Tipps für Großmembran-Studio/Gesangsmikro - geringes Eigenrauschen + höhenreich

  • Ersteller Uhu Stick
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Keine Ahnung, ob das wirklich mit dem C414 vergleichbar ist, aber von denen habe ich grundsätzlich zu wenig, möchte aber nicht unbedingt nochmal über 2000 € für ein Stereopaar ausgeben.
die aktuellen C414 sind, meiner Meinung nach, nicht mehr mit den älteren vergleichbar. Man merkt dass da inzwischen von Harman/Samsung in der Herstellung gespart wird.
Für mich durchaus als Nachfolger ist das OC818 von Austrian Audio zu nennen, z.B das da
das mit unter 1400€ für zwei Mikros zu Buche schlagen würde.
Die Austrian Audio finde ich noch einen Ticken besser als die Lewitt, obwohl beide Firmen durch ehemalige AKG Leute entstanden sind, damals als Harman den Standort Wien geschlossen hat. Somit war das wohl die beste Entscheidung von Harman, denn dadurch sind zwei neue Hersteller entstanden, die durchaus gute Produkte herstellen.
 
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Dem kann ich nur zustimmen. Würde auch empfehlen etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen und dafür Qualitätsware zu kaufen statt billigen China-Klumpat. Die Austrian Audio Sachen sind durchaus zu empfehlen (zumindest die Sachen die Handmade in Vienna sind, also das OC16 z.b. nicht)
 
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also das OC16 z.b. nicht)
die werden zwar in Asien gebaut, die (handgefertigte) Kapsel selbst ist aber Made in Austria. Das sollte man nicht außer Acht lassen.
Und das OC16 ist auch vom Klang her ganz brauchbar.
 
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Naja, die sind wahrscheinlich wirklich gut, aber preislich auch nicht mehr so weit vom C414 entfernt.
Und ich finde auch die neuen AKGs sehr gut, hatte aber auch noch kein Altes in der Hand. Wenn ich neu anfangen müsste mir Mikros zu kaufen, wäre ein Stereo-Paar C414 das erste auf meiner Liste. Das funktioniert in so vielen Situationen einfach verdammt gut!

Und wenn ich mehr Geld in die Hand nehmen möchte, würde ich es tun und habe das auch schon oft genug gemacht.
 
hmm, ich hab drei Generationen C414, eines aus den '70ern, zwei aus den frühen '90ern und zwei aus den 2020ern (war damals als Schnäppchen zu haben). Selbst wenn man das '70er außen vor lässt, das wirklich großartig klingt, so klingen die jüngsten (schon nicht mehr in A erzeugt) doch bei weitem nicht so gut wie die '90er. Vergleiche ich die neuen C414 aber mit dem OC818, dann haben die C414 wirklich keine Chance mehr. Mal davon abgesehen, dass die OC818 auch noch flexibler sind, aber das ist eine andere Geschichte. Preislich sind die beiden beim T ziemlich gleich auf, klanglich aber nicht. Meiner Meinung nach.
 
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Naja, die sind wahrscheinlich wirklich gut, aber preislich auch nicht mehr so weit vom C414 entfernt.
Und ich finde auch die neuen AKGs sehr gut, hatte aber auch noch kein Altes in der Hand. Wenn ich neu anfangen müsste mir Mikros zu kaufen, wäre ein Stereo-Paar C414 das erste auf meiner Liste. Das funktioniert in so vielen Situationen einfach verdammt gut!

Und wenn ich mehr Geld in die Hand nehmen möchte, würde ich es tun und habe das auch schon oft genug gemacht.
Also wenn man neu anfangen müsste und sich ein Stereo-Paar kaufen möchte, wie du sagst, dann würde ich auf jeden Fall zu den Oc818 greifen, nicht zu den 414. Völlig andere Liga! Und das aus mehreren Gründen.
 
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Soweit mir bislang in den Datenblättern begegnet, ist das Rode NT-1A mit nur 5dBA ganz ganz vorne mt dabei. Mir wäre keins bekannt, welches ein geringeres Eigenrauschen hat.
das NT-1 (ohne A) hat 4 dB - da gibt es tatsächlich nur noch gaaaaanz wenige, die das noch "besser" machen.
(Ich kenne gar keines, das unter 4dB hätte).

Und das wäre auch mein Tipp und absoluter! Preis/Leistungs-Sieger mit rund 139.- samt Spinne und Abstandshalter ("Poppfilter")

Set NT-1

Hab es mehrmals genutzt und selbst mit deutlich! höherpreisigen Mics keinerlei! "Nachteil" entdecken können.

