Time to say goodbye? (... zum Röhren-Amp und zu Analog)

Von einem Princeton Chorus hatte ich noch nie gehört!
Man lernt nie aus!
War das die Antwort auf Rolands JCs?
 
hatte ich noch nie gehört!
Man lernt nie aus!
war im Gegensatz zu den beiden anderen ein Transistor Amp. Wirklich richtig laut konnte der auch nicht (also hardrock oder heavymetall eher nicht:redface:), hatte aber einen guten sound:).
 
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Mal ganz dumm nachgefragt: Wieso denn ausgerechnet im Studio? Ich dachte, gerade an diesem Ort werden Kemper & Co. (jederzeit abrufbarer Sound, einfaches zeitsparendes Handling etc.) immer mehr verwendet?
die Frage ist nicht dumm, sondern berechtig ;)

Im Studio kannst du den Sound am echten Amp komplett für deine Anwendung justieren feintunen etc.

Wenn dieser Schritt erledigt ist, dann hast du 2 Möglichkeiten:
1. Profil des Setups erstellen
2. Profil des Amps und IR der Mikrofonierung erstellen. (zweiteres ist z.B. Praktisch wenn man gleichzeitig live über Gitarrenboxen Spielen mag und trotzdem dem FOH einen DI Sound durchgeben will)

mit erstelltem Profile, bzw. Profile/IR Kombi aufnehmen.

Vorteile dieser Herangehensweise liegen auf der Hand:
1. Man kann den AMp-Sound vom Studio live nutzen
2. fast noch wichtiger, man kann im Nachgang wenn Ampsetup abgebaut ist problemlos nochmal was mit gleichen Sound hinzufügen.
3. Quad Cortex Spezifisch: man kann 4 Gitarren gleichzeitig Reampen
4. ToneX Spezifisch: man muss gar nicht mehr Reampen, weil der Sound ein VST ist, d.H. die Anzahl der dynamisch veränderbaren Gitarrenspuren ist nur noch durch die Leistung des Rechners beschränkt
5. man kann wenn beim folgetonträger der gleiche Sound gewünscht ist Gitarren und Bass komplett fertig ins studio geben, weil man ja die Profiles hat

… nicht zu vergessen, die Profiles die man einkauft werden i.d.R. Ebenfalls im Studio erstellt
 
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Im Studio [...] … nicht zu vergessen, die Profiles die man einkauft werden i.d.R. Ebenfalls im Studio erstellt
Ach so, kapiert. Du hättest eigentlich auch gleich schreiben können, dass man den echten Amp eigentlich nur noch braucht, um Profile davon zu erstellen. Dann wäre mir das auf Anhieb klar gewesen. ;) Für mich ist ein Studio halt ein Ort, wo man primär Aufnahmen macht, deshalb habe ich gar nicht daran gedacht, dass du damit meinst, dort Amps zu kempern.
 
Interessantes Thema, ich habe ein wenig gebraucht um mir alles hier durchzulesen.
Ich persönlich bin wie so viele zu meiner Zeit mit einem Transistor Übungsamp eingestiegen, kam dann schnell zum Modelling (Line6 Flextone II, Line9 Pod) und dann zur Röhre (Engl E850 Rackhead, Orange TH30H) und dann zu Hybriden (H&K Statesman 6L6) und bin nun wieder bei Modelling gelandet (zuerst Katana 100, jetzt GX-100).

Und ich hab folgende Dinge für mich persönlich herausgefunden:
- Röhre ist nicht immer das geilste
- Transistor ist nicht immer Schrott
- Hybrid ist nicht immer eine günstigere Alternative zu Röhre
- Modelling klingt nicht immer genau so wie Röhre
und ich könnte diese Liste noch ewig weiter führen.

Es kommt auf so viele Faktoren an....
- Welche Musikrichtung mache ich? Welcher Sound passt mir am Besten?
- Was bin ich bereit auszugeben? Auch in der Wartung?
- Was bin ich bereit zu Transportieren? Und wie oft?
- Was mag ich vom Handling am liebsten?
und viele, viele mehr.

Ich kann verstehen, dass Bluesrocker gerne mit der Dynamik und Ansprache einer echten Röhre spielen und die mögen auch gerne die Unterschiede hören und spüren.
Ein amtlicher Metalsound mit viel Kompression muss aber nicht zwingend aus einem echten Röhrenverstärker kommen und kann eventuell genauso gut mit Modelling abgebildet werden.
Jemand der viel Clean spielt, bevorzugt dann vielleicht einen Transistor da er wartungsarm ist und sehr sehr lange clean bleiben kann. Nicht umsonst wurde und wird der Roland JC zum Beispiel gerne gespielt.
Der Coverband-Gitarrist schätzt vielleicht sein Multi-Modeller da er auf Knopfdruck von einem Sound der für den Song authentisch genug ist zum nächsten springen kann.
Ein Musiker auf Tour der im Inland gerne sein Vollröhren-Fullstack mit 2x2 Meter Pedalboard spielt und das im Tourbus verräumt, freut sich dass er mit einem Kemper in den Flieger steigen kann und seinen Sound somit immer dabei hat.
Und Musiker die keinen Bock haben sich mit Technik auseinandersetzen zu müssen sind froh ihren Röhren 1-Kanaler mit einem Booster davor spielen zu können.

