Vintage Trem an Strat tauschen - Stimmstabilität

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Hallo liebes Forum,

ich habe nach vielen Versuchen mein Vintage-Trem stimmstabil zu bekommen die Nase voll.
Lock-Mechaniken habe ich installiert, der Sattel ist geschmiert - nur es verstimmt sich immer wieder.
Vorzugsweise die g-Saite. Ich habe sehr stark den Auflagepunkt des Trems (6-Schrauben ohne Rille) in Verdacht.
Also Reibung und Friktion, verbunden mit spontaner Entladung der aufgebauten Spannung.

Wichtig ist mir auch, an der Gitarre wenig, am Besten gar nichts, verändern zu müssen.

Lange Rede kurzer Sinn:

Ich werde es tauschen. Die Frage ist nur in was.

Im Auge habe ich folgendes Produkte:

https://www.thomann.de/de/thomann_cc_wv2_chrome.htm

Es ist eigentlich ein Wilkison. Der Vorteil hier wäre, dass die Löcher, die die Schrauben hinterlassen durch die Trem-Platte verdeckt werden.
Gleichzeitig hat man eine 2-Punkt-Aufhängung. Das ganze für einen mehr als guten Preis. Hier müsste man allerdings die 2 Inserts irgendwie ins Holz bringen.
Leider findet sich keine Anleitung hierfür im Netz. Hat das schon mal wer gemacht?

Oder:

http://www.ekmpowershop8.com/ekmps/shops/madisaf/super-vee-6-hole-bladerunner-tremolo-261-p.asp

Es ist das Super Vee Bladerunner. Von der Idee her leuchtet mir ein, dass es um Klassen besser als ein Vintage-Trem funktionieren müsste.
Hat damit jemand Erfahrung, bzw. lohnt sich der doch hohe Preis (im Moment Pfund in Euro ca. 150,-). Dieses Trem ließe sich genialerweise direkt in die vorhandenen Löcher einschrauben.
Allerdings ist es doch recht teuer.

Wenn sich herausstellen würde, dass das Wilkinson etwas gleich gut arbeitet, dann würde ich dieses bevorzugen.

Vielen Dank schon mal.

Greetz
Whistler
 
Eigenschaft
 
Die Tremoloschrauben von PRS haben extra außer einmal herum eine Nut, in dem die Messerkante deren Tremolos dann hinein greifen. Dadurch minierst du die Reibung sehr deutlich. Wenn du sicher bist, dass es hieran liegt, dann würde ich dir vorschlagen die Schrauben zu kaufen, in die vorhandenen Löcher zu schrauben und dein Tremolo mit einer Schlüsselweile mit Messerkanten zu versehen. Wenn du es dir nicht zutraust, kann das sicherlich auch ein Metaller für dich machen. Da brauchst du nicht gleich das ganze Tremolo zu tauschen.

Beim ersten Link musst du die Gitarre ja modifizieren, damit das mit den beiden Bolzen hinhaut und dem zweiten Link traue ich nicht, da ersichtlich ist, dass keine Messerkante vorhanden ist. Zwar hast du nun nur 4 statt 6 Schrauben, aber die Problematik bleibt identisch.

Du könntest dann aber auch, wenn du schon bereit bist deine Gitarre zu modifizieren, auch ein Messerkantensystem mit zwei Bolzen verwenden. Dafür muss aber immer erstmal Platz für die Bolzen durch zwei Löcher im Korpus geschaffen werden. Ich habe vor kurzen auch folgendes Tremolo entdeckt, das helfen könnte:

https://www.thomann.de/de/tremking_tk1crtremolo.htm

Aber leider weiß ich noch nicht, wie es mit Kompatibilität und Stimmstabilität aussieht. Hier gilt dann wieder ausprobieren und ggfs. zurück zum T.
 
Hi, hast du selber so ein Tremolo, bei dem die Schrauben eine Nut haben?

