Unsymmetrisches Signal über Multicore

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Hallo
Unsere symmetrischen Eingänge unseres Mischpultes Yamaha MG 16 6 FX sind
alle belegt. Einen Keyborder ( Gastmusiker) könnte ich nur über die
Stereokanäle mit asymmetrischen Klinkeneingängen einbinden. Nun muß das ganze aber auch noch durch das
Multicore.
Spricht etwas dagegen unser (selbstgebautes) Multicore so umzubauen das ich in der Stagebox 2
unbenutzte XLR Buchsen durch KLinkenbuchsen ersetze und das Signal unsymmetrisch durch
das Multicore führe,um dann wiederrum mittels Klinkenstecker in einen Stereokanal zu gehen?

Danke und Grüße
Thomas
 
Eigenschaft
 
Moinsen!

Warum nicht? Aber wozu willst Du groß etwas umbauen?

Vom Key gehst Du mittels Cordial Mikrofonkabel 1,5m MV


raus auf die Stagebox, dann durchs Multi zum Pult und dort mittels Cordial Mikrofonkabel 1,5m FV


oder eben der Monovariante in das Pult! macht mehr Sinn sich solche Kabel mal zu basteln, als das Multicore ständig umzubauen!:great:

Greets Wolle
 
Hallo Wolle
Naja, das Multicore hat ja sowieso mehr Leitungen als das Mischpult Kanäle.
Ich würde es dann natürlich so lassen. Der Keyborder kann dann mit seinen langen
Klinkenkabeln direkt in die Stagebox. Bei Stereo wären das 4 Adapter die ich bräuchte.
Da baue ich lieber einmal um und habe das Adaptergeraffel nicht.

Gruß
Thomas
 
Tja, aber die meisten Keys haben symmetrische Outs, deswegen habe ich Dir auch die symmetrischen Klinken - Adapterkabel vorgeschlagen. Damit hättest Du bis zum Pult eben das sym. Signal. Da es sich aber um Kabel handelt ist die Gfahr der Adapterei nicht ganz so wild!

Greets Wolle
 
Tja, aber die meisten Keys haben symmetrische Outs...

Das halte ich für ein Gerücht. :D
Wenn das MuCo niemals mit einem anderen Pult als dem MG16 betrieben wird, kann man erwägen, auf Klinke umzurüsten. Als Mittelweg besser an der Stagebox auf Combo-Buchsen und am Spliss auf Stereoklinke. Dann braucht man das Core nicht zurückbauen, wenn man das MG16 mal durch ein Pult ersetzt, bei dem der Designer einen besseren Tag hatte... ;)
Und dieser Wechsel des Pultes kann schnell mal kommen, denn Einstreuungen und Brummprobleme bei unsymmetrischer Signalführung legen selbigen womöglich nahe und das MG16 ist da halt mit den unsymmetrischen Eingängen der Stereokanalzüge das Nadelör.


domg
 
Hi
Ich probiere es mal mit dem Klinkeumbau.
Wenn´s brummt oder zischelt nehm ich dem Drummer sein Gesangsmicro weg. :D
Dann geht das Key eben nur mono über DI-Box.
Ein Mischpultneukauf kommt erstmal nicht in Frage.
So schlecht finde ich das Yamahapult nicht, meinetwegen hätte man auf das
Subgruppengedöns und die Effektsektion verzichten können.
Aber ich muß jetzt nun mal mit dem vorhandenem Zeug klarkommen.

Vielen Dank
Thomas
 
Was wäre denn mit dieser Idee: eine DI-Box auf die Bühne und die Keys dadran. Vor den LineIn am Mischpult eine passive DI-Box "verkehrt herum", so dass aus dem sysmmetrischen wieder ein unsymmetrisches Signal wird. Wenn beide DI-Boxen Stereo sind, kommt dann sogar Stereo an.

Habe ich noch nicht probiert, in der Theorie könnte oder müsste das aber klappen?

drumbaer
 
Eine DI-Box auf die Bühne und die Keys dadran. Vor den LineIn am Mischpult eine passive DI-Box "verkehrt herum"

Warum nicht einfach nach der Bühnen DI "normal herum" in eine DI wie die "ART DTI"? Diese bietet auch weibliche, symmetrische XLR Eingänge. Die restlichen Zentimeter von der 2ten DI zum Pult können dann per kurzem Patchkabel zurückgelegt werden. So kann selbst bei unysmmentrsichen Pulteingängen das Signal fast vollständig symmetrisch übertragen werden!

