Trompete abnehmen...

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rosali9502

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Hallo, ihr Blasmusiker :)

Ich brauche mal eure Hilfe. Ich habe vor, mit einem Trompeter zusammen zu arbeiten und da reicht die simple Kamera-Ton-Aufnahme ja bei weitem nicht aus, dass es gut klingt. Wie bekommt man eine Trompete denn vernünftig abgenommen? Ich habe leider mit sämtlichen Blasinstrumenten gar keine Erfahrung, bin eigentlich Gitarristin.
Tonstudio ist finanziell auch nicht drin.
Was bräuchte ich also an Equipment, um eine Trompete gut abzunehmen? Und wo kann man lernen, damit auch noch gut umzugehen, damit so eine Aufnahme auch gelingt? Leider konnte mir der Trompeter auch nicht weiterhelfen, außer "sehr kompliziert" und "sehr schwer, schönen Klang zu bekommen", deshalb jetzt meine Erkundigung auf eigene Faust.

Vielen Dank für eure Hilfe
 
tmbdan

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Naja. Was hast du an Equipment aktuell da und was kannst/willst du ausgeben?
 
Ralphgue

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Hallo Rosali

Ich vermute ob deines Avatars, das du akustische Gitarre spielst und ev. singst?
Und willst Tonaufnahmen mit 2-3 Instrumenten (Trompete und...) gleichzeitig machen?
Soll es auch Video sein?
Was hast du an technischer Ausrüstung (Mikro(s), Mischpult, Audio Interface, Computer)?
 
rosali9502

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Hallo Rosali

Ich vermute ob deines Avatars, das du akustische Gitarre spielst und ev. singst?
Und willst Tonaufnahmen mit 2-3 Instrumenten (Trompete und...) gleichzeitig machen?
Soll es auch Video sein?
Was hast du an technischer Ausrüstung (Mikro(s), Mischpult, Audio Interface, Computer)?

Richtig, ich singe und spiele akustische Gitarre. Technik ist bei mir leider so gar nicht meine Welt, dafür sie meines Mannes.
Genau, Tonaufnahmen sollen es werden. Muss nicht zwangsweise gleichzeitig, kann auch nacheinander und dann zusammen gepuzzelt werden, u.a. aber auch mit einem Trompeter

Video geht hinterher auch schick über Playback, das wäre weniger das Problem.

Momentan haben wir drei normale Gesangsmikros aus der mittleren-unteren Preiskategorie sowie einen Powermixer. Einen PC hab ich auch, aber bisher keine passende Software gefunden (hab mit dem kostenlosen Audacity experimentiert, aber das ist nichts halbes und nichts ganzes)

Und dazu habe ich einen alten Gewölbekeller, den mein Schatz gerade liebevoll herrichtet.



Edit: Wie viel ich ausgeben kann? Gute Frage. Ich habe keine Ahnung, in welchem preislichen Rahmen ich überhaupt denken muss... Bin aber kein gut betuchter Musiker und auch kein Profi.
 
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Ralphgue

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Der klassische Weg:

Ein Audiointerface, das ist eine hochwertige externe Soundkarte mit u.a. Mikrofoneingängen, via USB am PC.
Ein Recording Programm, genannt DAW für den PC.
Mikrofon und z.B. Gitarre (mit Mikro oder Pickup) ins Audiointerface und 2 getrennte Monospuren in der DAW aufnehmen, Kontrolle über Studiokopfhörer.
Anschliessend Trompete als 3te Spur aufnehmen, der Spieler hört die beiden vorhandenen Spuren und sich über Kopfhörer.
Dann das Ganze, mit dem ein oder anderen Effekt (Kompressor, Hall etc.) in der DAW mischen zu einem Wave File.
Ein Gewölbekeller ist akustisch sehr ungeeignet für Recordings, du brauchst einen "trockenen Raum" (akustisch).

Nenn mal die Modelle deiner Mikros....

