Was bedeutet H.O. und P.O.??

von T3amkill3r, 02.02.05.

  1. T3amkill3r

    T3amkill3r Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.05   #1
    Moin.
    Der Tital sagt ja eigentlich alles. Ich möchte gerne wissen was das bedeutet, wenn das bei Tabs über den noten steht und wie man das spielt.
    Danke.

    T3amkill3r
     
  2. thomas.h

    thomas.h Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.05   #2
    Na das trifft sich ja mit den Legatozeilen, die ich mal geschrieben hab. Hörbeispiele per Mail von mir, hab keinen Webspace.




    -Was ist Legato/Wie geht Legato?
    Erklärt sich schwer, hört sich so an: HP1
    Legato setzt sich aus Pull-off's und Hammer-on's zusammen.
    *Bei einem Pull-off wird ein angeschlagener Ton nur durch die linke Hand auf einen
    tieferen gespielt/gezogen. Man greift 2 Töne, schlägt den höheren mit dem Plektrum an und
    lässt den tieferen durch das Auslassen des höheren Tones erklingen. Um den tieferen Ton gut
    klingen zu lassen, lässt man den Ton mit einer sehr leichten "Zupfbewegung" (wie man zB auf einer
    Akkustikgitarre einen Ton rechts anzupft) aus.
    *Hammer-on's sind genau umgekehrt: man schlägt den tieferen Ton an und schlägt den höheren
    Ton mit der linken Hand an, indem man den die Saite mit dem Finger mit etwas Schwung
    auf das Griffbrett schlägt. Dieses Grundprinzip kann man natürlich mit bis zu 4 Tönen (wenn der
    erste Ton eine Leersaite ist) erweitern (wenn man die rechte Hand miteinbaut, dann entsprechend mehr - Der Einsatz
    der rechten Hand wird als Tapping bezeichnet).
    HB2: Hammer-on's e-Saite--10-12-13-10-12-13- (10 Angeschlagen, 12/13 "gehammert")
    HB3: Pull-off's e-Saite--13-12-10-13-12-10- (13 Angeschlagen, 12/10 "gepullt")

    Das ist das ganze Grundprinzip.
    *Verzerrung hilft, da die Legato-Töne lauter erklingen, erfordert aber gezieltes Abdämpfen.
    *Fingerhaltung: Ich möchte niemandem etwas vorschreiben, -empfehle- aber (wie viele Gitarrenlehrer)
    die "klassische Haltung" - der linken Hand (Daumen hinter dem Griffbrett, Finger parallel zu den
    Bünden)aus dem Grund, da man so den kleinen Finger besser einsetzen kann und sauberer auf den
    tiefen Saitengreifen kann, außerdem erreicht man einen größeren Tonumfang. Mit der "Blueshaltung"
    kann aber natürlich genauso Legato gespielt werden.
    *Die Finger sollten ganz senkrecht (in Bezug auf die Nachbarsaiten) auf die Saiten
    aufgesetzt werden, um Berührungen zu den Nachbarsaiten zu vermindern.

    -Wozu Legato? Vor- und Nachteile?
    Legatospielarten gibt es auf nahezu allen Instrumenten, es bedeutet übersetzt "gebunden". Man möchte
    damit einen besonderen Klang erzeugen, der eben "verbundenen" Tönen, Tönen ohne eigenen Anschlag
    mit einem eigenen Fluss nahekommt.
    +Weil man nur links spielt, braucht man die Bewegung nicht mit der rechten Hand koordinieren.
    Man wird dadurch leicht schnell und braucht sich kaum anstrengen.
    -Durch den leichteren Anschlag hört man den Ton nicht ganz so klar-präzise, als wenn man ihn mit
    einem Plektrum anschlägt. Dadurch lässt es sich nicht ganz so leicht feststellen, ob man die Töne
    exakt im Timing spielt. Man neigt auch leicht dazu, schneller zu spielen, als man es eigentlich kann.

    Fingerübungen
    Um das umsetzen zu können, braucht man durchaus etwas Kraft und auch Gefühl, darum gibts jetzt ein
    paar (langweilige) Standartübungen:
    *Die Zahlen geben den Finger an, wo das am Griffbrett gespielt wird, ist egal. Auf den Hörbeispielen
    wird e-Saite 7,8,9,10 Bund gespielt.
    *Die Übungen sollten oft wiederholt werden, 1 Minute könnte eine gute Zeit sein, man muss nicht alle spielen.
    *Die Übungen können als Hammer-on's, als Pull-off's oder als Kombinationen (1xHammer-on,1x Pull-off,...)
    gespielt werden. Auf den Hörbeispielenn wird nur die Kombination verwendnet.
    -1-3-1-3- (HP 4)
    -1-2-1-2-
    -1-4-1-4-
    -2-4-2-4-
    -2-3-2-3-
    -3-4-3-4-
    -1-2-3-4- (HP 5)
    mit 3 Tönen:
    -1-2-4-2-1- (HP 6)
    -1-3-4-3-1-
    -1-2-3-2-1-
    -2-3-4-3-2-
    Diese Übungen dienen vorwiegend dem Kraftaufbau, daher kann man das auch während dem Fernsehen
    machen.

    * Auf der e-Saite sind die Übungen am leichtesten, sie sollten aber auf allen Saiten gespielt werden,
    um zu üben, dass nur die eine Saite schwingen darf und die anderen nicht berührt werden dürfen/bzw.
    mit der rechten Hand abgedämpft werden müssen.


    -- Der nächste Schritt ist jetzt, diese Fertigkeiten gezielt einsetzen zu können. Es gibt tausende
    Möglichkeiten, ich erwähne hier nur 2:
    Wir spielen eine Tonleiter die Patterns nach oben und wieder nach unten:
    Ich verwende hier G-Dur auf der e-Saite, man kann und soll aber je nach belieben variieren.
    -3-5-7-5-7-8-7-8-10-8-10-12-10-12-14-12-14-15-15~-
    -15-14-12-14-12-10-12-10-8-10-8-7-8-7-5-7-5-3-3~-
    HP7

    - Fingersätze: tiefster: Zeigefinger, höchster: kleiner Finger. Dazwischen variiert Ring- und Mittelfinger
    nach Bedarf.
    -Anschlagtechnik rechte Hand: Es kann nach jedem Patternwechsel der 1. Ton per Plek angeschlagen werden,
    oder auch nur links gespielt werden.
    - populär ist es auch, Tonleitern mit Saitenwechseln in wenigen Lagenwechseln zu spielen.
    Man kann nicht nur Tonleitern düdeln, auch Arpeggios (Akkordzerlegungen) werden oft Legato gespielt.

    Ich erwähne hier 1 Beispiel im Iron Maiden-Stil:

    -19-p15---
    -------17- 4x
    -17-p14---
    -------15- 4x
    -15-p12---
    -------13- 4x
    -17-p14---
    -------15- 4x
    (HP 8)
    * Angeschlagen wird der erste und letzte Ton, der 2. wird als Pull-off gespielt.
    * der Ton auf der h-Saite darf nicht ständig gegriffen werden, da sonst Übersteuerungen mit den
    anderen Tönen auftreten.
     
  3. T3amkill3r

    T3amkill3r Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.02.05   #3
    Danke für die schnelle Antwort!
    Hörbeispiele bitte an t3amkill3r@gmx.net .

    T3amkill3r
     
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