Tipps für guten Live-Keyboardsound - Lektion (2) Die Linke Hand und die dritte Hand..

tja, vielleicht sollten hier einfach die Gitarristen ein bisschen üben - in meiner letzten Combo spielte unser Gitarrist beide Parts bei dem Song- und das klang zwar nicht 100%ig original - dafür aber richtig geil...

Ich würde niemals so einen Part übernehmen, weil andere zu faul sind - und wenn es nicht geht, lässt man den Part halt weg und arrangiert den Song um. :)
 
tja, vielleicht sollten hier einfach die Gitarristen ein bisschen üben - in meiner letzten Combo spielte unser Gitarrist beide Parts bei dem Song- und das klang zwar nicht 100%ig original - dafür aber richtig geil...

Ich würde niemals so einen Part übernehmen, weil andere zu faul sind - und wenn es nicht geht, lässt man den Part halt weg und arrangiert den Song um. :)

Genau!

Warum sollte es immer 100% original klingen? Das Original gibt es doch schließlich schon ;)

Ich für meinen Teil und die restlichen 5 Musiker unsere Band (Top-40 Pop und Rock, englisch/deutsch/Kölsch) machen jedenfalls alles "per Hand" - ohne Samples/Sequenzer/Phrasen. Das klingt nie 100% original (manchmal nicht mal 60% original), aber original nach uns und - lt. unserem Publikum - "erfrischend anders als die zweiundachtzigste Cover-Version". Geil ist es sowieso, aus einem bekannten Song etwas Anderes zu machen :)
 
Gut, bei uns kommt wohl noch hinzu, daß wir eben keine Top40-Band sind, die dieselbe Soße wie alle anderen Top40-Bands spielt und dann irgendwie sehen muß, daß sie sich mit demselben Repertoire von den anderen Bands absetzt. Wir haben etliche Songs, die wohl sonst keiner spielt, und fast nichts mit irgendeiner Top40-Band gemeinsam (außer vielleicht Celebration von Kool & The Gang, aber das ist ja auch simpel). Und die sind im Original häufig so dicht/ausgefuchst und gleichzeitig markant arrangiert, daß ein Ausdünnen wirkt wie entweder nicht gekonnt oder nicht gewollt.

Damit, daß ich möglichst nah am Originalarrangement bleibe, möchte ich außerdem meinen Bandkollegen, dem Publikum und letztlich auch mir selbst beweisen, daß ich selbst solche Monsterarrangements weitgehend replizieren kann.

Und pianistisches, händisches, einfach arrangiertes Spiel überlasse ich meinem Kollegen, dem Vollblutpianisten.


Martman
 
+1

Wir spielen übrigens meistens ohne Klick, da man mit vielen Tricks vermeiden kann, dass ein Sequenzer oder Loop laufen muss.
In den wenigen Songs, wo es ein Markantes Delay "Mit TEMPO" oder einen Loop gibt, den ich per Tastendruck triggere bekommt unser Drummer das Tempo und spielt dann nach Klick. Für unsere Programm wäre das aber kein Beinbruch, wenn Klick gar nicht ginge.
 
Also ich möchte hier auch mal meine Meinung sagen. Ich bin absoluter Gegner von Euren "Programmierungs-Tricks".
Ich spiele alles absolut live, obwohl ich "nur" 2 Hände habe. Ich habe ein 3-er Set, unten MOTIF von Yamaha und dann in der Mitte den XP 30 von Roland und oben den JP 8000 von Roland.
Ich mache Rockmusik und mehr als 3, 4 oder 5 Sounds brauche ich nicht pro Titel.
Der JP 8000 dient als Solo, der XP 30 als Bläser und Streicher und Effekte und der MOTIF als Basis für Pianos, Orgeln, Brass usw.
Also, ich bin voll zufrieden und in der Band habe ich als musikalischer Leiter meinen Stellenwert.
Musik soll nicht in "Programmier-Arbeit" ausarten, sondern einfach nur Spass machen!

MfG

Eberhard
 
Der Sinn und Zweck des ursprünglichen Beitrags ist leider nicht bis zu Dir durchgedrungen.
Es geht hier um das Live-Spielen ohne Sequenzer! Es geht hier eher darum, wie man als Keyboarder dennoch 2 Parts gleichzeitig anbietet in dem man mit der linken Hand nicht im Bassbereich herumhämmert. Daneben geht es auch darum, wie man mit ein paar Tricks einen dritten Part anbieten kann. Fast alles OHNE Programmierung, sondern durch Benutzung der Layer- und Splitfunktion. Inwiefern dass live noch Spaß macht, muss jeder für sich entscheiden. Manchmal ist weniger mehr- aber manchmal kommt es eben DOCH auf die Größe an.
 
ich finde meschen die irgendwelche dinge "absolut" sehen immer irgendwie ein bisschen eigenartig..
vor allem wenn dann völlig substanzloses geschrieben wird..
 
