"Ungewöhnliche" Signalketten oder Wie nutzt ihr Modeling?

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Ich habe jetzt so spezifisch nichts im Forum gefunden, daher stelle ich die Frage einfach mal:

Ich nutze schon ewig Modeling und im Moment sogar ausschließlich. Nun bemerkte ich, dass ich im Prinzip immer ganz klassische/gewohnte Signalketten nachbilde. Also z.B. Tubescreamer in einen Amp und fertig.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass es auch für Live Sounds "besser" ist, am Ende der Kette zu Komprimieren, oder auf beiden Seiten einen EQ zu nutzen oder ähnliches. Auch fürs Spielgefühl. Nutzt ihr diese Möglichkeiten oder eher nicht. Am Ende geht es ja irgendwie darum den besten Sound zu bekommen und nicht möglichst spartanisch oder "real" zu bleiben. Ich habe das bisher gar nicht so wirklich durchdacht... wie man eben so oft eher Augen und Gewohnheit nutzt.

Grüße
Michael
 
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Bholenath
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/ EQ / Compressor Limiter
/ Modulations Effekte (Chorus,Phaser,Flanger,Tremolo,Utra-Vibe,Autwah,Harmonizer,Whammy etc)
/ Tubescreamer, Overdrive, Fuzz etc
/ Noisegate /--> - Ampsim mit Cabsim --> / Delay / Reverb

Das ist mein Standard aber bei manchen speziellen Sounds weiche ich von dieser Kette stark ab.

Ich nutze das auf einem DigitechRP360XP, einem Mooer GE200 und einem Boss GT100 in etwas gleich so.
Am Boss gibts die stärksten Abweichungen von diesem Schema.
 
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Mir ist jedoch aufgefallen, dass es auch für Live Sounds "besser" ist, am Ende der Kette zu Komprimieren, oder auf beiden Seiten einen EQ zu nutzen oder ähnliches. [...] Nutzt ihr diese Möglichkeiten oder eher nicht.
Absolut. Ich nutze hin und wieder parametrische EQs als gezielte Booster, mit denen ich den Klang der Verzerrung genauer steuern kann als mit anderen Parametern. Kann schon mal ein cooles i-Tüpfelchen sein. EQ nach dem Amp oder der Box verwende ich außerdem so gut wie immer. Zumindest ziehe ich ein oder zwei unangenehm überbetonte Frequenzen raus, manchmal mach ich auch noch Anhebungen oder Absenkungen, die den Klang formen anstatt nur korrigieren. Außerdem habe ich inzwischen auf allem einen dezenten Stereo-Raumhall drauf. Das ist für den FoH-Klang sicher nicht erforderlich, aber fürs In-Ear-Monitoring möchte ich das haben. Könnte ich sicher auch im Mischpult machen, aber dann hätte ich das beim Spielen zuhause nicht. Deswegen gehörts für mich dazu. Einzig bei Patches, die eh schon viel Hall haben und wo vielleicht kein Effektblock mehr für den standardmäßigen Raumhall frei ist, lasse ich das weg.

Ansonsten baue ich mir gelegentlich komplexe Signalketten, die mit traditionellen Gitarrensounds nicht mehr viel zu tun haben (wobei - komplexe Gitarrensound-Signalketten gabs in den 80ern ja auch schon). Beispielsweise nutze ich beim Helix parallele Effektwege, um komplexere Side-Chain-Effekte zu bauen als mit den einzelnen Effektblöcken möglich ist. Beispielsweise mag ich es, vor einem Hall-Reverb ein Vibrato einzusetzen, sodass ich einen modulierten Hall bekomme. Oder man kann parallele Effekte wunderbar komprimieren, verzerren, EQen, ... Außerdem habe ich ein paar Sounds, wo ein Signalweg in der Tonhöhe verändert wird (z.B. oktaviert oder ne Terz verschoben). Einen der beiden Signalwege bearbeite ich so, dass er "weiter vorne" ist (durch entsprechendes EQing und eher weniger Hall), während der andere "weiter hinten" ist (durch mehr Hall und andere Klangeinstellungen). Gegebenenfalls panne ich beide auch leicht von einander weg.