Beim 1. Link handelt es sich um ein Zwischending. Die Messerkante liegt sozusagen in den Löchern. Modifikation ist an sich kein Problem. Ich bin nur nicht ganz sicher ob´s das bringt.

Beim 2. Link ist die Besonderheit, dass die Verbindung von Korpus zu Trem durch eine Metallfeder hergestellte wird. Also einfach ein Stück Stahlblech (Industriequalität, gehärtet, verschleißfrei), also das Problem "Lagerung" einfach umgangen wird. Mich hätte nur interessiert, ob wer damit schon Erfahrung hat, weil die Idee schon echt clever ist.

Greetz
Whistler
 
Das Wilkonson habe ich selber auf einer meiner Strats. Es sieht sehr gut aus, top verarbeitet... aber.... der Sound den es erzeugt ist für mich persönlich zu grell und klirrend. Ich mag sowieso lieber Vibratos mit fetten Böckchen, so wie das Zweite das Du angegeben hast. Das kannte ich noch nicht aber es sieht mir wirklich gut aus. Besonders die dicken Saitenreiter.
 
Das Wilkonson habe ich selber auf einer meiner Strats. Es sieht sehr gut aus, top verarbeitet... aber.... der Sound den es erzeugt ist für mich persönlich zu grell und klirrend. Ich mag sowieso lieber Vibratos mit fetten Böckchen, so wie das Zweite das Du angegeben hast. Das kannte ich noch nicht aber es sieht mir wirklich gut aus. Besonders die dicken Saitenreiter.

Hast du es selbst eingebaut. Wenn ja, wie ging das vor sich. Wir reden von der Variante mit 2 Inserts, oder hattest du schon vorher ein 2-Point Trem?

Greetz
Whistler
 
Moin!

Nein, ich habe so ein Tremolo selber nicht, aber ich habe früher viel PRS Gitarren mit deren Vintage-Tremolo gespielt und gute Erfahrungen damit gemacht. Ich habe auch schon für einen Kumpel sein Tremolo dahingehend modifiziert. Er selbst mag es und es funktioniert für ihn. Aber da ich deine Gitarre nicht in der Hand hatte, kann ich es dir aus der Ferne leider nicht beantworten, ob es der Weißheit letzte Schluss ist.

Wenn du bereit bist deine Gitarre dahingehend zu modifizierend, würde ich dann ein auf zwei Bolzen aufgehängtes Messerkantentremolo empfehlen. Allerdings ist da das Problem, dass besonders solch eine Veränderung auch den Sound stark beeinflusst. Da kann man kaum verhersagen, wie sich das hinterher anfühlt und klingt, weil es so viele verschiedene Legierungen gibt.

Daher dachte ich auch zunächst ersteinmal daran, dass du dir dein vorhandenes Tremolo modifizierst und schaust, wie es und ob es hilft.
 
Hi,

einen (nicht zu teuren) Versuch ohne zusätzliche Löcher etc. würde ich noch machen: probier mal die Rockinger Tremolo-Schrauben mit Nut:

http://rockinger.com/index.php?cat=WG076&product=08P0C&sid3=d8103baf65dc80cc8d9d3cad6b347173

Verwende ich seit Jahren mit Gotoh-Locking-Tuner, Knochensattel und einem ganz normalen Vintage-Trem (ohne sonstige Modifikation) und bin sehr zufrieden mit der Stimmstabilität. Bei mir kein Unterschied zu dem 2-Point-Wilkinson in einer anderen Gitarre, im Prinzip das gleiche System wie bei PRS. Ein Abfeilen der Schraubenlöcher in der Grundplatte halte ich für nicht erforderlich, da die Auskehlung rund ist und einen kleineren Radius hat als die Löcher. Voraussetzung ist allerdings immer, dass die Schrauben wirklich senkrecht im Korpus stehen, bei einer halbwegs guten Gitarre sollte das aber der Fall sein.

