Einleitung

    Im Jahre 1983 veröffentliche die britische Heavy-Metal Band "Iron Maiden" das Album "Piece of Mind". Mit "Bruce Dickinson" als neuen Sänger und "Nicko" als neuen Drummer wollte die Band den Erfolg des "The Number of the Beast"-Albums toppen. Mit der Veröffentlichung des "Piece of Mind"-Albums stieg "Iron Maiden" auf Platz 3 in die Charts ein und die Band konnte großen Erfolg mit diesem Album verbuchen.

    [​IMG]

    Eigene Interpretation:
    Das Album handelt von menschlicher Verständnisslosigkeit und gedanklicher Unverbesserlichkeit der Gesellschaft. Weiterhin behandelt "Iron Maiden" ihr Leitmotiv "Eddie" (Eine Mumie) auf dem Cover als Gefangenen in einer Zelle für Geisteskranke, gefesselt durch Ketten. Der Schädel von Eddie wurde aufgebohrt und das Gehirn (wahrscheinlich) entnommen oder verändert. Auf dem Cover sieht man den wieder "zugenähten" Eddie, wie er versucht aus seiner Gefangenschaft zu entkommen. Das Cover symbolisiert die Manipulation des menschlichen Verstandes, das auch Thema des Albums ist. Ursprünglich sollte das Album "Food For Thought" (Frei übersetzt : "Gedankenfutter / Denkanstoß") heißen und Eddie sollte, in Analogie zu einem alten Aztekenritual des Menschenopferns, auf dem Cover sterben. "Iron Maiden" beschloss jedoch ein etwas subtileres Thema für das Cover zu nutzen.

    "The Trooper" Hintergrundinformationen

    Die meisten verbinden mit dem Album "Piece of Mind" den Song "The Trooper". "Iron Maiden" beschreibt in diesem Song, den Kampf der britischen Kavallerie gegen die russische Armee im Krimkrieg (1853 - 1856).

    Songtext:

    Die Power und der unverwechselbare Sound machen "The Trooper" zu einem der besten Songs von "Iron Maiden". Der gesamte Song zeichnet sich durch viele athmosphärische Riffs aus, die durch Dickens' Vocals perfekt ergänzt werden. "The Trooper" wurde von "Steve Harris" komponiert und ich habe auch ein Zitat von ihm gefunden:

    Der Sound

    "The Trooper" wurde mit 2 Gitarren eingespielt, die sich gegenseitig ergänzen. In diesem Workshop beschränke ich mich auf die Hauptgitarre (die auch das Intro spielt). Die zweite Gitarre spielt beim Intro und beim Riff 1 einfach zwei Ganztonschritte höher (Große Terz) als die Hauptgitarre. Somit sollte es euch auch möglich sein die zweite Gitarrenspur zu erlernen.

    Tja, nun kommen wir zum immer wieder schwierigen Thema Sound und den Einstellungen des Verstärkers. Ich habe erstmal versucht Adrians Equipmentliste zu bekommen und habe mich auf die Suche gemacht. www.guitarrig.com hat eine schöne Grafik zu Adrian's Setup erstellt (Ich hoffe ich darf die hier benutzen):

    [​IMG]
    Quelle: www.guitarrig.com | Vielen Dank an euch

    Wir erkennen als Grundbaustein des Sounds den JMP-1 Marshall Preamp, also versuchen wir einen Marshall-Typischen sound zu simulieren. Falls ihr einen Modellingamp besitzt, würde ich das "JCM 800"-Modell empfehlen mit viel Gain (eventuell noch ein Verzerrpedal dazu (Tubescreamer)). Die individuellen Einstellungen am Amp müsst ihr selber herausfinden, da sich die Bauweisen der Verstärker stark unterscheiden. Dennoch zeige ich euch meine Einstellungen des Verstärkers, damit ihr eine Art Leitfaden für euren Sound habt.

