Unterschichtenmusik für die Dorfdisco um die Ecke!

von Fak3d, 01.04.05.

  1. Fak3d

    Fak3d Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #1
    laut.de hat wieder mal gut zugeschlagen. In einem sehr amüsanten Bericht wurde das neue Nr 1(!) Album "Naughty But Nice" von Sarah Connor in der Luft zerfetzt. Einfach mal lesen....

    http://www.laut.de/lautstark/cd-reviews/c/connor_sarah/naughty_but_nice/index.htm

    Mich würde mal interessieren, was ihr über diese sehr beängstigende Entwicklung denkt. Das so eine langweilige Musik (Wer "From Zero to Hero" kennt, weiß was ich meine) mit Klingelton Rythmus überhaupt in den Charts landet. Und dann auch noch Platz 1. Der große Feldzug der Nicht-Musik?
     
  2. Havoc

    Havoc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #2
    Meiner Meinung nach liegt es einfach daran, dass ihre Fans die CDs (oder Klingeltöne oder was weiß ich wie das gezählt wird) auch wirklich kaufen.
     
  3. Fak3d

    Fak3d Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #3
    Weil der durchschnittliche Sarah Connor Fan noch gar nicht weiß, was ein Computer überhaupt ist. :rolleyes:
     
  4. clemens

    clemens Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #4
    Ich glaub ehrlich gesagt, dass im Mainstream-Pop-Bereich sehr viel mehr raubkopiert wird als in alternativeren Gefilden. Einerseits, weil das neue Sarah Connor-Album sehr viel flächendeckender zum Kopieren zur Verfügung steht als irgendeine Underground-Produktion, andererseits weil unter ernsthafteren Musikfreunden aus diversen Gründen (Unterstützen des Künstlers, Album als Gesamtkunstwerk zu Hause stehen haben....) das Kaufen höher im Kurs steht.

    Trotzdem bringt natürlich so ein Gedudel der Plattenfirma absolut gesehen mehr Verkäufe und somit auch mehr Geld. Hat sich aber schon mal jemand mit dem Gedanken befasst, dass "unsere" Musik noch sehr viel teurer sein könnte, wenn es diese Geldkühe nicht gäbe? Schließlich kosten Mainstream-Alben meist dasselbe wie unbekanntere, obwohl letzere mit Sicherheit weniger Geld einbringen; eine gewisse "Quersubvention" ist da nicht von der Hand zu weisen.
     
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  5. Melkor

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    Erstellt: 01.04.05   #5
    Das spräche aber dann gegen die These, dass diese Musik von Unterschichten gehört wird :D .
    Den Artikel von laut.de finde ich sowieso an Arroganz kaum zu übertreffen. Die Musik und Selbstdarstellung Connors gefällt mir auch nicht. Aber diese Art von Musik "Unterschichtenmusik" zu nennen ist dann der Gipfel an Unverschämtheit.
    Was sind den Unterschichten für ihn? Wahrscheinlich arme primitive Trottel, mit denen sich der Autor nicht abgibt. Hier werden nicht nur die Hörer beleidigt, sondern auch die Musiker selbst. Unterschichten ist im Artikel bei laut.de eindeutig als Beleidigung anzusehen und wir wissen, dass viele musikalische Exoten aus ärmeren Verhältnissen kamen.
     
  6. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #6
    "Unterschichtenmusik" ist sehr treffend gewählt, vor allem, wenn mans auch im übertragenen Sinne (geistig) betrachtet. Ich sage nur "bildungsferne Bürger" ... :D
     
  7. Fak3d

    Fak3d Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.05   #7
    Ich glaube er meint mit "Unterschichtenmusik" auch Bürger, die völlig anspruchslose und ideenarme, konstruierte Musik hören. Bürger, die keinen Anspruch an die Musik haben, die gar nicht wissen, dass es bessere Musik gibt. (Besser gemachte Musik, ich meine damit nicht die Musikrichtung)
    Wenn ich mir die Songs von Sarah Connor im Radio/Fernsehen ansehe, kann ich nur den Kopf schütteln, und mich wundern, dass sowas auf Platz 1 ist. :screwy: Wobei das natürlich auch damit zu tun hat, dass man in DEU schon durch den Verkauf von nur wenigen hunderten Platten weit nach oben kommen kann.
     
  8. Havoc

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    Erstellt: 02.04.05   #8
    Ein solcher Begriff hat nichts mit Ironie oder Sarkasmus zu tun, allenfalls mit Zynismus. Wer sich selber mit solchen Ausdrücken über andere erhebt, aus welchen Gründen auch immer, ist entweder ein verzogener Teenager oder kriegt mit mir persönlich Probleme.
     
  9. Melkor

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    Erstellt: 03.04.05   #9
    Meinst du das ernst? Nich schlecht, Mr. Bildung!
     
  10. Fak3d

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    Erstellt: 04.04.05   #10
    In "Hart aber fair" wurde dieser Begriff die gesamte Zeit über für sozial sehr schwache Bevölkerungsgruppen gewählt. Von allen Politikern. Ich glaube, wenn er in dieser Sendung, die mit dem Grimme Preis ausgezeichnet wurde, benutzt wird, geht das schon in Ordnung.
     
