Urheberanteile fair definieren?

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Moin zusammen,

Ich komponiere aktuell Musik und möchte diese 2022 veröffentlichen und in dem Zuge auch ab 2022 der Gema beitreten.

Beteiligt an Komposition und Text sind 3 Personen
1. Text und Gesang
2. Gitarren, Bass, Samples, Keys, arragements, kleine teile der Drumparts (ich)
3. Schlagzeuger-Schlagzeugparts

Text:
Ist relativ einfach, Text gehen zu 100% an die Textdichterin.

Musik:
Schwierig. Zum besseren Verständnis, grob läuft das so, ich schreibe einen Song komplett und programmiere einen Drumcomputer dazu. Dann gebe ich das DAW-Projekt an den Schlagzeuger weiter und der überarbeitet das Schlagzeug so, dass es gut klingt, einige wenige Teile der Drums bleiben auch mal unverändert stehen, aber alle Überarbeitungen sind relevant für das Endergebnis und so denke ich zumindest ist hier auch ein Urheberrecht seitens Schlagzeuger vorhanden

Wir sind aktuell auf dem Stand, dass sich jeder überlegt, wie wir die Urheberschaft fair definieren, aber eine dritte Meinung von Aussenstehenden kann halt vieles vereinfachen, daher die Frage wäre eine Aufteilung wei folgt fair?

Ich:
20% Gitarre 1
20% Gitarre 2
20% Bass
20% Synth/Ambient/Samples
10% Arragement

Schlagzeuger:
10% Schlagzeug

Wenn nicht, was würdet ihr vorschlagen, bzw. gibts irgendwelche etbalierten Anhaltspunkte wie man das aufteilt?
Bei meinen bisherigen Bands war das nie Relevant, da dort niemand Gema Mitglied war. Die Letzten Jahre war ich ohnehin nur als ausübender Musiker und nicht als Komponist tätig, den andern Beiden des Projekts geht es genauso, daher sind wir da alle etwas unschlüssig :D

Danke schonmal für Antworten
 
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Als juristischer Laie:
  • letztendlich ist die Aufteilung Vereinbarungssache
  • für mich klingt Euer Vorhaben nach "Miturheberrechte"; daraus ergeben sich besondere Rechte und Pflichten, etwa bei zukünftigen Änderungen des Werks
 
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Das heißt die Texterin bekommt 50%, der Drummer 5% und Du 45%.

Davon ausgegangen es handelt sich um 10 Lieder und der äußerst positiven Einschätzung es kommen pro Lied 2€ an irgendwie gearteten Einnahmen zusammen, bekommt die Texterin 10€, der Drummer 1€ und Du 9€. Somit verbleibt im besten Fall für Dich im ersten Jahr ein Fehlbetrag von 131€ und in den darauffolgenden jeweils 50€. Das klingt doch nach einem ausgereiften Plan. Also mein Go hast Du.
 
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Das heißt die Texterin bekommt 50%, der Drummer 5% und Du 45%.

Davon ausgegangen es handelt sich um 10 Lieder und der äußerst positiven Einschätzung es kommen pro Lied 2€ an irgendwie gearteten Einnahmen zusammen, bekommt die Texterin 10€, der Drummer 1€ und Du 9€. Somit verbleibt im besten Fall für Dich im ersten Jahr ein Fehlbetrag von 131€ und in den darauffolgenden jeweils 50€. Das klingt doch nach einem ausgereiften Plan. Also mein Go hast Du.

Keine Ahnung was du als Berechnungsgrundlage nimmst, aber ich gehe meinen Recherchen zu folge davon aus, dass es sich zumindest für Sängerin und mich sehr wohl lohnen würde (ausgehend davon, dass ab 2022 wieder Konzerte Möglich sind) und eine Mitgleidschaft streben wir ohnehin erst ab 2022 an, es sei denn die Situation von Corona und Auftrittsmöglichkeiten verändert sich dieses jahr noch so krass, dass wir im Sommer Herbst nochmal 10 Konzerte spielen könnten, davon gehe ich aber erstmal nicht aus. ;)


aber zum Thema:
Aber das ist in der Frage erstmal nebensächlich, mir gehts eher darum wie man den Anteil der Jeweiligen Person am Urheberrecht definiert, unabhängig davon ob das jetzt lohnenswert ist oder nicht.