    Code:
    
    "Iron Maiden Sound" (Bridge Pickup - Humbucker)
    
    Amp             	:  	Marshall JCM-800 Lead Series
    Master-Volume 		:	Nach belieben
    Gain (Pre-Amp Volume)	:	60% bis 90% (Je nach Verstärker)
    Presence		:	65%
    Treble 			:	90%
    Middle			:	70%
    Bass			:	60%
    
    Effekte			: 	Ein wenig Reverb
    
    Anmerkung: Dies ist keine perfekte Einstellung für euren Amp, aber im Prinzip sollte sich mit ein paar Änderungen alles gut einstellen lassen.

    Spieltechniken

    Folgende Spieltechniken werden benötigt:
    Code:
    
    - Sicherer Wechselschlag (Galopp)
    - Taktgefühl (Timing)
    - Palm - Muting (Optional)
    - Sehr schnelles Legatospiel (Hammer-Ons & Pull-Offs)
    - Powerchords 
    - Slides
    - Bending (Smudbending) (Optional)
    
    Der Song wird im Standardtuning gespielt. Ich empfehle euch, die Gitarre möglichst genau zu stimmen, um mögliche Missverständnisse zu unterbinden. Eine genaue Anleitung zum Stimmen einer Gitarre findet ihr unter dem nachfolgenden Link:

    Gitarre stimmen

    Code:
    
    E||---------------------|| (Auch "E5" genannt) (Dünnste Saite)
    B||---------------------|| (Auch "B4" genannt)
    G||---------------------|| (Auch "G4" genannt)
    D||---------------------|| (Auch "D4" genannt)
    A||---------------------|| (Auch "A3" genannt)
    E||---------------------|| (Auch "E3" genannt) (Dickste Saite)
    
    Neben den Tabulaturen verfasse ich auch den jeweiligen Fingersatz zum Tab, damit ihr nicht lange rumprobieren braucht, um diesen für gewisse Stellen zu finden. Hier der Syntax für den Fingersatz

    Fingersatz:
    Code:
    
    (Z) - Zeigefinger
    (M) - Mittelfinger
    (R) - Ringfinger
    (K) - Kleiner Finger
    
    Da jedoch alle Theorie grau ist, kommen wir nun (endlich) zum eigentlichen Workshop. Viel Spaß beim üben...

    "Iron Maiden - The Trooper (Rythm Guitar)"

    Intro 1 (00:00 - 00:12)

    Code:
    
    E||----------------------------|----------------------------|
    B||----------------------------|----------------------------|
    G||----------------------------|----------------------------|
    D||----------------------------|------------------5---------|
    A||--7--7--7p5----5--5--5p3----|--3--3--3p2----5-----5--7~--|
    E||------------7------------5--|------------3---------------|
    
    Fingersatz:

    Code:
    
    E||----------------------------------------------------|-------------------------------------------------|
    B||----------------------------------------------------|-------------------------------------------------|
    G||----------------------------------------------------|-------------------------------------------------|
    D||----------------------------------------------------|--------------------------- ----5(Z)-------------|
    A||--7(R)--7(R)--[COLOR="Red"]7(R)p5(Z)[/COLOR]----5(R)--5(R)--[COLOR="Red"]5(R)p3(Z)[/COLOR]----|--3(R)--3(R)--[COLOR="Red"]3(R)p2(Z)[/COLOR]----5(Z)-----5(Z)--7~(R)--|
    E||---------------------[COLOR="Red"]7(R)[/COLOR]---------------------[COLOR="Red"]5(R)[/COLOR]--|---------------------[COLOR="Red"]3(R)[/COLOR]------------------------|
    											          sb.
    
    Das Intro ist recht einfach zu spielen, wenn man erkennt wo der Hase im Pfeffer liegt. Schauen wir uns die Tabs einmal genauer an, erkennen wir, dass wir einen sehr schnellen Pull-Off spielen müssen, damit das Riff richtig klingt. Die ersten Töne der einzelnen Riffteile sollten kein Problem darstellen, aber der schnelle Pull-Off in Verbindung mit dem nachfolgenden Ton (Rot eingefärbt) ist schon recht anspruchsvoll, wenn man jene Spieltechnik nicht richtig beherrscht. Ihr müsst es schaffen das Plektrum sehr schnell auf die E-Saite zu bekommen, um den Ton noch zu erwischen. Mit der Zeit bekommt ihr Routine und das Riff sitzt immer besser und sicherer. Auch die Geschwidigkeit verbessert sich, sobald das Gehirn die Bewegung automatisiert hat (Reflexartig).

