Vorschläge für Amps mit sehr bestimmter Zerre gesucht

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TheDrunkenMaster
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Hallo allerseits!

Ich dachte ich frage euch mal nach ein paar Vorschlägen, ich denke nämlich darüber nach, mir in naherer Zukunft eventuell einen neuen Verstärker zuzulegen. Nun ist es so, dass ich folgendes suche:

Röhre- oder Transistor- oder Hybridverstärker - Egal!
Top oder Combo - Prinzipiell auch egal, wobei der Sound beim Top ja immernoch mit der Box dazu zusammenhängt..
Kanäle - Mindestens 2: Ein schöner, warmer, bassiger Clean, auf den Verzerrer möchte ich gleich näher eingehen...
Leistung - Wird erstmal nur daheim gespielt, wäre aber sehr schön, wenn er auch einen Drummer im Proberaum aushält
Effekte - Reverb hat ja heute fast jeder Amp, ich fände aber mindestens noch ein Delay bzw. starkes Echo sehr praktisch!
Preisklasse - Alles im 3-stelligen Bereich (Neupreis) ist prinzipiell interessant, aber natürlich lieber weniger als mehr (vor allem, wenn noch eine Box drunter muss..)

So, das wären erstmal die wichtigen Vorraussetzungen, nun zur angesprochenen Verzerrung:
Ich spiele jetzt seit mehr als 4 Jahren Gittarre und ungefähr genau so lange im Metal-Bereich. Ich habe mich durch zig Effektpedals gekämpft und dabei nie so recht *den* Sound gefunden. Was ich suche ist prinzipiell erstmal ein High Gain-Sound. Ich spiele im Moment einen Marshall AVT, leider gefällt mir die Zerre aber garnicht, da sie schlichtweg zu rotzig ist, sprich: Spielt man langsamer klingt sie sehr "warm" und sehr voll, was ich sehr gut finde, leider tendiert sie bei schnelleren Riffs á là Iced Earth & Co. schnell zum leichten zusammenmatschen und das funktioniert dann überhaupt nicht, dreht man das Gain am Amp runter verliert man schnell sustain der Note und der Klang wird eher Crunchig, leicht angezerrt, matscht aber weiterhin leicht untenrum. Außerdem steht hier eine Metal Zone rum, die zwar ordentlich Bass fahren kann und auch richtig Gain Dampf macht (was der Marshall ansich auch schon kann) aber alles in allem eher kalt und direkt klingt, eben genau für so leblose shredding Riffs (ohne damit beleidigen zu wollen). Egal, wie ich die EQs rumschraube, ich bekomme diese unterschwellige Kälte am Pedal und das Matschen an der Amp Zerre einfach nicht weg, was mich sehr frustriert.

Was will ich aber eigentlich?
Wie gesagt, der Marshall geht ansich in eine gute Richtung mit dieser Wärme, die man praktisch vom Amp auskommend "hinter" der Verzerrung wahrnimmt, stelle ich den Bass am Metal Zone auf voll bebt meine Bude, aber leider fehlt irgendwie diese Wärme der Note ansich. Stelle ich also die Mitten höher (sind sonst meistens etwas über 1 Uhr) habe ich sehr schnell einen eher trockenen Sound, was auch nicht das wahre ist.

Perfekt wäre ein eher warmer, gröhliger Ton, der einen schönen Bass hat aber auch in schnelleren Sequenzen stramm bleibt und dabei nicht an Gain und Sättigung einbüßen muss.

Zum vergleich: Ein Mesa Boogie Rectifier (für den ich ohnehin nicht genug Geld hätte) klingt mir vom Grundsound etwas zu brutal und sägend. Ein warmer, gecrankter JCM 800 hat vielleicht immer dieses volle gröhlen dahinter, aber leider fehlt ihm dann wieder etwas das singende Sustain, das man durch diese High Gain Zerren mitbekommt, ich könnte aber hier zuhause auch nie in die Situation kommen, einen Röhrenamp ohne Master Volume richtig aufzudrehen.