Außerdem können auch schöne Klänge enstehen, wenn man gar keine Amp- bzw. Boxensimulation im Einsatz hat, sondern den Klang der Gitarre nur mit EQ und Kompression bearbeitet und dann eben noch weitere Effekte hinzufügt. Viele Modeller liefern ja auch diverse Synth-Effekte mit. Kann auch mal fein sein, wobei ich tatsächliche Synthesizer bevorzuge.

Dass so was cool sein kann, hätte ich nicht gedacht, bevor ich das Helix hatte. Selbst bei Aufnahmen in der DAW hatte ich solche Sachen eher nicht gemacht. Aber seit ich so was live auch umsetzen kann, trau ich mich eher mal an solche Experimente ran.
 
killnoizer
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Hat denn dein Helix einen Synthesizer mit an Bord?
Das würde mich grad interessieren , welche Version ist das ?
 
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Hat denn dei Helix einen Synthesizer mit an Bord?
Das würde mich grad interessieren , welche Version ist das ?
Es gibt Synthesizer in 2 Varianten (sind schon seit den 2.X Softwares dabei glaub ich):

3OSC Synth
Dieser trackt das Eingangssignal und passt

4 Note Generator
3 OSC Generator

Bei den beiden stellst du die Tonhöhe als Note (C bis B und Oktave) oder Frequenz fest ein. Die kann man dann per Expression, Snapshot oder MIDI steuern.

Schade ist, dass die Note-Oscillators nur per MIDI-CC angesteuert werden können. Normale MIDI-Keyboards gehen deswegen nicht. Ich habe aber mal eine Aufschlüsselung der MIDI-CC Werte und der Noten gemacht.

Warum? Denn die Pitch-Shifter Effekte, Synths & co haben unterschiedliche "Spannbreiten" an Notenwerten, die aber unter dem CC Befehl (geht von 0 bis 127) aufgeteilt werden.

1638521698550.png


Ich nutze schon ewig Modeling und im Moment sogar ausschließlich. Nun bemerkte ich, dass ich im Prinzip immer ganz klassische/gewohnte Signalketten nachbilde. Also z.B. Tubescreamer in einen Amp und fertig.
Mir ist jedoch aufgefallen, dass es auch für Live Sounds "besser" ist, am Ende der Kette zu Komprimieren, oder auf beiden Seiten einen EQ zu nutzen oder ähnliches. Auch fürs Spielgefühl. Nutzt ihr diese Möglichkeiten oder eher nicht.

Die Modeler sind definitiv zum Experimentieren ein Traum!

Hier meine Erfahrungswerte:
  • Wenn in einem Parallel-Pfad der Reverb oder Delay ist, den ganzen Quatsch auf 100% wet stellen. Dann kann man den Effekt alleine modulieren, zerren, etc
  • Compressor/Tremolo/Dist auf ein Delay oder Reverb bringen interessante Sachen!
  • Bass-Signal splitten und da extra Compressor drauf. Gibt eher einen Synthie-mäßigen THORMB.
  • Hi-/Lo-Cut vor dem Amp/Zerre räumt das Signal ganz anders auf, als wenn man dem ganzen Effekt- und Modeling-Chaos am Ende einen Cut oder EQ gibt. EQ am Ende ist aber immer eine gute Idee.
  • Octaver auf Effekte, wenn es dafür nicht schon spezielle Blöcke gibt.
  • Hartes (Square-Wave) Tremolo mit langen Zeiten gibt interessante Effekte, das weiß man ja. Aber bei parallelen Pfaden oder mit dem Dry/Wet Einstellungen lassen sich unter dem "Stottern" auch gute Hintergründe legen.
  • Modeler lassen sich auch zum Steuern anderer Peripherie nutzen, wenn man Bereit ist, etwas vor der ganze Sache zu basteln. Licht zum Beispiel, aber dazu nutze ich noch eien Raspberry Pi zwischen Licht und Helix.
  • Auto-Swell Effekte sind interessant, wenn andere Effektblöcke sensitiv für den Input sind.
 
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Olli G
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Ich nutze die Flexibilität meines Helix gern. Ich trenne gern Delay und Reverb auf verschiedene Pfade auf, damit das Delay sauberer zur Geltung kommt und nicht verhallt wird, oder ich nutze Stereo IRs mit links und rechts Panning.