Das Problem ist halt, dass ich mehrere Kenne die zu 100% als Urheber drin stehen, weil sie wirklich alles geschreiben haben, bzw. die Kompositionen im Proberaum als Resultat von Jamsessions entstehen und somit alle quasi den gleichen Anteil an den Urheberrechten haben, was aber beides in meinem Fall nicht zutrifft ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Als juristischer Laie:
  • letztendlich ist die Aufteilung Vereinbarungssache
  • für mich klingt Euer Vorhaben nach "Miturheberrechte"; daraus ergeben sich besondere Rechte und Pflichten, etwa bei zukünftigen Änderungen des Werks
Logo ist das Vereinbarungssache.
ich denke aktuell, dass 10% vom Songwriting an den Drummer Fair sind und der würde höchstwahrscheinlich auch sein OK dazu geben, aber ich hätte da halt gerne auch die Meinung anderer, um sicherzustellen, dass es wirklcih fair ist und ich das nicht nur so denke ;)
 
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aber ich hätte da halt gerne auch die Meinung anderer, um sicherzustellen, dass es wirklcih fair ist und ich das nicht nur so denke
Schon klar: Was meinen denn die Betroffenen ?
;)

Und Hand auf's Herz, neben den Euros solltest Du auch ernsthaft dieser Frage nachgehen:
für mich klingt Euer Vorhaben nach "Miturheberrechte"; daraus ergeben sich besondere Rechte und Pflichten, etwa bei zukünftigen Änderungen des Werks
Da lauert so manche Überraschung.
 
Beyme

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Beteiligt an Komposition und Text sind 3 Personen
1. Text und Gesang
2. Gitarren, Bass, Samples, Keys, arragements, kleine teile der Drumparts (ich)
3. Schlagzeuger-Schlagzeugparts
Klingt so einfach, ist aber trotzdem nicht ganz eindeutig... Zum Verständnis: ist die Melodie vom Gesang von dir oder von ihr?
 
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Moin @Beyme

Guter Punkt, aber Sängerin ist meine Frau, wir sind untereinander der Meinung dass diese Aufteilung so passt. Auch wenn jetzt mal ein paar Prozent auf mich gehen würden fangen wir nicht an unnötig Haare zu spalten.
( wir sind auch seit weit über 10 Jahren in gemeinsamen Bands aktiv, also da müsste es Hunde regnen dass wir uns mal uneinig sind)

edit: die Musik Ist Black- Death Metal, da hat der Gesang eh keine Melodie :LOL:

es geht also eher um die faire Aufteilung des Instrumentalen Teils zwischen Schlagzeuger und mir ;)

@MS-SPO
Eine Gemaanmeldung ändert nix am Urheberrecht. wenn dokumentiert ist wer was gemacht hat und man untereinander Verträge schließt gibts eher keine Überraschungen ;)
 
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@MS-SPO
Eine Gemaanmeldung ändert nix am Urheberrecht. wenn dokumentiert ist wer was gemacht hat und man untereinander Verträge schließt gibts eher keine Überraschungen ;)
Nach zwei, und nun dem dritten, Hinweisen auf das Mit-Urheberrecht verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
 
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Nach zwei, und nun dem dritten, Hinweisen auf das Mit-Urheberrecht verabschiede ich mich aus dieser Diskussion.
Ok, solche Winks mit dem Zaunpfahl peil ich einfach nicht, meine Schuld, hab jetzt aber verstanden worauf du hinauswillst es geht hier klar um den Ausdruck und die Definition von "Miturheberschaft", das hatte ich echt nicht überrissen, sorry.

Also wenn ich das richtig verstehe ist eine "Miturheberschaft" wenn Werke nicht trennbar sind und bei "Verbundenen Werken" können Urheber im Nachgang ihren Teil der Komposition beliebig weiterverwerten. Daraus folgt, dass im Idealfall für alle beteiligten "Verbundene Werke" entstehen, bzw. zumindest vorteilhafter für den Komponisten sind.