Wichtig ist nur, dass die Schrauben alle genau gleich hoch eingestellt sind, dann kannst Du die Grundplatte etwas schweben lassen und die problematische Vorderkante der Grundplatte hat keinen direkten Kontakt mit dem Body.

Kannst Du damit leben, nur abwärts zu tremolieren, dann kleb Dir einen passenden kleinen Holzblock in die Fräsung vor dem Tremoloblock, so dass die Grundplatte beim Loslassen des Arms hinten nur gerade so 1-2 mm über dem Body schwebt. Funktioniert nach meiner Erfahrung besser als das Aufliegen der Grundplatte auf dem Korpus, weil die - ebenso wie dessen Oberfläche - erfahrungsgemäß nie 100 % plan ist.

Gruß, bagotrix
 
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Die Schrauben mit Nut und solche Spielchen sind im Prinzip nutzlos. Das Problem ist das Tremolo selbst, die Reiterchen die sich frei bewegen können usw. Ein Vintage-Trem ist einfach nicht wirklich stimmstabil zu machen, egal was man anstellt.

Eine deutliche Verbesserung bringen die Wilkinson-Teile mit Reiterchen die man an die Grundplatte festschraubt - da ist die Verstimmung deutlich geringer, jedoch immer noch vorhanden.

Super Vee ist zwar nicht schlecht, aber vor allem der Unsägliche Sattel und der überhöhte Preis sind ein absoluter Killer. Eine deutlich günstigere Alternative bietet die Firma Trem King:
https://www.thomann.de/de/tremking_tk1crtremolo.htm

Dazu noch Klemmechaniken und Graphtech- oder Rollensattel und dann funktioniert es (nahezu) perfekt.
 
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Die Schrauben mit Nut und solche Spielchen sind im Prinzip nutzlos. Das Problem ist das Tremolo selbst, die Reiterchen die sich frei bewegen können usw. Ein Vintage-Trem ist einfach nicht wirklich stimmstabil zu machen, egal was man anstellt.

Eine deutliche Verbesserung bringen die Wilkinson-Teile mit Reiterchen die man an die Grundplatte festschraubt - da ist die Verstimmung deutlich geringer, jedoch immer noch vorhanden.

Das widerspricht, mit Verlaub, völlig meiner Erfahrung. Natürlich macht man mit diesen "Spielereien" kein Floyd Rose aus einem Vintage-Trem, aber es gibt doch etliche Gitarristen, die damit trotz recht starker Betätigung auch live zurecht kommen, zB Blackmore oder Malmsteen. Ich bin selber auch kein Shadows-Fan, sondern eher der heftigen Seite zugewandt, und es funktioniert bei mir ziemlich gut.

Stehen die Saiten unter Spannung, bewegen sich die Reiter auch keineswegs beliebig hin und her. Falls das bei einem Tremolo der Fall ist, sind die Federn an den Oktavschrauben zu schwach. Oder der Halswinkel ist so flach, dass die äußeren Saitenreiter schon fast auf der Grundplatte aufliegen. Ein bisschen Druck muss nämlich schon sein. In dem Fall sollte man in der Halstasche einen kleinen Shim unterlegen und kann die Saitenreiter dann etwas höher schrauben. Das typische Problem beim Fender-Trem sind jedenfalls nicht die Saitenreiter.

Auch beim Fender-Trem und dessen Kopien gibt es große Unterschiede in der Qualität, das fängt bei der fachgerechten (senkrechten) Bohrung der Schrauben an und geht über die Maßhaltigkeit der Gewinde und Schrauben bis zur Gestaltung der Grundplatte und deren unterer Schräge. Dass das Festklemmen der Reiter eine weitere Verbesserung bringen kann, mag sein, aber der Sound verändert sich dadurch halt auch. Ich hatte sowohl ein Gotoh- als auch ein älteres Original-US-Wilkinson (mit Stahlblock) auf einer Gitarre, und mit beiden klang sie immer ein bisschen verhalten und kraftlos. Dann hab ich ein (2-Punkt-) GFS-Tremolo á la Gotoh 510 draufgemacht und die Reiter durch gebogene Stahlreiter nach Fender-Art ersetzt, und voilá: die Gitarre fing richtig an zu strahlen. Dennoch kann ich nicht sagen, dass die Stimmstabilität nachgelassen hätte.

