Tips gegen Ohrblockaden?

von Dysnomia, 30.12.19.

  1. Dysnomia

    Dysnomia Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.12.19   #1
    Hi,

    bin neu hier und danke für Aufnahme/Zulassung :)

    wenn ich mit der Kopfstimme singe, blockiert sich oft ein Ohr von mir. Das Problem löste sich anfangs als ich begann mit Kopfhörern zu singen und Musik und meine Stimme dadurch hörte. Ach und die Füße warmhalten.
    Aber jetzt hab ich das wieder und das ist so nervig. Hat sich auch nichts angestaut im Ohr, es fühlt sich genau so wie im Flugzeug und ”öffnet” sich manchmal mit Schlucken, kommt kurz darauf aber wieder.
    Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich auf beiden Seiten Tinnitus habe seit meiner Kindheit. Vielleicht kann dadurch der Druck nicht ausgeglichen werden? Oder spielen die Tonsillen eine Rolle? D:

    meint ihr, das könnte mit einem verspannten Nacken zu tun haben?

    Danke im Voraus :)
     
  2. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 31.12.19   #2
    Ich hab das auch und der HNO sagt: Pech. Man kann ab und zu ne Nasenspülung machen und/oder Nase zuhalten und Luft rausdrücken.

    Wenn du Glück hast, hast du nur Wachs in den Ohren. Einfach ausspülen. Kann man mit ner Pumpe auch selbst machen. Gibt es in der Apotheke.
     
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  3. Dysnomia

    Dysnomia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.20   #3
    Hey :)
    Danke für deine Antwort.
    Ohren sind sauber, daran wird es nicht liegen. Ich vermute, es liegt an dem Nacken/Rücken. Jedenfalls geht es
    grad mit dem Druckausgleich wieder viel besser, nach dem sich der Nacken etwas gelockert hat und ich eine Pause eingelegt habe.
    War an dem Tag wohl etwas zu laut. Stellte sich heraus, dass meine Kopfhörer langsam den Geist aufgaben und ich habe es sehr spät realisiert :weird:

    Danke nochmal.
    Lieben Gruß
     
  4. Gast 287696

    Gast 287696 Guest

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    Erstellt: 02.01.20   #4
    Das gleiche Prob habe ich auch ab und an. Habe meine Mandeln noch, nur zur Info, diese sind aber vergrößert und können aufgrund meines Alters nicht mehr ohne enorme Blutungsgefahr entfernt werden. Der Übeltäter sitzt zwischen Rachen und Mittelohr und nennt sich "Eustachische Röhre". Diese dient dem Druckausgleich. Ist diese Röhre verschlossen, sei es durch erhöhten Blutdruck, wie bei mir beim Spielen, oder durch Schwellungen oder sonst was, hast Du dieses komische Gefühl, das auch bei den Tauchern vorkommt und durch Schnauben beseitigt wird.

    Da kann die Luft im Mittelohr nicht mehr "pulsieren", sie staut sich und drückt von innen gegen das Trommelfell und schwups hörst du schlechter, bis durch Schnauben die Röhre wieder aufgeht. Gähnen hilft auch manchmal beim Rachenlüften.
     
  5. Dysnomia

    Dysnomia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.20   #5
    @Drummerhexe danke für die verständliche Erklärung :) so, wie du das beschrieben hast, scheinen dann die Mandeln dann keine Rolle beim Druckausgleich zu spielen. Hab auch vergrößerte Mandeln, aber solange die mich sonst nicht stören oder mir wehtun, glaube ich nicht, dass die da rausmüssen.