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Ich für meinen Teil halte das so, dass ich mich nach der Art des Songs richte. Die meisten Sachen spiele ich Live und benutzte dafür recht viele Tastertur-Zonen und auch anschlagsabhängig getriggerte Sounds. Einige Melodie-Linien spiel ich auch mit der linken Hand im Bassbereich (Transponierte Zone). Wenn aber der Song einige typische Sequenzer-Linien, Drumloops, oder ähnliches erforderlich macht, kommt auch mal was aus der Kiste, oder aus dem Arp. Dann bekommt auch der Drummer einen Klick. Wir legen uns da nicht fest. ;)
 
Ich kann mit vielen Meinungen hier konform gehen. Es kommt halt auf die möglichkeiten an, die man zur Verfügung hat, sei es spielerisch oder auch technisch, aber auch darauf, was man bereit ist zu investieren.
Klar, habe ich einen Anspruch an mich, und wenn es um's Covern geht, halte ich mich in der Regel auch an das Original. Aber in vielen Fällen muss man halt Abstriche machen, wenn man nur über eine Standardbesetzung verfügt. Und somit wird dann erst einmal gefiltert, welche Spuren wichtig sind und auf welche man verzichten kann. Manchmal hilft es auch, wenn man sich nach einer anderen Version umschaut. Von vielen Songs gibt es ja nicht nur eine Version, sondern evtl. Live-Versionen der Originalband, wo schon mal das Arrangement nicht so überladen ist wie im studio, oder man hört sich einfach mal Coverversionen von anderen Bands an, um sich Eindrücke zu verschaffen, wie es auch anders arrangiert klingen kann. Letzlich gibt es von vielen Songs auch unplugged Versionen, die zeigen, wie spartanisch der Song trotzdem noch klingen kann. Am Ende bleibt meist trotzdem noch mehr über, als man bewältigen kann.
Ich tu mich halt nur schwer, wenn ich als Keyboarder alle Lücken schließen soll incl. der Instrumente, die wir sowieso in der Band haben. Dass das Sax Solo an mir hängen bleibt, weil wir keinen Saxofonisten haben, ist schon klar. Dass ich dann auch gerne das Saxofon zu einer eine röhrigen Orgel mutieren lassen kann, ist dann wieder eine andere Sache.
Es ist auch allgemein kein Geheimnis, dass man viele Dinge durch Einsatz eines Sequenzers kompensieren kann - für den natürlich auch der Keyboarder zuständig ist -, und darum mag's in diesem Thread ja auch ein wenig gehen, vor allem, wenn wir über die dritte Hand reden. Hier halte ich's aber i.d.R. so wie BinaryFinary. Ich versuch so viel wie möglich mit Programmierung und Tasten-/Fingerakrobatik hinzubekommen. Wenn's dann aber für den Song unabdingbar ist, läuft auch mal der Sequenzer oder der Sampler, z.B. bei Genesis' "Mama", das ohne den durchlaufenden Drumgroove gar nicht geht. Bei "Why Can't This be Love" nutze ich für das Intro einen Arpeggiator (geht vermutlich auch anders), bei anderen Songs kommt hier und da und dort mal eine kurzer Sample-Phrase zum Einsatz, manchmal mehr als Gimmick, wie z.B. Joanna in der Version von Peter Wackel kommt der Chor "Du geile Sau" vom Sampler, ist mir anders zu blöd (ist so schön blöd genug), bei Tim Toupet's "Fliegerlied" hab ich meine Mädels und Ihre Freundinnen zu Hause mal "Hallo Flieger" rufen lassen, was ich in der ersten Strophe einwerfe :D
Alles legitim, alles dem Publikum ehrlich verkaufbar, und damit fühle ich mich auch ok.
Bei manchen Songs diskutieren wir immer mal wieder. z.B. hätten meine Jungs gerne das Shakahuchi am Anfang von Sledgehammer vom Sampler. Ich finde nach wie vor meinen programmierten Sound ok, und es wäre mir zu blöd, an einer Stelle, wo ich beide Hände frei habe, etwas was man auch selbst spielen kann, vom Band kommen zu lassen, nur weil's bei mir vielleicht nicht 100% ok klingt. Ich lass ja unseren Gitarristen auch den Anfang von "Sweet Child of Mine" selbst spielen, obwohl's gesampelt vom Original besser klingen würde :p

Fakt ist, dass man sich nicht zu sehr überladen sollte, so dass der Gig nicht in Stress ausartet, sondern man noch relaxed abrocken und Spaß haben kann. So wie Martman das praktiziert, mag das ja toll sein, und alle Achtung, wie viel Arbeit er in die Umsetzung der Songs setzt, aber wäre definitiv nichts für mich.
 