    Sobald ihr den letzen Pull-Off teil gespielt habt, könnt ihr mit dem Zeigefinger in den 5. Bund sliden und die 3er Tonfolge spielen. Nachfolgend kommt ein leichtes Smudbending im siebten Bund, welches das Riff ausdrucksvoll betont. Das Bending verlangt ein gutes Timing, da es sonst nicht passend klingt. Tip: Nicht zu stark benden.

    Nun wird das Riff 4x wiederholt und zum Riff 1 übergegangen. Bevor Riff 1 jedoch beginnt würde ich euch empfehlen den letzen Ton des Intros (Das E) als Powerchord zu spielen, damit es etwas deurtlicher wird, dass nun ein neuer Teil folgt.

    Meine Empfehlung für den letzten Durchgang des Intros:

    Code:
    
    E||----------------------------|----------------------------|
    B||----------------------------|----------------------------|
    G||----------------------------|-------------------------[COLOR="Red"]9[/COLOR]--|
    D||----------------------------|------------------5------[COLOR="Red"]9[/COLOR]--|
    A||--7--7--7p5----5--5--5p3----|--3--3--3p2----5-----5---[COLOR="Red"]7[/COLOR]--|
    E||------------7------------5--|------------3---------------|
    
    Riff 1 (00:12 - 00:36)

    Code:
    
    E||------------------7-------------------|-------------------------|
    B||----8--7h8p7h8p7-----8--7h8p7h8p7h8-8-|--8-------------8--------|
    G||--------------------------------------|-----9--9----7-----7--9--|
    D||--------------------------------------|-------------------------|
    A||--------------------------------------|-------------------------|
    E||--------------------------------------|-------------------------|
    
    Fingersatz:

    Teil I:
    Code:
    
    E||----------------------------------7(Z)------------------------------------|
    B||--8(M)--[COLOR="Red"]7(Z)h8(M)p7(Z)h8(M)p7(Z)[/COLOR]--------8(M)--[COLOR="Red"]7h8(M)p7h8(M)p7h8(M)[/COLOR]--8(M)--|
    G||--------------------------------------------------------------------------|
    D||--------------------------------------------------------------------------|
    A||--------------------------------------------------------------------------|
    E||--------------------------------------------------------------------------|
    
    Teil II:

    Code:
    
    E||----------------------------------------------|
    B||--8(M)----------------------8(M)--------------|
    G||--------9(R)--9(R)----7(Z)--------7(Z)--9(R)--|
    D||----------------------------------------------|
    A||----------------------------------------------|
    E||----------------------------------------------|
    
    Dieses Riff setzt sehr schnelles Legatospiel vorraus. Es ist reine Übungssache, bis man den Dreh raus hat. Irgendwann sitzen die Hammer-Ons und Pull-Offs sicher und flüssig. Tip: Haltet euch an den Fingersatz und versucht "nach Gefühl" zu spielen. Ein Hammer-On zu wenig lässt das Riff auch nicht so viel schlechter klingen. Den letzen Takt von Riff 1 könnt ihr so beenden, damit der nachfolgende Teil passender passender klingt:

    Meine Empfehlung für den letzten Takt von Riff 1:

    Code:
    
    E||--------------------------------------------------|
    B||--8(M)--------------------------------------------|
    G||--------9(R)--9(R)--------------------------9(K)--|
    D||------------------------------5(Z)----------9(K)--|
    A||------------------------5(Z)--------5(Z)----7(Z)--|
    E||--------------------------------------------------|
    
    Fill-In Riffs (00:36 - 00:48)

    Code:
    
    E||--------------|-----|--------------|-----|--------------|-----|--------------|
    B||--------------|-----|--------------|-----|--------------|-----|--------------|
    G||--------------|-----|--------------|-----|--------------|-----|--------------|
    D||-----5-----9--|-----|-----5-----9--|-----|-----5-----7--|-----|-----5-----9--|
    A||--5-----5--7--|-----|--5-----5--7--|-----|--5-----5--5--|-----|--5-----5--7--|
    E||--------------|-----|--------------|-----|--------------|-----|--------------|
    
    Einfach oder? ;)

    Tip: Den Powerchord sofort muten, sobald er erklungen ist.

