US & UK sound

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subkultur
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Hallo Leute,

ich Frage mich schon seit langem was den Unterschied zwischen dem US und UK Sound darstellt.
Ein Beispiel:

Der Sansamp GT2 von Tech 21:

British
California
Tweed

Was ist vom Sound der Unterschied? --> Ist california und tweed nicht beides US ????
wo gibt es unterschiede

Anderes Beispiel:

Blackstar Amps haben die ISF Schaltung
UK bis US

Ein Freund von mir sagte mal das ein UK amp nicht so dreckig klingt wie ein US amp
--> aber Marshall ist doch typisch UK und klingt nach meinen Vorstellungen deutlich dreckig, oder irre ich mich???

Danke für eure Antworten

Martin
 
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Gatecrasher
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Was ist vom Sound der Unterschied? --> Ist california und tweed nicht beides US ????
Das will ich doch aber mal meinen! (Weiteres siehe unten)

aber Marshall ist doch typisch UK und klingt nach meinen Vorstellungen deutlich dreckig, oder irre ich mich???
Insgesamt ist das irgendwie alles Hersteller-Jargon - Hersteller, die die originären Sounds benennen, die sie in ihren Amps nachmachen, ohne sich einer wettbewerbsrechtlichen/markenrechtlichen Verletzung schuldig machen zu wollen, in dem die Namen der ursprünglichen einfach nicht genannt werden ;)

Mit dem UK-Sound ist halt meist das typisch marshallige gemeint, und, und da schließ ich mich dir an, ich empfinde das als deutlich dreckiger als "den US-Sound".

"Der US-Sound" (US für mich gleichbedeutend mit California, da die beiden, die gemeint sind, auch aus California kommen) in Anführungszeichen geschrieben, da man einerseits vom Californian Clean (Fender) wie auch Californian High Gain (Mesa) redet. Beides Sounds, die von den Herstellern wesentlich geprägt wurden . Beides empfinde ich als wesentlich "aufgeräumter" (auch strukturierter, definierter) als den oben beschriebenen UK-Sound (darum empfinde ich den auch dreckiger), was kein Qualitätsmerkmal sein muss. Da kommts drauf an, mit was man sich am wohlsten fühlt und was seinem Stil entspricht.
 
B
band-olero
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Moin.

Ich finde, so 'Labels' wie britsih vs. amerikanisch oder UK vs. US sind blödsinnig.
Denn sie vereinfachen zu sehr.
Amerikanisch meint wohl Fender und mesa Boogie, aber ein klassischer Fender Balckface hat klanglich mit einem Mesa Mark I oder Mark II wenig gemeinsam.
Ein FenderTweed-Amp klingt zumeist schon deutlich anders als ein Fender-Black- oder Silverface, und ein Boogie Mark II klingt auch total anders als ein Stiletto oder Rectalfire.
Also ist des schon mal Essig mit "dem US-Sound".
Zumal es ja noc handere US-Hersteller gibt wie z.B. Peavey oder Randall. Und dere nAmps wiederum klingen weder nach Fender noch nach Mesa.
Und auf der britischen Seite sieht es genauso aus: ein Mrshall JTM kolingt welten anders als einMarshall High Gain Dual reverb JCM900, welcher wieder anders klingt als ein 1959 Plexi.
Und alle genannten Marshalls klingen total anders als ein urbritischer Voxc AC30 oder AC15, und die wiederum klingen ganz anders als die ebenfalls britischen Orange-Amps.
Also ist es auch Essig mit "britisch" als brauchbare Klangcharakterisierung.
Und selbst wenn britisch eigentluch Marshall meint, ist das unbrauchbar, wegen eben der großen Klangunterschiede zw. BLuesbreaker/JTM, Plexi, 2204, 4500 oder 1987.
Genauso amerikanisch. Oft als Synonym für Fender verwendet, ist unbrauchbar, da ein Deluxe Reverb oder Vibrolux doch ne ganze Kante anders klingt als z.B. ein Fender Bassmann oder Fender Tweed Deluxe.

Wie unsinnig das "britisch vs. amerikanisch" ist, wird einem klar, wenn sic vor Augen hält, dass der erste marshall, der JTM, nur ein etwas umbemodelter Fender Bassman war ...

Was bleibt?
Sinnlose Begriffe, gut für die Musikindustrie, um Käufern etwas vorzugaukeln, ohne wirklich konkret werden zu müssen.
Gut auch für Pseudoexperten und Dampfplauderer, wenn sie sie nicht vorhandene kompetenz vorgaukeln möchten.

Schlecht für jeden, der brauchbare Infos zum Klang möchte und nicht nur Worthülsen.

Die ISF-Schaltung ist nix als ein Equalizer, der bei "amerikanisch" die Höhen pusscht und Mitten ausdünnt und bei "britisch" die Mitten etwas stärker betont.
Man hätte die Positionen aber auch Blackface und Tweed nennen können oder Plexi und JTM.
Das hätte in etwa den gleichen Aussagengehalt.
Ich finde die ISF-Schaltung sehr nützlich, so lange man sich nicht täuschen lässt über das, was sie tut.
ISF auf "british" macht keinen britischen Vox-AC30-Klang, keinen britischen Orange-OD-Sound, keinen Marshall-2203-Sound.
Genauso macht die Reglerposition "amerikanisch" keinen Peavey-5105-Klang, keinen Rectalfire-Klang, keinen amerikanischen Mesa-Mark-I-Klang und auch keinen Klang eines Fender 55er Super Amp.

