Erklärungen / Tipps zu den unterschiedlichen Gitarren-Tunings (Versuch einer Sammlung)

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Hallöchen,

Ich habe hier schon das eine oder andere mal gelesen, dass es User gibt, die die Bestimmung mancher Tunings (Stimmungen) nicht benennen können.
Das ist auch überhaupt nicht verwunderlich, da es auch Saitenhersteller gibt, die Standard-Stimmungen, als Drop-Stimmungen bezeichnen...
-Doch was sind "Standard-Stimmungen" und "Drop-Stimmungen"?
-Welche Saiten wären für diese und jene Stimmung geeignet?
-Wieso spielt mein Lieblingsgitarrist so merkwürdige Saitenstärken bei diesem und jenem Tuning?

Alles Fragen, die ich mich auch schon selbst gefragt habe.

Fangen wir mit der ersten Frage an.

Wenn Ich irgendwelche unverständlichen Wörter benutze, dann fragt bitte, es gibt nichts blöderes für einen selbst, als in etwas interessiert zu sein und kaum etwas zu verstehen.
Ich benutze z.B. die übliche, deutsche Tonbenennung, Ich sage also H und nicht B, denn in Deutschland und einigen wenigen Ländern heißt der Ton, der fast überall als "B" bezeichnet wird, H. Und B ist ein Halbton tiefer, als H und liegt also zwischen A und H.


Unsere bekannte, normale Gitarrenstimmung ist Standard-E, oder auch E-Standard. Die Stimmung lautet (von tief nach hoch) E-A-D-G-h-e, oftmals findet man diese Stimmung auch andersherum notiert, also e-h-G-D-A-E.
Die nächst tieferen Stimmungen sind Drop-D und Standard-Es (oft auch als 'Eb' bezeichnet) bzw. enharmonisch verwechselt Standard-D# (Dis).
Drop-D bedeutet, dass die tiefe E-Saite auf D 'gedroppt' (runtergestimmt) wird, also lautet die Stimmung D-A-D-G-h-e.
Theoretisch müsste die Stimmung auch "E-string dropped to D" lauten, das wäre einfacher zu verstehen, wir halten die Bezeichnung der Stimmung kurz und sagen Drop-D.
Standard-Es/D# bezeichnet dasselbe, wie E-Standard, nur alle Saiten um einen Halbton tiefer gestimmt, eine Stimmung, die zahlreiche Gitarristen benutzen.
Standard-Es: Es-As-Des-Ges-b-es. Enharmonisch verwechselt, also Standard-D#: D#-G#-C#-F#-a#-d#
Das 'dazugehörige' Drop-Tuning ist Drop-Db (Des)/C# (Cis): Des-As-Des-Ges-b-es, oder eben C#-G#-C#-F#-a#-d#.

Standard-Stimmungen sind also Stimmungen, die die gleichen Tonabstände haben, wie die normale Gitarrenstimmung, nämlich fünf Halbtöne (eine Quarte), außer zwischen der G- und h-Saite, dazwischen liegen nämlich nur vier Halbtöne (eine große Terz).
Drop-Tunings bezeichnet Stimmungen, bei denen zwischen den tiefen zwei Saiten kein Quart-Abstand liegt, sondern ein Quint-Abstand (sieben Halbtöne).

Weitere Drop- und Standard-Stimmungen:

Standard-D -> D-G-C-F-a-d; Drop-C -> C-G-C-F-a-d
Standard-C -> C-F-B-Es-G-c; Drop-B -> B-F-B-Es-G-c
Standard-H (wie bei Baritone-Gitarren) -> H-E-A-D-F#-h; Drop-A -> A-E-A-D-F#-h

Da ich jetzt relativ lang gebraucht habe und jetzt erstmal was zu tun habe, werde ich die anderen Fragen später noch beantworten.
Ich hoffe, ich konnte einige Verständnisprobleme beiseitigen. :)
Bitte nicht mit Fragen und Anregungen zurückhalten.