Generell experimentiere ich gern damit, ein Delay auf Pfad B zu schalten und 100% wet zu machen, und dann nur das Delay mit Phaser, Flanger, Chorus zu modulieren, wie es manche Pedale ja auch tun. Oder ich baue mir mithilfe von Delay und Vibrato in Pfad B einen eigenen Chorus, den ich dann beliebig dem Dry Signal zumischen kann.

Das finde ich ja so genial am Modeling. Man kann ganz einfach sein Rig komplett umbauen, ohne gleich ein ganzes Board auseinander reißen zu müssen. :)
 
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SlowGin
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In meinem Kemper ist die Signalkette sehr ähnlich wie in meinem echten Pedalboard.

Unterschiede gibt es z.B. bei den Reverbs. Hier setze ich manchmal 2 Reverbs ein. Ansonsten halt noch einen EQ, der manchmal vor und manchmal nach dem Amp hängt. Manchmal auch beides.
 
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Ich finde den Thread sehr interessant, persönlich habe ich in den 80er Jahren fast monatlich gebrauchte FX gekauft und verkauft , und so ziemlich alles hintereinander gehängt was möglich war ... und niemals was kaputt gekriegt !

Parallele Signalwege nutze ich auch gerne, also einmal den „fixed sound“ und einmal den parallel Weg mit verschiedenen Effekte, allerdings nutze ich niemals das Volumenpedal sondern immer ein Wah zum regeln, das klingt für mich noch mal intensiver und organischer . Und für den parallel dazu gemischten Synthesizer macht sich ein extra SWELL Effekt auch noch sehr gut .

Ihr schreibt hier von euren HELIX , aber es gibt ja einige verschiedene, für mich wäre schön zu wissen welche Geräte genau gemeint sind ( grundsätzlich würde ich mir nur Multi fx mit eingebautem Expressionpedal kaufen, und ich muss mich wohl demnächst verändern da ich beim Boss GT10 doch immer wieder an die Grenzen der Software komme ( Hardwareseitig kann ich mir allerdings nichts besseres wünschen, das Riesending ist einfach „ganz - genau - mein - Geschmack „ ) .

Also, muss es das ganz große Helix für 1,5 K sein , oder reicht auch die kleine Version?
 
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Also, muss es das ganz große Helix für 1,5 K sein , oder reicht auch die kleine Version?

Klanglich sind die alle absolut gleich. Nur die Menge der gleichzeitig einsetzbaren Effekt, das Routing etc. sind begrenzt und die Oberfläche sowie die Anschlussmöglichkeiten eben auch. Aber selbst das ganz kleine HX Stomp kann ganz schön viel auf einmal.

Wenn du Bedienung, Unterschiede und Klang mal antesten willst, kannst du dir ja auch mal die Helix Native Software als Demo runterladen. Da kannst du auch angeben, für welches Gerät du Presets bauen würdest und hättest die Einschränkungen im direkten Vergleich.
 
Szaladin
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Von den innereien unterscheiden sich Helix (groß) und Helix LT nicht, nur bei den Steckern. Da ist beim großen Helix vieles gedoppelt und ein paar Boni mehr.

Die grundlegenden Sachen sind aber bei beiden dabei.

Das HX Stomp hat all das, nur mit grob Hälfte der Plätze für Blöcke.

Das HX Stomp XL hat das gleiche wie der Stomp, nur mit mehr Tretschaltern und nem Snapshot mehr.

Ich würde das Vorgehen von Partscaster empfehlen und die Software mal testen!
 
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Software testen werde ich ganz sicher nicht , wir hatten auch schon mal eine Line 6 Multi FX Version hier im Gebrauch, Sound war toll , aber eben nur auf dem Rechner ...

Und letzten Monat habe ich einen Positive Grid gekauft , der liess sich aber auch nur teilweise ordentlich über den Rechner editieren , und tschüss !

Für mich kommt ausschließlich Standalone Hardware in Frage , ohne Diskussionen zum Thema , auch Recording habe ich als Hardware mit 24 und 32 Spuren im Haus .

Ich durchsuche jetzt wirklich intensiv das Net, habe schon viereckige Augen davon , aber selbst hier im Forum ist es schwierig sichere Informationen zu bekommen .

Hat das BOSS GT 1000 den bekannten monophonen Synthesizer an Bord ?
Internet sagt NEIN , aber es sagt auch JA . In der BDA taucht er nicht auf , aber beim Test auf G&B ist er erwähnt...