Super Vee ist zwar nicht schlecht, aber vor allem der Unsägliche Sattel und der überhöhte Preis sind ein absoluter Killer. Eine deutlich günstigere Alternative bietet die Firma Trem King:
https://www.thomann.de/de/tremking_tk1crtremolo.htm

Dazu noch Klemmechaniken und Graphtech- oder Rollensattel und dann funktioniert es (nahezu) perfekt.

Was der Kollege meint, ist nach seiner Beschreibung wohl nicht das SuperVee Locking Tremolo, sondern das SuperVee Blade Runner:

http://sharemyguitar.com/blog/smg-review-super-vee-bladerunner-tremolo/

Das ist die Non-Locking-Variante, die ohne weitere Modifikation einzusetzen sein sollte.

Das Unschöne am Tremking ist mMn, dass man an der Gitarre rumfräsen muss, es ist also nicht mehr zurückzubauen, wenn man nicht zufrieden ist. Ich bin auch etwas skeptisch, ob es der Stimmstabilität zuträglich sein kann, wenn die Saite beim Tremolieren vom beweglichen Block über den starren Reiter hin und her gezogen wird. Zusätzliche Reibung ist ja eigentlich immer ein Problem und nicht dessen Lösung. Probiert hab ichs aber noch nicht.

Klar ist eins: Will man wirklich optimale Stabilität bei wilden Aktionen, kommt man um ein FR oder ähnliches nicht rum. Ich hab auch Gitarren mit sowas, die ich sehr mag, aber im Sound kommen sie für meinen Geschmack halt nie ganz in die Poleposition. Aber da muss der TE entscheiden, wo er die Prioritäten setzt.

Gruß, bagotrix
 
Vorzugsweise die g-Saite.

Wie kann das Tremolo schuld sein, wenn sich nur eine Saite verstimmt?

Ich meine dein Problem ließe sich mit einer Sattelfeile lösen, die Kerbe für die G-Saite wird zu eng sein.

Und ohne diese Maßnahme kannst du hinten reingeben, was du willst, es wird nicht stimmstabil. ;)
 
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Sowohl Blackmore als auch Malmsteen stimmen live ständig nach. Malmsteen sagt selber in Interviews dass es zwar nicht wirklich funktioniert, er es aber so will "weil es Blackmore und Hendrix auch so gemacht haben". Abgesehen davon betätigen die das Trem nur sehr milde, keinerlei tiefe Divebombs etc.

Die Reiterchen bewegen sich ständig hin und her, wir reden hier vom zehntel mm Bereich. Reicht für eine deutlich hörbare Verstimmung. Die bewegen sich ausserdem auch schon beim etwas extremeren Benden. Mit Federstärke hat das auch nichts zu tun, sondern mit der jeweiligen Stellung der Reiterchen - weiter ausgefahren, mehr Bewegungsfreiheit. Stärkere Federn an der Stelle wären fürs Tremolieren noch schlechter, weil dann die Reiterchen zum Teil auch komplett abheben wenn man die Saite entspannt und danach sonstwo "landen" wenn man die Saite wieder spannt.

Trem King funktioniert super, habe es auf der Messe mal bewusst wirklich böse "gequält" und es hat die Stimmung richtig gut gehalten (gepaart mit Klemmechaniken).

Blade Runner ist auch nur ein vintage Trem, nur eben mit Messerkante statt Halteschrauben. Es löst aber sonst keines der bekannten Stimmungsprobleme eines vintage Trems - das wäre wirklich ein unsinniges "Upgrade", viel Geld für nichts.
 