Gruß,
Robb
 
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:D sehr gute Idee, das mal zusammen zu fassen. Spontan fällt mir jetzt nichts ein, was cih gerne noch wissen wollen würde :D
 
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Erwähnenswert sind hier auf jeden Fall Sonic Youth. Tunings wie F# F# G G A A, D D D D A A oder F# F# F# F# E B sind da keine Seltenheit. Hört euch die Musik an. Habe selber auch mal vor Jahren mit solchen Tunings bissl rum probiert. Ist eher was für Leute die progressiv/alternativ unterwegs sind :)
 
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Die Antwort zu einer anderen Frage, die sich bestimmt schon der eine oder andere gefragt hat.
Wieso spielt mein Lieblingsgitarrist so merkwürdige Saitenstärken bei diesem und jenem Tuning?

Ein gutes Beispiel für die Freunde des Metals wäre Jim Root von SlipKnoT.
Dieser hatte in einem Interview mal erzählt, dass er in Standard-C# einen Saitensatz mit den Stärken 11-15-20-36-42-56 spielt.
Das sind in der Tat ziemlich komische Stärken, zumindest die 36er Saite sticht da ins Auge, diese ist nämlich im Vergleich zu den anderen Saiten echt dick und hart. Diese Saite hat etwa dreieinhalb bis vier Kilogramm mehr an Zug, als die 42er Saite und die 56er.
Aber wieso spielen manche Gitarristen solche Saitensätze, deren Zug so ungleichmäßig ist?
Wenn man bedenkt, dass Jim Root schon seit locker über 20 Jahren Musik macht, professionell seit um die 15 Jahren, dann kann man schon was vermuten.
Vor 15-20 Jahren gab es noch nicht so eine große Auswahl an Einzelsaiten und allgemein auch an Saitensätzen.
James hatte wahrscheinlich verschiedenste Saitensätze ausprobiert und einzelne Saiten in den Sets untereinander ausgetauscht, bis eine Kombination herauskam, die ihm gefiel, bzw. die zu dem Setup seiner Gitarre(n) passte.
Vermutlich hatte er eine Zeit lang einen Satz mit 11-15-20-32-42-56 gespielt, welcher vom Zug her ziemlich ausgeglichen ist und dann war ihm die 32er Saite zu dünn, eventuell hat sie geschnarrt, oder so und die nächst-dickere Saite war dann eben die 36er Saite.
In solch einem Fall hätte er heute vermutlich zu einer 34er Saite gegriffen.

Das ist wirklich nur eine Vermutung, aber ähnlich erging es auch Gitarristen, die sich in den Anfangstagen der 7saitigen E-Gitarre Sets zusammengestellt haben.
Gitarristen, wie die von Korn, spielten in tieferen Tunings für die 7Saiter Saiten mit den Stärken 10-13-17-30-42-52-60, vom Zug her auch recht sinnlos, die 60er Saite ist im Vergleich zu den anderen umwickelten Saiten weich und müsste, um etwa den selben Zug zu haben, wie der Rest der umwickelten Saiten, drei Halbtöne höher gestimmt werden.
Aber es gab in ihren Anfangstagen keine dickeren Gitarrensaiten, als 60er (soweit ich weiß zumindest als Einzelsaite), deshalb nahmen sie einfach das dickste, was es gab und mussten mit diesem Kompromiss leben.
Im Vergleich: Heute spielt einer der Korn Gitarristen einen Satz für die 7Saiter mit 74er Saite (auf A gestimmt).

Und damit komme ich zu dem Thema mehr Saiten, ganz andere Stimmung?

Mittlerweile gibt es ja auch E-Gitarren, die mehr, als 6, oder 7 Saiten haben.
Das Standard-Tuning der 6Saiter ist wie gesagt Standard-E (E-A-D-G-h-e), bei einer 7Saiter kommt lediglich eine tiefe H Saite dazu.
Standard-H ist demnach der Name für die übliche 7Saiter Stimmung H-E-A-D-G-h-e.
Bei 8saitigen Gitarren kommt ebenfalls in aller Regel eine tiefere Saite dazu, nämlich eine F#-Saite, welche die selbe Tonhöhe hat, wie das F#, das bei einem Bass am zweiten Bund auf der tiefen E-Saite gegriffen wird, die Stimmung lautet demnach F#-H-E-A-D-G-h-e (Standard-F#).

Eine weitere tiefe Saite kommt dann noch bei der 9saitigen E-Gitarre dazu, nämlich eine C#-Saite, dadurch kommt man mit einer 9-Saiter gar noch tiefer, als ein 4saitiger E-Bass in Standard-Stimmung (E-A-D-G). Die Stimmung der 9-Saiter lautet C#-F#-H-E-A-D-G-h-e.

