Vibrato mit dem Akkordeon

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Thoax
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Hallo,

Ich mach gerade den D3 Lehrgang und da müssen wir als Pflichtstück ein paar Canon in D - Variationen von Hans-Günther Kölz spielen.
Leider kommen in einer Variation an mehreren stellen Vibratos vor und irgentwie krieg ich die überhaupt nicht hin. Wenn man nur rechts spielt, kann man ja einfach mit der linken Hand ''Wedeln'' aber mit Bass geht das ja schlecht. Die Dozentin hat gemeint wir sollen einfach mal ausprobieren beispielsweise mit dem Knie wackeln oder irgentwie so das akkordeon vibrierren zu lassen, das ist aber auch irgentwie doof. Hat vielleicht jemand noch einen Tipp für mich?

Die Noten sehen ungefair so aus

^^^^^^^^^^^
_______________
l(_bO___________
l(__l____________ <--- Rechte Hand
l(__l____________
l(______________
l
l
l b-O-l
l__-O-l__________
l(__O_l__________
l(_______________ < --- Bass
l(__lO___________
l(__l____________
l
---cm



- Tobias​
 
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Hallo Tobias,

herzlich Willkommen im Musiker-Board!

Bellow-Shake funktioniert nicht?
 
olaf_berlin
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Hallo Tobias,

schön, dass Du hier bei musiker-board.de gelandet bist - herzlich willkommen.
Wenn Du einen liegenden Ton oder Akkord im Diskant hast, bei dem das Vibrato kommen soll, kannst Du rythmisch den Druck auf die Diskanttasten verändern, so dass sich die Schwingung auf das Akkordeon und den Balg überträgt.
Wenn Du allerdings während des Vibratos eine Melodie spielen sollst, dann weiß ich jetzt auch nicht weiter.
Mit Deinen Noten komme ich jetzt leider nicht klar. Du kannst hier mit einem Beitrag aber auch Bilder anhängen - ein so kurzes Notenbeispiel (vielleicht auch handgeschrieben) dürfte dann auch urheberrechtlich kein Problem sein.

Liebe Grüße
Olaf
 
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WhitePhoenix
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Hi Tobias,

versuch mal wie von Wil angedeutet, leicht den balg zu "schütteln"... aber nicht schnell. Sonst klingts entweder übertrieben oder die noten sind dann abgehackt (wegem schütteln). Mach eher mal eine rührende Bewegung ;)

Viel Spaß beim Ausprobieren
Gruß
 
Ippenstein
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Da gab es doch mal auch einen Faden dazu. Wenn man mit den Fingern der linken Hand winkt oder rhythmische Bewegungen macht, kommen auch schöne Effekte ;)
 
maxito
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Hallo Thoax,

wenn du auf der linken Hand gleichzeitig auch noch spielen sollst ( also nicht nur den Ton halten, sondern richtig spielen), dann wird ein normaler Bellow shake (also klassisch links rechts "schütteln") verdammt schwierig. Eine Ausweg aus dem Dilemma könnte es aber geben, wenn du einen sogenannten "double bellow shake" probierst - da wird dann der Bassteil , bzw. der Balg nicht links-rechts geschüttelt, sondern entweder nach oben-unten oder nach vorne-hinten "gekippt".

Vorraussetzung ist, dass der Balg insgesamt relativ weit geschlossen ist, sonst geht´s schon mal nicht. Dann wird der Balg "unten" aufgezogen und "oben" zusammengedrückt und danach umgekehrt oben auseinandergezogen und unten zusammegedrückt.

Klingt vielleicht kompliziert, isses aber nicht.

Oben auseinanderziehen und unten zusammengedrückt lassen, das ist ja die ganz normale Bewegung, wie man den Balg sonst auch auseinanderzieht. Wenn nun der Balg so vielleicht 5 cm bis max. 10 cm offen ist, dann wird einfach der Balg oben zusammengedrückt und weil ja Luft drin ist, schiebt sich der Balg dafür unten um den Betrag auf, den man grade eben oben zusammengeschoben hat. Dabei gibt es jedesmal im Balg auf das eingeschlossene Luftvolumen einen Druckstoß, der dann so was wie ein Vibrato ergibt, wenn man das schneller macht.

Genausogut kann man das auch mit "vorne" und "hinten" machen. Das gleichzeitige Spielen mit der linken Hand wird dadurch zwar auch nicht leichter, aber die Methode hat den Vorteil, daß die Hand etwas besser am Gehäuse liegen bleiben kann und in die Hand trotzdem etwas mehr Ruhe kommt. Die Bewegung lässt sich zumindest teilweise mit dem Unterarm steuern - aber das muß auch zuerst mal geübt werden.

- Die ganz ausgefuchsten Profis kennen die Methode dann auch noch als Triple- (oben-unten-vorne) und Quadriple bellow shake (oben-unten-hinten-vorne)- kommt in ganz modernen Kompositionen wohl gelegentlich vor.

Übrigens nicht dass einer auf den Verdacht kommen könnte, ich wäre da ganz ausgebufft -ich selber kann das überhaupt nicht, aber mein Lehrer hat es mir mal vorgeführt, als er mir einen Teil seines Stücks vorspielte, das er da gerade für sein nächstes Konzert einstudieren mußte.