    Aber nun gehts wirklich zur Sache...

    Strophe (00:48 - 00:58)

    Teil I:
    Code:
    
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    --------[COLOR="Red"]9[/COLOR]------9------9------|--9------9---------5-----9--|
    ----[COLOR="Red"]7-7-7[/COLOR]--7-7-7--7-7-7--7-7-|--7--7-7-7--7-7-5-----5--7--|
    -----------------------------|----------------------------|
    
    Teil II:
    Code:
    
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    --------9------9------9------|--9------9---------5-----5--|
    ----7-7-7--7-7-7--7-7-7--7-7-|--7--7-7-7--7-7-5-----5--3--|
    -----------------------------|----------------------------|
    
    Teil III:
    Code:
    
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    -----------------------------|----------------------------|
    --------5------5------5------|--5------5---------5-----9--|
    ----3-3-3--3-3-3--3-3-3--3-3-|--3--3-3-3--3-3-5-----5--7--|
    -----------------------------|----------------------------|
    
    Fingersatz:

    Code:
    
    Standard-Powerchord. Natürlich könnt ihr den Powerchord greifen, wie ihr möchtet.
    
    E||----------|
    B||----------|
    G||---9(K)---|
    D||---9(K)---|
    A||---7(Z)---|
    E||----------|
    
    Hier brauchen wir nun den Gallopp, der wirklich anspruchsvoll ist. Das Riff ansich ist ein einfacher Powerchord, der ständig gegriffen bleibt bis zum jeweiligen Wechsel. Den Wechsel kennt ihr schon aus den Fill-In Riffs.

    Ich bevorzuge meine Hand zu einer Faust zu schließen während ich diesen Teil spiele, damit ich mehr Stabilität bekomme während ich das Plektrum halt. Durch die geschlossene Faust habe ich bei meinen Upstrokes mehr Kraft. Der Gallopp hat mich sehr viel Zeit gekostet bis er wirklich sicher saß. Üben Üben Üben.

    Also einfach mal den Powerchord greifen und mit einem Downstroke (bzw. Upstroke, ist ja euch überlassen) beginnen einen galopp zu spielen. Ihr müsst also 3x (!!!) hintereinander die Saite anspielen und danach eine kleine Pause abwarten. So kriegt ihr das Galoppmuster hin.

    Tip: Wenn ihr den Galopp sicher spielen könnt, könnt ihr versuchen die Saiten ganz leicht zu "palm-muten". Kein volles Palm-Muting, sondern nur ganz leicht die Schwingung der Saiten beeinflussen. Das liefert einen etwas gedämpften Klangeffekt. Hört sich fast wie ein Pferd an, das über das Schlachtfeld des Krimkrieges galoppiert :o .

    Refrain (01:00 - 01:10)

    Code:
    
    E||-------|-------|-------|-------|
    B||-------|-------|-------|-------|
    G||---7---|---9---|---7---|---9---|
    D||---7---|---9---|---7---|---9---|
    A||---5---|---7---|---5---|---7---|
    E||-------|-------|-------|-------|
    
    Wird durch den letzten Powerchord der Strophe eingeleitet und man lässt den Ton lange klingen. Ich meine sogar zu hören, dass eine Gitarre etwas leiser noch weiter galoppiert, dass kann jedoch vernachlässigt werden. Die Rückführung auf Riff 1 passiert durch den altbekannten Wechsel:

    Code:
    
    E||----------------------|------------------7-------------------|-------------------------|
    B||----------------------|----8--7h8p7h8p7-----8--7h8p7h8p7h8-8-|--8-------------8--------|
    G||----------------------|--------------------------------------|-----9--9----7-----7--9--|
    D||-------------5-----9--|--------------------------------------|-------------------------|
    A||----------5-----5--7--|--------------------------------------|-------------------------|
    E||----------------------|--------------------------------------|-------------------------|
    
    Nun folgt Riff 1 und das Strophenriff bis erneut der Refrain kommt. Nach dem Refrain kommt das Solo und die entsprechende Begleitung dazu.