Edit: Denkfehler... Danke @Onk für den Hinweis!

Gruß, Lukas
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Langsam Freunde!!!

Nur weil irgendwo zwei Leiter plus Schirm rumfliegen, haben wir noch keine Symmetrierung. Selbige macht der Differenzverstärker am Mischpult und wenn's da keinen gibt, weil unsymmetrischer eingang, dann gibt's auch keine symmetrische Signalführung. Ganz egal, was da im Laufe des Signalweges an DIs dranhängt.

Daher auch mein Spruch mit dem MG16 als Nadelör.

Was man machen kann (und anzuraten ist), ist lediglich eine galvanische Trennung per Überträger.


domg
 
Nur weil irgendwo zwei Leiter plus Schirm rumfliegen, haben wir noch keine Symmetrierung. Selbige macht der Differenzverstärker am Mischpult und wenn's da keinen gibt, weil unsymmetrischer eingang, dann gibt's auch keine symmetrische Signalführung. Ganz egal, was da im Laufe des Signalweges an DIs dranhängt.

Was man machen kann (und anzuraten ist), ist lediglich eine galvanische Trennung per Überträger.

Hm, sehe ich nicht ganz so. Klar gibt es vom unsymmetrischen Mischpult-Eingang bis zur ersten DI nur eine unsymmetrische Signaführung. Das Kabel kann aber beliebig kurz sein. Und mit einer passiven DI-Box kann man dahinter sehr wohl ein symmetrisches Signal auf das MuCo geben. Auf der Bühne dann eine weitere Di-Box (aktiv oder passiv) in "normaler" Funktionsweise macht dann nach dem MuCo wieder ein asymmetrisches Signal daraus.

In der Theorie funktioniert das auf jeden Fall. Ich habe es aber praktisch noch nicht ausprobiert.

Bei Bedarf kann man auch eine Schaltung wie http://sound.westhost.com/project87.htm an (oder sogar in!) das Mischpult anschließen und hat danach auch ein symmetrisches Signal. 3 OpAmps und ein dutzend Widerstände sind auch nur Pfennigsartikel, die leider im Mischpult gespart wurden.

drumbaer
 
Hm, sehe ich nicht ganz so. ... Auf der Bühne dann eine weitere Di-Box (aktiv oder passiv) in "normaler" Funktionsweise macht dann nach dem MuCo wieder ein asymmetrisches Signal daraus.

In der Theorie funktioniert das auf jeden Fall. Ich habe es aber praktisch noch nicht ausprobiert.


Also nochmal in der Theorie schlaumachen, dann klappt's auch in der Praxis. Nix für ungut.


domg
 
Also nochmal in der Theorie schlaumachen, dann klappt's auch in der Praxis. Nix für ungut.

Sorry, dieser Kommentar ist polemisch, beleidigend und fachlich unqualifiziert.

Meine theoretischer Hintergrund hierfür ist mit erfolgreich abgeschlossenen Prüfungen im Studienfach Elektrotechnik (wenn auch nur als Nebenfach) mehr als ausreichend.

Für mich ist diese Diskussion hier beendet, auf weitere fachlich unqualifizierte Beleidungung vom onk antworte ich hier nicht mehr.

drumbaer


PS: mehr sachliche Info gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/DI-Box
Für passive DI-Boxen findet man dort: "Sie lassen sich außerdem auch grundsätzlich umgekehrt, also zur Wandlung eines symmetrischen in ein asymmetrisches Signal, verwenden." Diesen Anwendungsfall habe ich oben im Prinzip beschrieben. Punkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sei doch nicht gleich eingeschnappt. Ohne Differenzverstärker nutzt doch der ganze Kram nix, ob ich eine oder zwei Leitungen für das Signal verwende. An irgendeiner Stelle müssen die beiden Signalleitungen in Bezug gesetzt werden, sonst nix symmetrische Signalführung. Der Trafo in einer DI-Box kann die Signale wohl nicht in Bezug setzen, oder? Na also.

domg

PS: mehr sachliche Info gibt es auf http://de.wikipedia.org/wiki/DI-Box
Für passive DI-Boxen findet man dort: "Sie lassen sich außerdem auch grundsätzlich umgekehrt, also zur Wandlung eines symmetrischen in ein asymmetrisches Signal, verwenden." Diesen Anwendungsfall habe ich oben im Prinzip beschrieben. Punkt.