Ein lautes Blasinstrument wie Trompete benötigt normalerweise spez. Mikrofone, entweder als Clip am Instrument oder klassisch auf einem Ständer.
Allerdings bewegen wir uns hier recht schnell (Semiprofi) im Bereich von 300-500€, dies ist mit Sicherheit für ein paar Aufnahmen zuviel...
Man kann natürlich auch mit Mittelklasse Gesangsmikrofonen Trompete aufnehmen, hier muss ggf. der Klang später in der DAW nachbearbeitet werden (Equalizer).
Deshalb gibt mal einen Etat (für Alles) an zur Orientierung.
Mangels Erfahrung kann ich keine spez. Bläser Mikros empfehlen, das müssen dann Andere tun...

Zur Orientierung:

Audio Interface:
https://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_umc204hd.htm
https://www.thomann.de/de/presonus_studio_24c.htm

Studiokopfhörer:
https://www.thomann.de/de/beyerdynamic_dt770_pro80_ohm.htm

Einsteigerfreundliche DAW
https://www.magix.com/de/musik/samplitude/samplitude-music-studio/

Alternativ gibt es auch noch Kategorie der Mehrspurrecorder, diese können unabhängig einen Computers mehrere Spuren, auch nacheinander auf SD Karte aufzeichnen, die man dann später in eine DAW überspielt zum Mischen (oder am Gerät eine einfache Mischung macht.)
Diese (Beispiel) kann das und wäre auch noch zusätzlich ein Audiointerface, um ggf. direkt mit dem PC aufzunehmen.
https://www.thomann.de/de/zoom_livetrak_l_8.htm
 
LoboMix

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Für Trompete eignet sich meiner Erfahrung nach das Sennheiser MD 421 sehr gut, vor allem, wenn die Trompete sehr laut gespielt werden soll (was hier aber vielleicht nicht der Fall sein mag). Das Mikrofon (MD 421) wird unmittelbar vor dem Schalltrichter platziert.
Wenn es nicht um das letzte Quäntchen Klangqualität geht, könnt ihr, @rosali9502, ruhig erst mal mit den vorhandenen Gesangsmikros experimentieren. Ein Audio-Interface wie von @Ralphgue schon empfohlen, wird auf jeden Fall benötigt, denn einen (halbwegs) guten Mikrofonvorstärker braucht es unbedingt.

Ein Gewölberaum ist akustisch meistens sehr ungünstig, da die Gewölbe den Schall beim Reflektieren bündeln können, wodurch `Hot Spots´ im Raum entstehen können wo der Schall sehr stark dröhnt. Das müsstet ihr prüfen und im Falle, dass dieses Phänomen in eurem Gewölbekeller auftritt, den Raum akustisch behandeln (was recht aufwändig werden kann).

Das erwähnte "Samplitude Studio" kann ich auch als DAW empfehlen.
 
rosali9502

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Leider habe ich abgesehen vom Gewölbekeller keine Chance, ohne die Nachbarn zu vergraulen... Denn der ist nahezu schalldicht. Ich konnte zwar auf andere Räume ausweichen, dann müsste aber alles umziehen...

Mikro hab ich momentan Behringer XM1800S... Zum Singen wars bisher gut genug
 
LoboMix

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Ein "nahezu schalldichter Raum" ist natürlich eine feine Sache. Das mit den Reflexionen würde ich einfach mal testen, auch, wie hallig der Raum womöglich ist. Für Aufnahmen, die man gut nachbearbeiten können möchte, sind schallarme, "trockene" Räume" besser.
Wenn der Raum zu wenig trocken ist und/oder die beschriebenen Schall-Bündelungen erzeugt, muss man ihn halt akustisch behandeln.
Dazu gibt es hier im Forum reichlich Tipps. Provisorisch und mit relativ geringem Aufwand kann man es mal mit dem Abhängen von (dicken, weichen) Decken probieren, unter das Gewölbe und als "Wandteppiche".
 
Claus

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...Leider konnte mir der Trompeter auch nicht weiterhelfen, außer "sehr kompliziert" und "sehr schwer, schönen Klang zu bekommen",
Der allerwichtigste Klangfaktor ist bei Trompete der Spieler selbst, der Rest findet sich dann.