Ich hoffe ich konnte die Sache annähernd gut beschreiben, um einen Eindruck davon zu vermitteln, nach was ich eigentlich auf der Suche bin. Ich würde mich sehr über ein paar Vorschläge freuen, prinzipiell fände ich es schöne die Effektpedale über Bord zu schmeißen und direkt in den Amp einzustecken, ich brauche eigentlich auch nur 2 Sounds: Einen warmen Clean und solch einen annähernd beschriebenen High Gain Sound - natürlich wären in diesem Sinne eingebaute Effekte auch ideal, man sieht dies zum Beispiel bei eben meinem Marshall AVT, der eingebaute Delay oder Chorus Effekte hat oder etwa beim H&K Attax, dessen Sound mir leider auch nicht so gut gefällt, da er mmn. auch eher schwächlich in diesen gröhlenden Tiefmitten ist und sehr modern klingt.

Ich freue mich über alle Vorschläge für Amps, die euch einfallen und passen könnten, damit ich sie mal konkret durchprobieren kann! :)


Beste Grüße!
 
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Hallo und Willkommen im Forum!

Ich schieb Dich mal in das richtige Subforum:D;).

Greetz,

Oliver
 
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hmm... mir kommt spontan der Bogner Alchemist in den Sinn...



Mit Reverb und Delay an Bord, ne Menge Voicing-Features und er liegt genau in deinem Budget...
 
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Für, warme, volle High-Gain-Sounds mit schönen Mitten, die aber bei mehr Gain oder harter Spielweise trotzdem NICHT matschen, hab' ich meine persönliche Optimal-Lösung mit dem Orange TH30 gefunden. Klingt auch bei schnellen Palmmutes mit "shitload-of-gain"-Setting noch sehr voll und warm, ohne dabei Definition einzubüßen.

Klingt auch (und gerade) in modernerem Kontext sehr fett, ist halt 'n sehr eigenständiger Sound. Weder das fizzelige Modern-Marshall-High-Gain noch die "bröckelige" Recto-Zerre noch der grade so angesagte, ultratrockene Modern-High-Gain-Plasik-Sound. 'n Orange halt :D

Effekte hat er allerdings nciht an Board, d.h. für Reverb und/oder Delay muss doch 'n Treter davor. Aber falls er dir mal unterkommt, spiel' ihn einfach an, egal ob Top oder Combo. Ist 'n sehr eigener Sound, den sicher nicht jeder mögen wird - aber deiner Beschreibung nach könnt' ich mir gut vorstellen, dass er für dich funtkioniert :)

Gib' aber vielleicht deinen AVT, wenn er dir prinzipiell gefällt, nicht zu schnell auf - grade bei schnellem High-Gain-Zeug wirkt ein Tube-Screamer (oder ein preisgüsntiges Derivat à la Bad Monkey) vor 'nem Marshall mitunter Wunder! Räumt genau den Bassbereich auf, der sonst gerne zum Matschen neigt ...
 
Eclipse85
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Würde mich da auch mal bei Orange umschauen. Welchen ich sehr empfehlen kann ist der Rockerverb.
Neupreis liegt zwar bei 1400 aber gebraucht bekommst du das Teil bestimmt auch günstiger.
 
the_priest
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wenn dir der marshall grundsound gefällt, darf es vllt. auch der JVM sein?? In Flames spielen die seit erscheinen und auf ihrem letzten album wahr ich von dem sound fasziniert. klingt eben "typisch marshall", hat aber genügend high gain, kein gematsche, könnte was für dich sein. kannst ja mal reinhören: http://www.youtube.com/watch?v=4IAsnyFGHJM

den JVM gibt es als 2 und 4 kanaler, der 2 kanaler ist natürlich etwas abgespeckter, aber reicht denke ich völlig aus und bietet trotzdem ein tolles spektrum an sounds (und ist vor allem günstiger). im übrigen sind die clean sounds mal wirklich gut:rolleyes:.

grüße

edit: wie ist eigentlich dein preisrahmen? spontan würde mir auch noch der stiletto von mesa boogie einfallen, aber der ist halt in einem höheren preisgefüge, wenn auch meist günstiger als der recto.
darf es auch gebraucht sein??
 