Das ist korrekt. Bloß hatten wir nie ein symmetrisches Signal. Wir hatten einen Trafo, der aus einer Signalader zwei macht und einen weiteren, der daraus wieder eines macht. Wir bekommen keine Filterung der Einstreuungen in die Signalleitung, weil wir keinen Differenzverstärker in der Signalkette haben.


domg
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
OK, ich wurde gebeten mich hier einzuschalten:

a) Impedanztechnisch würde ich mir keine Sorgen machen, solange man 1:1 Übertrager hernimmt. Audiosignale haben erst Impedanzprobleme bei der Länge klassischer Telefonleitungen von >500m (Wellenlänge 20 kHz ca. 10000m). Sonst sind Reflexionen egal. und solange der Empfänger eine Impedanz >100 Ohm und der Sender <100 Ohm hat tut das...
b) Eine passive DI-Box mit asymm. rein und symm. raus symmetriert und liefert ein perfektes symmetrisches Signal. insofern macht eine Stereo-Di hinter dem Keyboard perfekt Sinn, wenn man dann symmetrisch ins Kabel geht (also zwei Kanäle des MoCo nimmt).
c) Eine DI mit symm. rein und asymm. raus arbeitet wie ein perfekter Differenzverstärker, besser als jede 99.9% der OpAmp Schaltungen (weil da de Widerstandstoleranzen meist zu groß sind). Insofern kann man mit einer zweiten passiven DI mit ground lift das Signal wieder von jedem Brumm befreien und dann asymm. in den Stereo-in des Mischpults jagen.

Also ich würde demnach das MuCo nicht umbauen sondern in zwei passive Stereo-DIs investieren. Nach allem ws ich weis müsste das perfekt funktionieren und nur bei minderwertigen DIs den Klang verändern. Bei beiden DIs würde ich den ground-lift verwenden.
Bei anderen Veranstaltungen kann man dann beide DIs an zwei Stereo-in des Mischpults hängen und hat vier symm. Eingänge...
 
Tja, aber die meisten Keys haben symmetrische Outs

Leider nein, das sind wirklich nur einige wenige und wenn dann eher solche aus der Profiliga. Ich verstehe allerdings auch nicht, warum da nicht schon längst überall erdfrei-symmetrische XLR-Ausgänge dran sind. Roland hat das beim RD-700 vorgemacht und genau so gehört das auch!

Vermutlich das gleiche Problem wie bei Gitarrengeraffels: Da benutzt man ja auch noch Klinken als Lautsprecheranschluß obwohl Speakon bereits erfunden ist.

Zum Thema: Die Lösung mit 2 passiven DIs (oder einer aktiven auf der Bühne und einer passiven am Pult) ist die einzig sinnvolle. GND-Lift würde ich allerdings nur auf Bühnenseite schalten. Eine passive DI auch auf Bühnenseite hat natürlich den Vorteil, keine Batterie zu brauchen, denn Phantomspeisung steht an den fraglichen Eingängen so oder so nicht zur Verfügung.
Eine weitere Lösung wäre eine DI auf der Bühne und ein brauchbarer Preamp pultseitig, der idealerweise auch gleich Phantomspeisung bereitstellen kann, sofern eine aktive DI verwendet werden soll.

So ganz nebenbei: Es muß in diesem Zusammenhang "unsymmetrisch" und nicht "asymmetrisch" heißen. Wo bei einem unsymmetrischen Signal eine Asymmetrie vorliegt, möchte ich sehen. Die Symmetrie der Wellenform ist ja nunmal so oder so gegeben, nur die übertragung erfolgt eben nicht über symmetrische Leitungen.
 
OK. Lag ich falsch. Leck' ich da auf, wo ich hingespuckt habe. :redface:


domg
 

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