Tipps zum Abmischen & Probleme!!

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oddsetking
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Hi,
Wir haben jetzt alle Instrumente aufgenommen (Bass,Schlagzeug,Gitarre)
Und alles auf verschiedenen Spuren also Bass,Verz.Gitte,Cleane Gitte,Solo-Gitte,Basedrum,Snare,Overhead-Mikro beim Schlagzeug, und der Gesang kommt die Woche jetzt irgendwann.So, jetzt meine Frage:

Wie mischt ich das jetzt gut ab??Muss man da irgendetwas beachten??Wie bekomm ich die Gitarre druckvoller, usw....

Und ich habe noch ein Problem: Der Bass ist bei den tiefen Tönen laut genug, bei den hohen jedoch viel zu leise, was kann ich da machen??Hab schon mal im EQ rumgespielt aber da kam ich auch zu keiner Lösung.Was muss man denn da einstellen?Als Programm verwenden wir Cubase VST32 5.0.

Und noch was, wir möchten gerne einen Flanger-Effekt über alle Instrumente legen, bei einem bestimmten Lied, aber auch nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.Wie stelle ich jetzt ein, dass der Flanger-Effekt bei dem bestimmten Punkt aufhört, bzw. wo er anfängt.Geht das überhaupt??

Wäre echt nett wenn ihr mir hier mal ein paar antworten geben könntet, ihr kennt euch da doch sicher besser aus als ich.Dankeschön schonmal im vorraus ;) !!
 
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Hi!

Ein paar Grundregeln für das Abmischen kann ich euch hier mal geben. Ich fange einfach mal mit den Instrumenten an

Drums: Die Bassdrum und Snare kommen in die Mitte des Stereobildes. Beide vertragen einen Kompressor, damit sie so richtig knallen. Wichtig ist auch ein Equalizer. Mit dem schneidet ihr bei der Bassdrum die Höhen ab, damit es kein Gematsche mit den Overheads gibt. Das gleiche macht ihr dann umgekehrt bei den Overheads. Der Snare gebt ihr noch einen kurzen Hall mit auf den Weg.

Bass: Das mit den Lautstärkeunterschieden bügelt ihr am besten mit nem Kompressor aus, aber wahrscheinlich müsst ihr den nochmal aufnehmen und direkt bei der Aufnahme schon komprimieren. Legt den Bass EQ- mäßig über oder unter die Bassdrum, damit sie sich nicht gegenseitig auslöschen.


Gitarren: Die Gitarren doppelt ihr am besten, dass heißt die vorhandene Gitarrenspur nochmals einspielen. Gutes Timing ist dabei das A und O!Dann legt ihr eine Spur ganz nach rechts, die andere nach links ins Stereobild. Eine Spur verzögert ihr um ca. 5- 8 ms, so gibts ein fettes, räumliches Brett.
Dann schneidet ihr bei den Gitarren die unteren Frequenzen ( Bässe und Tiefmitten) raus. Das ist superwichtig, da sonst der Bass nicht zur Geltung kommt! Allein klingen die Gitarren dann zwar recht dünn, im Gesamtmix gibts aber nen Supersound. Komprimieren ist meistens nicht notwendig, wenn ihr per Mikro und Röhrenamp aufgenommen habt, da diese meist selbst schon komprimieren. Sologitarre in die Mitte des Stereobildes

Vocals:
Im Stereobild mit Snare und Bassdrum in die Mitte, komprimieren, ein wenig Hall, aber nicht zu viel, sonst matscht es. Lautstärke hervorheben. Gesang ist das wichtigste.

Mastern: Den Gesamtmix in Steinbergs Wavelab ( gibts bei KazAa, spart euch die paar hundert euro :)) komprimieren, Puncher rein, damits auch schön knallt, EQ`n. Ihr könnt auch Aufnahmen von Bands, deren Sound euch gefällt mit Wavelab analysieren( Frequenzgang usw) und euren Mix danach ausrichten. Da könnt ihr dann auch den Flanger einsetzen. Wie genau müsst ihr selbst rauskriegen, dauert sonst zu lange.

So, wenn ihr richtig aufgenommen habt, könnte das schon nen netten Mix ergeben. Hoffe ich hab euch geholfen. Bis denne !
 
ja, danke für die Antwort, hat mir schon weitergeholfen.
Die CD soll ja nur ne Demo werden also nichts superperfektes, nur man sollte sich halt net schämen wenn man sie hört ;)

Also den Bass nochmal neu Aufnehmen werden wir nicht, das steht schonmal fest.Kann man denn da jetzt nichts mehr machen ausser durch nen Kompressor jagen??Und kann man da nichts am EQ einstellen z.b die Höhen hervorheben??Bei welchen Frequenzen wären die denn dann??Am beste so damit die Nebengeräusche nicht auch noch verstärkt werden.
 
Hi oddsetking,
zum Bass:
der Kompressor kann schon viel ausrichten, probier das einfach mal aus.
Im wesentlichen macht ja der Kompressor die lauten Töne leiser, und gleicht somit die Lautstärkeunterschiede aus. Versuche einfach die Ratio im Kompressor so hoch zu fahren das die Unterschiede gering sind (wenn du über 8 hinausgehst kann es eng werden ;) ).
Aber Vorsicht, überkomprimieren klingt auch schlecht - hörbares "Pumpen", Flattern etc. Wenn die hohen Töne immer noch zu leise sind, könnte man es mit EQ-Einstellungen probieren, wobei der Gesamtsound des Basses schnell nicht mehr klingen könnte. Wie findest Du nun die richtige Frequenzen der hohen Töne?
Du kannst mit schmalbandigen EQ-Einstellungen (Q) , hohen Gain-Einstellungen (+10 db) und Frequenzverschiebungen danach suchen. Also starte die Bass-Spur solo, und stelle +10db ein und ein schmalbandiges Frequenzband (Bsp.:Q ca. 3 oder höher), nun schiebst Du mit dem Frequency-Regler (starte einfach ab 200Hz) durch die Frequenzen, irgendwann wirst Du feststellen, wann die hohen Töne besonders laut werden. Nun kannst Du die Frequenzeinstellung belassen und mit den restlichen Parameter das Richtige herausfinden.
Wenn das auch nix bringt, musst Du neu aufnehmen.

Zum Flangereffekt:
Ich bin jetzt kein Cubase VST32 5.0-Spezialist, aber soviel ich weiß, kann man in VST32 auch Parameter automatisieren.
Also den Flanger in die Masterspur setzen (Es ginge auch anders mit Gruppenkanälen, wenn Du alle Instrumente zu einer Gruppe routest und dort den Flanger einsetzt und von der Gruppe zum Master), aber der Einfachheit halber geht's auch so.
Flanger einschalten, Automation mit W für Write anklicken, Sequenzer starten, an der Stelle wo der Flanger aufhören soll den Bypass bei dem Flanger setzen und fertig. Danach die Automation auf Read setzen damit die Automation auch "gelesen" wird. Es geht auch, wenn man die Automationskurve des Flangers nachbearbeitet.
Der Tipp ist allerdings ohne Gewähr, da wie gesagt es so bei Logic oder Cubase SX fkt., aber bei VST weiss ich es nicht genau. Nur vom Prinzip sollte es so gehen. Vielleicht kann ja ein VST-Spezialist noch was dazu schreiben.

Grüße
Andreas
 

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