Verstärkung T-AMP TA2400 limitieren

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Sebi2310
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Hallo,

hier erstmal das Objekt der Rechnerrei: https://www.thomann.de/de/t-amp_ta2400.htm

Dazu das Datenblatt: http://bdbo.thomann.de/thumb/bdb720x960/pics/bdbo/867613.jpg

Ich möchte die Endstufe mit einem Limter Dazu bringen mir eine Maximale Ausgangsleistung von 150W an 8 Ohm zu bringen.

Jetzt hab ich mal ein bisschen Gerechnet.P=U²/R -> Umax = ca. 34V
Das Entspricht jetzt einem Pegel von L=20lg(34/0,774...)=32,85dBu

Jetzt wollte ich ein mein eingangssignal auf 2dBu limitieren. Die Aufgedruckte Verstärkung beträgt 30dB.
Das haut so aber rechnerrisch ganz und garnicht hin...

Laut Datenblatt sollen bei 0,775V schon maximal-aussteuerung möglich sein. Mit 30dB (edit: das entspricht v=~31) käme man aber nicht mal annähernd dahin. man bräuchte ca. 39dB (spannungsverstärkung).
Beim weiteren Lesen bin ich auf den wert für die Spannungsverstärkung gestoßen (liegt bei 91 ->39 dB).

Das lässt mich schlussfolgern das es sich bei den Aufgedruckten 30dB sicher nicht um eine Spannungsverstärkung handelt.
Ich könnte meinen Limiter natürlich auch mit den v=91 berechnen, aber ich will jetzt wissen wie die auf 30 dB kommen???
Meine bissherige Theorie ist das die Ausgangsleistung in ein Verhälltniss zur eingangsleistung gesetzt wird. ICh hab aber noch keine MAthematische beschreibung dafür gefunden.
Evtl. was in der Richtung:
Eingangs-impedanz=20k
30dB =? 10lg ( 650W/(0,775V^2/20kOhm)
Damit komme ich aber auf ca. 70dB. Was mach ich falsch?
UNd was hat eigentlich diese komische Aufschrift mit 1V(bei 20dB), 2V(bei 24dB), 3V(bei 30dB) zu bedeuten?
vielen dank.
Sebastian


€ by livebox: Ich glaub das passt doch eher zu Amps und Boxen. Ich verschieb's mal.
 
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Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Also mit den Voltage Gain von 91 (=39dB) kommt das genau hin, die Rechnung ist richtig. Wobei die meisten PA-Endstufen weniger Voltage Gain haben und höhere Pegel wollen, die 0dBu sind Hifi Pegel.
Ich weis nicht wo du die 30 dB gelesen hast, bzw. wo du die Aufschriften gefunden hast.
Ebenso hat garantiert die Eingangsimpedanz nichts damit zu tun.
 
So also ich hab inzwischen einiges getan.
Ich habe mal einen Yamaha p7000 durchgerechnet. Der hat nur eine dämpfungs-beschriftung von -unendlich bis 0db, als verstärkung hat er Fix 33db (bin nciht mehr sicher war gestern und habs nciht aufgeschrieben).
Damit komme ich auf die Nennleistung.
Dann hab ich irgendsoeinen QSC gerechnet. Der hat eine DB verstärkung als beschriftung und damit haut auch alles hin.

So jetzt zum T-Schrott... also anhand der Produktbilder sieht man das die ALLE die gleiche beschriftung von unendlich(?!) bis 30dB tragen. Jetzt hab ich mir mal die Datenblätter der anderen modelle angeschaut und jetzt wirds interessant:
Die kleinen Modelle haben alle ein "Voltage Gain" von 50. (regler Rechtssanschlag entspricht 30dB) Aber gleichzeitig sollen auch alle bei 0dB vollaussteuerung erreichen... an gleicher Last... bei unterschiedlicher Leistung. Die Angaben können also nicht alle Korrekt sein. ICh vermute mal das der Gain bei einigen zu Hoch angegeben ist oder aber der Vollaussteuerpegel.
Ist Hifi-niveau nicht -10dBu?