Kann das Schlagzeug dann überhaupt als Eigenständige Komposition in einem "Verbundenen Werk" angesehen werden? bzw. muss das verbundene Werk im bereits im Voraus vertraglich definiert werden?



Grüße Sebi
 
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So wie ich das bisher immer verfolgt habe, stehen für Urheberschaft Text und Melodieführung sehr stark im Vorderung. Was genau das Schlagzeug spielt, ob der Bass achtelt oder eine Walking-Bass-Linie spielt und wie die zwei Gitarren arrangiert sind, spielt in der Regel kaum noch eine Rolle, es sei denn, es handelt sich da um prägnante Parts, die den Song absolut prägen. Dass Du dem Schlagzeuger 10 Prozent einräumst für Feinschliff und damit vielleicht ein bisschen Input für den ganzen Song anerkennst, wirkt für mich vom Ergebnis her sehr angemessen. Wie Du es aber herleitest, mit 20 Prozent für Gitarre 1 und 20 Prozent für Gitarre 2 usw., halte ich persönlich für Quatsch. :) Du hast ja nach Meinungen gefragt.

In der Praxis lösen das auch sehr erfolgreiche Bands sehr unterschiedlich. Manche lassen alle der Einfachheit halber konsequent als gleichberechtigte Urheber eintragen und gleichen das im Hintergrund mit einer anderen Vereinbarung auch, man kann auch überlegen, ob Du für 9 Songs als Urheber eingetragen wirst und er kriegt dann einen zehnten usw.
 
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hab jetzt aber verstanden worauf du hinauswillst es geht hier klar um den Ausdruck und die Definition von "Miturheberschaft", das hatte ich echt nicht überrissen, sorry.
Dann ist es ja doch noch angekommen :giggle:
 
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Vielen Dank für eure Hilfestellungen, das bringt mich auf jeden Fall ein Ganzes Stück weiter, auch der Punkt "Miturheberrecht" und "Verbundene Werke" ist etwas wo ich mich aus Unwissenheit womöglich voll in die Nesseln gesetzt hätte.(y)

@Beyme du hast ja gemeint, dass meine Herleitung der Aufteilung etwas unglücklich ist, gibts dann irgendwie einen Anhaltspunkt wie man die Komposition möglichst passend in Prozentwerte umsetzen könnte?
da es Black - Death Metal ist prägen meiner Meinung nach die Gitarrenlinien und das Arrangement den Song ja definitiv am meisten, da sie im Grunde die gesamte Melodieführung darstellen, der Bass baut im Grunde komplett auf die Gitarren auf und spielt fast ausschließlich die Grundtöne der Gitarrenlinien nach.

Ergibt dann folgende Aufteilung mehr Sinn:
Gitarre 1 mit 50%, (Grundgerüst und Hooklines)
Gitarre 2 mit 20%, (Rhytm Parts sind auch mal austauschbar, Gedoppelte Melodielinien sind dann wieder essentiell)
Arragement mit 15%
Bass mit 5%
Schlagzeug mit 10%

oder ist mein Ansatz mit der Aufteilung einzelner Instrumente der Komposition kompletter Quatsch?

Mir gehts halt wie gesagt um eine möglichst Faire Aufteilung, daher war das mit Instrumenten in Prozentwerten zu definieren für mich als erster Anhaltspunkt am einfachsten in der Umsetzung, aber der Punkt dass die Melodielinien unterschiedlich Stark gewichtet werden müssen leuchtet natürlich ein, (bei Red hot Chilli Peppers ist ja auch gerne mal die Basspassage ein essentieller Teil der Komposition)

Grüße ;-)
 