Zwei einfache Möglichkeiten zuerst: natürlichen Klang auf einfache Art bekommt man mit einem digitalen Audiorecorder, der bei vielen Musikern sowieso vorhanden ist.
Ich benutze zur Kontrolle beim Üben ein Zoom H2n, das die üblichen Audio-Formate abietet.
Wenn so etwas vorhanden oder gewünscht ist, könnten wir den Ablauf der Aufnahme diskutieren (Clicktrack, Playalong...)

Für deine Zwecke würde ich die Instrumente mit WAV 44,1 kHz/24 Bit oder gleich im CD-Format
44,1 Hz/16 Bit aufnehmen. Der Zoom kann Aufnahmen im Gerät bzw. auf Karte speichern oder digital-formatiert als Mikrofon mit Audio-Interface per USB-Kabel in den Computer durchreichen.
Die Aufnahme könnte man in der DAW auf dem Notebook/Computer weiter bearbeiten und mischen.
Natürlich nicht mit Audacity, sondern mit Reaper oder eben mit kommerziellen Lösungen wie z.B. Wavelab Elements, solche Programme brauchen aber etwas Einarbeitung.

Die andere und meist benutzte Abnahme ist ein Clipmikro, allerdings habe ich das nie benutzt.
https://www.thomann.de/de/trompete_horn_mikrofone1.html?oa=pra

Ich benutze live mein Shure SM58, weil im Klang ausreichend und unkaputtbar. Möglich sind auch bessere dynamisch Mikrofone oder Kondensatormikros.
Jedes "richtige" Mikrofon hat seine Eigenheiten, Gesangsmikrofone können für Trompete geeignet sein.
Bekanntlich geht die Trompete im musikalschen Einsatz in der Tiefe nur bis zum klingend kleinen f (ca. 174 Hz), in der Höhe bis klingend b'''(B flat) sicher und bei guten Trompetern bis d''' oder sogar f''' und selten auch höher.

Bei den Ständer-Mikrofonen sollte man das Pattern (Niere, Superniere...), die vertretbare Dynamik (>120db oder mehr) sowie die Einspielrichtung (ggf. off axis) sowie den optimalen Abstand (ggf. Nahsprecheffekt) berücksichtigen.

Bei dieser Gelegenheit: mit neuen Musikern würde ich den Stimmton absprechen, nicht dass auf klingendes a' von 440 bis 443 Hz zugleich gespielt wird.

Ohne umfangreiches Erfahrungswissen aus vielen Proberaum und Live-Aufnahmen nutzen die üblichen Regeln zum Recording m.E. nicht viel.
Als besseres Investment würde ich über ein Studio zum Mieten nachfragen, natürlich mit passenden Mikros und Tontechniker (meist der Studiobesitzer).

Gruß Claus
 
Ralphgue

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Mikro hab ich momentan Behringer XM1800S.
unabhängig deiner Aufnahmepläne ist dieses 10€ Mikro, freundlich ausgedrückt, suboptimal...
Da solltest du tatsächlich erst mal für dich aufrüsten...
Sofern primär für Live, ist hier ein Mikrofon um ca. 100€ sinnvoll.
https://www.thomann.de/de/shure_sm58.htm
Sofern nur für Recording solltest du ca. 150€ ausgeben
https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2035.htm

Wie nimmst du deine Gitarre auf (Mikro oder Pickup)?
 
rosali9502

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unabhängig deiner Aufnahmepläne ist dieses 10€ Mikro, freundlich ausgedrückt, suboptimal...
Da solltest du tatsächlich erst mal für dich aufrüsten...
Sofern primär für Live, ist hier ein Mikrofon um ca. 100€ sinnvoll.
https://www.thomann.de/de/shure_sm58.htm
Sofern nur für Recording solltest du ca. 150€ ausgeben
https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2035.htm

Wie nimmst du deine Gitarre auf (Mikro oder Pickup)?