    Bevor ich sang, wusste ich nicht mal, dass so eine Röhre zum Druckausgleich existiert :D
     
  6. antipasti

    antipasti Singemod Moderator

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    Erstellt: 02.01.20   #6
    So genau wie @Drummerhexe wusste ich es auch nicht. Mein HNO sagte sowas wie "da geht es um Wege so dünn wie ein Haar". Zur not bestenfalls selbst mal hingehen. Ein Musikerforum ersetzt keinen Arzt
     
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  7. Gast 287696

    Gast 287696 Guest

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    Erstellt: 03.01.20   #7
    Doch, vergrößerte Mandeln können den Eingang der Röhre auch verstopfen! Mir wurde geraten, deswegen auch die Mandeln entfernen zu lassen, was ich nicht gemacht habe, da bei älteren Menschen die Gefahr des Verblutens besteht, nicht im Krankenhaus, sondern ca.7-10 Tage später, wenn sich der Schorf löst und die dicken Adern im Rachen wieder aufgerissen werden. Abdrücken ist da nicht, man kommt nicht hin....

    Was ich auch noch merke, ist, wenn ich mal wieder etwas lauter unterm Kopfhörer gespielt habe, daß sich die Ohren etwas zuziehen. Ist am nächsten Tag aber wieder weg. Für die jenigen, die meinen, dann spiel halt nicht so laut, ich bin seit meiner Kindheit schwerhörig.... und meine Ohren reagieren da etwas träger.

    (Drum wurmt mich auch die EU-bedingte Lautstärkebegrenzung der mp3-Spieler, weil ich einfach keinen lauteren Pegel mehr rausholen kann.)
     
  8. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 07.01.20   #8
    Die Ohrtrompete ist fast so eng wie ein Haar dick ist. Eigentlich sollte sie beim Singen nicht verstopfen, da die Bewegung im Gaumen sie eher offen spannt. Wenn mein Blutdruck im Keller ist, hab ich sogar mal das Gegenteil, dass ich mich brutal laut von Innen höre :eek:

    Es gibt viele Gründe warum die Ohrtrompete verstopft und dann Druck im Ohr entsteht. Nämlich alles, was in dem Bereich zu Schwellungen führt. Da können also alle akuten und chronischen oberen Atemwegsinfekte sein, inklusive Mandelproblemen, Sinusitis, schiefe Nasenscheidewand, Polypen, Allergien, Reflux. Mittelohrprobleme können den Gang auch selbst verstopfen, aber da hat man häufig noch andere Probleme und ist in diesem Fall wohl nicht relevant.
    Auch Durchblutungsstörungen können den Gang zuschwellen lassen, die den venösen Rückfluss blockieren, z.B. iwas was Druck im Hals oder Brustkorb verursacht oder man hat angeboren recht kräftige Venen auf einer Seite. Vllt hat es sogar was mitm Tinitus zu tun, besonders wenn es ein tiefer, rauschender ist.
    Kann mir auch vorstellen, dass eine ungünstige Gesangstechnik die Ohrtrompete auch zuschwellen oder durch komische Gaumenakrobatiken mechanisch verstopfen kann.

    Also falls das ständig ist, auch mal beim Sprechen, mal nen HNO Arzt schauen lassen. Wenn es nur beim Singen ist, mal etwas rumprobieren und mal aufmerksam sein, wann das immer passiert. Vielleicht findet sich dann mal ne Situation bei der man das beheben oder sogar vermeiden kann!
    Babys schreien ja im Flugzeug den Druckausgleich zu machen. Gut vorbereitete Eltern stillen bzw. lassen es aus der Flasche nuckeln. Am effektivsten natürlich sich Nase und Mund zuhalten und dann Ohren aufpusten. Schlucken hilft ja auch, sowie Gähnen. Also alles was das Gaumensegel hebt. Dazu gehört auch Singen :) deswegen rumprobieren!
     
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  9. Dysnomia

    Dysnomia Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.20   #9
    @Drummerhexe die EU hat wieder nichts besseres zu tun, als irgendwelche Begrenzungsregelungen in Kraft zu setzen. jeder sollte sich selbst den Gefahren bewusst sein. Ich hoffe, dass es da Lösungen für dich gibt. Vielleicht begrenzt sich die Regelung dann nur Handys und man kann das irgendwie mit App/Programmen umgehen. Kenne mich da nicht aus.

