Warum gibt es bis heute keinen einfachen "Steck-In-Wechsel" wie bei RAM/SSD/HDD etc. bei Tonabnehmern einer E-Gitarre ?

Mal im Ernst.
Ich denke auch, das lohnt sich ganz einfach nicht und man würde auch nur schwer alle unter einen Hut bringen.

Wenn ich die Lötstation anwerfe, dann sieht das auch nicht immer "super" aus, aber bislang funktionierte immer alles.

Jemand, der das wirklich kann, fragt mich aber mal bei einer Gitarre, ob da ein eventuell ein Flugsaurier reingeschissen hat.
Das fand ich jetzt wirklich gemein! Der Schmerz sitzt immer noch sehr tief!
 
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Jemand, der das wirklich kann, fragt mich aber mal bei einer Gitarre, ob da ein eventuell ein Flugsaurier reingeschissen hat.

Äh ja, also, nun...
Bei mir ist das nicht nur mit dem Löten so.
Ich hab' 'ne Tom Anderson. Also so richtig-richtig teuer-teuer (vor sehr vielen Monden in einem Anfall von Wahn erworben, würde nie mehr so viel Geld für Schnickschnack ausgeben, den ich eh nicht geil finde, wie diesen Riegelahorndeckenquatsch und Co...). Und da mussten dann auch andere PUs rein, die Metallaschen/winkel für die Schrauben waren aber zu lang. Also musste das Elektrofach aufgebohrt werden, da wo diese Laschen eben sitzen. 12er Bohrer, stumpfer Stechbeitel und 5 Minuten später passten die PUs rein. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. Vom Gesicht des Gitarrenbauers, der die Handwerkskunst dann sah als ich mal hinmusste, gibt es leider keine fotografische Dokumentation.
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Trotzdem noch dazu:

Ich denke auch, das lohnt sich ganz einfach nicht und man würde auch nur schwer alle unter einen Hut bringen.

Die Nummer ist natürlich jetzt, nachdem sich über Jahrzehnte gewisse Standards an Gitarrenformen entwickelt haben, durch.
Aber ich habe seinerzeit in 'ner G&L Legacy bestimmt so an die 20 verschiedene PU-Kombinationen in relativ kurzer Zeit getestet (gerade für die Hals-Position). Jedes Mal ein Satz Saiten quasi weg (habe versucht, das Vibrato rauszunehmen, das geht bei dem Ding aber nicht so geil, man muss die Stützschrauben rausdrehen), jedes Mal rumschrauben, rumlöten, alles wieder zusammen, Saiten rauf, stimmen - das wird dann schon eher nervig.
Wenn ich genau weiß, was ich will, ist mir der Aufwand egal, aber leider stellt es sich oft erst nach gründlicherem Anspielen raus, dass es dann doch nicht passt. Und dann s.o.
 
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Du sagst aber ja die Lösung:
wenn ich weiß was ich will, komme ich schneller zum Ziel. Wenn ich einfach nur unzufrieden bin, aber gar nicht verstehe warum und dann nur im Dunkeln rumstochere, kann es mühsam werden. Aber das gilt für das Leben im Allgemeinen.
 
Du sagst aber ja die Lösung:
wenn ich weiß was ich will, komme ich schneller zum Ziel.

Das ist aber leider nicht so einfach.
Denn manchmal (bzw. habe ich das schon recht oft so erlebt) passen Pickups nicht zur Gitarre und es klingt einfach nicht so wie erwartet. Meine G&L Legacy ist da das Paradebeispiel. Die kommt noch aus den Zeiten, wo die beiden Herren den Laden selber geschmissen haben und man sollte denken, dass die da 'ne Strat wie sie eigentlich sein sollte gebaut haben (das war ja mal mehr oder minder die Maxime von G&L). Aber denkste. Das Teil will einfach nicht wirklich nach Strat klingen - und bevor mir das dann vollumfänglich klar wurde, musste ich eben zig Pickup-Sets testen (unterm Strich ist es dann 'ne ziemlich brettige Rockstrat geworden, was auch ok war).

Bei meiner indonesischen Schecter Nick Johnston war's dann ganz einfach. Ich wusste, dass da anstelle der Werks-Singlecoils Fender Noiseless rein sollten, 10 Minuten rumbasteln, fertig.

Ist aber eben immer unterschiedlich. Von daher gibt's keine wirkliche "Lösung".
 
