Versetzungszeichen und Vorzeichnung

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teremy
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Hallo ich lerne gerade allgemeine Musiktheorie.
Bin jetzt in einem Kapitel mit der Überschrift "Versetzungszeichen und Vorzeichnung".
Hier geht es um das versetzen von Stammtöne, um einfache Erniedrigung mittels "b" und einfache Erhöhung mittels "#".
Ich verstehe nicht so ganz den Sinn von doppelter Erniedrigung/Erhöhung ( mithilfe von "bb" (Doppel-Be) und x (Doppel-Kreuz) ).

1. Ist z.B. ein disis nicht das gleiche wie ein e bzw. ein eis nicht das gleiche wie ein f?
2. Auch verstehe ich das mit dem Auflösungszeichen noch nicht so ganz. Gilt die Versetzung quasi immer für die ganze Linie? Also wenn ich z.B. ein "d" erhöhe (dis), ist dann das nächste "d" auch automatisch ein "dis"? Mein Buch liefert mir nämlich leider nur Beispiele, wenn nach einer Versetzung die gleiche Note mit einer anderen Versetzung steht, wobei ich das verstanden habe, implizit steht vor jeder Versetzung immer ein Auflösungszeichen.
Um es vielleicht etwas besser verständlich zu machen:
Cis-c.png
Dort wird ein c zu einem cis erhöht und danach wird die Versetzung wieder aufgehoben, also haben wir ein cis und ein c.
Wenn dort kein Auflösungszeichen stehen würde, wäre es dann auch ein cis?
 
Eigenschaft
 
Hallo teremy,

Du dringst schon tief in die Materie ein.

Das eis ist der gleiche Ton wie das f, zumindest in der heute gebräuchlichen temperierten Stimmung, die auf modernen Tasteninstrumenten und Gitarren verwendet wird.

Stell' Dir vor, Du würdest ein Lied in fis-moll spielen. Da fis-moll die Paralleltonart zu A-dur ist, wird es durch drei Vorzeichen bestimmt, nämlich je ein Kreuz für fis, cis und gis.

Den Dominantakkord baust Du auf der Quinte cis auf. Damit in der harmonischen fis-moll-Tonleiter ein starker Leitton von e zum Grundton fis erzeugt wird, erhöht man den Ton e zum eis. Dadurch erhältst Du den cis-Dur-Akkord, d.h. cis, eis und gis.

Klar, dieser Akkord kann auch als des-Dur-Akkord, also des, f und as, aufgefaßt werden; wäre aber widersinnig und schwierig zu notieren, weil in fis-moll kein as, sondern ein a vorkommt.

Die Tatsache, daß der Ton f hier als eis geschrieben wird, bezeichnet man auch als enharmonische Verwechslung.

Alle Vorzeichen, auch das Auflösungszeichen, gelten jeweils für einen ganzen Takt. Das heißt, wird der Ton c durch ein Kreuz zum cis erhöht, gilt dieses für alle folgenden Töne c im Takt. Erst das Auflösungszeichen hebt das Kreuz wieder auf, und zwar wieder für den restlichen Takt.

Hausaufgabe: Konstruiere die Tonart gis-moll, parallel zu H-Dur, mit den Hauptakkorden gis-moll und dis-Dur als Dominante! Dort benötigst Du das Doppelkreuz für die Erhöhung vom fis zum fisis!

Viel Spaß beim Tüfteln!

Arthur Milton
 
Den ersten Teil deines Beitrages muss ich wohl noch das ein oder andere Mal lesen müssen, aber dein Beitrag hat mir schon sehr geholfen. Vielen Dank!
 

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