    Soloriff (02:11 - 02:57)

    Code:
    
    E||-------------------|-------------------|-------------------|--------------------|-------------------|
    B||-------------------|-------------------|-------------------|--------------------|-------------------|
    G||-------------------|-------------------|-------------------|--------------------|-------------------|
    D||--9----------------|--7----------------|--4----------------|--5--------7--------|--9----------------|
    A||--7----------------|--5----------------|--2----------------|--3--------5--------|--7----------------|
    E||-------------------|-------------------|-------------------|--------------------|-------------------|
    
    Fingersatz:

    Code:
    
    Standard-Powerchord. Natürlich könnt ihr den Powerchord greifen, wie ihr möchtet.
    
    E||----------|
    B||----------|
    G||---9(K)---|
    D||---9(K)---|
    A||---7(Z)---|
    E||----------|
    
    Das Solo könnt ihr auf 2 Arten begleiten. Die erste Variante basiert auf "ausklingenden" Powerchords oder wieder dem Gallopp. Ich bevorzuge den Gallopp, da es irgendwie stimmiger klingt:

    Code:
    
    E||--------------------------|--------------------------|--usw.
    B||--------------------------|--------------------------|--usw.
    G||--------------------------|--------------------------|--usw.
    D||--[COLOR="Red"]9[/COLOR]-----------------------|--[COLOR="Red"]7[/COLOR]-----------------------|--usw.
    A||--[COLOR="Red"]7[/COLOR]--7-7-7--7-7-7--7-7-7--|--[COLOR="Red"]5[/COLOR]--5-5-5--5-5-5--5-5-5--|--usw.
    E||--------------------------|--------------------------|--usw.
         X				X
    
    Ihr betont also den ersten Ton des Taktes (Durch ein "X" gekennzeichnet) und galoppiert einfach auf der A-Saite weiter. Meiner Meinung nach hört sich das sehr gut an.

    Abschlussbesprechung

    So nun könnt ihr alle Riffs, die für "The Trooper" notwendig sind. Stilistisch gesehen macht der Gallopp viel aus, also übt ihn bis zum umfallen. Abschließend ist hier nochmals die komplette Reihenfolge der Riffs aus dem Song:

    Code:
    
    Intro (00:00 - 00:12)
    Riff 1 (00:12 - 00:36)
    Fill-In Riffs (00:36 - 00:48)
    Strophe (00:48 - 01:00)
    Refrain (01:00 - 01:10)
    Riff 1 (01:12 - 01:36)
    Strophe (01:36 - 01:48)
    Strophe (01:48 - 01:59)
    Refrain (01:59 - 02:11)
    Soloriff (02:11 - 02:59)
    Riff 1 (02:59- 03:22)
    Strophe (03:22 - 03:45)
    Refrain (03:45 - 03:56)
    Intro (03:56 - Ende)
    
    
    So, viel Arbeit ist getan und ich wünsche euch viel Spass mit diesem Workshop.

    Euer Decadox
     
  2. tuzz

    tuzz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #2
    Ganz wunderbare Arbeit. Wie auch schon beim ES-Workshop wären natürlich Soundbeispiele (hier vllt speziell zum Galloppieren) natürlich sehr hilfreich.
    Grüße
    t.
     
  3. Metal-Locke

    Metal-Locke Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #3
    Mensch mensch, da hat sich ja mal einer richtig Mühe gegeben! :-)
    Klasse Arbeit!
     
  4. thommy

    thommy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #4
    Einfach ein superklasse Workshop ! :cool:
    Hast meine volle Anerkennung, ich weiß wiviel Arbeit sowas macht :great:

    Da greift mal wieder die Karmafunktion
     
  5. Fun Tom

    Fun Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #5
    Respekt, du hast dir eine Menge Arbeit gemacht. Vor allem die Hintergrundinfo gefiel mir.