Diese mehrsaitigen Gitarren kann man natürlich auch anders stimmen, je mehr Saiten die Gitarre aber hat, desto weniger Tunings fallen mir ein, die von Gitarristen gespielt werden, aber ich fange erstmal mit relativ häufigen alternativen Tunings für die 7Saiter an.

Drop-A ->
A-E-A-D-G-h-e
Standard-B/A# (Ais) (z.B. Nevermore) -> B-Es-As-Des-Ges-b-es bzw. A#-D#-G#-C#-F#-a#-d#
Drop-As/G# -> As-Es-As-Des-Ges-b-es bzw. G#-D#-G#-C#-F#-a#-d#
Standard-A (z.B. Korn) -> A-D-G-C-F-a-d
Drop-G -> G-D-G-C-F-a-d

Ein weiteres Tuning, welches ich schon das eine oder andere mal gesehen habe, ist vom Prinzip her ein Drop-C Tuning (C-G-C-F-a-d) plus einer tiefen G-Saite, manche bezeichnen das als "Doppeldroptuning", ich finde diese Bezeichnung jedoch recht verwirrend und nenne in solch einem Fall lieber die Stimmung der einzelnen Saiten, also in dem Fall G-C-G-C-F-a-d. Dieses Tuning einen Halbton höher oder tiefer hat sicherlich auch schon der eine oder andere Gitarrist gespielt.

Bei achtsaitigen Gitarren findet man einige Tunings weniger, bewusst kenne ich nur folgende Stimmungen:
Drop-E -> E-H-E-A-D-G-h-e
Drop-A plus tiefer E-Saite (auch so ein "doppeldrop"-Tuning) -> E-A-E-A-D-G-h-e
Standard-F (8-Saiter Tuning komplett ein Halbton tiefer) -> F-B-Es-As-Des-Ges-b-e bzw. F-A#-D#-G#-C#-F#-a#-d#

Bei der Neunsaiter habe ich bisweilen nur zwei Tunings gesehen, welche vom Prinzip her, wie die ersten zwei Tunings der Achtsaiter, sind.
Hier muss man aber auch dazu sagen, dass noch nicht viele Gitarristen neunsaitige Gitarren spielen.
Drop-H -> H-F#-H-E-A-D-G-h-e
Drop-E plus tiefer H-Saite (auch wieder so ein "doppeldrop"-Tuning) -> H-E-H-E-A-D-G-h-e

Ich wünsche euch ein frohes, schönes Fest!
Bis zum nächsten Beitrag. :)

Robb
 
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So, nun kommen wir zur nächsten Frage: -Welche Saitenstärke wäre für diese und jene Stimmung geeignet?

Hier ist es immer ganz vorteilhaft, wenn man einen Saitensatz hat, von dem man ausgehen kann.

Z.B. bei Standard-Tuning ein 9er Satz. Wenn ein 9-42er Satz bei einer Strat z.B. der Satz eurer Wahl ist, dann kann man schon einigermaßen gut abschätzen, was euch einen Halbton, oder Ganzton tiefer gefallen dürfte.
Bezeichnungen, wie 9er, 10er, oder 11er Satz sind aber leider etwas ungenau, da solltet ihr auch die Größe der tiefen Saite dazuschreiben.
Es gibt nämlich für die Sechsaitige mindestens drei 9er Sätze (9-40, 9-42, 9-46), mindestens vier 10er Sätze (10-13-17-26-36-46 (da gibt es gar zwei verschiedene), 10-48, 10-52, 10-60) und sogar mindestens sieben 11er Sätze, wenn man ganz kleinlich ist (z.B. 11-48, 11-50, 11-52, 11-54, 11-56, 11-70).
Wer z.B. einen 9-42er Satz in Standard Tuning bei 25.5" Mensur spielt, dem dürfte einen Halbton tiefer ein 10-46er Satz ganz gut gefallen, der Zug geht nämlich etwa in eine Richtung.
In Standard-D würde dann entweder 11-48/49/50er Satz gut passen, oder auch ein 11-52er.

