Warum gibt es bis heute keinen einfachen "Steck-In-Wechsel" wie bei RAM/SSD/HDD etc. bei Tonabnehmern einer E-Gitarre ?

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Meat Popsickle
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Sehr geehrte Community,

Der Wechsel der Tonabnehmer ist für einen Laien kompliziert und mit löten verbunden. Warum gibt es bis heute keinen "Steck-In-Wechsel" alias Plug and Play ähnlich wie beim RAM, SSD/HDD, Soundkarte und anderer Hardware wie bei einem Motherboard ?

Danke
 
moin, doch, gibt es. ich hab' mindestens zwei systeme gesehen, bei einem ließ sich auch noch die positiion ändern.
allerdings weiß ich nicht mehr wo, also ist die aussage nicht sonderlich hilfreich.
gruß, horst

einen gefunden
 
Summoning @DirkS , der besitzt sowas wenn ich mich nicht irre...
 
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Fender baut zur Zeit jährlich ca. 500000 Elektrogitarren. Dies als Basis für eine Überschlagsrechnung ....

Bei wievielen Gitarren von den weltweit 10000000 jemals gebauten Gitarren werden Pickups überhaupt gewechselt?

Braucht man nun unbedingt ein einfaches Wechselsytem für Pickups?
 
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Der Suchbegriff ist "modular guitar". Da gibt es verschiedene Hersteller. Aber für die großen Hersteller ist der Markt wohl zu klein/speziell.
 
Und dann gibt es auch noch so etwas: Siehe Post zuvor, da war @trichtersoft ein paar Sekunden schneller.

Zudem sind viele EMG-Pickups mit Steckverbinder versehen, das setzt natürlich voraus, das die Stecker schon ab Werk in der Gitarre verlötet sind um lötfrei umzubauen.

Und wie @boisdelac schon anmerkt, bedeutet der Bau von Gitarren mit leicht auswechselbaren Pickups per se Mehrkosten, von denen nur wenige das nutzen. Zudem haben Steckverbindungen ab und an auch das Problem, unter der Last von Handschweiß und Bier zu korrodieren.
 
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Und dann wäre da noch die Birdfish … Made in Germany …

IMG_8419.jpeg


Nicht nur über Steckverbindung umgesetzt, sonder kann auch verschoben und positioniert werden.

Äh … von 1995 …

Gruß
Martin
 
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weil es nicht nur ineffizient ist sondern auch eine Verschwendung von Ressourcen wenn man Probleme löst, die es gar nicht wirklich gibt ;).
(damit meine ich die komplett steckbaren oder verschiebbaren PUs – wo man nicht mal ein Werkzeug braucht)

Von EMG und von Fishman gibt es ein "lötfreies" System. Trotzdem nutzt nur ein relativ kleiner Teil der Gitarristen diese PUs. Weil es innen offenbar nicht wichtig genug ist.
 
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Gibson bietet in einigen Modellen (meist die Studio und die Modern Serie) Pickups an, die mit Steckern an einer Platine befestigt sind. Man muss die Kabel zwar durch die Bohrungen im Korpus fummeln, aber sie lassen sich ansonsten einfach tauschen.

Aber, und das ist eigentlich ein großes aber: Viele Gitarristen finden Innovationen doof, deshalb sind die Platinen verpönt und viele interessante Ideen wurden von den Kunden einfach nicht angenommen.

Die Magtone Idee ist auch sehr interessant. Hätten Fender, Gibson und Co die Idee vor einer Weile gehabt, wären sie vermutlich Bankrott gegangen.

Hätten Leo Fender und Seth Lover jedoch vor über 70 Jahren die Idee gehabt, wäre das jetzt der Standard.
 
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Bei vermutlich 95% der Gitarren werden die Pickups nicht gewechselt. Und wenn, dann wird oft auch was an der Schaltung gemacht (Killswitch, out of phase, andere Kombination der Pickups) und das bedeutet dann wieder löten, sofern man nicht das ganze System modular und flexibel steckbar aufbaut. Diejenigen, die so etwas vorhaben, kommen ganz gut mit ein paar Lötstellen zurecht. Wäre also meiner Meinung nach am Bedarf vorbei produziert und würde das Produkt verteuern. Ein paar Exoten gibt es ja, aber das sind halt spezielle Gitarren, die z. B. einen Les Paul Fan nicht vom Hocker hauen.