    Anmerkung:
    In deinen Tabs gibt's nur Hammer ons. Auch da, wo eigentlich Pull Offs hingehören.

    Bsp.:
    E||----------------------------|----------------------------|
    B||----------------------------|----------------------------|
    G||----------------------------|----------------------------|
    D||----------------------------|------------------5---------|
    A||--7--7--7h5----5--5--5h3----|--3--3--3h2----5-----5--7~--|
    E||------------7------------5--|------------3---------------|

    müsste eigentlich so aussehen

    E||----------------------------|----------------------------|
    B||----------------------------|----------------------------|
    G||----------------------------|----------------------------|
    D||----------------------------|------------------5---------|
    A||--7--7--7p5----5--5--5p3----|--3--3--3p2----5-----5--7~--|
    E||------------7------------5--|------------3---------------|


    Das zieht sich durch alle Tabs.
    Aber die Aspiranten auf ein Stück dieser Schwierigkeitsklasse kriegen das sicher auch so geregelt. Glaube kaum, dass einer tatsächlich versucht, einen Hammer-On von E auf D (also 7 auf 5) hinzukriegen...
     
  6. Decadox

    Decadox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #6
  7. Harlequin

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    Erstellt: 18.10.05   #7
    So, dann schreibe ich auch noch mal ein wenig was zum Gallopp, auch einige Änderungen (siehe Anhang).

    Der Gallopp besteht aus einer einzelnen rhytmischen Figur, die mehrmals wiederholt wird. Eine Achtelnote mit 2 angehängten Sechzehntelnoten. Damit sich das auch nach einem Gallopp anhört empfiehlt sich natürlich auch hier der Wechselschlag. Der sieht hierbei folgendermaßen aus.

    Die Achtelnote wird mit einem Abschlag gespielt, die darauf folgenden Sechzehntelnoten mit einem Ab- und einem Aufschlag, also ab ab-auf. Am besten erstmal auf einer Saite anwenden, auch auf einer Leersaite und mit Metronom lernen. Man sollte diese rhytmische Figur sicher beherrschen (ist halt eine Standardfigur, die bei vielen Songs auftaucht)

    Als Änderung würde ich auch die letzten vier Noten, die jeweils Achtel sind, als Powerchord spielen, das hört sich kräftiger an. Ansich kann man die mit Wechselschlag spiele, ich spiele sie an der Stelle jedoch als reine Abschläge, klingt besser.

    Die letzte Achtelnote in diesem Takt wird mit einem Haltebogen versehen, sodass sie noch in den nächsten Takt reinklingt und somit die erste Achtel dieses Taktes ersetzt. Dieses wiederholt sich nun immer weiter.

    Also das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man die schlagrichtungen bei den Synkopen kennt und auch anwendet. Man kann das alles noch ein bischen mit palm mutes versehen, damit die Töne nicht ganz ausklingen und etwas "trampelnder" hören. Ich mache mal eben kurz eine Aufnahme dazu, die aber sonst erst mal provisorisch ist da ich im Moment hier nicht so laut spielen darf :rolleyes:

    edit : So, hier ist auch mal eine provisorische Tonaufnahme von mir. Das eigentliche Tempo beträgt um die 150 bpm, aber hier ist es erstmal mit 2/3 Geschwindigkeit (100 bpm) und mit Metronom im Hintergrund eingespielt. Es geht hier ja erstmal darum, dass man es sauber spielt und nicht, dass man es schnell spielt. Hier kann man auch schön die ryhtmische Figur hören. Am Anfang zwar zu doll gemutet, aber das lassen wir erstmal. Wie gesagt, wenn Bedarf besteht an einer anderen Version, dann mache ich noch eine wenn ich wieder lauter spielen kann, aber ansich sollte das für die Figur reichen. Man sollte halt wirklich die Figur sauber können und nicht mit Effekten oder ähnliches volldonnern, ebenso nicht zu sehr verzerren, sonst hat man eher nen Soundmatsch.

    http://home.arcor.de/darkharlequin/im - gallopp.zip
     
  8. Decadox

    Decadox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Wäre super, wenn du das machen könntest, denn den Gallopp finde ich selber sauschwer. Auch ich muss noch viel Üben, bis der wirklich sauber sitzt :(.
     