Sowohl Blackmore als auch Malmsteen stimmen live ständig nach. Malmsteen sagt selber in Interviews dass es zwar nicht wirklich funktioniert, er es aber so will "weil es Blackmore und Hendrix auch so gemacht haben". Abgesehen davon betätigen die das Trem nur sehr milde, keinerlei tiefe Divebombs etc.

Na ja, letzteres hab ich live in beiden Fällen aber ganz anders gesehen... Klar ist, dass ein Fender-Trem eigentlich nicht zum extremen Erschlaffen der Saiten, weiterem Rumhebeln im entspannten Bereich und dann wieder Hochreißen gedacht ist. Ich weiß aber auch nicht, ob das wirklich das ist, was der TE beabsichtigt. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass man schon ganz ordentliche Trem-Aktionen ohne Probleme hinkriegen kann, wenn man alles richtig aufbaut und einstellt. Bei mir heben aber auch die Reiter beim Erschlaffen nicht ab oder wedeln hin und her. Dazu hab ich ja schon geschrieben, dass sowas nach meiner Erfahrung nur bei ungenügendem Andruck durch die Saiten passiert.

Blade Runner ist auch nur ein vintage Trem, nur eben mit Messerkante statt Halteschrauben. Es löst aber sonst keines der bekannten Stimmungsprobleme eines vintage Trems - das wäre wirklich ein unsinniges "Upgrade", viel Geld für nichts.

Eben nicht, das BladeRunner hat keine Messerkante. Wie der TE schon erklärt hat, ist der vordere Teil mit der Befestigung durch ein flaches Federblech mit dem hinteren Teil (Grundplatte und Block) verbunden, es wird also neben den unteren Federn oben eine Blattfeder gebogen. Beim Betätigen treffen damit keine beweglichen Teile aufeinander, sodass weder Reibung entsteht noch eine Abnutzung von Messerkanten oder Stützbolzen (was selbst beim FR Probleme bereiten kann), die die Ruhestellung verändert. Dazu kommt der durchaus überzeugende Gedanke, dass eine feste Verbindung zwischen Korpusholz und Tremolo auch den Klang begünstigt.

Im Übrigen ist die Sache mit den Schrauben (neben Sattel und Mechaniken) natürlich schon eines der Hauptprobleme des Vintagetrems. Zwei Bolzen definieren immer eine Linie, bei sechs Schrauben sind die Anforderungen an die Präzision schon mathematisch gesehen viel höher, weil 1. keine aus der Reihe tanzen darf und 2. alle genau senkrecht und im richtigen Abstand stehen müssen. Gerade wenn eine schlechte Montage die Ursache ist, ist der Austausch gegen ein Trem mit anderer Aufhängung womöglich einfacher als das Optimieren, denn die Schrauben minimal zu versetzen oder im Winkel abzuändern ist kaum möglich. Ob es jetzt unbedingt ein BladeRunner sein muss? Keine Ahnung, aber das Prinzip finde ich nicht verkehrt, und das Prinzip ist nicht auf völlig präzise Bohrungen angwiesen, der Vorderteil muss nur fest sein und rechtwinklig zu den Saiten stehen. Nicht jeder braucht ein Locking Trem, und es gibt Legionen von Gitarristen, die mit anderen Lösungen klarkommen.

@TheWhistler: Hast du eigentlich noch einen Saitenniederhalter montiert? Wenn Du gestaggerte Locking Tuner hast, brauchst Du den eigentlich nicht mehr, schon gar nicht für die G-Saite, das ist nur ein weiterer Reibungspunkt. Und Miles Smiles hat natürlich recht damit, dass alles Schmieren nichts nützt, wenn die Sattelkerbe für die G-Saite zu eng oder uneben ist. Also mal vorsichtig mit einem gefalteten feinen Sandpapier nacharbeiten (aber nicht zu viel Druck, sonst wird sie auch tiefer).

Gruß, bagotrix
 
Zum BladeRunner: du weißt schon was "blade" heißt? Zu Deutsch - Klinge, Messerkante :) Falsches Marketing?

