Fender MiM Strat 2001 - Trem Block tauschen?

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Servus zusammen!

Wie man an meinem Avatar sehen kann, bin ich bei der Akustikgitarre zuhause.
Trotzdem spiele ich immer mal wieder - allerdings meist nur für mich selbst - auf meiner Fender MiM Standard Strat Bj. 2001 und meinem uralten Deluxe Reverb.
In letzter Zeit hat mich zunehmend genervt, dass der Tremeoloarm dabei rumschlackert. Entweder festgezurrt oder labberig - beides nix für mich.
Im Forum habe ich bereits gefunden, dass es dafür Federn gibt, die man in das Loch für den Arm steckt, und die dann für Spannung sorgen und den Arm "fixieren".

Auf der Suche nach diesen Federn, habe ich mich das erstemal wirklich mit dem verbauten Tremolo (6 Punkt Vintage-Style) auseinandergesetzt und dabei festgestellt, dass der Tremoloblock quasi "kastiert" ist (siehe Foto). Er ist nur halb so dick und besteht scheinbar aus einem günstigen Zink-Guss.

Strat_Trem.jpg


Da ich ja sowieso diese Federn besorgen wollte, stellen sich mir folgende Fragen:
  • wäre es sinnvoll, den Trem Block zu tauschen? Welcher passt da rein und würde das Trem aufwerten?
  • oder gleich ein komplett neues Tremolo, da es scheibar ein Billigprodukt ist?
  • oder soll ich es einfach sein lassen, da ich ja eigentlich zufrieden bin (für nen Akustikgitarristen reicht's doch allemal)?
Ich möchte noch erwähnen, dass ich die Vintage-Optik des Trems sehr mag. :great:

Für Eure kompetenen Antworten wäre ich sehr dankbar - Herzlichen Dank!

LG, Anderl
 
Eigenschaft
 
oder soll ich es einfach sein lassen, da ich ja eigentlich zufrieden bin
Das musst du entscheiden. Ich würde erstmal die Federn anders einhängen- straffen. Die drei Federn dort wo das Massekabel rausguckt dichter aneinander spannen.
Das Wackeln des Tremarms kannst du vlt schon mit einem kurzen Stück Tape beseitigen- einfach ein oder zweimal um das Gewinde wickeln. So hab ichs bei mir gelöst, funzt gut.
 
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Servus @abolesco!

Danke für den Tipp mit dem Tape - da hätt ich eigentlich auch draufkommen können. :facepalm1:
Ich müsste irgendwo noch Teflonband rumfliegen haben. Das sollte klappen. :great:
Ich würde erstmal die Federn anders einhängen- straffen
Ja stimmt, das sieht cooler aus, wenn die Federn nicht so parallel sind. Aber von der Funktion her, sollte das doch egal sein, oder?
Hauptsache die Spannung der Saiten wird mit den Federn ausgeglichen. Ob man das jetzt mit den Schrauben der Federkralle macht, oder mit dem Versetzen der Federn, sollt doch egal sein - oder irre ich mich da? :gruebel:

LG, Anderl
 
Ja, das mit dem Teflonband sollte klappen. Ist auch ein Tipp, den man immer mal wieder liest. Ich hab aber tatsächlich die Federn verwendet und das klappt auch. Aber probier das ruhig mit dem Teflonband.

Ansonsten ist das Tremolo eigentlich immer so ein Bauteil, man man immer ließt, daß hier Verbesserungspotential besteht. Typische Tipps sind den Zink-Guss-Block durch einen aus Stahl oder Messung auszutauschen. Rein von der Funktion sollte sich da nichts tun, aber klanglich sollte ein Unterschied auftreten. Auch die Federn sind doch ein Ansatzpunkt, wo man etwas verändern. Hier ändert sich auch das Spielgefühle wenn man härtere bzw. weichere Federn nimmt. Und klanglich? Keine Ahnung, könnte aber sein.
Auch die Art und Weise, wie die Federn angeordnet sind, also ob parallel oder nicht, soll klanglich eine Auswirkung haben. Ich behaupte mal, es gibt hier kein richtig oder falsch, sondern vieles ist da Geschmackssache, und im Endeffekt hilft nur ausprobieren. Wenn du klanglich zufrieden bist, würde ich erstmals nichts machen (außer das Teflonband um den Hebel natürlich).
 
