Trittschall Unterdrückung

von Renders, 17.10.16.

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  1. Renders

    Renders Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.16   #1
    Hallo zusammen,

    und zwar hatte ich erst Neulich eine Veranstaltung in einer Turnhalle mit einer Bühne aus Bühnenelementen, also ein Wunderbar Fläche um Schall weiter zu tragen. Im Einsatz waren zwei Mikrofone eins kabelgebunden und eins Funk, beide auf Mikrofonständern auf der Bühne platziert (Funk auch flexibel). Das Problem war das so ziemlich jede Bewegung auf der Bühne zu hören war dar der Mikrofonständer das ganze ans Mikrofon weitergeleitet hat und somit das ganze durch Verstärker und Lautsprecher verstärkt wurde. Jetzt zu meiner frage wie bekomme ich das verhindert, lag es an der Technik oder gibt es dafür eine ganz einfache Lösung.

    Danke im Voraus

    LG
    Timo
     
  2. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 17.10.16   #2
    Was du ansprichst ist Trittschall.
    Da sollte das Mikrofonstativ schon einiges wegdämpfen (außer das senkrechte Rohr ragt unten raus und berührt auch noch den Boden - Aufbaufehler) . Die Beine dämpfen schon einiges weg.
    Die Mikrofone sollten Griffgeräusche auch wegdämpfen, zumindest die besseren und damit auch den Trittschall. Bei billigen Mikrofonen ist oft einiges im Argen.
    Am Mischpult kann man das "Rumpelfilter" einschalten. Das ist ein Hochpass, der Frequenzen typischerweise unter 80 Hz dämpft. Beschriftet ist der zugehörige Schalter mit HPF oder LO CUT ...

    Zusätzlich kann man bei der Mikrofonhalterung Dämpfer einbauen (z.B. so genannte Spinnen), aber das ist nicht immer praktikabel.
    Oder man legt Schaumstoffklötzchen oder eine Schaumstoffmatte unter die Füße des Stativs.
    Oder das Stativ kommt vor die Bühne, wird weiter ausgezogen und hat möglichst keinen Kontakt zur Bühne.

    Am besten verwendet man aber geeignete Mikrofone mit einer guten Griffgeräuschdämpfung.

    Gruß
    Christoph
     
  3. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.10.16   #3
    Hallo Timo, hallo Christoph.

    Ist schon eine perfekte Antwort, Christoph. Ergänzen würde ich noch, dass eine große Fussmatte meist einfach verfügbar ist und unter dem Mikroständer platziert werden kann.

    Was mich aber irgendwie stört, ist die Tatsache, dass es sich um Bühnenelemente gehandelt hat, die die Probleme verursacht haben sollen. Professionelle Elemente sind sehr stabil und haben eine bestimmte Größe, z.B. 1m x 2m. Klar wird auch damit Trittschall a) erzeugt und b) zwischen den Elementen übertragen, aber so heftig?

    Kannst Du uns noch ein paar Informationen zu den verwendeten Mikrofonen geben und wie groß der Besprechungsabstand war? Wurde ein Kompressor im Signalweg verwendet? Wo standen die Boxen?

    Gruß Jürgen
     
  4. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 18.10.16   #4
    Kleine Ergänzung zu Jürgens Fragen: Was für Mikrofonstative wurden verwendet, und hatten diese noch alle Gummistopper auf den "Füßen" drauf?
     
  5. yamaha4711

    yamaha4711 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.16   #5
    Wenn das Pult einen LowCut hat diesen verwenden. Super wenn er durchstimmbar ist, dann auch mal bis 180 Hz hoch ziehen. Ansonsten ganz einfach beherzt mal die Bässe rausdrehen (Shelvingfilter).
     
  6. Renders

    Renders Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.16   #6
    Erstmal danke für die antworten.
    Da es sich um das Equipment vom Verein handelt und nicht um mein eigenes, hab ich nicht von allem genaue Angaben.
    Die ich aber die nächsten zwei Wochen noch nachtragen werde. Was ich sagen kann ist das das kabelgebundene ein
    beyerdynamic ist und das Funk ein Sennheiser ew 100 ist

    Die Anlage ist das vermutlich schlechteste Glied in der reihe und zwar eine Peavey Anlage bestehen aus einem Powermixer
    XR® 684 und 2 Tops dessen Bezeichnung ich gerade nicht auswendig weiß. Die Mikrofonständer sind halt ganz normale
    Mikrofonständer auch mit allen Gummifüßen dran.

    Der Abstand zwischen Person und Mikrofon war jeweils immer unterschiedlich aber ich würde sagen zwischen 20 und 40cm.

    Kompressor oder sonstiges hatten wir nicht nur den Powermixer.
    Wäre es sinnvoll irgendwelche Gerätschaften zu ergänzen die das verhindern wenn ja welche oder einfach ein gescheites Pult und wenn ja welches?

    Das mit den Schaumstoffklötzen wird beim nächsten mal gleich ausprobiert.

    hier ein Bild wie das ganze ungefähr aus sah
    Bühne.jpg
     

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  7. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.16   #7
    Hallo Timo,

    Mikrofonabstand reduzieren auf wenige cm (oder Richtmikrofon für Redner kaufen), Post #2 von @chris_kah und Post #5 von @yamaha4711 berücksichtigen und läuft :great:.

    Mit der Reduzierung des Abstandes musst Du natürlich auch den Mikrofon Gain und/oder die Fader Stellung anpassen (reduzieren).

    Gruß Jürgen
     
  8. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

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    Erstellt: 18.10.16   #8
    Bei dynamischen "Gesangsmikrofonen" (und von sowas gehe ich hier mal aus) ist man mit Distanzen zwischen 20 und 40 cm eigentlich schon jenseits von Gut und Böse, wenn da nicht reingebrüllt, sondern normal gesprochen wird. Ergebnis ist, daß durch den geringen Nutzsignalpegel am Mikrofon die Verstärkung am Pult sehr hoch gefahren wird und damit zieht man unweigerlich auch Nebengeräusche mit hoch, wie in dem Fall eben Rumpeln über Podeste/Mikrofonstative.

    Nah ran an die Sprecher mit den Mikros ist Gebot Nr. 1, wobei man bei wechselnden Rednern zusätzlich das Problem hat, daß die Kombination Handmikrofon/konventioneller Mikrofonständer vom Laien (und das sind nun mal 99% der Sprecher) nicht so unkompliziert in Stellung gebracht werden kann, wie ein kleines Kondensermikro auf Schwanenhals direkt am Pult. Vielleicht sollte man generell mal über anderes Mikrofon-Werkzeug für diese Anwendung nachdenken. Funkmikro ist ja auch Kappes, wenn die Redner nur am Pult stehen...

    In Sachen Entkopplung vom Boden und Rumpelfilter wurde ja auch schon alles gesagt. Wenn die Nebengeräusche zeitlich getrennt vom Nutzsignal auftreten (also nur beim Auf-/Abgang der Redner), hilft natürlich permanentes Personal am Pult, das die Mikros erst aktiviert, wenn die Sprecher in Position stehen. eventuell könnte man das auch über Gates erledigen, wobei es da halt drauf ankommt, daß der Redner beim Sprechen nennenswert lauter ist, als die Nebengeräusche beim Gehen auf der Bühne.


    domg
     
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