Ich brauch kein Großmembran mehr...

Ob der "Sound" zur Stimme passt, ist natürlich ein anderes Thema, aber es ist "eher neutral" und somit für fast alles geeignet.
 
Das NT1 ist alles andere als neutral. Die Höhensignatur der meisten Rode-Mikrofone ist schon speziell.
 
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Das NT1 ist alles andere als neutral. Die Höhensignatur der meisten Rode-Mikrofone ist schon speziell.
Aha.
Dieselbe Höhenanhebung bei einem anderen Hersteller ist dann was, auch "speziell"?
Oder würde man es dort anders ausdrücken, wie: "Brillant", oder "toll für tiefe Stimmen", oder "besser" geeignet für bestimmte Instrumente, oder, oder,...?

Bei praktisch jedem Mik muss ich doch mit dem EQ eingreifen - ausser es "passt" rein zufällig auf genau das Instrument, bei genau der Position oder auf diese spezielle Stimme UND auf die Anlage UND auf den pers. Geschmack (des Musikers, oder es Tontechnikers...?).

Sogar bei vielen Messmikrofonen ist eine individuelle Korrektur (Kalibrier-File) notwendig (ausser Klasse1) um einen neutralen Frequenzgang zu erreichen.

Obwohl der Frequenzgang (natürlich) nicht das einzige Kriterium ist, ist es i.d.P. doch das auffälligste bzw. "schwerwiegendste".

Die zahlreichen Diskussionen über "Charakteristische" Klangeigenschaften langweilen mich bereits seit locker 20+ Jahren, genau wie die oftmals minimalen Unterschiede von 2 ähnlich klingenden Mikrofonen, wobei das eine z.B. für die Snare und das andere z.B. für die HH empfohlen wird.
Aber oftmals ist es vollkommen egal, welches für welches Teil verwendet wird, da ja in jedem Fall am EQ individuell rumgedreht optimiert wird.

Es kommt mir manchmal fast so vor, wie bei den HighEnd Spinnern (gottseidank aber noch lange nicht so komplett dämlich), wo dann KABEL A "luftiger-seidiger-transparenter-und-was-weiss-ich-nicht-alles" als KABEL B klingt.

Wollt ich nur mal loswerden...
 
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Obwohl der Frequenzgang (natürlich) nicht das einzige Kriterium ist, ist es i.d.P. doch das auffälligste bzw. "schwerwiegendste".
Ehrlich gesagt hat mich ein „Frequenzgang“ noch nie interessiert... ausser es lag ein Messdiagramm des individuellen Exemplars bei. ;)
Richtungsabhängigkeit (Polardiagramm) ist da schon interessanter, weil es auch etwas über die Sorgfalt bei der „Phasentreue“ der Konstruktion verrät.
Dort (versteckt) liegt der eigentliche Klangcharakter eines Mikros. ;)

Nebenbei: zum EQ greife ich äusserst selten, aber definitiv nie, wenn es um „Klang“ geht.
Entweder wechsele ich das Instrument oder das Mikro...
Und ja, ich habe tatsächlich Mikros, die perfekt für ein bestimmtes Instrument passen... zufälligerweise sind das die billigsten... (2-10€ vom Flohmarkt, Telefunken TD26 aka Sennheiser MD402) :D
 
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Nebenbei: zum EQ greife ich äusserst selten, aber definitiv nie, wenn es um „Klang“ geht.
Entweder wechsele ich das Instrument oder das Mikro...
Das geht aber nur, wenn du Zeit und die entsprechend große Auswahl an Mikros hast.
Meist versuchen die Leute ja das Allzweck-Mikro zu finden um damit alles abzudecken was nur geht.
Und oft hast du dann halt auch nicht das passende parat. Deshalb kann dann auch mal ein EQ helfen um mit dem weniger optimalen Mikro oder Instrument zu einem guten Ergebnis zu kommen.
Aber wenn ich die Chance habe, nehme ich auch lieber das Mikro das für mich am besten passt. Bei den Instrumenten habe ich meist keine Wahl. Man kann nicht immer einen gut gestimmten Fazioli oder Bösendorfer herzaubern. Dann muss es halt der ausgelutschte vom Haus tun.

