Unkonventionelle Stimmungen helfen mir die Gitarre besser zu verstehen

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Gast751987
Guest
Hallo alle!

Ich liebe es ja mit Instrumenten zu experimentieren und nach mehreren "vorgefertigten und erprobten" Stimmungen, die mir alle nicht so wirklich gefallen haben, habe ich es jetzt einfach mal ohne irgendwelche regeln etc. rein nach Gehör gestimmt. Raus gekommen ist dabei vin tief nach hoch: D Ais D G Ais D

Es ist wahrscheinlich völlig bescheuert und macht keinen Sinn, aber für mich ist es einfach ein Mittel, alles besser zu begreifen.

Naja, wollt's nur mal erzählt haben - ein Forum ist ja nicht ausschgließlich da um Fragen zu stellen. ;)
 
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Wenn es dir hilft die Gitarre besser zu verstehen dann ergibt es sehr wohl Sinn. :giggle: Weiterhin viel Spaß beim experimentieren, Spaß ist der beste Treibstoff für Erfolge!:rock:
 
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Das ist g-moll mit der Quinte im Bass... (wenn du das ais in ein b umdeutest)
Kein Wunder, dass es klingt:)
 
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besser zu begreifen.

Wenn es dir hilft, nach einem Akkord zu stimmen, ist das super.

Mich würden zwei Dinge dazu interessieren:
  1. Inwieweit hilft Dir persönlich das genau, das Instrument besser zu verstehen?
  2. Wenn Du es besser "begreifst", wie ist es mit dem "Greifen", also der Tonerzeugung über den offenen/ungegriffenen einen Akkord hinaus (also hast Du z.B. vor, nur 1-Finger-Barree zu schieben)?
 
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Interessant, habe noch nie probiert einfach so ohne Regel durch zustimmen.
Das, was am ende bei dir herauskam ist fast DADGAD. Hast du damit schon Erfahrung? Das ist im Folk und Fingerpicking Recht weit verbreitet.
 
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*edit*
Genau deshalb habe ich den Thread eröffnet. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich nach 4 Monaten mal so mutig bin nach "issn" zu stimmen.

Ich muss dazusagen, dass ich so gut wie immer nen Ibanez Stimmgerät an der Gitarre lasse. ich muss nicht draufschaun (schaltet sich ja auch nach ner Minute oder so ab, wenn's nix registriert), aber ich kann halt auf Anhieb nachschauen was ich da grad' einzeln greife.

ChatGPT hat mir grade gesagt, dass die Ais eigentlich auf A gestimmt würden - das nehm ich mal als künstlerische Freiheit so hin - für mich kingt es trotzdem nicht irgendwie unsauber.

Zitat:"Diese Stimmung erzeugt einen offenen, dröhnenden Klang und wird häufig für Folk-, Akustik- und Weltmusik verwendet. Künstler wie Jimmy Page von Led Zeppelin oder Pierre Bensusan sind bekannt für ihren Einsatz dieser Stimmung."

Ich denke mal, ich kann mit der Stimmung was anfangen, weil ich seit Kindheit mit Genesis großgeworden bin - also so richtig Hardcore. Was Gitarre angeht, ist mein Gehör halt an Leute wie Anthony Phillips gewöhnt.

Das ist g-moll mit der Quinte im Bass...
Dann habe ich nach Gehör sogar was "vernünftiges" getroffen, was über mein Zimmer hinaus Sinn machen würde. :D

  1. Inwieweit hilft Dir persönlich das genau, das Instrument besser zu verstehen?
  2. Wenn Du es besser "begreifst", wie ist es mit dem "Greifen", also der Tonerzeugung über den offenen/ungegriffenen einen Akkord hinaus (also hast Du z.B. vor, nur 1-Finger-Barree zu schieben)?
1) Mehr Mut einfach zu Spielen und zu experimentieren. Ich kann das schwer beschreiben. Es ist wie ein Puzzle unter Strom gegenüber einem Puzzel, bei dem der Strom abgeschaltet wurde. Hoffe das kann man sinnbildlich irgendwie halbwegs nachvollziehen. Vorallem (gefühlt) für das Solospiel von Einzelnoten liegt irgendwie alles besser so beieinander, dass es beim freien Experimentieren gefällig klingt, als wüsste man, was man tut. lol
2) Also ich schaue schon, dass ich auch mal einen Akkord erwische, wenn Du das meinst.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost / Vollzitate reduziert
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also ich schaue schon, dass ich auch mal einen Akkord erwische, wenn Du das meinst.
Okay, ... mit 1-Finger-Barree "erwischst" Du jedesmal vollkommen gefahrlos einen Akkord bei Deiner Stimmung. Das meinte ich nicht, es ging mir darum, wie Du meinst, Dir damit das Instrument besser erschließen zu können, denn dass ...
Ich hätte auch nie gedacht, dass ich nach 4 Monaten mal so mutig bin nach "issn" zu stimmen.
... macht wahrscheinlich jeder Anfänger ohne Lehrer als allererstes, wenn er eine Gitarre in die Hand nimmt - also ich hab das zumindest so gemacht und mich gefreut, dass die leeren Saiten - nacheinander angeschlagen - "schön" klingen. Das hat mich persönlich aber überhaupt nicht weitergebracht. Das hat mit Mut aber nichts zu tun, sondern mit mangelndem Verständnis der Zusammenhänge auf dem Griffbrett. Ansonsten würde man sich das mit Akkorden und Lagen erschließen und feststellen, dass da eine ganze Welt hinter liegt. Es sei denn, Du hast Dir Deine Skalen und Lagen auf Basis dieser Stimmung zusammengebaut und kommst damit wunderbar zurecht.