  9. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.10.05   #9
    Hmm ich glaube ich mache mal nen in den nächstne Tagen eien Ergänzung zu deinem Workshop mit wichtigen rhytmischen Figuren, die man als Anfänger/Fortgeschrittener spielen können sollte, da gibts so 5,6,7 verschiedene, die häufig auftauchen.

    Und nur als Ergänzung für dich und hoffentlich weitere Workshops : Nach möglichkeit bei einigen Riffs die Schlagrichtungen mit angeben, die bereiten wohl auch vielen Anfängern Schwierigkeiten, da Wechselschlag ja nicht heisst, immer nur ab-auf-ab-auf-ab-auf zu spielen, da muss man stark differenzieren.
     
  10. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.10.05   #10
    netter workshop aber imho fast schon ein bisschen zu ausführlich. wie z.B. die saiten genannt werden oder auch schon die fingersätze sind nicht unbedingt notwendig. der song ist schließlich nix für leute die sowas vorgekaut bekommen brauchen. ich find es sogar sehr wichtig eigene fingersätze zu entwickeln. naja grade bei dem song kann man ja was den fingersatz betrifft nicht so viel falsch machen.:o
     
  11. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.10.05   #11
    Nunja, aber der Aufbau von Decadox Workshops ist immer der gleiche, sodass es da doch ganz nett reinpasst. Die Fingersätze finde ich wichtig, ist ne häufige Frage bei Anfängern. Mir persönlich würde halt nur noch bei einigne Passagen die Erläuterung der Schlagrichtungen fehlen, häufiger Fehler bei Anfängern.
     
  12. Bregi

    Bregi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #12
    Wirkllich sehr geil!Respekt, das intro kann ich schon von früher. Dann werd ich mich mal an den ganzen song ranwagen :)
    mfg
     
  13. Andreas Gerhard

    Andreas Gerhard Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #13
    Wirklich schöner Workshop, evtl. fang ich auch mal mit dem Song an, auch wenns mir da am Tempo noch etwas mangelt, allerdings wäre das ja ein optimaler Song daran zu arbeiten, denn er ist einfach geil. :)

    Und der Workshop an sich ist wirklich gut, finde es klasse was du für ne Arbeit da reinsteckst. Hut ab! Sag mal, hast du noch andere Lieder in Arbeit oder wärst du eher auf Wünsche aus? :D

    Man könnte ja mal nen Thread machen, was so als nächstes viele interessieren würde, vielleicht stellst du ein paar zur Auswahl oder so. ;D

    Nur ein Vorschlag übrigens.

    Weiter so!
     
  14. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.10.05   #14
    Ach, auch bei niedrigerem Tempo ist der song ganz gut. Zwar von rhytmischer Basis nicht soo abwechslungsreich, das Intro rockt aber :D
     
  15. Decadox

    Decadox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.05   #15
    Danke für das nette Feedback. Es stimmt schon, das so ein Workshop mit viel Arbeit verbunden ist, aber ich freue mich über die netten Antworten darauf. Ohne diese netten Replies würde ich wahrscheinlich gar keine Workshops schreiben.

    "Harlequins" Kritik an den Down- bzw. Upstrokes kann ich auch verstehen, aber ich habe mal versucht den Song mit 4 Techniken (Upstrokes, Downstrokes, Economy Picking (So weit wie möglich) & Alternate Picking) durchzuspielen und es hört sich doch oft ganz akzeptabel an.

    Ich persönlich spiele ausschließlich Downstrokes ("Metallica Syndrom" :-D) und komme ganz gut zurecht. Auch ich kann nicht alles perfekt spielen (Vor allem Solos), aber darum gehts hier auch nicht oder?