Un!corn
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Es muss nicht unbedingt "am Amp" liegen... Den Effekt und das Problem, dass du beschreibst merke ich sehr oft bei leise gespielten Amps mit viel Gain. Wenn ich zb. bei meinem Fender Vibro Champ High Gain Marshallig spiele, klingt und matscht das auch, je leiser der Amp ist. Deffinierter wird es, wenn ich mit dem Gain zurück gehe, oder aber eben das Master weiter aufdrehe... "Singen" tut es meiner Meinung nach eh nur dann, wenn es auch laut genug ist, um die ganzen Obertöne überhaupt wahrzunehmen...
Wie laut spielst du denn zu Hause? Hast du schon mal wirklich laut gespielt, in einem Proberaum?
 
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TheDrunkenMaster
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Danke für die vielen Antworten!

Hallo und Willkommen im Forum!
Danke :)

Also den Bogner Alchemist hatte ich schon im linken Auge, bin mir aber nicht sicher, ob die Zerre zu 100% stimmt und leider kann ich den hier nirgends testen, also müsste ich ihn von Thomann herbestellen und das will ich mir schon sehr sicher sein...

Orange TH30... klingt auf den ersten Hörer auf jeden Fall interessant. Müsste ich mir mal genauer anhören, zu sehen gibt's an dem Ding ja leider nichts schönes. :D Aber das ist ja auch nicht so entscheidend.

Der Marshall JVM liegt leider auch schon wieder leicht über der absoluten Schmerzgrenze.. naja, mal sehen. Vielleicht wäre ja ein 205er bspw. gut gebraucht zu bekommen irgendwann. Sind natürlich auch wieder keine Effekte drinnen, das heißt die muss ich dann auch noch suchen und preislich noch hinzurechnen.

Es muss nicht unbedingt "am Amp" liegen... Den Effekt und das Problem, dass du beschreibst merke ich sehr oft bei leise gespielten Amps mit viel Gain. (...) Wie laut spielst du denn zu Hause? Hast du schon mal wirklich laut gespielt, in einem Proberaum?

Wie laut ich spiele, schwer zu sagen .. ich hab jetzt keinen dB Wert, es ist meistens sagen wir mal irgendwas knapp über "Zimmerlautstärke" (also man hört es noch erkennbar außerhalb des geschlossenen Raumes). In einem Proberaum war ich mit dem Ding bisher noch nie, ich spiele nur ab und zu etwas lauter, wenn mein Freund mit seinem Bass vorbeikommt. Allerdings sollte der Amp das auch können, so leise gut zu klingen, denn ich sehe nicht, ihn in absehbarer Zeit ausschließlich im Proberaum zu nutzen! Und wie gesagt, mit der Metal Zone matscht es auf keiner Lautstärke, klingt eben nur etwas kalt vom Klangcharakter, was mir dann eben wieder mißfällt.
 
kahawe
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Vielleicht einen Peavey 6505 oder 6505+ mal gegen-testen? Wobei, ich weiss nicht, ob der warm genug ist.