Just my 2c.
 
Grund: Ups, es heißt "erschließen", nicht "erschießen". D'oh
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Wie hilft Dir denn eine offene Stimmung, die Gitarre zu verstehen? Ich meine, Du musst/kannst ja keine Standardgriffe/Tonleitern anwenden...
Wie weit bist Du als Gitarrist/Gitarristin schon in der Standardstimmung gekommen? Ist das Griffbrett kein Mysterium mehr, weißt Du, wo sich alle Töne befinden und vor allem, wie man Akkorde greift/Tonleitern spielt?
 
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Ganz einfach das wenn ich Einzeltöne Spiele alles etwas besser beieinander liegt oder sagen wir besser klingt und ich so die Finger trainieren kann. Ich werde das jetzt auch nicht nur und 50 Jahre lang machen, ich habe es einfach mal gemacht und wollte berichten.

Aber ich spar mir solche Posts in Zukunft lieber.
 
Warum, ist doch ganz interessant. Ich z.Bsp. habe mir eine Fretless-Konzertgitarre gemacht das ist ein völlig anderes Spielen.
Viel Spaß:)
 
Kommentar in nem YT Video beim erstmaligen spielen einer Fretless: I've no idea where homebase is. lol
 
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Sorry, ich habe die Fretless nur angesprochen weil ich diese Gitarre fast wie du nach Gehör gestimmt habe und zwar
g-ais-d-g-b-d
 
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Wieso sorry? Jetzt weiss ich wenigstens, dass es Bundlose Gitarren gibt! ich weiss auch momentan nicht ob der Halbton wirklich soviel anders macht aber das werd ich später mal ergründen.
:D
 
@Cruba: Verstehe Dein Anliegen. Ich hatte mal mit NST New Standard Tuning experimentiert. Das hat mir geholfen "out of the box" zu denken, also die herkömmlichen Chord-Shapes zu verlassen und Akkorde zu reduzieren (z.B. nur die 3en und 7en zu denken, wo es sinnvoll ist).
 
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Es ist halt auch interessant, wieso ich bei Ais gelandet bin und nicht beim glatten A. Hab' ja nach Gehör gestimmt und später mit Stimmgerät erst geschaut, was ich gestimmt hab. Komischerweise sind die d's und das g erschreckend präzise und auch die ai - es ist also nicht ausversehen gerutscht oder so.
 
Es ist halt auch interessant, wieso ich bei Ais gelandet bin und nicht beim glatten A.
Ist doch eigentlich klar, weil du damit auf einen G-Moll-Akkord gestimmt hast, und sich das, auf den Leersaiten gespielt, deutlich "kompletter" anhört als ein g-a-d (Gsus2).
 
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Es ist halt auch interessant, wieso ich bei Ais gelandet bin und nicht beim glatten A. Hab' ja nach Gehör gestimmt und später mit Stimmgerät erst geschaut, was ich gestimmt hab. Komischerweise sind die d's und das g erschreckend präzise und auch die ai - es ist also nicht ausversehen gerutscht oder so.
Das ist ja auch klar, wenn du so lange herumprobierst, bis es passt (="konsonant klingt") - spricht aber prinzipiell schon für dein relatives Gehör, ich kenne Gitarristen, die nach vielen Jahren ohne Stimmgerät gänzlich aufgeschmissen sind.
Was Griffbrettorientierung oder allgemein eine Vorstellung, was man denn eigentlich auf dem Instrument genau macht betrifft bringt deine Herangehensweise glaube ich eher wenig, was man aber vielleicht nicht unterschätzen sollte ist die Gehörbildung, die man so betreibt wenn man sich so "frei was zusammen stimmt".

