Top einer Harley Benton SC-550 II PAF (Furnier, Dicke, Schichtung)?

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Moin,
habe meiner neuen Klampfe ein Faber ABR-1 & Stoptail inkl. E-serts spendiert.
Nach dem Ziehen der Einschlaghülsen habe ich den Querschnitt der Ahorndecke/Body freigelegt.
Dem Hersteller nach soll es sich bei dem geflammten Top um ein dünnes Furnier (Veneer) handeln, welches zur Zier auf eine über 1 cm dicke Ahorndecke geleimt wurde.
Irgendwie kann ich aber keine Schicht erkennen, aus der das Furnier ersichtlich wird. Ich habe mal ein paar Fotos der ganzen Aktion gemacht.
Deshalb die Frage, wie interpretiert Ihr denn den Aufbau der Decke?

IMG_9839.jpg


IMG_9834.jpg IMG_9832.jpg IMG_9833.jpg IMG_9836.jpg IMG_9838.jpg
 
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Hey,

Furniere sind wirklich dünn.
Da ist man in der Regel im mm- Bereich oder dünner, soviel ich weiß.
Demnach könnte man im 1.ten und den letzten Bildern schon auf sowas schließen.

Bei Volldraufsicht natürlich nicht.

Das so zu erkundschaften dürfte sich bei lackierten Gitarren recht schwer gestalten.

Ohne das selbst je kontrolliert zu haben und besondere Ahnung davon zu haben.

Das Furnier erkennt man gut am " Preis" hier.

Es ist da ... ;) ... Keine Sorge.
 
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Irgendwie kann ich aber keine Schicht erkennen, aus der das Funier ersichtlich wird. Ich habe mal ein paar Fotos der ganzen Aktion gemacht.
Deshalb die Frage, wie interpretiert Ihr denn den Aufbau der Decke?
das Furnier freizulegen würde leider nur mit der Zerstörung deiner wunderschönen Gitarre einhergehen

Wenn es dich wirklich so sehr interessiert, dann könntest du ja im Bereich der Pickups wo die Rahmen befestigt sind, die Lackierung soweit anschleifen und somit das Furnier freilegen, natürlich nur in dem Bereich wo es auch von den Pickuprahmen überdeckt wird damit es mit den montierten Pickuprahmen dann nicht mehr zu sehen ist
 
Rheingauner
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Na ja, man sollte schon meinen, dass der Preis eine massive Decke ausschließt.
Aber das Furnier müsste auf den Bildern als Schicht zu sehen sein?! Die Rillen der Einschlaghülsen sind ja gut zu erkennen und betragen18 mm, ist also eine Großaufnahme des Deckenquerschnitts.
Könnte es nicht Vollholz sein? Ein Fotofinish ist es jedenfalls nicht.
 
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Bholenath
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Soweit ich informiert bin sind solche "Furniere" hauchdünn.
Das ist auch der Clou bei der Herstellung und macht die Ausbeute aus einem schönen Stück Holz erst richtig profitabel. Das so etwas schwer zu erkennen ist scheint selbstverständlich.
Ich kann mir etwas anderes (Vollholz/dicke Furniere/Top Slab) preislich absolut nicht vorstellen.
Aber ich lasse mich gerne von Kundigeren erleuchten. ;-)
 
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das siehst du so nicht, das Furnier ist hauchdünn und eben an der massiven Decke aufgeleimt und darüber gleich die Lackerung.
deine Decke ist schon massiv und kein Pressspan, keine Sorge, nur eben optisch nicht so schön, deshalb bringt man ja ein Furnier an.

Klanglich merkst du keinen Unterschied, und das ist ja was zählt.
 
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Ihr wollt mir so kurz vor Weihnachten doch nicht meine Illusionen nehmen :)
Nein, ich finde die Gitarre ja auch ganz interessant (egal ob Furnier oder Vollholz) und auf jeden Fall eine klasse Grundlage für Upgrades und Optimierungen.

Aber sicher, dass die Furniere tats. so dünn sind, dass man sie auf den Bildern nicht erkennen kann bzw. könnte? Ich frage mich deshalb, weil vor dem Beizen und Lackieren müsste eigentlich geschliffen werden?
Das wäre bei ultradünnen Furnieren recht schwierig. Aber das ist auch nur eine Theorie von mir.
 
