Vintage Vibe Deluxe / Marquis 73

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Olbel

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Hallo zusammen,
Ich bin ein alter Rhodes Fan und mir kamen neulich die englische Firma (name vergessen) mit dem MK8 und Vintage Vibes aus den USA vors Ohr. Habe mir mehrere Videos angeschaut und muss sagen dass diese Nachbauten grauenhaft klingen. Total komprimierter Sound, wenn ich die Spieler beobachte höre ich fast keine Dynamik raus. Muss aber sagen dass zumindest von VV nur die aktive Variante auf YT finden konnte. Ich weiss nicht was die da gemacht haben oder sich bei gedacht haben, ein richtiges Rhodes reagiert viel feiner auf Tastenanschläge und hat wesentlich mehr dynamik. Die Nachbauten klingen alle wie ein gesampletes Rhodes. - Was steckt da wohl dahinter ? Hat jemand eine Erklärung dafür ? Ich TIPPE mal auf die Gewichtung der Tatstaur, kann mir nicht vorstellen dass die wie beim echten Rhodes ist. Das sähe beim spielen anders aus und klänge auch anders.

Freue mich über Kommentare
 

Zumindest vom Rhodes Mk8 (du hast den Namen der Firma nicht vergessen, die heißen so) heißt es eigentlich, es habe die beste Tastatur aller Rhodes ever. Kann sein, dass das für einen Vintage-Fan aber eine Anfechtung ist. Da mein Ohr noch keine große Erfahrung hat (und nur Clones kennt), kann man mir über Kompression u.ä. aber eine Menge erzählen...

Tippen würde ich letztlich eher auf entweder eine nachgeschaltete Kompression von der Aufnahme oder ein Problem von Youtube. Da ist die Dynamik vielleicht einfach nicht gewollt. Warum sollte ein enorm teures Profi-Werkzeug keine anständige Dynamik entfalten?
 
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Genau das wollte ich auch gerade schreiben, ein komprimierter Klang kann auf mehreren Ursachen beruhen. Denken würde ich gleichermaßen an die Vorverstärkung am oder nach dem Instrument, an das Editing bei der Videoproduktion und schließlich den Prozess beim Upload auf Youtube.
Ein noch nicht genannter Einflussfaktor von Bedeutung ist auch die "Abhöre", am Schreibtisch bei mir inzwischen Adam D3V*.

Ich finde die "Tines" Klänge bei guten digitalen Stage Pianos ganz ok, hatte allerdings auch nie ein Rhodes und habe meine Eindrücke vom Klang vor allem aus Aufnahmen begonnen mit Keith Jarrett auf Bitches Brew und dann ab den '70ern dann von weiteren Musikern der Jahrhundertproduktion wie Joe Zawinul, Herbie Hancock, Chick Corea, natürlich auch Soft Machine und stilübergreifend wie bei Michael McDonald, Donald Fagan oder Bill Withers und Danny White (Matt Bianco).
Die Bandbreite der Klänge ist dabei in meiner Erinnerung und bei ein paar Sprüngen ins digitalisierte Archiv (LPs & CDs) derart groß, dass ich kein klares Urteil fällen könnte.

Von den Tastaturen des "originalen" Rhodes aus der guten alten Zeit weiß ich nur aus Musikerberichten, über Jahre vor allem hier aus dem Board. Da ist anscheinend eine große Bandbreite von leicht spielbar bis schwergängig möglich.
Viel erfährt man über alte Rhodes Pianos auf Youtube aus den Werkstatt-Videos von Emma Repairs.
Bei Emma und mit Bezug auf das aktuelle MK-8 im Video von Pianoo wirkt das Rhodes auf mich jedenfalls sehr überzeugend, zumal zwei der Musiker mit ihren alten Instrumenten vergleichen können.
https://www.thomann.de/de/rhodes_mk_8_73_fx_deluxe_midi.htm*


View: https://www.youtube.com/watch?v=dW_2HOb7ln4

Gruß Claus
 
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Spiele ich Rhodesimitate, bin ich nie zufrieden.

Höre ich eine Aufnahme von mir, Rhodes-Imitat spielend, nehme ich das ganz anders und besser im Eindruck war.

Komischer Effekt.
 
Aloha .-)

Nach mittlerweile über 400 'ge-serviceten' 'Originalen' , 5 ehemaligen eigenen Rhodes und mittlerweile VintageVibe-Spieler kann ich alle genannten Beobachtungen durchaus teilen. Die Vintage-Vibes haben eine in der Tat etwas eingeschränktere Dynamik, was vielen - sagen wir mal 'ungeübten'- Spielern aber auch entgegenkommt. Der Grund dürfte wohl in den an einigen Stellen konstruktiven Abweichungen gegenüber zur Bauweise der Originale zur Gewichtsersparnis zu suchen sein. Preamps sind eher zweitrangig, das Setup des Pianos ist viel entscheidender.

Am besten gefällt mir persönlich immernoch ein komplett passives Piano in einen schönen Amp gespielt. Der Unterschied zu einem Signal, welches über eine Abhöre kommt ist immens.

Und da ist für mein Empfinden das Mk8 etwas schwach, ab Werk zu mittiger Ton justiert, was aber die persönliche Präferenz von Chef Dan Goldman ist... Also letztlich wie so oft bei Rhodes-Klängen Geschmackssache.

Was man zur 'Ehrenrettung' der Originale in Bezug auf das Video sagen muß: Bei den Originalen zeigt die Erfahrungen aus 35 Jahren: 70% aller Rhodes hatten ab Werk schon massive Probleme in Punkto Qualität und sorgfältigem Zusammenbau.


Jenzz
 
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Die Tastatur des Wurlitzer war seinerzeit ja tendenziell deutlich besser zu spielen.
 
Ja, kann man aber auch nicht vergleichen...

Beim Wurlitzer werkelt ja eine deutlisch aufwändigere Mechanik, es gibt Stößer und Fänger... All dies hat ein Rhodes nicht. Das macht dann das typische 'nachwackeln' der Tasten nach dem Anschlag. Im Prinzip einfache Wiener Prellmechanik.

Jenzz
 
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Vergleichen kann man alles, nur nicht gleichsetzen.
 
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Dein Thema Vintage Vive Deluxe / Marquis wurde in ein anderes Forum verschoben. Grund: "Vintage Vibes" dreht sich um Original-Instrumente und deren Zubehör. Du möchtest aber deinen Höreindruck aus Videos und ohne Angaben zur Abhöre teilen, das ist besser für die Plauderecke geeignet.

Ich glaube Jenzz hat meine Frage voll und ganz benatwortet. was für ein Glück, das schöne Geld und was hätte ich mich geärgert. Ergo kauf ich mir lieber ein eine Kiste aus den 70/80igern die noch gut in Schuss ist und die ich vorher testen kann. Bis dahin leiere ich ein bisschen auf nem Sampler weiter .. ;-)
 
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  • #12
Ja, die Mk8 Tastatur ist präzise...

Aber: Sie ist auch neu. Selbst die jüngsten Originale sind nun über 40+ Jahre alt. Also müssten wir beim Mk8 erstmal 40 Jahre warten / spielen uind schauen, wie es sich dann verhält ;-)

Jennzz
 
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