Zudem gibt es auch Anwendungsfälle, da ist der Original-Klang eines Instrumentes gar nicht so gefragt. Ich denke da an diverse Metal-Aufnahmen, bei denen das Drumkit fast bis zur Unkenntlichkeit verboben wird, um den gerade herrschenden ästhetischen Vorlieben gerecht zu werden. Da kann dann gar nicht genug mit dem EQ verbogen werden. Dann ist es auch egal, was du da für ein Mikro hinstellst. Es wird doch alles ganz anders. Und auch bei einer voll verzerrten Gitarre ist es Jacke wie Hose ob du da ein gutes oder minderwertiges Mikro hinstellst. Rechtecksignale nehmen alle gleich gut oder schlecht auf.

Ja, ja ich weiß, es werden jetzt mehrere über mich herfallen, dass das ja gar nicht so ist und ich das diffizile Klangbild von Metal nicht verstehe. Ja, stimmt, gebe ich zu. Für mich ist da viel vergleichbar mit einem Livemittschnitt aus dem Sägewerk, aber das ist wohl eine andere Geschichte. :evil:
 
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Dieselbe Höhenanhebung bei einem anderen Hersteller ist dann was, auch "speziell"?
Es geht nicht nur um eine Höhenanhebung. Die meisten Rodes klingen in den Höhen relativ harsch. Da verwenden andere Hersteller besser abgestimmte Kapseln. Das fängt mit dem Audio Technica AT 2035 an, geht über das Sennheiser MK4 über die JZ-Kapseln. Von den Spitzenkapseln Microtceh Gefell M 930 oder den CK 12 ganz zu schweigen. Es gibt halt sehr verschiedene Anwendungen. Da kommt es auch mal auf die neutrale Wiedergabe an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtungsabhängigkeit (Polardiagramm) ist da schon interessanter, weil es auch etwas über die Sorgfalt bei der „Phasentreue“ der Konstruktion verrät.
Kurze Verständnisfrage: Was soll "Phasentreue" in diesem Zusammenhang bedeuten?
 
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Gute Frage... der Begriff ist natürlich nicht 100% passend ;)
Aber sehr gute Werte beim richtungsabhängigen Schall deuten auf hohe Sorgfalt beim akustischen Design der Kapsel. Gern genutzt um „Verfärbungen“ bei Signalen aus unterschiedlichen Winkeln zu vermeiden, kann aber auch bewusst für einen bestimmten Klangcharakter eingesetzt werden.
Letztendlich ergibt sich das Klangbild aus der Mischung unterschiedlicher Laufzeiten und Resonanzen der Signal-Komponenten und das setzt schon eine gewisse Expertise voraus.
 
Um ganz genaue Auskunft über die Werte zum richtungsabhängigen Schall zu bekommen, müsste man die Diagramme zum "Bündelungsmaß" einsehen. Die werden aber nur selten veröffentlicht, möglicherweise für viele Mikrofone nicht mal genauer ermittelt.

Die Polardiagramme bieten zwar eine gewisse Übersicht über die Richtwirkung bei verschiedenen Frequenzen und inwiefern sie eher deckungsgleich oder mehr oder weniger stark abweichend sind. Allerdings sind die Kurven alle in Bezug zum 0°-Schalleinfallsachse genullt, und sie beziehen sich auch nur auf das direkte Schallfeld (also bei Aufstellung innerhalb des Hallradius). Das ist nicht selten etwas irreführend. Es kann nämlich sein, dass ein Mikrofon bei z.B. 5 kHz eigentlich empfindlicher ist als die genullte Kurve aussagt, da durch die Nullung die Kurve enger ausfällt, bzw. dass das Mikro bei 5 kHz den diffusen Schall stärker empfängt als z.B. bei 100/500/1000 Hz usw.
Genau könnte man das dem Diagramm zum Bündelungsmaß entnehmen. Wenn dort die Kurven des direkten Schallfelds und des diffusen Schallfelds exakt parallel verlaufen würden, wäre klar, dass das betreffende Mikrofon sein Polar-Pattern sowohl im direkten als auch diffusen Schallfeld exakt einhält und der Frequenzgang dort genau gleich verläuft wie im direkten Schallfeld.

Schoeps wirbt je gerne damit, dass ihre Kleinmenbraner diesem Ideal sehr nahe kommen.
GM-Mikrofone verhalten sich da in der Regel gerne eher "chaotisch", bei denen ist ja schon das Polar-Pattern des Direktschalls sehr unausgewogen - was aber in der Tat den speziellen Klangcharakter des Mikros ausmacht, und natürlich sinnvoll ist, wenn es zur Quelle passt und gewünscht ist.
 
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