Was ist der Holy Grail unter den Strats (wie Gibson 59er Les Paul)

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stratte89
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Hey,

wollte mal wissen, welches Baujahr bei der Stratocaster der absolute Holy Grails ist. Ich lese ganz oft anzeigen von Strats Bj. 60er-70er die nicht selten für gerade mal 2000-3000€ gehandelt werden. Die 59 Gibsin Les Paul dagegen für ein vermögen.
 
Eigenschaft
 
Prinzipiell alle Strats bevor Fender von CBS übernommen wurde, also 1954 bis 1965.
Welche davon der persönliche Holy Grail ist, ist Geschmackssache, preistechnisch ist 'pre-CBS' immer der Garant für viel Geld.

MfG
 
Nachdem CBS Fender Mitte der 60er übernommen hatte, ging es qualitativ langsam bergab. Es wurde mehr und mehr an allem gespart. Der Tiefpunkt war Ende der 70er / Anfgang der 80er erreicht, obwohl es auch Ausnahmen und gute Instrumente aus dieser Zeit gibt.
Am begehrtesten sind also die Strats bis maximal 1964 - vor der Übernahme durch CBS.
 
Nicht ganz, Soulagent! Bis Ende '65 waren das schon noch pre-CBS Strats! Fender hat da zwar schon zu CBS gehört, aber der Sparkurs war noch nicht in den Werken angekommen und man noch auf dem früheren Niveau gebaut. Preislich sind die 65er Strats allerdings schon nicht mehr ganz so teuer wie die früheren, das stimmt.
 
1957 und 1962
 
Das heißt dann (mit meinem sporadischen Strat-Wissen):
V Shape Neck, Erle Korpus und 9,5 Zoll Mensur sind so DIE Strat?
 
Die alten Strats hatten doch sogar 7,25" Radius. Nicht unbedingt das Optimum für die Shredderfraktion.
 
Ich denke die Holy Grail Strats sind die, mit denen Musikgeschichte geschrieben wurde. Natürlich vor CBS!
Buddy Holly 1957 bis 1959
Rory Gallagher 1961
Eric Clapton 1957 bis 1960
Richie Blackmore, obwohl der schon CBS mit großer Kopfplatte spielte
Yngwie Malmsteen mit Anfang 70er Strat
 
Ich denke die Holy Grail Strats sind die, mit denen Musikgeschichte geschrieben wurde. Natürlich vor CBS!
Buddy Holly 1957 bis 1959
Rory Gallagher 1961
Eric Clapton 1957 bis 1960
Richie Blackmore, obwohl der schon CBS mit großer Kopfplatte spielte
Yngwie Malmsteen mit Anfang 70er Strat

Da haste aber ein paar vergessen :D
 
Gilmours Blackstrat würde mir jetzt noch so einfallen :great:
 
Und die rote Schönheit, die Mr. Hank B. Marvin so oft ausgeführt hat, z.B...
 
Nicht ganz, Soulagent! Bis Ende '65 waren das schon noch pre-CBS Strats! Fender hat da zwar schon zu CBS gehört, aber der Sparkurs war noch nicht in den Werken angekommen und man noch auf dem früheren Niveau gebaut. Preislich sind die 65er Strats allerdings schon nicht mehr ganz so teuer wie die früheren, das stimmt.

Der große CBS-Headstock kam Ende '65. Richtig gespart wurde dann ab 1967, wo unter anderem die PUs nicht mehr handgewickelt waren und man auch auf anderen Draht umstieg.
Aber: Es gibt aus dieser Zeit relativ wenige Strats, wegen des sogenannten "Beatles-Knicks", wodurch die Strat als Modell, Mitte der 60's einfach 'out' war, bis ein gewissen Herr Hendrix dies änderte.
 
Die 68er CBS Strats sind auch immer teuer, weil Hendrix so eine gepielt hat.
Die haben große Kopfplatte, waren (wieder) mit Maple Neck erhältlich und hatten noch nen Erle-Body. Ab 1970 bis auf paar Ausnahmen dann fast nur noch Esche, wenn ich nicht irre.
 
...wollte mal wissen, welches Baujahr bei der Stratocaster der absolute Holy Grails ist...

MIM Classic 60s Strat Baujahr 2009.

Weil die 2008er und späteren Strats haben einen Erlekorpus, wo ggf. Holzfasern drin sind, die u.U. nicht die vollen Formanten in der ganzen Breitseite der tonalen Entfaltungsmöglichkeiten stilbringend im Kontext resonierend abgeben können.
 
Hi,

eine solche einmütige Verehrung wie die 59er Bursts genießt kein einzelner Strat-Jahrgang. 1957 gabs noch keine Burst, also sind die Decken nicht zu sehen. 1958ern sagt man nach, dass die Hälse recht dick sind. 1959 wurde nicht zuletzt das Halsprofil benutzt, dass den meisten besonders gefällt, auch einige andere Details wurden wohl geändert. 1960 wurden die Hälse nochmal schlanker, was ein wesentlicher Punkt für die Sonderstellung der 59er sein dürfte, und danach war ja erstmal Schluss.