Wegen laut spielen und Röhrenamp möchte ich noch die ein wenig unbekannte aber dafür umso geliebtere HotPlate anmerken! In der richtigen Ohm Zahl zwischen Verstärker und Lautsprecher stecken und du kannst den Master aufreißen, soviel du möchtest ohne sofort taub oder wohnungssuchend zu werden. Es muss dafür nichts am Verstärker oder Lautsprecher geändert werden, du brauchst nur ein Lautsprecher(!)kabel mehr.

http://www.thdelectronics.com/product_page_hotplate.html
 
Bite the Strings
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gleichbleibenden Sound bei geringer Lautstärke kannst du am warscheinlichsten noch mit einem Modeller (so ein Line 6 Vetta ist z.b. ein feines Teil für wenig Geld gebraucht) oder einer seperaten Vorstufe realisieren.
Wenn die Vorstufe was wäre könntest du dir eine leistungsstarke Transistor-Enstufe zum Laut machen besorgen. Dann sollten "nur" noch die Speaker bzw. die Lautstärke an sich den Sound verändern(bis zu dem Punkt wo die Enstufe verzerrt ...).
hast du in der Richtung schon etwas angespielt?

ansonsten Probier es vllt nochmal mit einem Booster wie z.b einem Tubescreamer oder einem OD pedal.
In dem Sektor gibts im Vergleich für wenig Geld viele Möglichkeiten den Sound nochmal zu verändern.

Die dritte Option die mir noch einfällt wäre ein Besuch bei (d-/)einem Amptechniker. Der könnte dir deinen Amp vielleicht für relativ wenig Geld nach deinem Geschmack hinbiegen.

mfg Bite
 
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Wie laut ich spiele, schwer zu sagen .. ich hab jetzt keinen dB Wert, es ist meistens sagen wir mal irgendwas knapp über "Zimmerlautstärke"

Naja, eigentlich geht es nicht um die gehörte lautstärke, sondern um die lautstärke des amps, sprich die stellung des master volumens. die endstufe muss schwitzen, damit sie spaß hat und spaß macht;):D. meine erfahrung ist, dass, will die stärken eines (röhren)amps genießen, sollte man ihn zumindest auf 4 von 10 bis 5 stellen (je nach amp). obergrenze dann bei 8-9. was bei geringerer lautstärke passiert: da die röhre nicht wirklich an ihrem arbeitspunkt ist, wird der klang gedämpft wiedergegeben, also klingt es dumpfer, weniger offen, es matscht teilweise, die frequenzgang ist nicht durchsetzungsfähig. bei transitoramp ist es ähnlich, auch wenn diese schon bei geringeren lautstärken gut klingen können, aber einen JC 120 auf zimmerlautstärke zu spielen und damit wirklich gut zu klingen, dürfte schwierig werden. auch hier muss sich erstmal der klang "öffnen", damit freude aufkommt.

deshalb setzen so viele auf die "kleinen amps", also mit 5 bis 15 watt, denn diese klingen entsprechend schon bei geringeren lautstärken gut, was nciht dringend heißt, dass sie nicht laut sein können. die frage ist eben nur, ob diese dann auch im bandkontext clean klingen können, den meistens ist dort am ehesten schluss.

am ehesten bekommst du also einen wirklich guten klang, mit einer kleinen endstufe oder mit den regelbaren endstufen, wie sie mancher modeller aufweisen (ist ja mittlerweile mode). da müsstest du nur testen, ob du deinen verzerrten sound dort finden kannst, denn, obwohl sie gut klingen, klingen sie meist nicht wie das orginal und häufig setzen sie sich im bandkontext nicht durch.
aber auch viele röhrenamps lassen sich mittlerweile einen gang zurückfahren, mit verschiedensten konzepten und verschiedensten lösungen (leider kenn ich da kein modell von marshall, bei dem das richtig umgesetzt wird, orange hat zumindest die terrors im angebot).

das beste: antesten, was du in die finger bekommst.

grüße
 
Frittentheke
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Mal eine ganz andere Idee:

Wenn der Amp matscht, nehm ich an der Gitarre das Volumepoti ein kleinen Tick zurück. Habe Music Mans. Die haben einen Kondensator am Volumepoti. Dadurch wird der Sound sofort klarer ohne Druck zu verlieren. Gerade bei schnellen Sachen sofort deutlich mehr Definition.

Gruss
Markus
 

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