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Aber ich habe seinerzeit in 'ner G&L Legacy bestimmt so an die 20 verschiedene PU-Kombinationen in relativ kurzer Zeit getestet

Das hab' ich auch schon durch. Wenn ich das vorher weiß, dann ist Ruck-Zuck ein Stecker angelötet.
Damit hatte ich auch mehrere Strat-Schlagbretter zum kompletten Schnellwechsel ausgerüstet.
20260121_133338.jpg
 
das ist ein ganzes System bei dem man alle Teile der Gitarre leicht austauschen kann.

ist interessant, aber am Ende ein absolutes Nischenprodukt weil viel zu teuer für die meisten.

Meine persönliche Meinung: die Ingenieurskunst fasziniert mich, aber es berührt mich nicht. Allein schon wenn ich die vielen dip switches auf der Rückseite sehe, vergeht mir die Lust an sowas :D. Musik ist für mich etwas emotionales und ich fühle mehr wenn ich ein altes abgerocktes Instrument sehe als so ein hightech Produkt.
 
aber am Ende ein absolutes Nischenprodukt weil viel zu teuer für die meisten.
volle zustimmung, hab auf die Seite geschaut, ein Modul ohne tonabnehmer kostet 116€, und da fehlt dann noch der einbaurahmen ins instrument, den die aber so nicht verkaufen, muss also ne Gitarre von denen sein, die geht dann bei etwas über 2k los.

also an sich super coole sache sowas, aber eher Nischenprodukt.
ich find auch die Schraubverbindungen für die Kabel auch nicht optimal gewählt, da wären käfigzugfedern besser.
 
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Warum sollen eigentlich nur die Tonabnehmer austauschbar sein? Man könnte doch auch Body-Module an einem zentralen Block über Steckverbindungen austauschbar machen, und Hälse über Schnellverschluss und Kopfplatten. Und dann könnte man auch statt Gitarrenmodulen Schlagzeug-, Keys- oder Trompetenmodule anbieten.

So könnte man bestimmt den Markterfolg der Wechseltonabnehmer vervielfachen
im Sinne von vielmal null
:D
 
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Wo montierst du den denn schalterseitig?

Kommt auf die Gitarre an.
Bei den kompletten PGs der Strats einfach alle Verbindungen Masse/Jack/Trem sauber auf eine Länge bringen und dann en Stecker dazwischen.
Wenn ich PUs getestet habe, dann hatte ich noch ganz kleine 2- und 3-polige Steckverbindungen. Da hab' ich aber gerade keine Lust die zu suchen.
Bei Versuchen mit verschiedenen Kondensatorwerten hatte ich immer zwei Kabel nach außen geführt, das erspart die Schraberei und Löterei.
 
Hälse über Schnellverschluss und Kopfplatten.
Mal eben schnell Gibson und Fender Hälse und Kopfplatten mischen?
Mhhhh, ich behalt den Korpus meiner Vision, dafür Gibson Mensur und Fender Kopfplatte und nenne sie dann ViGibFe 😂
 
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Bei den kompletten PGs der Strats einfach alle Verbindungen Masse/Jack/Trem sauber auf eine Länge bringen und dann en Stecker dazwischen.

Achso. Also Pickups, Schalter und Potis verlötest du dann nach wie vor konventionell, korrekt?
 
Dazu hat doch jeder Strat-Spieler eine Auswahl fertig bestückter Pickguards wie früher Schallplatten im Schrank und kann dann via den paar Schrauben zwischen zwei Songs eben mal schnell die PU-Bestückung mitsamt den PGs wechseln :rofl:
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Man kann das Ganze noch komplett runterbrechen und dann auf sowas gehen, um wirklich alles austuschen zu können:

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Mehr könnt Ihr Euch selbst suchen :D
 
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In der Tat, auch wenn Du das lustig findest, ich habe 3 komplett bestückte Strat-Pickguards als SSS und 3 als HSS, etwa 7 oder 8 Sätze Single Coils, diverse Rails und mehrere Humbucker im Schrank. Fast alles mit Steckern. Geht auch bei Humbuckern gut, solange es kein Braided Shield ist.
Alles, was sich in den Jahren so an Pickguards und PUs so angesammelt hat, habe ich immer behalten, selbst "Boutique-PUs", die in der Schublade ihr Dasein fristen.

Andere sammeln Amps, ich PUs.
 
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Lustig war gemeint "wie früher Schallplatten im Schrank" und "via den paar Schrauben zwischen zwei Songs eben mal schnell die PU-Bestückung mitsamt den PGs wechseln".

Dass komplett bestückte Strat-PGs einen Markt haben, ist mir bekannt und finde ich auch nicht sinnlos :prost:

Ich finde nur, dass das Thema irgendwie durch ist und wollte das mit den Lego-Modul-Gitarren letztlich ad absurdum führen. Die Themenfrage wurde widerlegt und in der Praxis war die Themen-Technik eben nie wirklich nachgefragt.
 
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