    @Vali Vielen Dank für die sehr ausführliche Antwort :) woher weißt du das alles? :eek:
    Du kannst plötzlich lauter werden von innen? kann mir das nicht richtig vorstellen :o also ich höre dann meine eigene Stimme im Ohr und das nervt höllisch. Es passiert mir aber viel öfters im Winter als im Sommer, weshalb ich davon ausgehe, dass die Temperatur/Blutdruck eine Rolle spielt.
    Der Tinnitus ist bei mir ein sehr hoher Ton.
    Ob das wirklich mit der Gesangstechnik zu tun hat? Vielleicht wird es ja irgendwann besser mit mehr Übung :D
    Also wenn ich merke, es passiert erneut und sofort etwas den Hals entspanne und mich bewege, geht es meistens wieder.
    Frag mich, ob die Hals Länge auch irgendeinen Einfluss hat, mein Hals ist zumindest ziemlich lang :ugly:

    Ach zu den Babies im Flugzeug: ich glaube Babies und Kinder schreien eher, weil der Druck im Flugzeug für manche ziemlich schmerzhaft ist :eek:
     
  10. Gast 287696

    Gast 287696 Guest

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    Erstellt: 12.01.20   #10
    Der Blutdruck und die Temperatur spielt eine große Rolle bei Ohrgeräuschen! Das kann ich bestätigen und das hat meine Ohrakustikerin auch gesagt. Je schlechter die Durchblutung, desto lauter die Geräusche, weil die Hörzellen Mangel leiden und Alarm senden, auch wenns keinen Grund dazu gibt. Ist der Blutdruck zu hoch, pfeifts auch mehr. Ich habe beim Trommeln auch schon unterschliedliche Sachen feststellen können.

    Ich habe kein Smartphon, nur nen Mp3-Player seit neustem, da gibt es ein Programm im I-net, mit dem man die Songs lauter machen kann, das endet allerding bei 105 dB. Ist bei mir unterm Kopfhörer angenehme Lautstärke, könnte noch lauter sein, denn man muß bedenken, 105 dB sind schon sehr laut für Normalhörende,ich bin sehr schwerhörig und muß auch noch das Klappern der Stöcke auf dem Pad übertönen, wobei der Kopfhörerausgang am Modul eh schon fast Vollanschlag ist. Vielleicht sollte ich mal über einen stationären Verstärker nachdenken, die die EU-Begrenzung gilt nur für mobile Geräte. EU ist eh nur Bevormundung... wenn man weiß, was die EU mit uns vorhat, .... aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hierher. Kleiner Hinweis: Migrationspakt und dessen geschichtlicher Hintergrund.
     
  11. DarkStar679

    DarkStar679 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.01.20   #11
    vor dem singen, ein spritzer nasic nasenspray und die eustachischen röhren bleiben für ein paar stunden frei.
     
  12. Vali

    Vali Vocalmotz Moderator HFU

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    Erstellt: 16.01.20   #12
    Kein Problem :) bin Ärztin, aber nicht für HNO!
    Erstmal hört es sich an wie durch eine Gießkanne und brutal laut, weil der Gesang ungedämpft vom Hals direkt aufs Ohr ballert. Hab das immer wenn mein Blutdruck niedrig ist. Wenn ich mit der Hand auf der lauten Seite auf meinen Hals drücke und so die Halsvene aufstaue, geht es wieder weg, aber ist sofort wieder da wenn ich loslasse. Da hilft mir nur noch viel trinken, salzig essen und Ausdauersport treiben.

    Das natürlich auch. Das Schreien hilft dann aber auch gleich dagegen. Aber für alle beteiligten ist Trinken mit anschließendem Milchkoma besser :D

    Wenn man selten singt, kann man das vielleicht machen, sonst um Gotteswillen bloß nicht andauernd abschwellende Nasensprays benutzen!! Irgendwann reichen die nicht mehr aus und dann hat man so fette verschwollene Nasenmuscheln bis nur noch ne OP hilft!
     
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