Durch u.a. Ausprobieren, Kombinieren, durch Zufälle, Eindrücke von außen entsteht etwas Neues
Absolut!
Aber genau das kann KI ja eben nicht. Dort gibt es keine Zufälle, keine Eindrücke von außen und es wird auch nichts ausprobiert.
Das LLM rechnet aus welcher Ton die höchste Wahrscheinlichkeit hat als nächstes zu kommen im Bereich des gegebenen Kontextes. Wenn du ihm sagst "Schreib einen Blues in E", dann wird es Stücke als Referenz nehmen, die als "Blues" gekennzeichnet sind (ganz egal ob diese Kennzeichnung stimmt oder nicht), die analytischen Daten davon nehmen, schauen wo oft "E" vorkommt und welche Töne dann noch in dieses Stücken vorkommen.
Das LLM hat aber keinerlei Vorstellung von "Bluestonleiter" oder "Bluesschema". Die meisten Stücke die es analysiert hat werden aber diesen Kontexten entsprechen. So kommt dann eben auch etwas heraus, das nach Blues in E klingt. Aber die KI kann nicht von sich aus in einem kreativen Prozess diese Regularien aufbrechen.
Man kann mit Sicherheit durch gutes Prompting da in gewisser Weise wirksam werden, aber meine Erfahrungen dazu sind auch nicht sonderlich kreativ.
Ich hab bis jetzt noch kein KI-Stück gehört, wo ich gesagt hätte "Oh, wow, das sind clevere neue Ideen, die ich so noch nie gehört habe"
Also sowas wie "Bubbles" von Yosi Horikawa oder "World O World" von Jacob Collier, die wirklich meinen musikalischen Horizont erweitert haben.