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oder ist mein Ansatz mit der Aufteilung einzelner Instrumente der Komposition kompletter Quatsch?
in deinen beiden Aufteilungen ist das Endergebnis doch gleich: du 90%, Schlagzeuger 10%. Wenn der Schlagzeuger einverstanden ist, why not? Und wenn er 15% möchte - ist es wichtig, ob diese 5 % bei dir von Gitarre 1 oder vom Arrangement abgehen oder von jedem Instrument 1%? Diese Aufteilerei zwischen den einzelnen Instrumenten ist doch - solange du (bis auf das Schlagzeug) alles arrangierst und einspielst - reine Augenwischerei.
Das wird doch erst wichtig, wenn ein weiteres Bandmitglied, z.B. ein Bassist, einsteigt. Und dann habt ihr schon mal eine Ausgangsbasis: bis zum Einstieg des Bassers wird der Schlagzeuger (z.B.) 10% bekommen haben und du die restlichen 90%. Der Schlagzeuger optimiert den von dir vorbereiteten Part zu einem großen Teil. Der neue Basser wird aber größtenteils die von dir vorgegebene Basslinie spielen, also bietest du ihm nur halb so viel an wie dem Schlagzeuger, also 5%. Die gehen zwar dann komplett von deinem Anteil ab, nehmen dir aber auch die "Arbeit" des Bassspielens ab. Wenn er einverstanden ist, why not? Unbd wenn nicht, muss halt neu verhandelt werden.
Was hier auch noch nicht bedacht ist, ist der Anteil, den Tex/Gesang am Gesamtpaket haben. Denn irgendwelche Einkünfte werden ja sicher nicht aufgeschlüsselt nach Text und Musik, sondern sind eine Gesamtsumme. Deine Aufschlüsselung bzw. die berechneten 100% beziehen sich ja nur auf den instrumentalen Part. Hast du jetzt mit der Sängerin die Vereinbarung, dass auf Text 50% der Gesamteinkünfte entfallen, dann beziehen sich die 100% ja nur auf die verbleibenden 50% - die vorgeschlagenen 10% des Schlagzeugers wären also nur 5% der Gesamtsumme. Andererseits schreibst du, dass Gesang in deinem Genre eine eher untergeordnete Rolle spielt - "verdient" Text/Gesang dann so viel wie alle Instrumentalisten zusammen? Ok, vielleicht hast du mit der Texterin/Sängerin auch eine andere Vereinbarung, vielleicht sie 25% und der Rest 75% der Gesamtsumme, so dass die 100% deiner Zusammenstellung sich auf 75% der Gesamtsumme beziehen. Jedenfalls fände ich es eindeutiger bzw. übersichtlicher, Text/Gesang gleich in die Aufstellung mit aufzunehmen.
Deine Aufstellung:
Gitarre 1 mit 50%, (Grundgerüst und Hooklines)
Gitarre 2 mit 20%, (Rhytm Parts sind auch mal austauschbar, Gedoppelte Melodielinien sind dann wieder essentiell)
Arragement mit 15%
Bass mit 5%
Schlagzeug mit 10%
würde dann (bei 100% = Gesamteinkommen) zu:
Text/Gesang - 50%
Gitarre 1 - 25%
Gitarre 2 - 10%
Arrangement - 7,5%
Bass - 2,5%
Schlagzeug - 5%

bzw.
Sängerin - 50%
du - 45%
Schlagzeuger - 5%

oder aber auch zu:
Text/Gesang - 10%
Gitarre 1 - 45%
Gitarre 2 - 18%
Arrangement - 13,5%
Bass - 4,5%
Schlagzeug - 9%

bzw.
Sängerin - 10%
du - 81%
Schlagzeuger - 9%

So dass eben jeder gleich weiß, wie groß sein Anteil des Gesamtkuchens ist und nicht erst den Anteil von Text/Gesang herausrechnen muss (wenn er überhaupt weiß, wie groß dieser ist), bevor er vom Rest seine Prozente berechnen kann ...
 
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Vielen Dank für eure Hilfestellungen, das bringt mich auf jeden Fall ein Ganzes Stück weiter, auch der Punkt "Miturheberrecht" und "Verbundene Werke" ist etwas wo ich mich aus Unwissenheit womöglich voll in die Nesseln gesetzt hätte.
:great:

oder ist mein Ansatz mit der Aufteilung einzelner Instrumente der Komposition kompletter Quatsch?
Kann man sicher so machen. Ein paar weitere Aspekte dazu.