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Aber sicher, dass die Furniere tats. so dünn sind, dass man sie auf den Bildern nicht erkennen kann bzw. könnte?
Absolut. Das Top ist ja massiv, nur eben nicht gemasert. Und wenn es eine Fototapete ist, wird ohnehin nix gebeizt.

Ich hatte 2009 eine der allerersten FGN Lester beim Rockland in Witten gekauft. Wunderschönes Tigerstripe Furnier. Hatte sogar ein klein wenig optische Tiefe. Das Furnier war im Querschnitt trotzdem unsichtbar.
 
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Schnabelrock
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Schicke Dichtung > dicke Schichtung
 
glombi
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Veneer kann man auch mit Fassade/Verblendung übersetzen. Dann muss es kein Furnier sein.

Gitarrenfunier ist vor dem Schleifen ca. 0,6mm dick. Kann an einer geschliffenen Kante schon schwierig zu erkennen sein?

Gruß,
glombi
 
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Achte mal drauf, wie unauffällig der Übergang zwischen der Ahorndecke und dem Korpusholz auf Deinen Fotos ist, und da stoßen immerhin zwei unterschiedliche Holzarten aufeinander. Bei grundsätzlich gleicher Holzart, nur mit unterschiedlicher Maserung, wird ohne hochwertige Ausrüstung für Makrofotografie kaum ein Übergang auszumachen sein. Jedenfalls, wenn das Furnier fachmännisch aufgeteilt ist.
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aufgeteilt.... Sch.... Rechtschreibkorrektur
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aufgeleimt!!!
 
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@nacrainter18
Ich verstehe Dich... Rechtschreibkorrektur ist auch einer meiner größten Feinde.
Vor den Touchscreens aber teils noch schlimmer bei mehrfachbelegten Tasten "am Handy".
Da wollte ich auch schon mal mit jemandem Abends Aids trinken gehen.
Also das hier geht noch. Hatte ich verstanden.

Zum Thema:

Ja ich denke auch dass es bei 2 gleichen Holzarten sehr, sehr schwer werden würde das auszumachen.
Vielleicht hat manch Fachgeübter der häufig furniert da auf irgendeine Art ein Auge für, oder weiß wo er vielleicht schauen muss und / oder mit von Dir genanntem Equipment halt.

Also ich würde da nach wie vor ( da fachmännisch gebaut ) den Preis als Identifikationsmittel nehmen wenn ich der TE wäre.
So gemaserte Decken habe ich in dem Preisbereich "noch selber" nicht gesehen.

Aber eine Decke ist ja da.
Der TE sollte das also nicht als Klang- oder Qualitäts- Kriterium sehen wenn er nur ein Furnier hat.

Maserungen hört man bestimmt nicht und werden als vollmassive Decke bei höherpreisigen Gitarren der Optik und des Charmes wegen öfter verwendet.
Es macht Gitarren in dem Moment tatsächlich nur "höherpreisiger".
Und nicht klanglich besser.

Ich würde mich über die schöne Gitarre so freuen. Unabhängig von einem Furnier.
Die Decke ist ja da und real.
Durch das Furnier sogar noch in sehr schön.

Du "hast" also eine schöne Decke.
Das ist doch alles was zählt.
 
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Achte mal drauf, wie unauffällig der Übergang zwischen der Ahorndecke und dem Korpusholz auf Deinen Fotos ist, und da stoßen immerhin zwei unterschiedliche Holzarten aufeinander. Bei grundsätzlich gleicher Holzart, nur mit unterschiedlicher Maserung, wird ohne hochwertige Ausrüstung für Makrofotografie kaum ein Übergang auszumachen sein. Jedenfalls, wenn das Furnier fachmännisch aufgeteilt ist.
So langsam glaube ich auch, dass das ein Furnier ist und sich auf den Bildern nur nicht richtig erkennen lässt. Da kam das IPhone dann doch an seine Grenzen! Ich habe mittlerweile auch erfahren, dass das (sehr dünne) Furnier unter starkem Vakuum auf die Decke geleimt wird. Da ich demnächst die Elektrik tausche und dem Halstonabnehmer einen neuen Magneten verpasse (der Magnet wurde von Rockinger eben geliefert), versuche ich mal mit einer Spiegel-Reflex-Kamera ein besseres Makro zu schießen.