    Seit ich Gitarre spiele faszinieren mich die rythmischen Riffs viel mehr als schnelle und komplizierte Solos. Ich kann sie zwar spielen, aber habe nicht soviel Spaß wie beim Rythmusspiel. Deswegen habe ich meine Konzentration immer auf die Rythmusspuren punktiert. "Harlequin" könnte ja durch einen eigenen Beitrag den Soloteil zu "The Trooper" ergänzen. Ausßerdem würde ich noch gerne den Unterschied von meinem Gallopp zu seinem wissen, da er wohl mehr Ahnung von der theoretischen Grundlage zum Gallopp vorweisen kann.

    Aber um auf den Beitrag von andY.gR zurückzukommen, könnte ich noch zu ein paar Songs Workshops verfassen. Aber erstmal werde ich einen Bericht über das "Guitarport" von Line 6 schreiben. Danach könnte ich zu folgenden Songs Workshops anbieten.

    Einige meiner Lieblingssongs:

    Metallica - Master of Puppets
    Metallica - Seek & Destroy
    Metallica - No Remorse
    Metallica - For whom the Bell tolls
    Metallica - Harvester Of Sorrow
    Metallica - Nothing else Matters
     
  16. Harlequin

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    Erstellt: 19.10.05   #16
    so, ich habe mal nen Workshop zu Iron Maiden - Blood Borhters fertig gemacht, den lade ich eben noch kurz Rein. Decadox , nun weiss ich was das für eien "Scheiss" Arbeit ist :D
     
  17. Decadox

    Decadox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.05   #17
    Trotzdem finde ich es Super, dass du mitmachst bei den Workshops. Vielen Dank...

    PS: Könntest du vielleicht auch deine Aufnahme zum Gallopp nochmal hochladen. Ich glaube die ist nicht angekommen.
     
  18. Harlequin

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    Erstellt: 19.10.05   #18
    doch, die habe ich reinediert in den Post, in dem du mich gequotet hast. Ist auch nichts besonders, einfach das Riff mit nicht zuviel Verzerrung in einem lockeren Tempo für Anfänger (100bpm) gespielt.

    Im Moment müh ich mich grad nur mit den blöden Grafik für den Workshop ab, die nimmt das Forum nicht so richtig an *grml*

    Die Aufnahme ist halt nichts besonders. Soll ja auch nicht soo giel klingen sondern die Technik verdeutlichen.

    So, endlich ist der Workshop online, musste aber aufgrund der Bilder über 2 Postings gehen *grml*
    https://www.musiker-board.de/vb/showthread.php?t=88836
     
  19. Decadox

    Decadox Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.05   #19
    So jetzt hab ich dein Sample auch gefunden. Hört sich ganz gut an, aber das Tempo variiert sehr. Ich freue mich schon auf deinen Workshop. Wäre super, wenn du für mich den Gallopp nochmal im Orginaltempo einspielen könntest, damit ich die beiden Samples miteinander vergleichen kann um deine Art den Gallopp zu spielen untersuchen kann.
     
  20. Harlequin

    Harlequin Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.10.05   #20
    Naja, das Tempo sollte eigentlich nicht so variieren, muss ich nochmal reinhören. Am Anfang habe ich jedoch zu sehr gemutet und das kurz darauf unterlassen und später zum Abschluss habe ich die Töne nicht ausklingen lassen. Naja, mal sehen, mache ich nochmal nen neues Sample.

    Originalgeschwindkeit ? Ok, mal sehen. Ich glaube bis 130 müsste ich es ohne Probleme können, ist schon ne ganze Weile her dass ich es "gelernt" habe. Hatten achher nicht mehr soo die Lust es weiterzuüben nur wegen des Tempos.

    So, nochmal reingehört. Entweder habei ch was auf den Ohren oder ich weiss nicht. Tempo haut doch eigentlich hin. Zwischendrin wird immer der letzte Ton eines Gallops nen Monment gehalten, sodass der Gallopp nen anderen Charakter kriegt. Gut, hier und da ist mal eine Achtel bei den 4 Achteln nicht richtig präzise, das gebe ich zu. Sollte mal meher Gitarreüben als immer hier im Forum rumzuschauen :D
     
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