Abe3r nun egal ob da eine Messerkante oder Blech ist, die Stimmungsprobleme kommen von der Konstruktion der Reiterchen und der Durchführung der Saiten. Dieses Problem ist nicht zu lösen, punkt.

Dass es nicht an den Schrauben liegt, sieht man am Fender Trem mit Messerkanten, das verstimmt sich genauso. Im Vergleich ist ein Wilkinson VS-100 viel, viel stimmstabiler - dank den festgesetzten Reiterchen und der besseren Zuführung der Saiten.

Ich habe schon etliche Trems die es gibt ausprobiert samt etlichen Tricks, da ich lange nach einem geeigneten Ersatz für Floyd gesucht habe. Das einzige was nahe kommt ist ein Wilkinson gepaart mit Graphtech/Rollensattel und Klemmechaniken. Ohne den richtigen Sattel und Mechaniken, hilft gar kein anderes Tremolo, da kann man machen was man will.
 
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Weil es zum Thema passt. Was er da hat, ist übrigens eine normale Mexiko-Strat

 
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Hi nochmal,

schätze, wir sind uns einig, dass wir uns nicht einig sind:). Was solls, der TE wirds ausprobieren und sehen, obs für ihn funktioniert. Und falls ja, was will man mehr?

Bei "Blade" geb ich Dir recht, eine Klinge ist normal nix, was gebogen werden sollte, also sollte es vielleicht besser "Flat Spring", "cantilever" oder "Springboard" heißen... na ja, klingt dafür sch... Übrigens hab ich noch ein altes Schecter Tremolo, da war am Body an der gleichen Stelle wie beim BladeRunner eine Metalleiste mit Rille angeschraubt, und das Trem hatte vorne über die ganze Breite eine Messerkante im wörtlichen Sinn. Hat leider gar nicht funktioniert, viel zu viel Reibung und irgendwie hats keinen definierten Nullpunkt gefunden.

Bei 2-Punkt-Tremolos werden wir uns wohl nicht einig, ich finde zB auch das Fender gar nicht so schlecht (jedenfalls mit gutem Sattel und Locking Tuners). Allerdings hab ich auch jetzt erst Deine Tremolo-Attacken auf Video entdeckt :rock:, da wundert mich nix mehr. Respekt übrigens, hat mir echt Spaß gemacht. Entspricht meinen musikalischen Geschmack ziemlich gut, leider aber nicht ganz meinen Fähigkeiten...

Schätze, mal das Single-Lock-Trem auf der Deluxe hat Dich überzeugt. Schon klar, dass hier weitere potentielle Probleme angegangen werden, allerdings ist das mit der Saitenführung bei Vintagekopien oft auch konstruktiv nicht gut gelöst. Auch hier gibts Verbesserungen, wie die versetzten Löcher bei Wilkinson und verlängerte Ausschnitte in den Reitern, damit die Saite nicht an zwei Stellen aufliegt. Das Am DLX Locking ist von daher sicher auch kein schlechter Ansatz, aber bewirkt auch ein bisschen mehr Aufwand beim Saitenwechsel. Und wie gesagt, der Klang ist für meine Ohren beim ollen Vintage-Ding ungeschlagen.

Gruß, bagotrix
 
Wir sind uns im Gründe schon einig, nur ist der Anspruch ein anderer. Für mich heißt "stimmstabil" nicht "in etwa stimmstabil", sondern "mindestens 95% wie ein Floyd".

Kein Trem hat mich sonst richtig überzeugt, da ich Floyd-Spieler bin :) Mittlerweile habe ich nur noch Klampfen mit Floyd, alles andere ist für mich wenig brauchbar.

Dieses Schecter trem hatte ich auch mal, es funktioniert relativ gut wenn man es aufliegend (dive-only) montiert. Schwebend war das wie du auch sagst nicht so dolle, die lange Messerkante hat wohl trotz allem zu viel Reibung.