Du "hast" also eine schöne Decke.
Das ist doch alles was zählt.
Keine Bange, der Spaß geht mir nicht verloren. Ich bin ohnehin erstaunt, über diese Grundlage als Tuningobjekt, sonst hätte ich ja das Faber-Brückensystem nicht komplett getauscht und viel Zeit ins Abrichten der Edelstahlbünde gesteckt.
Ich habe neulich nach vielen Jahren meine „Traumgitarre“, eine Gibson Customshop R8 VOS, verkauft und wundere mich ein wenig, wie viel Gitarre man für diesen „Billigheimer“ bekommt.
 
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Harley Benton kann übrigens nicht schlecht sein .....

;)

HarleyDrews.jpg
 
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Das stimmt.
Gut ist nicht zwangsläufig mit teuer verbunden.
Und schlecht nicht mit billig.
Beides kann sich oft unproportional zusammenfinden.
 
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Eddie_C
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Ich habe früher häufig furniert, klassisches Furnier bewegt sich im Bereich um 0,5 bis 0,7 mm, darüber spricht man schon bald von Starkfunier oder Dickfurnier.
Vor etlichen Jahren habe ich Thomann mal wegen der HB Paisley und Rosewood angeschrieben, die gefielen mir, damals ging aus der Beschreibung noch nicht hervor, was da auf der Decke ist (Druck/Furnier/Fototapete...).
Zumindest damals handelte es sich laut Auskunft des freundlichen Mitarbeiters bei beiden um Fotokarton.

Deine Ketarre sieht aber prima aus, was hälst Du von dem Tesla?
 
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Also Fototapete ist es zumindest laut Thomann nicht.
Deine Ketarre sieht aber prima aus, was hälst Du von dem Tesla?
Hmmh, gute Frage. Der Tonabnehmer am Steg klingt eigentlich ganz ok, speziell im Rockbereich mit ordentlich Zerre. Beim Halstonabnehmer bin ich mir noch nicht so sicher. Ich habe den ziemlich weit runtergedreht, war mir clean zu bassbetont. Ich überlege, ob ich da evtl. den Magneten gegen Alnico 3 tausche und dann mal sehen. Aber prinzipiell sind die Dinger besser als ich erwartet habe und ich bin noch in der Gewöhnungsphase. Ich habe übrigens noch einen Satz Leosounds Growldogs, die wollte ich evtl. mal gegentesten, was die Aussagekraft über die Meinung zu den Teslas erhöhen würde. Hast du auch eine Meinung zu den Dingern?
 
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Ok, habe mal in der Pickupausfräsung den Graphitlack abgeschliffen. Da kommt die Schicht, welche das Furnier bildet, ganz gut raus. Zum Größenvergleich, die Ahorndecke hat etwa eine Dicke von 1,5 cm.
Die Frage hat sich jetzt nachweislich geklärt.

05EDFD1A-8855-4336-A0E5-8EFABCE9D73F.jpeg
 
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L
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@Rheingauner Genau das hätte ich Dir auch vorgeschlagen, da kann man es besser erkennen. Einige von den Furnierfolien haben zwar irgendeinen Burst-Look, aber keine plastische Tiefe. Ich hatte mal eine Harley Benton SC550 II Desert Flame Burst - da war das Top sehr schön und plastisch. Hab allerdings kein Bild von der Cavity. In der Beschreibung heißt es da "gewölbte AAA Riegelahorndecke"...was wahrscheinlich marketingtechnisch geschickt formuliert aber so nur zum Teil richtig ist. ;)

Hier drei andere Beispiele:

Vintage V100 AFD: Massive Ahorndecke mit einem überhaupt nicht plastisch wirkenden Furnier
IMG_20220309_204244.jpg



Cort CR300: Massive Ahorndecke ohne Furnier (Plain Top)
cort.jpg



Epiphone Les Paul 50th Anniversary Standard 1960 V3: Massive Ahorndecke mit AAA Ahornfurnier (sieht sehr plastisch aus)
epi2.jpg
 
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