Gruß,
maxito
 
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Versuchs mal wie Galliano:
Mit der rechten Hand die Tasten/Knöpfe die du gerade spielst im Rhytmus des gewünschten Vibrato mal fester mal weniger fest drücken (ohne sie loszulassen natürlich). Dadurch schüttelt sich die ganze Diskantseite auf und ab. Das überträgt sich auf den Balg und gibt ein sehr schönes gut dosierbares Vibrato.
Viel Spass
 
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WhitePhoenix
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Hi Maxito,

ich glaube, was du gerade erklärt hast, zeigt nur den Bellowshake und nicht unbedingt ein Vibrato oder nicht? Wenn ich mir vorstelle, dass ich den Bald schnell nach oben und unten schlage, erklingt ein 2- oder 3-teiliger bellowshake. Also so funktioniert zumindest ein relativ müheloser Bellowshake wie ich ihn auch während meines Studiums praktiziert habe. Ich denke, dass vielleicht die Kombination dann aus der rechten und linken Hand den gewünschten Effekt bringt. In der linken Hand "winken" und rechts ausm arm schütteln. Ein Vibrato bei laufenden Tönen stell ich mir sehr schrecklich vor. So wie die Noten vom Thread-Ersteller aussehen, sollte das wahrscheinlich auch ne halbe Note sein, oder?

Gruß
WhitePhoenix
 
maxito
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Hi WhitePhoenix,

das ist richtig, ich habe definitiv Bellowshakes beschrieben. Ob das nun zulässig ist, oder wirklich ein richtiges Vibrato erzeugt werden soll, hängt von der genauen Definition im Notentext ab (hier vielleicht auch vom Prüfer). Moderne Kompositionen haben da mitunter eine sehr ausführliche Beschreibung des Komponisten dabei, die das genau festlegt.

Wenn nun wirklich ein reinrassiges Vibrato verlangt wird, und mit links und rechts auch noch gespielt werden soll, gibt es meines erachtens nicht viele Möglichkeiten: entweder mit schwingendem Druck auf die Diskanttastatur den Balg ins Schwingen bringen, oder wirklich mit dem Knie den Diskantteil „rhythmisch hochheben“. Mit links wedeln und so geht ja nicht, weil die Finger ja Töne zu spielen haben.

Aber das sind halt letztlich theoretische Abhandlungen, weil ich ehrlich gesagt aus dem oben skizzierten Tonbeispiel nicht wirklich viel rauslesen kann – aber wie ich oben schon gesagt habe, wenn die Defnition des „Vibrato“ nicht allzu eng ausgelegt ist, ist vielleicht ein double Bellowshake wirklich eine verhältnismäßig einfach machbare Variante.

Gruß,
maxito
 
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HI Maxito,

ok. dann is ja alles klar:)
Thoax hat sich aber auch schon nicht mehr hier blicken lassen.. Dabei geben wir doch schön schnelle Antworten hier auf seine Fragen ab :D

Gruß,
WhitePhoenix
 
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Na, jetzt aber mal nicht ungeduldig werden - er hat doch erst gestern gefragt...

Ja hast ja recht:D Ist mit länger vorgekommen, weil ich wieder jeden tag ein paar mal hier reinschau :D ich nehm's also zurück^^
So !

Gruß
WhitePhoenix
 
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Thoax
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Hallo zusammen,

Wow ihr seid echt fleisig mit dem Antworten, fettes Lob.
Jetzt ist es mir auch gerade aufgefallen das mein Notenbeispiel etwas unverständlich ist.:redface:
Unten hab ich mal ein paar Takte abgeschrieben und ne mid drangehänkt wie das ungefär klingen soll. Bei dem Stück handelt es sich um eine emotionale Balade, gespielt wird in ein-chörig also das Vibrato muss sehr sanft klingen.
Kennt ihr 'Your latest Trick' von den Dire Straits? Ich find das Saxophonsolo am Anfang klingt ziemlich ähnlich.

PS. im Bass ist ne achtelpause zu viel oder?:gruebel:
 

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PS. im Bass ist ne achtelpause zu viel oder?:gruebel:

Wenn es nur normale Achtelnoten sein sollen, dann ist in beiden Takten eine Achtel zu viel im Bass. Aber wenn die Achtel triolisch sein sollen wie in der rechten Hand, dann fehlt eben nur die Angabe, dass es triolisch sein soll. Entweder oder :)

Gruß
WhitePhoenix
 
maxito
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Hallo Thoax,

so wie ich die Noten jetzt sehe, kommt das Vibrato nur auf die gehaltenen Töne. Da würde ich mit der rechten Hand versuchen, während ich die Töne halte mit rhythmischer (gleichmäßiger) Bewegung die Tasten mal mehr mal weniger stark zu drücken, so dass sich eine schwingende Bewegung auf das Tastaturteil überträgt. Das erzeugt dann ein gut steuerbares weiches Vibrato. Bellow shake ist definitiv hier fehl am Platz.
Und im Vergleich zum angehängten Midifile würde ich das Vibrato auch dezenter einfügen.

Gruß, maxito
 
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Thoax
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Danke für den Tipp. Das funktioniert jetzt echt gut :)
 

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