Allgemein muss man aber klar sagen, dass die Strat ein viel größerer Erfolg als die LP war, also schon in den ersten Versionen viel länger und in größeren Stückzahlen gebaut wurde. Wenn man einen "Holy Grail" bestimmen will (und das wollen Sammler immer...), muss man den also eher an Eigenschaften festmachen, die nur einzelne Exemplare des Massenprodukts betreffen - von daher werden die höchsten Preise hier weniger für bestimmte Jahrgänge bezahlt als für die Gitarren prominenter Benutzer - Hendrix, Clapton, SRV, nach Möglichkeit viel gespielt und auf ikonischen Fotos zu sehen. Im Netz findet man so einige extrem teuer verkaufte Gitarren dieser Art, das wird nicht zuletzt davon abhängen, wessen Fans die potentiellen Käufer sind. Ich könte mir allerdings vorstellen, dass die noch übertroffen werden könnten von David Gilmours Strat mit der Seriennummer 0001 - selbst wenn deren Herkunft und Geschichte nicht unumstritten ist, kommen da ein extrem seltenes Teil und ein prominenter User zusammen.

Innerhalb der Pre-CBS-Strats (also bis 1964/65), die als solche schon sehr gesucht sind, kann man aber schon nochmal differenzieren, wenn man unbedingt bestimmmte Jahrgänge rauspicken will. Rein von der Gitarre her würde ich es mal so sehen, ohne jetzt der größte Experte zu sein: Bei den Maple-Neck-Strats dürften wohl die allerersten (1954-55, Eschebody) einen besonderen Sammlerwert darstellen, die man an dickeren Knöpfen und rundlicheren Pickupkappen erkennt. Die waren aus einem anderen Kunststoff als später gemacht, oft wird "Bakelite" geschrieben, aber das war es wohl nicht. Jedenfalls ist das Zeug mit der Zeit leicht zerbröselt, deshalb sind diese Kappen extrem selten. Es wird aber immer auch Leute geben, die einen Mapleneck in Kombination mit dem später eingeführten Erlenbody bevorzugen, das ist ja auch eine Soundfrage.

Unter den Rosewood-Strats dürften die von 1959-1962 (ca. erste Hälfte) als etwas besonderes gelten, die noch das dicke Slab-Board haben und nicht das Mitte 1962 eingeführte "Veneer-" oder auch "Curved Board", bei dem die Palisanderschicht viel dünner war und auf den schon mit Radius versehenen Hals geleimt wurde. Es ist natürlich Geschmackssache, und viele mögen diese Curved Boards sogar vorziehen, aber rein vom Sammlerwert her gilt ja immer das als "Holy Grail", was auf einmal nicht mehr gebaut wurde.

Ob das mit dem Gral nicht nur für den Sammler, sondern auch für den Spieler gilt? Ich durfte einmal eine 1962er bei einer kleinen Jam spielen, die noch dem ersten Käufer gehörte und fast makellos erhalten war - trotz Jahrzehnten des semiprofessionellen Gebrauchs in einer Country-Band. Ich weiß nicht mal mehr, ob Slab- oder Curved Board, aber das war schon sowas wie die perfekte Strat. Trotz des starken Griffbrettradius und der kleinen Bünde spielte sich das Ding super und klang rund, brillant und einfach nur wunderschön. Und damals war ich eigentlich nur Jumbobünde, flache Hälse und viel Zerre gewohnt... Also ja, ich denke schon, dass was dran ist. Trotzdem gibts auch alte Gurken.

Gruß, bagotrix
 
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Das sind die Vorbild-Jahrgänge, für die sich Fender bei der ersten Reissue-Serie entschieden hat. Laut Tony Bacon waren die Gründe dafür aber eher profan:

  • 1957: Es sollte halt eine 50s Strat mit maple fretboard dabei sein.
  • 1962: Das Übergangsjahr von slab zu veneer fretboard (siehe bagotrix). Da Fender mit der Produktion des slabboards Probleme vermutete, hätte man jederzeit umstellen können, ohne den Namen ändern zu müssen. Außerdem: Eines der wenigen Jahre dieser Epoche, das mit keinen historischen Krisen wie Schweinebucht, Kennedy-Attentat, Mauerbau, Kubakrise etc. verknüpft ist.
 
Hey,

wollte mal wissen, welches Baujahr bei der Stratocaster der absolute Holy Grails ist. Ich lese ganz oft anzeigen von Strats Bj. 60er-70er die nicht selten für gerade mal 2000-3000€ gehandelt werden. Die 59 Gibsin Les Paul dagegen für ein vermögen.


2000-3000€? wo siehst du ne orginale 60er strat für den betrag?
 
Haha! Dachte immer dass CBS ne Produktionstechnik ist. Dass also eine prä CBS Strat ander hergestellt wurde.... Hab wohl von Strats keine Ahnung :D
 

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