Bei Drop-Tunings sei gesagt, dass durch die runtergestimmte tiefe Saite eine auch dickere Saite von Vorteil ist, wenn man einen bestimmten Zug bevorzugt.
Hierbei sei erwähnt, dass man da gut von der D-Saite (E-A-D-G-h-e) ausgehen kann, da die tiefe Saite ebenfalls auf diesen Ton - nur eine Oktave tiefer - gestimmt wird. Um also etwa den selben Zug zu bekommen, muss die tiefe Saite etwa doppelt so dick sein, wie die D-Saite.
Wenn man von einem 10-46er Satz ausgeht (10-13-17-26-36-46), dann wäre hier eine 52er Saite für Drop-D geeignet.
Für den Fall, dass man viel zwischen Standard- und Drop-Tuning wechselt, sollte man einen Mittelweg suchen (das hat für mich immer am besten funktioniert), also im Falle eines 10er Satzes die 46er durch eine 48er, oder 49er Saite tauschen.
Solche Saitensätze gibt es leider nicht vorkonfiguriert, jedoch sind Einzelsaiten nicht teuer, ich nutze es immer, dass es von D'Addario fast überall in Musikgeschäften Einzelsaiten gibt.
 
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Moin Moin !

Als ich anfing Gitarre zu spielen habe ich natürlich wie viele Andere auch Nirvana, Metallica, bisschen Iron Maiden gespielt.
Nun spielen wir, nach gut 1 Jahr Gitarrenunterricht, den ersten Song auf Drop-C.
Spielen ihn aber auf Drop-D, so müssen wir die E-Saite nur 1 Ganzton tiefer und den Song zu dem wir spielen einfach 1 Ganzton
hochpitchen.

Nun meine Frage ... Macht das überhaupt Sinn so früh andere Stimmungen zu benutzen ?
Ok, es klingt fetter, aber so Akkorde, die ich nun 1 Jahr geübt habe, klingen nun nicht mehr.
Man muss sich total umgewöhnen. Gibt es Akkorde die auf Drop-Stimmungen umgeschrieben sind oder spielt
man die Standard-Akkorde und dämmt dabei nur die tiefe ?

Würd mich freuen ein paar Tipps zu lesen, wei man damit am besten umgeht, um nicht vollends in Verwirrung
zu landen :D
 
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Drop-D (also: DADghe)?

also, als ich angefangen hab, auf einer abgewandelten Version von Drop-D zu spielen (D-A-D-f#-b-e) hab ich mir die Akkorde umgedacht. Früher musste man ja für den offenen D-dur-Akkkord die die tiefe E-Saite muten, die man nun ohne probleme mit anspielen konnte, da sie ja den Grundton des D-dur-Akkordes aus machte. ich kann das jetzt schlecht erklären, weil ich mir das selber bloß ganz locker zusammen gesucht hab.

man nmuss da ungefähr so ran gehen: wenn jetzt eine Saite (wie die E) zwei halbtöne (also auf D) herunter gestimmt wird, musst du, um die selben akkorde wie vorher greifen zu können eben auf der saite zwei halbtöne höher greifen. Genauso dann auch umgedreht, wenn die Saite höher gestimmt ist.
Bei G-Dur ist das sehr kompliziert, weil du dann mit dem Finger, der ursprünglich auf der E im dritten Bund griff, in den fünften Bund greifen musst.

Aber wie gesagt, ich hab mir das alles selber zusammen gedacht, weil ich nicht so richtig die Akkorde damals gefunden hab. Es gibt hier bestimmt noch Leute, die einem bessere Tipps geben können.
 
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Es macht immer Sinn, auch mal alternative Stimmungen kennenzulernen, meiner Meinung nach. :)
Der Vorteil der Gitarre ist natürlich, dass sie in dem Sinne ein Melodieinstrument ist, die den Grundton nicht zwingen spielen muss, vor allem, wenn man einen Bassisten hat, der die Grundtöne ja übernimmt.
Bei einem E-Dur oder Moll einfach die tiefe Saite weglassen, oder abdämpfen, bzw. einfach ab der A-Saite anschlagen.
Da gibt es extrem viele Möglichkeiten, manche Gitarristen spielen z.B. auch einen E-Dur auf den höchsten drei Saiten und zwar wie ein D-Dur gegriffen, nur zwei Bünde höher. Genauso geht das noch mehr Bünde höher für andere Akkorde und auch für Moll, das ist aber eher für Gitarristen, die in einer Band mit einem zweiten Gitarristen spielen.
 