  11. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.05   #11
    Bei Unterschichtmusik muss ich an Onkelz denken...
    Sarah Connor eher Schicht im Gehirn :D
     
  12. hansi_guitar

    hansi_guitar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.05   #12
    och, das from zero to hero find ich gar nciht so schlecht...

    is doch n toller popsong.
    es muss ja nicht immer brachial hart sein, was man sich anhört.
    ins radio passt der song allemal:)
     
  13. topo

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    Erstellt: 04.04.05   #13
    Unterschichtenmusik ist schon sehr provokativ.
    Wer das hier ernsthaft als Unterschichtenmusik bezeichnet, diqualifiziert sich selbst. Man könnte denjenigen als intollerant und asoszial bezeichen. Man könnte...... :screwy:

    Das ist genauso, wenn man sagen würde, jeder der Stephen King gut findet, sei gesitig arm....................

    Das ist halt Mainstream Dancefloor.
    Und es kommt bei vielen Menschen in der Seele an.
    Sonst würden sie nicht wie die Weltmeister auf die Tanzfläche laufen.

    Topo :cool:
    Defected in the House
     
  14. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.04.05   #14
    Mit einer Portion Zynismus, ja! Wobei der Ausdruck ursprünglich nicht von mir stammt. Ich finde es jedoch erstaunlich, mit wieviel Banalität sich die Leute immer wieder abspeisen lassen. Ich habe nichts dagegen, wenn jemandem das Gedudel und Gejaule gefällt, denn über Geschmack kann man ja bekanntlich nicht streiten. Ich habe nur ein Problem zum einen damit, dass die Produktion derartiger Musik aus rein marktwirtschaftlichen Gründen erfolgt, und zum anderen mir der Konsum unweigerlich aufgezwungen wird (Radio, Handyklingeltöne, usw.). So, und dann ist ja da noch die Tatsache, dass es genügend Leute gibt, die freiwillig dafür Geld ausgeben, das muss man sich mal vorstellen.
     
  15. Fak3d

    Fak3d Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.05   #15
    Lass dich nicht zurechtbiegen, Jay :great:
     
  16. Arvir

    Arvir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.05   #16
    Nun der Erfolg deratig aufgebauter Musik läßt sich leicht erklären, sie ist nicht zum zuhören gedacht.
    - Die jugen Käufer werden durch flächendeckende Werbung, TV Auftritte überzeugt, hören sich das ganze ne Weile an und nach 2-3 Wochen kommt die nächste Scheibe von Sänger/in XY.
    - Die älteren Käufer hören das ganze nebenbei im Radio, die Melodie prägt sich ein ( darauf ist sie ja eben ausgelegt), die Cd wird gekauft

    Ich kann mir nicht vorstellen dass irgendjemand solche Musik kauft der sich mal die Zeit nimmt auch nur einem Lied unabgelenkt zuzuhören.

    Die Käuferschicht von Sarah Conner Platten u.ä als "Unterschicht" zu bezeichnen bzw. als ungebildet halte ich für reichlich unverschämt, ich meine : Für jemanden der Musik hört weil er Musik mag mag das ganze Midi-Editor gedudel sein aber es gibt eben auch ( sehr viele ;)) Menschen die Musik einfach nebenbei zur akustischen Untermalung hören.

    Hört euch mal Nightwish : Nemo an, das ganze Lied ist letzendlich auf ein paar eingängige Takte reuzierbar, eben deshalb hatte es Erfolg. Ich kann mir nicht vorstellen dass die Merheiht der Albumkäufer die Lieder ansonsten ansprechend findet.
     
  17. Alpha

    Alpha Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.05   #17
    Also wenn man den Kommentar mit der "Dorfdisko" durchliest, finde ich den Begriff "Unterschichten" durchaus passend: Anspruchslose Horde, die zu jedem Müll abfeiert und der die Musik wurscht ist, solange man dazu abzappeln kann. Scooter sind auch so ein Kandidat :D
     
  18. Melkor

    Melkor Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.05   #18
    unterschichten=anspruchlose horde?
    Das nenn ich echt gewagt!
    Hast du was gegen abzappeln? Was machst du, wenn du Musik hörst?
    Wenn es den Leuten (der anspruchlosen Horde, diese verkörperten Dummheit) gefällt, dann hat die Musik auf jeden Fall alles erreicht(auch wenn es dem Bildungsbürgertum nicht gefällt).

    Ich kann mit Scooter ebenso nichts anfangen (überhaupt nichts!!), aber deren Fans sollte man nicht beleidigen. Man muss nichts von ihnen halten. Es ist aber sehr beschämend und peinlich, sie als primitive Geschöpfe anzusehen!!!
     
  19. derspieler

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    Erstellt: 09.04.05   #19

    finde die diskussion wirklich interessant hier.

    also ich finde man sollte auch ganz klar unterscheiden, wofür die musik gemacht wird. da sehe ich einmal die künstler, die musik machen, weil sie sie lieben und ihre gefühle damit zum ausdruck bringen. zum anderen sehe ich diese wirklich nur auf verkauf und schnelles geld (betonung auf das zweite!) ausgerichtete geräuche, die sowas von einfalls- und anspruchslos ist, dass ich das wort unterschichtenmusik im sinne von musik gehört von leuten, die im kopf etwas gelichtet sind. meistens trifft das ja auch auf eine bestimmte volksschicht zu (ich sage nur proleten mit rischtig krass handy und in socken gestopfte hosen-----obwohl die garkein fahrrad fahren :screwy: )

    gruß
     
  20. Leguano

    Leguano Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.05   #20
    Das neue Album repräsentiert nicht das Können der einzelnen Musiker von Nightwish...und es ist, zumindestens falls du dich dazu überwinden hast können dir mal die älteren Sachen anzuhören, eine Dreistigkeit diese handgemachte Musik mit der Hüpfdoole um die es hier geht zu vergleichen ... aber viel Spaß noch beim lästern über Dinge von denen man keine Ahnung hat :(

    Grüße,
    Kevin
     
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