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Da ich ja sowieso diese Federn besorgen wollte, stellen sich mir folgende Fragen:

Die kleinen Federn für die Bohrung kannst Du Dir sparen. Sie funktionieren nicht wirklich und schon gar nicht dauerhaft.

wäre es sinnvoll, den Trem Block zu tauschen? Welcher passt da rein und würde das Trem aufwerten?

Wenn die Gitarre live gespielt wird wäre es sinnvoll den Block zu tauschen, da sich im Zinkdruckguss manchmal die ballends der Saiten festklemmen und dann nicht mal eben schnell zu wechseln sind.

Eine klangliche Veränderung gibt es, aber ich würde diese nicht unbedingt als Aufwertung beschreiben.

Ein Stahlblock klingt etwas schriller, was man durchaus auch als unangenehm gegenüber dem wärmeren Klang des Zinkdruckgussblocks empfinden kann. Sind nur Nuancen und nichts woran man sich nicht gewöhnen könnte.

oder gleich ein komplett neues Tremolo, da es scheibar ein Billigprodukt ist?

Ich sehe das nicht als Billigprodukt, jedenfalls nicht mehr als jedes andere Gitarrenzubehörteil.

oder soll ich es einfach sein lassen, da ich ja eigentlich zufrieden bin (für nen Akustikgitarristen reicht's doch allemal)?

Ja, kannste auch lassen. Tausende gute Gitarristen haben da nichts geändert und einfach Musik mit dem Ding gemacht...

Ich möchte noch erwähnen, dass ich die Vintage-Optik des Trems sehr mag. :great:

Ich auch. Ist genau das was auf eine Strat gehört.

Der Trick mit dem Teflonband funktioniert übrigens auch nur wenn man Lust hat seinen Tremolohebel alle zwei Tage neu zu umwickeln. Mich hat es genervt.

Man kann stattdessen eine Nylonhülse in den Tremoloblock einsetzen. Das hält sehr lange und ist eine echte Funktionsverbesserung.
 
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Ich hab diese Federn in meinen beiden Strats.
Bei mir funktionieren die. Gibts beim T im 8erpack um sehr kleines Geld.
Bei einer ist der Hebel dadurch sehr straff bei der zweiten ist es nicht ganz so streng.
Man kann die Feder wenn sie einem zu stark ist auch kürzen.
Die sind zwar sehr hart aber mit einem guten Seitenschneider geht das.
Alternativ dazu hab ich davor nicht Teflon sondern Papierklebeband benutzt das nutzt sich natürlich nach ein paar Wochen ab hält aber auch. Man könnte auch Ducttape nehmen.
 
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Oder Federn eines alten Kugelschreibers... Das nehm ich immer wieder.

Was den Block betrifft: Kann man tauschen, das ist halt ein bissl eine Bastelei, weil man die Brücke komplett auseinandernehmen muss und dann die Gitarre neu einstellen. Ich hab bei meiner Mexikanerin einen Stahlblock verbaut - der Klangunterschied war aber minimal, wenn überhaupt wahrnehmbar.
Was wichtig ist beim Tausch sind die Masse - da gibt es bei Fender verschiedenste, also vorher gut nachmessen, dann einen neuen Block oder eine neue Brücke besorgen.
 
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Ich danke Euch mal ganz herzlich für die zahlreichen Rückmeldungen! :great:
Rein von der Funktion sollte sich da nichts tun, aber klanglich sollte ein Unterschied auftreten.