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manche ganz billige Stimmgeräte können nur EADghe anzeigen, ansonsten ist für die blöden Teile alles falsch. Aber das trainiert auch das Gehör für verstimmte Saiten. Seit ich in verschiedenen TUnings spiele, höre ich sofort heraus, wenn Saiten verstimmt sind.
 
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Hier hatte ich auch schon mal was zusammen gefasst zu Standard und Drop Tunings.
Ich finde man könnte im Eingangspost noch mit aufnehmen, wie ich denn die Gitarre dementsprechend stimmen kann. Nicht alle Stimmgeräte können Drop Tunings oder tiefe Standard Tunings.

https://www.musiker-board.de/threads/dicke-saiten-und-standard-stimmung.596750/page-2#post-7262963

Die Erklärung ist zwar gut, aber ich finde, dass man keine Gitarre unbedingt komplett zwei Halbtöne runterstimmen sollte.
Denn entweder sind die Saiten in Standard-E dann zu stramm, oder in D zu locker.
Mein Korg-Stimmgerät hat ne Flat-Taste und mein anderes zeigt die Töne direkt an, auch tiefere. Ich glaube, es gibt mittlerweile so viele Stimmgeräte (gar Apps), die auch mit tieferen Frequenzen umgehen können, also ist das sicher kein Problem, die Gitarre von vornherein auf D zu stimmen.
Zudem kann ich meinen Eingangspost nicht bearbeiten, also auch nichts mehr hinzufügen.
 
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Also nichts gegen solche Fleissarbeit, aber ich frage mich gerade ernsthaft, was so etwas hier im Einsteigerbereich zu suchen hat..... .
Insofern ist auch die Frage, die hier ja schon angeschnitten wurde (ob das denn in einem frühen Stadium des Spielens überhaupt Sinn macht), völlig berechtigt.

Und meine Antwort liegt (für mich) - entschuldigt bitte - auf der Hand: Nein, macht es nicht!
 
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Ich behaupte mal das Gegenteil. Es macht definitiv Sinn. Es gibt reichlich Leute die ihre ersten Grundlagen mit tieferen Tunings lernen (Ich habe damals als Anfänger auch in C/drop A# angefangen). Gerade in der Metal Fraktion möchten doch viele ihre Lieblingssongs nachspielen oder es mindestens versuchen/lernen. Die ganze Metalcore/Death/Thrash etc. pp Bands spielen meistens in tieferen Tunings. Ich hätte mir damals so eine Auflistung gewünscht. :hat:
 
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Da kann ich Chris zustimmen, es gibt viele Einsteiger, die auf Metal(core) stehen, wo Tunings, wie Drop-C ganz üblich sind.

Als ich mit 14 mit dem Bassspielen angefangen habe, fand ich Lordi (manche Songs sind in Standard-D), SlipKnoT (Drop-H) und System of a Down (Drop-C) z.B. echt toll, es gibt gar einige Songs von Bon Jovi, bei denen die Gitarren auf C gestimmt werden und einer meiner ersten Songs, die ich im Bassunterricht gelernt habe, war 'Killing in the Name of' von RatM, für welchen man auch auf Drop-D stimmt.

Außerdem: Wo wäre der Thread denn besser aufgehoben, als im Einsteigerbereich?
Der Einsteigerbereich wird ja von fast jedem hier eigentlich besucht, ich bin hier auch oft und gerne, weil es eben immer wieder Dinge gibt, die ich noch dazulernen kann, auch wenn ich mich nicht mehr als Einsteiger sehe.
Und es sind auch tendenziell die Einsteiger, die noch nicht so viel über alternative Stimmungen wissen.
Entsprechend finde ich den Thread hier gut aufgehoben und nur weil hier diese Auflistungen verschiedener Tunings und so weiter stehen, heißt es ja noch lange nicht, dass jeder die mal durchtesten muss, von daher verstehe ich nicht, was das Problem bei der Sache sein soll.
 
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Na ist doch schön und alles ok..

Es gibt auch kein Problem, soll jeder so stimmen wie er will.

Alternative wäre aber vielleicht der schöne Thread "Spiel- und Grifftechnik" oder, weil es sich ja alles, wie zu lesen ist, eher an Hartmetaller wendet im Schwerpunkt "Metal".

Es soll ja durchaus auch Anfänger geben, die nicht Heavy Metal als Ziel haben. Schwer nachvollziehbar für manchen, aber doch immerhin möglich

Aber egal, macht ruhig.....
 