Dass das Sax Solo an mir hängen bleibt, weil wir keinen Saxofonisten haben, ist schon klar. Dass ich dann auch gerne das Saxofon zu einer eine röhrigen Orgel mutieren lassen kann, ist dann wieder eine andere Sache.
Hm, ich stell mir gerade vor, das zu spielen auf einem Blaswandler oder gar einer Eigenharp Pico, vielleicht gar angeschlossen an einen Physical-Modeling-Synth. Klingt vielleicht nicht ganz so unecht...

wie z.B. Joanna in der Version von Peter Wackel kommt der Chor "Du geile Sau" vom Sampler
Die Frage, die uns jetzt unter den Fingern brennt, ist, wen hast du dafür abgesamplet?

z.B. hätten meine Jungs gerne das Shakahuchi am Anfang von Sledgehammer vom Sampler. Ich finde nach wie vor meinen programmierten Sound ok
Trittst du noch mit Kurzen auf? Dann kann ich dir das als KRZ schicken. (Mein Lieblingsthema, sozusagen, ich weiß...) Für die PC3K-Fraktion könnte ich später mal sehen, ob ich das Sample/die Keymap als KRZ exportiert kriege, da sollte der PC3K eigentlich nicht meckern, zumal das alles vom Sample kommt ohne Einsatz von Hüllkurven etc.

*sich 'ne CD mit der Emulator-Werkslibrary im Akai- oder Kurzweilformat wünsch*


Martman
 
Die Frage, die uns jetzt unter den Fingern brennt, ist, wen hast du dafür abgesamplet?
...ganz brutal vom Original, mittendrin rausgeschnitten ;)

Trittst du noch mit Kurzen auf? Dann kann ich dir das als KRZ schicken.
Du meinst das Sample im Format für den Kurzen? Danke für das Angebot, aber das wäre mir zu umständlich, weil ich mit dem SP404 viel flexibler bin. Gerade bei solchen Samples, die man im Grunde nur als WAV aus einer Aufnahme rausschneiden muss, um sie später als Phrase abzufeuern, gibt's nichts einfacheres. Ich nutze meistens WaveLab oder auch mal Audacity, speichere das auf die Karte, import auf dem SP404 und fertig. Auf dem Keyboard müsste ich für diesen Sample immer erst einen Layer erstellen, die KeyMap anpassen, was zugegeben auch nicht so kompliziert ist. Aber beim nächsten Einschalten muss ich für solche Sounds/Setips immer erst die Samples laden, so auch Wartezeiten hinnehmen, wenn mal ein Stromausfall war. Das SP404 ist in wenigen Sekunden mit allen Samples einsatzbereit.
 
Zuerst: ich bin der 100% Traditionalistlangweiler und spiele zZt Progrock (bin aber eher der Funk/Soulmensch). Daher ist mein Soundspektrum begrenzt für alle Songs auf Cp70/Rhodes/Hammond/Mellotron/StringPad/Cello und 2 Analogleads. That's all. Ich fand anfangs in der Progband das spielen mit 2 Keyboards lästig, und noch immer eine Herausforderung. Meine Tipps

1) Wenn du 2 Keyboards gleich spielst, verwende dann bei max. einen einen "Velocityabhaengigen Sound".
> ich spiele Streicher immer "Platt und mit Volumenpedal"
> Hammond ist hervorragend nebenbei spielbar, Klavier eher nicht

2) (aufwaendig!!) Arbeite deine Arrangements immer ZUHAUSE aus!
> ich mache eine fast vollständige "Studioaufnahme" von jedem neuen Song und spiele rein wo auch immer ich Bock drauf hab
> im Proberaum entscheide ich dann was essenziell ist, und was ich versuche umzusetzen
> in meiner Erfahrung geht Experimentieren mit 2 (oder mehr) Keyboards einfach nicht

3) beim Ueben: immer 2 Takte früher anfangen (!!!). Also nicht "okay wir spielen jetzt die Bridge nochmal!" aber "wir fangen 2 Takte vor der Bridge an". Damit trainiert man auch die wilden Soundwechsel.

ich denke immer, Gitarristen stampfen auch nur mal das ein oder andere Pedal an und aus, und wechseln -zwischen- Songs mal die Gitarre. Warum soll ich dann halsbrechende Touren machen? Kann man natürlich in einer Coverband nicht immer :)
 

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