der Klangunterschied war aber minimal, wenn überhaupt wahrnehmbar.
Klanglich wäre mir jetzt gar nicht so wichtig. Ich empfinde hier die Einstellungen am Verstärker schon als so entscheidend, dass mir das Tüpfelchen auf dem i an der Gitarre nicht ganz so wichtig ist. Aber Danke für den Hinweis!
Die kleinen Federn für die Bohrung kannst Du Dir sparen. Sie funktionieren nicht wirklich und schon gar nicht dauerhaft.
Ich hab diese Federn in meinen beiden Strats. Bei mir funktionieren die.
Ich hab aber tatsächlich die Federn verwendet und das klappt auch.
Frag 3 Gitarristen und Du bekommst 5 Anworten! :D (Nein, sind ja nur 3)
Ich hätte hier eher die Befürchtung, dass die Federn ständig verloren gehen, wenn man den Trem-Arm abmacht (Die Strat kommt meist in den Koffer). Wahrscheinlich gibt's diese Federn auch deshalb in der praktischen Familienpackung (8 Stück)?
Oder Federn eines alten Kugelschreibers... Das nehm ich immer wieder.
Das hab ich schon ausprobiert und 3 alte Kulis geopfert. Leider waren alle 3 Federn zu dick und haben nicht in's Loch gepasst.
Ich sollte mir mal andere Kugelschreiber kaufen!
Man kann stattdessen eine Nylonhülse in den Tremoloblock einsetzen. Das hält sehr lange und ist eine echte Funktionsverbesserung.
Das klingt wirklich interessant! Allerdings kann ich mir da jetzt noch nicht wirklich etwas vorstellen. Solche Hülsen würden ja nicht so einfach rausfalllen, oder?
Kannst Du bitte ein Beispiel geben, welche Hülsen man da nutzen kann, wie die aussehen und wo man sowas bekommt? @Bassturmator
Tausende gute Gitarristen haben da nichts geändert und einfach Musik mit dem Ding gemacht...
Das stimmt! :great:
Allerdings schaut der Trem-Block irgendwie so.... "mickrig" aus. Aber was soll's? Deckel zu und dann sieht man's nicht!
Das Problem beim Saitenwechsel hab ich auch schon erleben dürfen. Da braucht man dann schon eine Zange, um die Saiten aus dem Block raus zu "schieben". Aber nichts, was einem den Alltag versauern könnte.

Vielen Dank und LG, Anderl
 
Das klingt wirklich interessant! Allerdings kann ich mir da jetzt noch nicht wirklich etwas vorstellen. Solche Hülsen würden ja nicht so einfach rausfalllen, oder?
Kannst Du bitte ein Beispiel geben, welche Hülsen man da nutzen kann, wie die aussehen und wo man sowas bekommt? @Bassturmator

Nein, die können nicht rausfallen. Die Bohrung für den Tremolohebel wird aufgebohrt um ein Stück von einem handelsüblichen Nylondübel aufzunehmen. Dieser verpresst sich durch Übermaß und konisch angesenkter Bohrung beim verschrauben mit der Grundplatte. Ist also von außen auch gar nicht zu sehen.

Bekommen tut man sowas bei mir. Den Nylondübel natürlich auch in jedem Baumarkt wenn man es selbst machen kann.
 
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Klar, jeder macht seine eigenen Erfahrungen- als ich bei meiner Squier Strat das Tremolo gegen ein Vintage Tremolo von Fender mit doppelt so dickem Blick aus - ich glaube- gewalztem Stahl- getauscht habe, war ich beeindruckt, wieviel mehr Sustain die Gitarre danach geboten hat.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Kann nur von meinen Squiers berichten-
Bei der anderen habe ich das billigere 20€ Tremolo von Fender - auch mit dickem Metallblock eingebaut- hier war der Unterschied nur marginal
 
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Hallo zusammen & Danke für Eure Beiträge!

Ich habe mich jetzt dazu durchgerungen, mich zu meinem anstehenden Geburtstag selbst zu beschenken und das einfache Tremolo von Fender zu bestellen und in meine Strat einzubauen (darauf freu ich mich besonders). Die Variante "Damaststahl-Block" war mir dann doch zu teuer. :eek:
Auf die korrekten Maße (52,3 mm) hab ich geachtet - Danke für den Hinweis @stoffl.s!
Außerdem ist es interessant zu wissen, dass die Stärke (Dicke) des Bodys ausschlaggebend ist, ob man die Trem-Abdeckung auf der Rückseite danach noch montieren kann. Da ich ja eine MiM Strat habe und keine Squier (die sind etwas dünner), sollte das klappen.
Derzeit muss ich beim Saitenwechsel die Abdeckung abnehmen, da die Löcher im Trem-Block nicht mit der Öffnung in der Abdeckung übereinpassen. Das sollte bei dem neuen Tremolo besser werden, da diese Löcher weiter unten sind (logisch, der Block ist ja doppelt so dick und die Bohrungen sind mittig).