Zum Helix / Helix LT , PARTSCASTER sagt oben daß Routing und Anzahl der möglichen Effekte begrenzt sind ( wahrscheinlich beim LT ? ) ,
aber SZALADIN wiederum sagt direkt danach sie sind gleich.
Was mag da jetzt stimmen ? Wie schnell gerate ich an die Grenzen der Matrix, wenn ich zum Beispiel Flanger , Chorus , Phaser , Syntheziser UND Pitchshift gleichzeitig will , aber auch noch einen wirklich guten Kompressor benutzen will ?
Mindestens 4 frei verfügbare Effekte sind für mich zwingend notwendig, gerne mehr ( auch wenn ich 4 x Flanger will muss das möglich sein, verdammt ! )

Zum Beispiel hat das BOSS GT 10 zwar einen eigenen Step für den Kompressor, der klingt aber eher mäßig, wogegen die zusätzlich im FX verfügbaren Comps deutlich besser sind , mir dann aber wieder ein Step fehlt, den ich eigentlich für die Modulation brauche , weil nämlich der eingebaute fixe Step dafür wieder nur Chorus kann ( auch ein hausgemachtes Problem, der sollte ja rein technisch auch einen ordentlichen Flanger liefern können... )

Leider hat der örtliche Händler auch nicht alles auf Lager um das auszutesten , und über die möglichen Erweiterungen per Software update gibt es ja praktisch keine verwertbaren Informationen ( toll wenn da zusätzliche Effekte dazu kommen, man muss es nur dem Publikum mitteilen ).

Selbst die BDA gibt ja nur den Originalen Umfang wieder und berücksichtigt selten die Updates.

Auf digitale Ausgänge , Interface und sogar MIDI kann ich verzichten, das würde ich höchstens zum Umschalten der Programme verwenden . Für die Synchronisation des Delays reicht es in der Praxis vollkommen die BPM pro Patch zu programmieren .


Allerdings habe auf BONEDO wenigstens die Liste der FX für das HELIX LT gefunden, im Bereich Delay und Modulation ist das schon sehr interessant. Schade finde ich immer die ewig gleiche Ansammlung von WahWah Sounds , das für mich einzige „andere „ Wah , nämlich das Morley Power Wah gibt es allerdings niemals als Simulation !

Schönes Wochenende erstmal , bin gespannt was hier noch kommt.


Nachtrag :
Perfektes Beispiel für echte Fakten die mich im Jahr 2021 irritieren ,
Zitat von der BOSS Homepage


In the Version 3.1 update, a new feature called FX EXPANSION was added, to increase the number of FX blocks from 3 to 4 total.

FX EXPANSION is set on a patch-by-patch basis. To turn it on, scroll all the way to the end of your signal chain until you reach the MST (master) block.

Now press PAGE [▶] all the way to the end until you see the FX EXPANSION option. Use knob 1 to turn it ON and you should see a brand new FX4 block appear in your signal chain!


It's important to note that the additional processing required to drive an additional FX block means that the GT-1000 is automatically set to MONO output when FX EXPANSION is active.


Hat er tatsächlich MONO gesagt ? Soll ich mir dann extra noch ein gutes Delay dahinter hängen um den Stand der Zeit zu erreichen ?


Und bei Kleinserienherstellern bin ich ja grundsätzlich skeptisch, wenn die schon mit dem Support und Service nicht hinterher kommen sitzt man da und hat einen Haufen Elektroschrott ohne Ton ... aber daß in diesem Fall die Fusstaster gleichzeitig die Potiknöpfe sind empfinde ich als, äääähmmm , - doch höchst unhygienisch . Wenn ich da an manche Übungsraumteppiche oder Bühnenbeläge denke ...

https://www.gitarrebass.de/equipment/test-neural-dsp-quad-cortex/
 
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Software testen werde ich ganz sicher nicht , wir hatten auch schon mal eine Line 6 Multi FX Version hier im Gebrauch, Sound war toll , aber eben nur auf dem Rechner ...
[....]
Zum Helix / Helix LT , PARTSCASTER sagt oben daß Routing und Anzahl der möglichen Effekte begrenzt sind ( wahrscheinlich beim LT ? ) ,
aber SZALADIN wiederum sagt direkt danach sie sind gleich.
Was mag da jetzt stimmen ? Wie schnell gerate ich an die Grenzen der Matrix, wenn ich zum Beispiel Flanger , Chorus , Phaser , Syntheziser UND Pitchshift gleichzeitig will , aber auch noch einen wirklich guten Kompressor benutzen will ?
Mindestens 4 frei verfügbare Effekte sind für mich zwingend notwendig, gerne mehr ( auch wenn ich 4 x Flanger will muss das möglich sein, verdammt ! ) ...