Das Fender Locking Trem funktioniert echt super, nur gibt es da keine Ersatzteile etc. und das komplette Teil ist sauteuer (250€ oder so, sofern man es überhaupt findet). Hat aber echt spaß gemacht :D Das gute bei dem Teil ist, dass der Inbusschlüssel im Tremolo-Arm integriert ist und man es somit immer dabei hat.

Klar kann keines dieser Trems den Klang eines vintage Trems mit gebogenen Blechreiterchen erzeugen, dazu sind die zu "solide" gebaut und somit fehlt der "Twang". Da könnte evtl. das Wilkinson VSV als Ersatz herhalten, das hat auch blecherne Reiterchen, die aber an der Grundplatte festgeschraubt werden wie beim VS-100. Kostet aber auch über 100€.
 
Ihr driftet mir hier irgendwie zu sehr ab.

Zu nem Floyd gehören ja auch am Sattel festgeklemmte Saiten. Am Sattel entsteht auch IMMER Reibung, auch wenn es der best geschmierte Rollensattel der Welt ist. Daher ist ein direkter Vergleich auch nicht immer Schlüssig.

Eine Messerkante hilft da schon viel mehr, als man glauben mag. Wenn das Tremolo aufgrund der zwei Kanten hin und her kippelt, verrutscht es ja auch in der Höhe und die Reiter wie gesagt auch noch seitlich.

Lockingtuners helfen mMn gar nichts! Wirklich nichts. Wenn man weiß wie man Saiten aufspannt, dann sollte das nicht der Grund der Stimmunstabilität liegen. Ich gehe hier aber wohlgemerkt davon aus, dass zumindest Markenware verwendet wird. Der Grund ist folgender: Mag das Stück auf der Mechanik aufgewickelte Saite sich auch dehnen, so ist die Relation zur Gesammtlänge physikalisch vernachlässigbar gering. Das hört auf gut Deutsch keine Sau.

Ich wusste nicht, dass Rockinger die von mir bereits angesprochenen Schrauben auch verkauft, aber man wird immer schlauer. Solch Schrauben meinte ich. In Kombination mit einer Messerkante am Tremolo ist es mMn unschlagbar.

Bleibt nur noch das Problem des seitlichen taumelns der Reiter. Wie gesagt, PRS macht es vor wie man ein doch altmodisches Tremolo benutzerfreundlich und stimmstabil designed. Wilkinson graift das ähnlich auf mit ihren arretierbaren Reiter. Der Sound dürfte hierbei wohl eher am ähnlichsten sein, da die Reiter hier auch aus gebogenem Stahl hergestellt werden.

Damit auch floating funktioniert gibt es bei Rockinger zudem die Black Boxes. Das ist quasi ein Anschlag, aber wenn man mag, kann man auch darüber hinaus tremolieren.

Weswegen ich mir nie ein Floyd anlachen werde und mich zutiefst stört ist, dass bei Palm Mutes diese dann wiederum meist verstimmt klingen. Kann sein, dass ich nicht die richtige Technik habe, aber ich mag einfach richtig draufdrücken dürfen. Da ist man meist bei einer Viertelnote dabei. Da habe ich keine Lust drauf.

Nunja, nun ist die Frage, was man zu guter letzt haben mag, will und brauch. Da gibt es viel Auswahl, viele Möglichkeiten und wenn man dazu noch Geld über hat, dann sollte da letzten endes ein Weg offen stehen sein Traumtrem zu haben.
 
Etna, ich spiele Floyd am liebsten aufliegend, so hat man keinerlei Verstimmungen bei Palm-mutes etc. und kann auch "D-Tuna" und solche Sachen sinnvoll einsetzen:)

Ansonsten gibt es einige Systeme die diese Mittellage etwas stärker halten, quasi wie ein kleines "Einrasten". Am besten gelungen ist das bei Ibanez Edge Zero, richtig feste Mittellage aber trotzdem recht leichtgängig.