Gitarre geht über Tonabnehmer. Das Mikro ist nicht unbedingt ne Wucht, aber erstmal besser als gar keins gewesen. Bin leider nicht Krösus
 
tmbdan

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Die Low-Budget-Lösung wäre dies hier:

Den U-Control kannst du als "USB-Soundkarte" an jedem Computer anschließen (z.B. nutze ich ihn unter Linux!). Per Chinch kannst du ihn mit deinem Powermixer verbinden. Das Mikrofon wird dann einfach an den AUX-Kanal geroutet.

Als Mikrofon für Bläser im Studio- und Live-Bereich habe ich sehr gute Erfahrung mit dem Superlux gemacht:

Damit wärest du für unter 100 Euro ausgerüstet.

Die etwas teurere Alternative wäre der von @Claus erwähnte H2n oder ein H4n. Beide sind per USB auch direkt am Computer für Aufnahmen nutzbar. Empfehlung wäre der H4n, da er auch externe Mikros per XLR/Klinke erlaubt.
Teurere Mikros wären zu empfehlen natürlich die 57er von Shure (57! nicht 58!), das MD421 natürlich, aber auch das C1000 habe ich schon mal sehr gut verwenden können.
 
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Danke erstmal für all eure Hilfe bisher. Ich lass mir das mal durch den Kopf gehen.
Zumindest weiß ich jetzt, dass ich eventuell gut um mehrere Tausend Euro für ein Profistudio rund rum kommen könnte... Mit geringen Qualitätsabstrichen, ist mir schon klar
 
Claus

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...natürlich die 57er von Shure (57! nicht 58!)...
Ich bleibe trotzdem beim SM58, es passt live für meine Trompete und für meine Stimme. :)
shure.com/...sm57-oder-sm58-wo-ist-da-eigentlich-der-unterschied?
In bessere Mikros durfte ich auch schon tuten, aber dann waren statt mir Leute mit professionellem Hintergrund für die Aufnahme verantwortlich.

Das Mikro ist nicht unbedingt ne Wucht, aber erstmal besser als gar keins gewesen.
Wenn weder Du noch dein Trompeter so richtig Wissen und Erfahrung mit Recording haben, kann ich nur raten, das Vorhaben so simpel wie möglich zu halten oder im Musiker-Bekanntenkreis jemand mit Ahnung von der Sache zu suchen.

Als alternative Ergänzung zur Clip-Mikro-Lösung im vorigen Beitrag hier noch mein Zoom H2n, weil der für DIY ohne Know-How eine günstige Lösung für ein ansprechendes Ergebnis bietet.
Ich hatte ab 2008 den Vorgänger Zoom H2 und bin 2013 auf den H2n umgestiegen. Beim Zoom ist ggf. das "Bundle" nützlich wegen des Netzteils, der praktischen Kabelfernsteuerung und dem Tischstativ.
Man kann damit jedenfalls ohne Aufwand verblüffend natürliche Aufnahmen machen. Für den Betrieb am Mikrofonstativ benötigt man eventuell einen 3/8" Adapter und bei nahem Ansingen kommt möglicherweise noch der passende Fellwindschutz dazu.
https://www.thomann.de/de/zoom_h2n_aph2n_bundle.htm
https://www.thomann.de/de/rycote_mini_windjammer_f_zoom_h2.htm
https://www.thomann.de/de/millenium_ms2003.htm
https://www.thomann.de/de/manfrotto_015_adapter_1_4_3_8.htm

zoom h2n.jpg

Im Prinzip würde ich einen Backing Track erstellen und jeder Solist singt/spielt seine Stimme als weitere Spur/en so trocken wie möglich dazu.
Effekte kommen beim Abmischen im Computer dazu, das funktioniert besser als störend mitaufgenommene Effekte.
So haben wir das früher gelegentlich mit Aebersold Play-Alongs gemacht, um als verschiedene Musiker Solo Chorusse darüber zu spielen, am Schluss wurde alles montiert.

Weil Du es anspricht, teures Equipment finde ich nicht notwendig, solange das Recording nicht selbst zum Hobby oder einem wesentlichen Teil davon geworden ist.