Um Bedienung und Möglichkeiten zu testen, ist das eben eine einfache Möglichkeit.

Beim HX Stomp hat man 8 Blöcke. Diese kann man frei belegen, mit allem was da ist. Helix und Helix LT haben in meiner Erinnerung 32 Blöcke. Begrenzt ist das Ganze durch die Rechenleistung. Und da kann man leider schon mal genervt sein...
 
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HX Native und die Hardware sind mit exakt den selben Berechnungen und Simulationen ausgestattet.

Die Helix-Geräte lassen sich über drei Möglichkeiten miteinander vergleichen: Entweder man fährt in ein Geschäft, dass die Geräte von Interesse zum Vergleich da hat, oder man testet den digitalen Zwilling. Oder man bestellt die Geräte und schickt den "Verlierer" innerhalb der Rückgabezeit zurück.

Ob einem das Stomp/LT/Floor/StompXL an Blöcken reicht lässt sich schwer ohne Testen prüfen. Jeder braucht unterschiedlich viele Blöcke.

Wenn man natürlich die extra-Anschlüsse oder die mini-Bildschirme über den Knöpfen braucht, fällt die Entscheidung für das Floor natürlich leichter. Aber im Allgemeinen reicht den meisten das LT oder das Stomp XL.

Partscaster hat vollkommen Recht mit den Blöcken. Die 32 sind mit "leichten" Blöcken schwer voll zu bekommen im LT/Floor. Aber manche Blöcke (besonders Polyphone Pitch Shifter, etc) nehmen schnell die Rechenleistung voll.

Nutzt man jedoch nur Zerre, Amp, Reverb, Delay und EQ kommt man durchaus mit den 8 Blöcken UND der Rechenleistung vom Stomp/StompXL aus.

4 Flanger sind durchaus machbar, aber beim Stomp wird es vom Platz her eng (4x Flanger, EQ, Amp, OD und schon ist fast alles voll).

Es gibt da zum Planen einen guten Trick:

Stomp/StompXL haben jeweils 100% DSP-Leistung. Floor/LT/Rack haben das ganze 2x (da in den Großen zwei Rechnerkerne drin stecken).

Auf dieser Website: https://benvesco.com/store/helix-dsp-allocations/ findet sich ganz genau aufgeschlüsselt, wie viel "Prozent" das Helix für jeden Effekt reserviert.

Das Helix wird nicht 110% an Blöcken aufnehmen und dann "stottern" oder langsam werden. Es plant für z.B. für den Electro Harmonix EM Flanger (oder besser, die Kopie davon) circa 9-10% im Mono ein. Vier Flanger wären dann 40%. Läuft also locker.

Hat man die DSP-Leistung vom Helix also schon mit 5 Blöcken zu 90% blockiert, dann kann man den Harmonic Flanger im Mono noch reinpacken (9.19%), aber in Stereo nicht (16.75%). Das wird dann ausgegraut.

Die ganzen Effekte im Helix, die aus den Pods übernommen worden sind (die sogenannten "Legacy" Effekte) haben meist sogar deutlich weniger Verbrauch, klingen aber auch z.T. sehr gut. Mono verbraucht weniger als Stereo-Effekte, wie man in der Tabelle sieht.

1638781851225.png

(erste Zahl für Mono, dann Stereo).
 
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Danke, 4x Flanger war natürlich nur ein willkürlich gewähltes Extrembeispiel...

Das integrierte Expressionpedal finde ich sehr wichtig, daher läuft es auf das
LT hinaus. Derzeit kann ich mit dem Rad und dem Multi fx im Rucksack zum Kollegen ins Studio fahren, Gitarre ist dort vorhanden, ich habe meine Sounds in einer Kiste, kann die Session auf einem usb Stick mit nach Hause nehmen und da bequem ausarbeiten .
 

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