Also unwirtschaftlich, da kein Bedarf vorhanden.
 
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Na ja, unabhängig davon, dass auch ich eine Notwendigkeit nicht zwingend für gegeben halte, haben die bisherigen "Gegenbeispiele" eines gemeinsam: Sie verfolgen kein gemeinsames ("genormtes") Plugin-System, worauf der TS möglicherweise(?) mit seinen PC-Beispielen abzielte (HDD, SSD, RAM mit Stichworten z.B. SATA / SAS für Festplatten oder DIMM / SO-DIMM für Speicher). Ob so etwas überhaupt grundsätzlich umsetzbar wäre, mag ich "so aus der Hüfte schiessend" nicht zu beurteilen.

LG Lenny
 
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Da ich angesprochen wurde: Es gibt einen ganzen Thread über die wohl bekannteste Pickupwechselgitarre, sie stammt von Gibson:


So sieht sie aus:
2026-01-20_201425.JPG

Es lässt sich jeder beliebige PU einbauen, auch ohne Löten, (selbst Single Coils) er muss nur auf einen passenden Mahagonieblock gesetzt werden.
Der Tausch der vorher an Blöcke montierten PUs in der Gitarre dauert keine 10 Sekunden.

Der Hauptzweck dieser Gitarre ist allerdings der direkte Vergleich von Pickups. Interessant für Pickup-Entwickler (ein gewisser Herr Kloppmann bezeichnet diese Gitarre bei YT als seine wichtigste von allen^^) oder Soundfreaks, die den für sie Perfekten PU suchen.
 
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Zu erwähnen ist jedoch, dass diese Gitarre nur für Händler gedacht war, die dann beim Verkauf der Gitarre die verbauten Pickups schlecht machen dem Kunden andere Pickups an Herz legen und einen neuen Satz verkaufen konnten. 😜
 
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Ob so etwas überhaupt grundsätzlich umsetzbar wäre,
Grundsätzlich ist das umsetzbar, würde aber bedingen, dass sich alle Hersteller auf ein gemeinsames System einigen. Spätestens daran würde es scheitern.

Da rechne ich doch eher damit, dass bald für alle Effektgeräte die Stromversorgung über USB-C erfolgen muss, was im Gegensatz zu wechselbaren Pickups ein echter Gewinn wäre
 
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Grundsätzlich ist das umsetzbar, würde aber bedingen, dass sich alle Hersteller auf ein gemeinsames System einigen. Spätestens daran würde es scheitern.

Da rechne ich doch eher damit, dass bald für alle Effektgeräte die Stromversorgung über USB-C erfolgen muss, was im Gegensatz zu wechselbaren Pickups ein echter Gewinn wäre

jein. USB-C ist deutlich instabiler als dieser 2-polige alte Stecker. Kein Musiker, der im Proberaum oder auf die Bühne geht, würde dem Anschluss vertrauen. Zumal dieser auch teurer im Zusammenbau ist.

ich bin ja eigentlich ein Fan von einem einheitlichen Standard für Smartphones. Ich kaufe auch nichts mehr mit mini USB oder micro usb. Aber USB-C ist leider auch nicht wirklich toll und eine viel zu filigrane und anfällige "Fehlkonstruktion", die ausserhalb einer "gepflegten" Umgebung nicht so zuverlässig ist.

Da war mir lightning von Apple deutlich lieber. Die Buchsen sind einfach viel robuster designed.
 
Fazit: Es gibt Gitarren, bei denen man werkzeuglos ganz einfach verschiedene PUs einstecken kann. Warum sich so etwas nicht durchsetzt liegt wie immer daran, dass es in der Praxis/Realität kaum jemand haben will. So etwas ist nice to have und man kann experimentieren, aber weder auf der Bühne noch im Studio arbeitet man so. Jeder Gitarrist hat seine Sounds mit seinen Gitarren. Und selbst wie von Gibson angedacht als Demoinstrument zum PU-Vergleich hat es sich nicht bewährt.

Damit sollte die "Warum"-Frage beantwortet sein :prost:
 
Die PU Hersteller haben es bis heute nicht mal geschafft, sich auf einen einheitlichen Farbcode zu einigen, wie sollte das bei einem Stecksystem erst funktionieren? Mal abgesehen davon würden die Stecker meist nicht durch das Routing/Bohrungen bei vielen Gitarren passen.
 
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