Gruß Claus
 
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atrofent

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zum Mikrophon

ich habe gerade vor ein paar Tagen ein paar Aufnahmen (Weihnachtsmusik) mit einer kleinen Bläsergruppe gemacht. 2 Flügelhörner, 1 Trompete, 1 Posaune, 1 Baritonhorn. Großen Aufwand wollten wir nicht betreiben, also zuerst probiert die ganze Gruppe live zusammen mit meinem Zoom H4 Recorder und den eingebauten Mikros aufzunehmen- hat uns nicht so gefallen.

Nächster Versuch ein externes Mikro und spurweise, als ext. Mikros hatten wir zur Auswahl: 1 SM57, SM58 , 1 AKG 1000s , nach ein paar Versuchen haben wir uns für alle Instrumente für das SM58 entschieden.

Man sollte den Abstand und den Einblaswinkel (gerade oder etwas von der Seite, etc.) vorher ausprobieren, einmal gibt es da Klangunterschiede, diese sind aber auch vom jeweiligen Bläser abhängig. Unbedingt auf ev Übersteuerung achten!
Nehmen was gefällt.
Eigentlich wollten wir alles mit dem H4 machen, war aber letztendlich an diesem Gerät zu fummelig. Darum haben wir ihn als Audio-Interface benutzt und dazu ein notebook mit cubase elements.
Dort die einzelnen Spuren etwas nachbearbeitet und als Stereodatei gespeichert bzw auf CD gebrannt.
Für den recht minimalen Zeit- und Geräteaufwand gesehen sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden, natürlich könnte man das wesentlich besser machen, das wäre dann aber mehr Zeit, mehr Kosten.

viel Spass beim Aufnehmen

Grüße
atrofent
 
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Claus

Claus

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Beim Zoom bekommt man im Fall einer Ensemble-Aufnahme in den üblichen Wohn- und Proberäumen zu viel vom Raumhall in die Daten, daher mein Vorschlag für "Nahaufnahme" mit Einzelspuren zu einem Click- oder Backing Track.

Oder meintest Du noch etwas anderes zum Sound einer Aufnahme mit dem Digitalrecorder?

Beim Shure SM58 sind wir uns offenbar einig - einfach zu handhaben und robust, mehr geht m.E. nicht für sein Geld. Ein SM58 würde ich übrigens immer ohne Schalter kaufen - oder plus Gaffa Tape zum Abkleben. :D

Gruß Claus
 
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atrofent

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Nachtrag


ich hatte als DAW cubase elements benutzt, das hat auch so um die 100 Euro gekostet (ist schon etwas älter) . Es gibt aber auch die eine oder andere kostenlose DAW software, (siehe z.B. links unten) neben der unten genannten Software für Mac User "GarageBand"


https://www.gearnews.de/angecheckt-tracktion-waveform-11-free-die-beste-kostenlose-daw/

https://www.tracktion.com/products/waveform-free

Ich habe noch ein Behringer Xenyx von meinem Sohn hier stehen, das habe ich aus Neugier gerade mal ausprobiert (allerdings mit Alt-Sax) also: SM 58 + Xenyx + notebook mit "waveform".

In die DAW musste ich mich erst etwas "eingucken", war aber kein größeres Problem. Habe dann spurweise (1. Spur mit click) eine vierstimmige Adventsweise eingespielt. Die Spuren mit etwas EQ und Hall nachbearbeitet und auf Stereospur ausgespielt.
Alles zusammen ca 1 gute Stunde Zeit genommen.

Das Ergebnis hat mich überrascht - für eine Amateuraufnahme in der kurzen Zeit mit einem Equipment für ca 150 Euro wirklich beachtlich


https://www.thomann.de/de/behringer_xenyx_q502_usb.htm

Grüße und schöne Feiertage

atrofent
 
tmbdan

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Guten Morgen!

@rosali9502 Ich bin gerade auf "Heimaturlaub". Mir ist ein Tascam US-366 in die Hände gefallen. Falls du also noch ein gutes Audiointerface suchst, dann sag Bescheid. Wir haben den aktuell erstmal in der großen Kleinanzeigen-Bucht.

LG Dan
 

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