Weil wie schon gesagt wurde: Dein A# ist eigentlich ein Bb und ergibt mit den Tönen D und G einen Gm Akkord, wäre es ein A wäre es wie @Blazer81 schreibt ein Gsus2 oder aber, in dem Tuning würde man es wohl eher als Dsus4 hören, weil dann unten die Töne D-A-d sitzen, wenn nichts anderes da ist, das D hätte eine Quinte A und ist der tiefste Ton, das zwingt das Ohr schon ziemlich, alles auf das D bezogen zu hören. Aber, dieser sog. Sekundenschritt zwischen den "direkt benachbarten" Tönen G und A erzeugt eben diese Sus-Akkord typische Reibung, ein "glatter" Mollakkord ruht schon deutlich mehr in sich, von daher ist es ja eigentlich nur logisch, dass du auf dieser Stimmung gelandet bist.

Bescheuert ist davon nichts, du hast zwar überhaupt nichts neues gefunden, aber immerhin im Blindflug dir nur via Gehör einen Mollakkord zusammengebastelt, auch wenn dir offenbar noch gar nicht klar ist, was denn ein Mollakkord eigentlich genau ist. Das Instrument (abstrakt) zu verstehen bringt das wohl eher wenig, da muss man nun mal zumindest ein paar Grundlagen an elementarer Musiktheorie lernen und anwenden lernen, dann wäre dir ja auch aufgefallen, dass du auf einem stinknormalen Mollakkord gelandet bist. Aber wenn man es als Vorstufe bzw. Übung für freies Spiel nach Gehör sieht - gratuliere, alles richtig gemacht, du hast offenbar ein klingendes Ergebnis und es hat sogar eine allgemein anerkannte Bezeichnung ;)
 
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Ich bin ja eigentlich Schlagzeuger und erwarte mit 51 keine Wunder - ich will mich halt später nicht sagen hören *hätte ich mir doch mal ne Egitarre gekauft*.

Muss dazusagen, dass ich schon seit der Kindheit neben dem Schlagzeug auf Tasteninstrumenten rum klimper - daher kommt wahrscheinlich auch ein gewisses Training was das reine Hören angeht.
 
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Wie kommst Du denn mit Tasteninstrumenten klar - ist Dir da die Anordnung und der Zusammenhang der Töne klarer oder hast Du auch eine Weile gebraucht, um da durchzusteigen?

Ebenfalls vom drum kommend ist mir das Griffbrett der Gitarre und die Anordnung der Töne in der Normalstimmung auch bei weitem nicht intuitiv klar gewesen. Ich bin auch weit ab davon, sattelfest zu sein, was das Griffbrett angeht, obschon ich mir mittlerweile die Töne, die ich spiele, erschließen kann - und sei es, indem ich mir durch die jeweilige Lage den Ton "ausrechne". Zum intuitiven Saitenturnen hat es bislang nicht gereicht, was auch einfach eine Folge davon sein kann, dass ich auf mehreren Instrumenten unterwegs bin und mich deshalb jedem Instrument nur partiell widme.

Ich habe durchaus gehört, dass unterschiedliche Gitarristen unterschiedliche Stimmungen benutzen und sie für ihre Zwecke tauglich einsetzen können. Dadurch, dass ich nur eine E-Gitarre besitze (zudem noch mit Floyd Rose System), ist mir der Aufwand aber zu hoch, dies einmal praktisch auszuprobieren. Zumal ich ja dann auch noch mal Zeit brauche, mich neu zurecht zu finden.

Die Stimmung, auf die Du gekommen bist, scheint ja auf ein G-Moll hinauszulaufen, das heißt, Du brauchst einfach nur einen Finger, der alle Saiten auf der gleichen Höhe (wie ein Capodaster) niederdrückt, um auf allen Barree-Lagen auf einfache Weise einen Moll-Akkord spielen zu können. Der Dur-Akkord würde dann bedeuten, dass Du auf G-Saite einen zusätzlichen Finger bräuchtest - was ja auch kein Hexenwerk ist.

Wie sieht es mit anderen offenen Akkorden aus - also Akkorde mit Leersaiten wie zum Beispiel D-Dur oder A-Moll - spielst Du die auch in Deiner Stimmung und sind die Griffe dazu einfach zu realisieren? Und spielst Du auch Einzeltöne für Melodien und Solo? Wie kommst Du damit zurecht.

Und ist es quasi so, dass Du "umlernen" musst, weil Du die Normalstimmung gewohnt bist oder ist die von Dir eingestellte Stimmung nun deine "individuelle Normalstimmung"?

Herzliche Grüße

x-Riff
 

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