1 ) Kann man sich eins dieser Instrumente und/oder einen dieser Musiker wegdenken? D.h. wird es ohne es/ihn/sie überhaupt eine Komposition oder Darbietung? Falls "nein", spricht ds für eine eher gleich hohe Bedeutung für Alle. (Beispiel: Der Hookliner kann ja 'mal sehen, wo er bleibt, wenn Bass und Schlagzeug nicht musikalisch mitziehen und weiter Polka spielen ..."

2 ) Das mag im Moment eine zutreffende Aufteilung sein. Wird sie es so bleiben im Laufe der Zeit? Sind dann Anpassungen ohne Verärgerung machbar? Denn wenigstens ein Anteil wird vermutlich dann kleiner ausfallen.

3 ) Ist der (noch) einfachere Ansatz auf Dauer vielleicht sogar der bessere?

4 ) Angenommen, da kommt tatsächlich etwas Geld zusammen. Manche stecken dann einen Teil, oft sogar den größten, in Maßnahmen, die die Band ihrem Ziel noch näher bringt, und schütten nur den kleineren Rest aus. "Erfolg anfachen" statt "Einnahmen verbrauchen".

Am Ende des Tages ist es vielleicht wichtiger, dass die Band (noch besser) zusammenhält. Daher würde ich persönlich deren Meinung zu Deiner Vorarbeit höher ansiedeln.
 
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Ergibt dann folgende Aufteilung mehr Sinn:
Gitarre 1 mit 50%, (Grundgerüst und Hooklines)
Gitarre 2 mit 20%, (Rhytm Parts sind auch mal austauschbar, Gedoppelte Melodielinien sind dann wieder essentiell)
Arragement mit 15%
Bass mit 5%
Schlagzeug mit 10%

oder ist mein Ansatz mit der Aufteilung einzelner Instrumente der Komposition kompletter Quatsch?
Ich persönlich finde das ja schon Quatsch, denn die entscheidenden Elemente der Komposition sind eben keine Instrumentenspuren, sondern abstrakter diejenigen Elemente, die den größten Teil des Wiedererkennungswerts des Songs ausmachen. Und es macht auch Sinn, bei dieser abstrakten Definition zu bleiben:
da es Black - Death Metal ist prägen meiner Meinung nach die Gitarrenlinien und das Arrangement den Song ja definitiv am meisten, da sie im Grunde die gesamte Melodieführung darstellen, der Bass baut im Grunde komplett auf die Gitarren auf und spielt fast ausschließlich die Grundtöne der Gitarrenlinien nach.
Das mag jetzt für Euer bisheriges Schaffen zutreffen. Aber was ist denn, wenn der Schlagzeuger irgendwann mal den nie dagewesenen Mastermind-Beat macht, der Dich zu allem anderen inspiriert hat?
Mir gehts halt wie gesagt um eine möglichst Faire Aufteilung, daher war das mit Instrumenten in Prozentwerten zu definieren für mich als erster Anhaltspunkt am einfachsten in der Umsetzung,
Einfach in der Umsetzung, aber es macht es auch unnötig schwer zu argumentieren, wenn eine Komposition mal vom Standard abweicht und jemand die Aufteilung in Frage stellen. Wieso willst Du dann 20 % für eine zweite Gitarre kassieren, die in dem einen Song doch nun gar nichts beiträgt? Dann musst Dich rechtfertigen, den Schlüssel so festgelegt zu haben. Ich weiß, im Moment läuft alles harmonisch, aber Vereinbarungen sollen gerade für Fälle halten, wenn man sich vielleicht nicht mehr so gut versteht.