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Also als ich Einsteiger war haben mich unterschiedliche Tunings eher verschreckt, ich hatte genug damit zu tun, das Standard Tuning zu kennen. So ein Thread hätte mir als Anfänger vermutlich nicht so viel gebracht außer mich zu verwirren - auch wenn er absolut gut gemeint ist (das will ich auf keinen Fall verkennen).
Aber es dreht sich bisher ja nun hauptsächlich um metalrelevante Tunings. Wenn es um eine komplette Sammlung geht fehlt einfach viel (bisher)

Also mein Vorschlag wäre - entweder man hat den Anspruch, eine komplette Sammlung von Tunings mit üblichen Verwendungszwecken, vielleicht ein paar Beispielen wo so etwas verwendet wird und einigen Tips wie man am besten mit und/oder ohne Stimmgerät dorthinkomt, zu erstellen - so dass es sich auch eventuell lohnt, ihn als Nachschlagewerk anzupinnen, (ich weiß nicht ob das das Ziel ist)

oder aber man verschiebt den Thread in den Metal bereich.

Oder man gibt dem Thread einen Namen der ihn noch etwas eindeutiger klassifiziert und klarmacht dass das hier in eine Metal Richtung geht. Aber dann gäbe es auch keinen Grund, ihn nicht gleich dorthin zu verschieben.
 
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Runter stimmen hat nicht immer was mit Metal zu tun. Es steht euch bestimmt auch frei, fehlende Stimmungen zu ergänzen. ;)
 
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Natürlich gibt es die!

Aber ich z.B. halte auch die "normalen" Alternativ - Tunings (Open D usw.) für Einsteiger für ungeeignet.

Das gesamte Thema "Tunings" ist ein äußerst weites Feld, das wie MrPolli schon schrieb ein Fachgebniet, das einiges an Grundlagen vorauasetzt, damit es wirklich fundiert genutzt werden kann.

Niemand hat etwas gegen alternative Stimmungen. Sie gehören zur Gitarre dazu.

Ich bezweifle nur, dass sie hier in diesem "Einsteigerbereich" etwas zu suchen haben, da der Eindruck entstehen könnte, sie seien wirklich fundemental und man müsse sie beherrschen!

Aber seien wir ehrlich: das muss man nicht, und es gibt und gab Millionen von Gitarristen, die noch nie so etwas angewandt haben!

Wer sich später damit befassen möchte, kein Problem, habe ich ja auch. Aber die Betonung öiegt auf später!

Mehr ist doch gar nicht gemeint: interessantes Thema, aber falscher Bereich. Das muss man doch nicxht gleich einschnappen!
 
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Hier ist denke ich niemand eingeschnappt. :D

Kurze Geschichte zu Anfänger und Alternativen Tunings: Ich bin damals als blutiger Anfänger in den Laden gestapft mit meinem Kollegen, um Gitarre, AMP & kleinkram zu kaufen. Ich habe dem Verkäufer nur gesagt: "ich brauch ne Gitarre die wie In Flames klingt!". Gesagt getan hatte ich nun ne' LTD Superstrat und nen' kleinen Vox modeling amp. Zu Hause angekommen hab ich dann versucht die ersten Sachen zu spielen von oben genannter Band. Klappte natürlich nicht. Da die Band in Drop A# spielt. Mein erfahrener Kollege meinte zu mir dann ich solle erst mal nur im Standard Tuning spielen und die Grundsachen lernen. Nach ein paar Tagen hab ich sie mir von ihm runterstimmen lassen. Ich wollte kein Acdc oder Metallica spielen. Ich wollte meine lieblingslieder spielen und nichts anderes. Das war auch der Grund für mich das Zeugs zu kaufen.

Natürlich ist es einfacher im Standard Tuning anzufangen. Nur habe ich die Erfahrung gemacht das auch viele Anfänger es so machen wie ich es gemacht habe. Und gerade diese Anfänger schauen in die Einsteiger-Subs rein. In manchen Ami Foren wimelt es vor "wie kann ich das&das spielen" oder "hilfe, ich bekomm nicht hin wie xy zu klingen". Die Antwort war meistens das sie im falschen Tuning waren oder es noch gar nicht verstanden haben das man auch runterstimmen kann. Und das waren zwar viele "metaller" aber nicht alle. Und da finde ich solche Threads wie dieser hier sehr passend und erspart manchen Stress.
 

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