Daher glaube ich auch nicht dass Röhren vom Markt verschwinden, auch Transistor und Hybrid nicht.
Nur die Masse an Verstärkern wird die Nachfrage regeln.
Keiner muss sich mehr einen Peavey Valve King kaufen nur um Röhre zu spielen und trotzdem keinen zufriedenstellenden Sound herauszubekommen, sondern er greift einfach zu einer Alternative in seinem Budget.
Aber die Legenden wie VOX AC30, Fender Twin, Plexis und auch ein Roland JC120 werden weiterhin auf dem Markt vertreten sein.

Es ist ja auch schön irgendwie wie divers die Gearwelt mittlerweile geworden ist und dass ich mir das rauspicken kann, was am besten zu meinen Bedürfnissen und zu meinem Kontostand passt.

Wenn du deinen Röhrenamp magst und gerne darauf spielst, behalte ihn und spiel ihn wenn dir danach ist.
Besitzer von Oldtimern nutzen in der Regel ihr Auto ja auch nicht für den Alltag sondern machen eine Ausfahrt wenn es nach Ihnen ist.
Und wenn du Platz und ein wenig Geld auf dem Konto willst dann verkaufe ihn.

Ich habe mittlerweile alles verkauft.
Ich hab keine Lust den Platz herzugeben und mich um eventuelle Wartungen zu kümmern.
Behalten habe ich einen Boss Katana 100 im Proberaum zum "laut machen" und mitnehmen für Gigs wenn ich eine loud stage brauche.
Einen Boss Katana 100 zuhause, zum laut üben und zur Deko nachdem ich ihn optisch ein wenig modifiziert habe.
Zuhause liegt auch noch mein Pedalboard mit den Pedals bei denen ich es nicht übers Herz bringe mich von ihnen zu trennen.

Ich spiele aber eigentlich ausschließlich über mein GX-100.
Im Proberaum und Live über In-Ear oder auch mal über die Endstufe des Katanas.
Zuhause über Kopfhörer und Recording direkt über USB-Out.
Zu Jam Sessions nehme ich es einfach mit und Stöpsel mich in den nächsten Lautmacher oder notfalls auch mal in die PA.
Und ich vermisse wirklich nichts.

Oft geht es ja auch vielen ums "haben" und eventuell auch ums sammeln.
Ich bin froh mit wenig Ballast durchs Leben zu gehen...
 
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...mein Pedalboard mit den Pedals bei denen ich es nicht übers Herz bringe mich von ihnen zu trennen.

Ich bin froh mit wenig Ballast
durchs Leben zu gehen...

Und so geht es vielen, bei denen zwei Seelen ach in ihrer Brust wohnen. :)

Zum einen ist man froh, Ballast abgeworfen zu haben, zum anderen hängt das Herz aber dann doch noch an dem einen oder anderen Equipment; egal ob Pedale, Digitalgeräte oder eben - Röhrenamps.

Und hinzu kommt: Einstellungen, die man mal hatte und wo man der Meinung war, dass diese felsenfest zementiert / ja regelrecht in Granit gemeißelt waren, ändern sich mit dem Alter. Und plötzlich beginnen viele, einst Verkauftem nachzutrauern und schaffen sich das dann wieder an - nur, um des Habens / Sammelns willen.

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Möge jeder mit seiner Facon selig werden - bis sie sich ändert. :opa::)
 
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Ich habe bis jetzt nur mitgelesen. Seit kurzem habe ich einen HX Stomp, seit längerem spiele ich Röhrenamps und bin weiterhin davon überzeugt (über Cab, IsoCab und Captor X). Dazu habe ich zwei analoge Preamps (Victory V4 Kraken und KSR Ceres) und drei Endstufen (Pedalbany, BabyBomb und HB Thubder 99)
Den Kemper kenne ich schon recht lange, mich störte bisher aber diese Profile. Wir hatten damals auch Profile gemacht, aber man muss ja für jede Einstellung ein neues Profil machen.

Nun wollte ich am Wochenende Aufnahmen machen, hatte aber keinen guten Clean-Preamp zur Hand (der Ceres klebte auf dem Pedalboard), den Röhrenamp wollte ich nicht anschalten für die paar Minuten). Also habe ich am HX Stomp den Princess Preamp ausprobiert, und siehe da, ich hatte nen klares Signal. Danach noch etwas verzerrtes, nen Booster vor das Stomp. Beide male über das PedalBaby in das Captor X (weil es einfach gerade so verkabelt war).

Ich habe jetzt so lange gezweifelt und gezögert, und im Grunde ist es gerade total geil, einfach Amps aufzunehmen, die "man gar nicht hat". Heute ich habe ein Axe FX FM3 bestellt. Eigentlich wollte ich einen Recti und einen 6505 noch haben ... meinen absoluten Traumamp, einen JCM 800, habe ich und der bleibt. Aber wenn ich so einfach einen Recti oder 6505 bekommen kann ... letztendlich geht es nur um den Ton.
Jetzt bin ich gespannt ob das FM3 wirklich noch besser klingt und nicht so viel eingestellt werden muss. Das HX Stomp hat mich nicht zu 100% überzeugt (siehe User Thread). Da muss doch ordentlich tweaking betrieben werden.

Danke für eure Anregungen. Ohne diesen Thread hätte ich mich damit wohl nicht so auseinander gesetzt.
 
Grund: Rechtschreibfehler
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