Deswegen sollte man solche leeren Worthülsen besser vermeiden.
 
S
Seven 11
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Ich kenne es noch ein wenig anders:

Kalifornisch: Blackface, Analogie HiFi
Tweed: Auch Kalifornisch aber rauer und auch für Zerre zu gebrauchen, Mitten stärker präsent
Amerikanisch: Boogie HiGain, Recto
Britisch: Marshall und Vox Brett, JCM Co., AC Amps

Für eine grobe Orientierung finde ich die Begriffe schon hilfreich, obwohl sie nicht eindeutig trennscharf sind und auch keinen wirklichen Standard darstellen. Insofern wüsste ich nicht genau wo z.B. ein JTM 45 hingehört, aber sehr genau wo ein 57 Deluxe oder Deluxe Reverb zu verorten sind. Bemerkenswert ist hierbei aber auch noch dass ein Tweed Amp recht britisch klingen kann.......Alles nicht so einfach ;)
 
parlando
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Anderes Beispiel:

Blackstar Amps haben die ISF Schaltung
UK bis US


Martin

ich hab ehrlich gesagt keine ahnung wie gut diese ISF schaltung wirklich funktioniert. sie soll es ja - so die werbung - möglich machen, nach belieben zwischen amerikanischem und britischem sound zu wechseln. abgesehen davon, dass es den amerikanischen und den britischen sound nicht gibt - bandolero und andere haben das finde ich sehr plausibel erklärt - und ich selbst wie gesagt keine erfahrung mit diesem ISF-knopf habe, bleibt mir nur festzustellen, dass mir auch aufgefallen ist, dass hier im forum dieser kleine knopf sehr oft gelobt wird. mein fazit: entweder das kleine ding ist wirklich so gut oder die marketing-strategie von blackstar ist mal richtig gut aufgegangen ..... von beidem ein bißchen kann natürlich auch sein.
 
Hamstersau
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Ich finde nach wie vor das der ISF nicht mehr als ein zusätzlicher Mittenregler ist. Praktisch mag er für manchen sein, keine Frage. Allerdings sollte man nicht auf die exorbitante Ausschmückung Blackstars vertrauen, denn wie schon einige zuvor gesagt haben:
Die Definition ist so schwammig, wie die Vorstellungen der Gitarristen die sich darunter überhaupt etwas zusammenreimen können. Sicher gibt es irgendwo einen Konsens. Aber dessen Grenze ist meines Erachtens schnell erreicht.
Die Frage ist doch dann auch: Welche Erkenntnis will man daraus ziehen? Soll es helfen in dem riesigen Angebot an Verstärkern einige herauszufiltern? Dann verpasst man doch viele Schmuckstücke.
Vielleicht kommt es ja soweit, dass man auf Verstärkersuche geht, von jemandem einen Tip bekommt und die erste Frage darauf lautet: Bist du eher UK oder US ? :confused:
Ähnliches findet man ja schon öfters bei der Gitarrenkaufberatung. Da sucht man nur noch "Lead Gitarren" oder "Rythmus Gitarren", aber nie beides. Hybride können ja nix!;)

Hasau
 
jf.alex
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Ich verwende die Begriffe selbst kaum, aber ich finde sie für 'ne erste Orientierung ganz okay - und das obwohl ich weiß, dass der erste Plexi ein modifizierter Bassman war. :)

Alex
 
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tylerhb
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Vielleicht galt diese Charakterisierung früher mal. Ich hab gerade vor ein paar Tagen eine uralte Ausgabe der "Fachblatt" von Anfang der 90er durchgeblättert. Da war der Test vom allerersten Mesa Rectifier drin. Ich musste schmunzeln, dass der Amp als "ungewohnt britisch" klingend bezeichnet wurde ;)
 
jf.alex
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Es geht doch nicht darum, woher ein Amp kommt. Es geht darum, dass man den Klang eines Amps mit einem Wort beschreiben kann, welches der andere versteht. "Britisch" bezeichnet dabei nicht die Herkunft, sondern die raue harsche Zerrcharakteristik, die man von alten Marshalls kennt. So einen Amp kann man heute überall bauen - im UK, in den USA, in China oder in D-Land. Ebenso ist es mit den "amerikanischen" Sounds - das bezeichnet eben Cleansounds, wie man sie gemeinhin mit alten Fenderamps verbindet und harmonisch ausgewogene Zerrsounds, wie man sie von alten Mesa Boogie MK- Combos kennt. Insofern überrascht es IMHO wenig, wenn der Rectifier seinerzeit gewisse Marshallassoziationen geweckt hat. Wie gesagt, es geht gar nicht um die Herkunft. "Britisch" und "amerikanisch" sind hier bloß Begriffe für etwas, was schwer zu verbalisieren ist. Über Klänge zu sprechen ist ähnlich wie über Farben zu tanzen.

Peace and Love :)

Alex
 
the_paul
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Vielleicht galt diese Charakterisierung früher mal. Ich hab gerade vor ein paar Tagen eine uralte Ausgabe der "Fachblatt" von Anfang der 90er durchgeblättert. Da war der Test vom allerersten Mesa Rectifier drin. Ich musste schmunzeln, dass der Amp als "ungewohnt britisch" klingend bezeichnet wurde ;)

Nichts für ungut, aber logisch klingt der Rectifier für einen Mesa ungewohnt britisch. Es ist auch kein Wunder, dass ein GH-100L von Laney wie ein rauschender Mesa Rectifier klingt... ich sach nur JCM 800, die Mutter aller HiGain Amps der Neunziger.
 

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