Ich habe weiterhin versucht das gewicht des Verstärkers in ein Verhältniss zum Gewicht des Mischpultes zu setzen :D. Aber trotzdem nix mit 30dB... auch das gewicht der Kabel scheint nciht von Belang zu sein.

---> Ich komme nicht umhin festzustellen das ich keine Logische erklärung für die 30dB finden kann. Da sich die angabe durch die verschiedenen verstärkertypen (leistungen) wiederspricht (ein 300Watt verstärker wird vermutlich nicht den gleichen Gain haben den ein 1,4kw verstärker aufweißt und wenn doch würde er sehr früh clipen), schließe ich daraus: die Skala ist rein Fiktiv!

Ich befürchte mich auch nicht auf die 39dB Gain verlassen zu können. Mir Wird wohl keine andere Wahl bleiben als den Trenntrafo auszupacken und mit dem Oszi die Pegel am Ausgang zu messen und so einzustellen.

Wenn jemand anderer Meinung ist, bitte ich ihn das zu schreiben. ICh will eigenltich nciht glauben das die so einen Scheiß machen, habe aber keine andere Erklärung.
mfg.
Sebastian
 
Das kommt schon gut hin, wenn da so ein Senf drauf steht. Normalerweise schaue ich immer gleich ins Datenblatt. Und klar, die wollen wenig Aufwand bei der Endstufenbeschriftung und haben meist eh keine Ahnung.
Und HiFi Pegel ist nicht gut definiert, insofern kann man sich darum streiten, ob jetzt 0,775V oder 0,2V...
 
moin moin,

das Volumepoti an einem Amp ist i.d.R. nur ein reiner Pegelreduzierer, d.h. bei Rechtsanschlag wird der nominale Voltagegain (laut Datenblatt) erreicht. Die Beschriftung bei der Kiste ist wirklich ein bissl kryptisch :confused: Einerseits steht im Manual 0,775V@8Ohm als Inputsensitivity aber an dem Poti 1V :gruebel: :gruebel: :gruebel:

RaumKlang hat sich für die Limiterberechnung mal die Mühe gemacht und ein kleines Tool geschrieben. Das Tool rechnet auf Basis Impendanz/Leistung/Inputsensitivity, da die meisten LowBudget Amps nur diese Daten preisgeben.

Ich spar mir mal die Mühe die ganzen Formeln hier nochmal auf zu schreiben, da Du den Kern ja eh schon hier genannt hast. Relevant bei einem Amp ist nur der Voltagegain, da dieser (bis auf wenige Ausnahmen) über die Impendanz konstant ist.

Also rechnen wir doch für diesem Amp einfach mit den gegebenen 39dB ... und siehe da ... die erste "Beschönigung" im Datenblatt tritt zu Tage ... entweder es sind 650W@8Ohm, dann ist die Inputsensitivity 0,809V bei 39dB Voltagegain oder die Kiste liefert nur 596W@8Ohm bei 0,775V und 39dB :D
Geht man also von "realen" 600W@8Ohm aus, sollte Dein Limiter für Volumepoti auf Rechtsanschlag und 150W@8Ohm auf 0,39V / -8,2dBV / -6dBV eingestellt sein.

Dies sind natürlich alles idealisierte Berechnungen, da Faktoren wie Power Compression, etc. nicht berücksichtigt werden.

grüße, humi

PS: falls Sebastian (RaumKlang) Lust hat und der Bedarf besteht, könnte man mal das Tabellenkalkulationstool in eine Webausgabe "umschreiben". Sollte sich (ohne Ampdatenbank ... wer wöllte die pflegen???) unter 1k Codezeilen machen lassen. Der Hostingplatz läßt sich garantiert auch noch finden :rolleyes:
 
Also rechnen wir doch für diesem Amp einfach mit den gegebenen 39dB ... und siehe da ... die erste "Beschönigung" im Datenblatt tritt zu Tage ... entweder es sind 650W@8Ohm, dann ist die Inputsensitivity 0,809V bei 39dB Voltagegain oder die Kiste liefert nur 596W@8Ohm bei 0,775V und 39dB :D
Tja, der UNterschied zwischen den 650W und 600W sind wohl, dass die Nennleistung bei 1% Klirr und damit schon in der Übersteuerung gemessen wird:ugly:
 

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