Für mich ist es einfach so: Wenn Du alle tragenden Melodien komponierst und der Schlagzeuger macht ein bisschen Verfeinerung und vielleicht auch Ideen-Anstöße für Dich, ist 90:10 für die Musik einfach fair für Euch, ganz ohne Instrumentenschlüssel. (wie gesagt, für den Regelfall, dass der Beat nicht unbedingt die überragende Rolle spielt)
 
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@lil
die Komposition wird voraussichtlich Dauerhaft so ablaufen, dass ich ein fertiges Lied schreibe, dann Text dazu kommt und das Schlagzeug mal mehr mal weniger auf den Drumcomputer basierend angepasst wird.
d.H. im Grunde wird von mir Instrumental ein fertiger Song geliefert und dann quasi Bearbeitet.
Die Songs würden generell auch mit Drumcomputer gut funktionieren, das was der Schlagzeuger macht ist im Grunde eine Verbesserung, dessen was ich ihn gebe (Becken einsätze folgend der Melodielinie usw.)
Die Leute die bei dem Ganzen am Bass und Gitarre mitmachen werden die Komposition nicht verändern.

beim Gesang ist die Aufteilung #Halbwissen/Unwissen soweit ich weiß bei Gemaausschüttungen mit 50% der Gesamtkomposition festgelegt, darauf bezogen auch die Aufteilung.
Falls Die Textdichtung und Musik nicht 1:1 gleiche Anteile seitens der Gema sind dann würde halt die Sängerin 100% der Tantiemen für Textdichtung bekommen,
Schlagzeuger und ich dann die Tantiemen für die Komposition aufteilen, vermutlich im Verhältnis 90:10 oder 85:15 je nachdem wie wir uns halt einigen.

@MS-SPO
vor allem dein Punkt 4 ist absolut richtig, ich rechne eher damit, dass man mit den Einnahmen aus Gema mal ein Mikrofon, irgendwelche sonstigen Bandbezogenen Materialen oder eine kleine Finanzspritze für den nächsten Studiotermin rausbekommt. Unterm Strich unter Einberechnung aller Faktoren ist und bleibt der Zusammenschluss "Band" in diesem Fall nach wie vor einfach nur ein Hobby wo man regelmäßig geld Versenkt, die Gemaeinnahmen sollen tatsächlich nur helfen das Minus zu schmälern ;)

Aber eurem Input folgend ist das tatsächlich schwer zu pauschalisiern, ich weiche gerade auch von meinem mehr oder minder willkürlichen "Prozentschlüssel" wieder ab und denke dass wir uns dann zu dritt hinsetzen und einzeln durchsprechen werden um zu definieren was jetzt die tragende Rolle und welcher Anteil am Sinnvollsten ist.
wenn jemanden noch weitere Anregungen hat bin ich natürlich offen für Anregungen.

Danke nochmal für den vielen Input :heartbeat:
 
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Das Dreieck ist doch "Harmonie", "Gerechtigkeit", und "Geld", und quer durch ist "Ambition".

In meiner alten Band - Ambition "Hobby!" haben wir viel Wert auf Harmonie gelegt, ein wenig auf "Gerechtigkeit", und eben nix auf "Geld".

Beispiel 1: Sängerin kam mit einem fertigen Song an - Text fertig, Melodie fertig. Die Instrumentalisten haben das Arrangement gemacht. Festeghalten: Musik/Text Urheberin = Sängerin

Beispiel 2: Aus einem Proberaum-Jam ist ein Groove enstanden, den haben wir mit dem Handy festgehalten, ich habe dazu die Chords rausgeschrieben, und unser Trompeter hat an den Vocals gefeilt. Festgehalten: Musik = alle die im Proberaum anwesend waren, Text = Trompeter. Die 2 wegen Krankheit abwesenden Band-Kollegen waren nicht gelistet, sie waren ja nicht "dabei" bei der Erschaffung.

Um irgendwelche Probleme mit Geld-Verteilung usw. haben wir uns nicht geschert, weil Ambition = Hobby, und Chancen auf Geld = (fast) null. Bei Streit wäre ein "na gut, dann kommt der Song in die Schublade und wir spielen den nicht mehr und machen einen neuen" die Reaktion geworden.

Aus meiner Sicht solltet ihr euch auch dieses Dreieck aufmalen und dann schauen, wie ihr das sortiert. Gibt ja auch Beispiele bei den Profis, wie das funktionieren kann.