Strat-Abdeckung.jpg

Bei dem neuen Tremolo geht es mir gar nicht so sehr um die Verbesserung des Klangs, sondern vielmehr darum, dass mich dieses schmale Miniding vor allem irgendwie ästhetisch stört. Und natürlich werde ich die Federn dann v-förmig einhängen! Danke für den Hinweis @abolesco :D :great:

Und wenn ich schon bestelle, dann nehme ich die Tremolo-Arm-Federn mal dazu und probier die aus. In der praktischen Vorratspackung sind sogar 12 Federn drin und nicht nur 8. Das sollte dann schon eine Zeit lang reichen. Und wenn mal eine rausfällt, freuen sich meine Katzen und schießen die durch die Wohnung und am Ende unter die Couch - zu all den Plektren. :D
Die Bohrung für den Tremolohebel wird aufgebohrt um ein Stück von einem handelsüblichen Nylondübel aufzunehmen.
Das klingt sehr praxisorientiert und pragmatisch. :great: Allerdings nicht unbedingt... minimalinvasiv ;).
Da ich ja dann ein Tremolo "übrig" habe, kann ich, nachdem die 12 Federn aufgebraucht sind und unter der Couch liegen, an dem alten Trem diese Methode ausprobieren und "üben". Danke für den Tipp!

Gestern bin ich über einen Artikel mit dem Titel "Brauchst Du das, oder willst Du es nur?" gestolpert.
Ja, ich will das nur. Die Kosten von unter 30€ sind allerdings überschaubar und der "Eingriff" ist reversibel.

Herzlichen Dank für Eure Ratschläge!
LG, Anderl
 
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Das Einfache Tremolo hat problemlos in die Squier gepasst- die kommt übrigens aus Mexico- Daher solltest Du keine Probleme mit den Abmessungen haben.
 
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In den neuen MiM-Strats sind die fetten Blöcke übrigens schon drin und die Tems werden auch nur noch von zwei Bolzen gehalten.
(wollte ich nur mal erwähnt haben falls Interessenten mitlesen
Und natürlich werde ich die Federn dann v-förmig einhängen!
Vorher kannst du gleich noch Kunststoffstreifen in die Federn schieben, das soll Klirren vermeiden. Ich hatte zwar kein Klirren, hab es aber einfach trotzdem gemacht.
 
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die kommt übrigens aus Mexico- Daher solltest Du keine Probleme mit den Abmessungen haben.
:great:
In den neuen MiM-Strats sind die fetten Blöcke übrigens schon drin und die Tems werden auch nur noch von zwei Bolzen gehalten.
Ja, das hab ich mitbekommen. Freut mich sehr für alle, die sich eine neue Player kaufen! :great:
Aber meine ist ja mittlerweise 20 Jahre alt (man, wie die Zeit vergeht) und scheinbar hat man 2001 an der Stelle gespart.
Das hat mich dann schon ein wenig enttäuscht.

LG, Anderl
 
Ja stimmt, das sieht cooler aus, wenn die Federn nicht so parallel sind. Aber von der Funktion her, sollte das doch egal sein, oder?
naja eigentlich nicht, ist eher kontraproduktiv ... kannst dazu mal die Suchfunktion bemühen, gibt viele Diskussionen dazu und die meißten Experten hier raten zum parallelen Einbau.
 
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wobei der springende Punkt eher zu sein scheint, dass null Spannung auf den Federn ist (zumindest auf dem Foto sieht es für mich so aus...).
 
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Danke für die Hinweise!
wobei der springende Punkt eher zu sein scheint, dass null Spannung auf den Federn ist
Doch, doch - die Spannung reicht vollkommen. Wäre mehr Spannung drauf, würde der Block ja vorne anstoßen. Die Grundplatte steht einigermaßen parallel zur Oberfläche - so wie ich es mag. Ich werde mich dann aber beim Einbau des neuen Trems mit dem Thema nochmal intensiver beschäftigen und Alternativen ausprobieren.
das könnte zum beschriebenen Klirren führen
Ich wüßte nicht, dass ich ein Klirren beschrieben hätte! :D

LG, Anderl
 
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