Gibt nix besseres als wenn man wie ein Geisteskranker das Tremolo quält und nur einmal die Woche leicht mit Feinstimmer nachstimmen muss, ich kann mir gar nicht erklären dass irgendein Tremolo-Nutzer noch OHNE spielen kann :D

Das mit gleitendem Sattel klappt schon sehr gut, aber geht nur bei Klampfen wo die Saiten zu den Mechaniken gerade durch den Sattel gehen und mit kleinem Winkel. Eine Strat mit abgestuften Mechaniken ohne String-trees ist z.B. ein perfekter kandidat.

Locking Mechaniken bringen eine Menge und da kann ich mir auch nicht erklären wie irgendjemand noch ohne spielen kann, auch ohne Tremolo. Ich weiß nicht wie du spielst, aber wenn man tiefe dives macht a-la Dimebag, geht es absolut nicht ohne.
 
Was der Kollege meint, ist nach seiner Beschreibung wohl nicht das SuperVee Locking Tremolo, sondern das SuperVee Blade Runner:

http://sharemyguitar.com/blog/smg-review-super-vee-bladerunner-tremolo/

Das ist die Non-Locking-Variante, die ohne weitere Modifikation einzusetzen sein sollte.

Genau !!! Ich dachte, dass man bei dem System das Problem der Reibung, sei es nun auf Messerkante oder Schrauben, umgehen kann. Hat jemand dieses Tremoloa

Das Unschöne am Tremking ist mMn, dass man an der Gitarre rumfräsen muss, es ist also nicht mehr zurückzubauen, wenn man nicht zufrieden ist. Ich bin auch etwas skeptisch, ob es der Stimmstabilität zuträglich sein kann, wenn die Saite beim Tremolieren vom beweglichen Block über den starren Reiter hin und her gezogen wird. Zusätzliche Reibung ist ja eigentlich immer ein Problem und nicht dessen Lösung. Probiert hab ichs aber noch nicht.

Es ist das Fräsen an der Gitarre was mich abschreckt. Aber auch dieses System hat was für sich. Es verhält sich nämlich wie eine fixed bridge, v. a. wg. palm-mutes.

Klar ist eins: Will man wirklich optimale Stabilität bei wilden Aktionen, kommt man um ein FR oder ähnliches nicht rum. Ich hab auch Gitarren mit sowas, die ich sehr mag, aber im Sound kommen sie für meinen Geschmack halt nie ganz in die Poleposition. Aber da muss der TE entscheiden, wo er die Prioritäten setzt.

Gruß, bagotrix

Ich bin kein Wilder. Ich will nur so Glimour-like Schwebungen erzeugen. Also alles ganz harmlos. Nachdem dies mit bei mir nicht ging, wollte ich mal nachfragen. Ich habe aber heute nochmal rugeschraubt. Der Hinweis mit leicht angestelltem Trem war schon nicht schlecht. In der dive-only-Variante ist die Stimmstabilität nun nicht mal schlecht. Ich habe das aber mit einer sehr straff eingestellten Blackbox gemacht. Ich muss mal noch ein bisschen probieren.
Was auch gut war war der Tip mit den Schrauben - alle so tief rein, dass sich die Grundplatte (ohne Zug - also keine Saiten, keine Federn) nicht vom Body hebt. Das war schon eine echte Verbesserung.

Evtl. ist dann ja auch dieses Tremolo noch eine Variante. Ist auch ein Wilkinson, aber das mit den 5+1 Löchern. Dabei ist nur eins für die seitliche Festigkeit zuständig.
Der Rest ist erweitert und soll ein Verkanten verhindern. Hätte auf jeden Fall auch den Vorteil, dass man nicht fräsen muss. Gleichzeitig ist der Trem-Arm fest einstellbar.
Das stört mich nämlich auch am Vintage-Trem - der sehr lockere Hebel mit Spiel.

http://www.gitarre-bestellen.de/pro...olos/Wilkinson-WVP6-51-Tremolo-in-chrome.html
 
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