Aus dem Kopf, kann sein dass ich mir da auch mal was falsch gemerkt habe...
- Bruce Springsteen schreibt alle Springsteen-Songs, Musik und Text. Fertig aus. Der Boss. Die E-Street-Band ist angestellt.
- Lennon/McCartney stand immer drauf, auch wenn der Song eigentlich nur von einem von beiden war
- Queen hat irgendwann den anderen Weg gemacht und "all songs written by Queen" draufgeschrieben anstatt Einzel-Artists
- hingegen ist es bei vielen modernen Pop-Songs schon eine wahre Kunst, wer da wie viele "Points" hat... dabei geht's aber eben nicht um das Urheberrecht, sondern auch um die Anteile an Erlösen aus den Verwertungsrechten...

Mein genereller Tipp an alle "kleineren" Bands: Jetzt geht's erstmal raus und spielt's. Man kann sich gaaaaanz fix die Stimmung versauen ("wie jetzt, ich dachte wir sind ein Team, und jetzt ist mein Bass nur noch 5% wert???") und in theoretischen Strategie- und Veteilungsdiskussionen rum-eiern ("jetzt muss ich aber mehr Bass spielen, dass ich auf 15% komme, und eine tolle Bassline erfinden"). Zur Verteilung der Millionen kann man sich immer noch trefflich streiten wenn's soweit ist, und die Werthaltigkeit eines Zettels von anno dunnemals als sich alle einig waren wird sicherlich auch bestritten werden.
 
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Mein genereller Tipp an alle "kleineren" Bands: Jetzt geht's erstmal raus und spielt's. Man kann sich gaaaaanz fix die Stimmung versauen ("wie jetzt, ich dachte wir sind ein Team, und jetzt ist mein Bass nur noch 5% wert???")

Auch wenn das jetzt ne Neugründung und damit logischerweise ne kleinere Band ist, ich bin seit 20 Jahren in verschiedenen Bands unterwegs, die letzten Jahre eher als Livemusiker ohne großartige Verpflichtungen.
Aber vor einigen Jahren haben mir Sachverhalte die nicht im Voraus abgeklärt waren die Stimmung schonmal soweit versaut, dass ich im Bezug auf Musik beinahe komplett hingeschmissen hatte.

Daher bin ich in manchen Belangen auch etwas Übervorsichtig, inbegriffen die Komposition. Ich mach auf Instrumentalebene erstmal was Fertig was ich dann als "meines" bezeichnen kann und dann wird damit weitergearbeitet. Gitarrist und Bassist für das Liveprogramm sind dann also "nur" die Liveband.

Sängerin und Schlagzeuger sind sich der Situation vollkommen bewusst, haben ähnliches erlebt und denen ist es ebenfalls lieber wenn man Abmachungen ,"Verteilungsschlüssel" und Verträge ausarbeitet, damit nicht irgendwann irgendwer hohldreht und alles gegen die Wand fährt ;)
 
DerZauberer

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Ich sag' ja - hängt von "Ambition" ab, die sich quer durchzieht (die ist bei euch mehr entwickelt als damals bei uns), sowie von der "Harmonie" (die ist ja nicht nur da wenn alles gleichberechtigt sind, die scheint ja bei euch auch da zu sein weil alle das Set-up kennen).

Wo wir uns einig sind: Es macht durchaus Sinn, ein paar Regeln usw. aufzustellen und einzuhalten. Das kann in der Tat echt viel miese Stimmung sparen. Aber ich erlebe eben auch immer wieder, dass sich junge/aufstrebende/neue Bands zu so Themen wie "Bandname" und "wer kriegt irgendwelche Credits" in die Haare kriegen... zu einem Zeitpunkt, wo sie noch nichtmal 3 Songs fehlerfrei spielen und wo ein irgendwie gearteter Auftritt noch ganz weit weg ist.
 
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Christian_Hofmann

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Meine Bescheidene Meinung ist wenn ihr der Gema betretet und mit einem gemeinsam geschaffenen Werk Geld verdienen wollt, dann lasst euch juristisch beraten von einem Fachanwalt der das Urheberrecht kennt, diverse Probleme die auftreten könnten bereits regelt und so weiter. Wenn du alleine etwas erschaffen hättest wäre es einfach, wenn mehrere etwas beitragen vermutlich auch eher "ehrenamtlich" dann wird es schnell kompliziert.
 

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