Was sollte man nach 4 Jahren können?

Niklas Bremen
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Hallo liebe Community,

Ich spiele nun seid 4 Jahren Gitarre und weiß, dass ich hier vll. nicht zu 100% die Antwort finde in der Qualität wie ich sie will. Es geht lediglich um eine Orientierung,
da mein Lehrer sich vor einer Antwort sträubt, was wenn man mal nachdenkt auch verständlich ist soviel zum Vorwort...

Nun meine Frage, was sollte ich als Gitarrist nach 4 Jahren alles können? Ich weiß die Frage ist nicht leicht zu beantworten aber vergleicht vll. einfach mal mit Leuten die ihr kennt.
Um euch das mal zu erläutern und leichter herauszufinden wo ich stehe, erläutere ich mal was ich kann.
Ich kann die wichtigsten Akkorde (z.b. G-dur, C-dur, D-dur, F-dur, A-dur usw.) die wichtigsten denke ich, kann ich auswendig teils als Baree oder andere Variation.
Ich kann Finger Picking und einige damit verbundene Lieder z.B. House of the Rising Sun, Hotel California, Nothing else Matters (mit solo) usw.
Ich kann die Grundlegenden Lieder die quasi jeder lernt wenn er auf eine Musikschule geht... Lady in Black, Knockin on Havens door usw.
Zusätzlich habe ich noch einige Lieder von Schandmaul gelernt, wie Der Sumpf, Das Duell und Der Stein der Weisen.
Ich habe von Iron Maiden einige Lieder gelernt, allerdings ohne solo z.b. Fear of the Dark, The Tropper, Blood Brothers...
Momentan lerne ich Sarabande von Georg Friedrich Haendel da bin ich schon etwas Fortgeschritten.
Nun ich hoffe, dass diese Informationen euch helfen einzuschätzen wie weit ich für die Zeit bin, welche ich schon spiele und nur zur Info, es geht nur darum zu wissen ob ich auf dem Stand bin,
wo ich nach 4 Jahren sein sollte oder ob ich noch mehr Gas geben muss. Für mich ist es wichtig technisch so weit zu kommen wie für mich möglich, dass ist bei mir so ne Ehrgeiz Geschichte.

Ich freue mich auf eure Antworten, wenn ihr Fragen habt, immer her damit ;)

Freundliche grüße,
Niklas Bremen
 
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Dr Dulle
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Hm du schreibst das es verständlich ist das dein Lehrer das nicht beantworten will und möchtest durch die Hintertür Auskunft darüber ..... :confused:

Abgesehen davon das das alles sehr individuell ist also:

Ich hab mit ca 10 Jahren mit Unterricht begonnen.
Ich konnte nach ca 4 Jahren einfache Folk, Folkblues und Popsongs im Fingerpicking Stil spielen.
Ich konnte alle Moll7, major7 und Dominant 7 Akkorde in der 1.Lage. Was ich ich im Unterricht
an Akkorden noch nicht hatte konnte ich mir aus Songbooks selber beibringen (Internet gab es nicht).


Und ich konnte Songs von vorne bis hinten durchspielen. Darüber hinaus hab ich erst mit 17 mit der
E Gitarre begonnen und hab nie nie nie darüber nachgedacht ob ich schnell genug gelernt habe.
Ich hatte einfach irre Spaß dabei und hab meinen Kopf soviel wie möglich ausgeschaltet.

Das hier
Für mich ist es wichtig technisch so weit zu kommen wie für mich möglich, dass ist bei mir so ne Ehrgeiz Geschichte.

war für mich nie interessant. Ich versuchte und versuche immer einfach Songs
zu spielen und zwar so das das Feeling des Songs immer im Mittelpunkt steht.
Technik ist nur Mittel zum Zweck um eben immer komplexere Songs/Akkorde/Akkordfolgen/
Rhythmen spielen zu können, ohne beim Spielen darüber irgentwie nachdenken zu müssen.
Musik ist nämlich absolut kein Leistungssport. Ehrgeiz auf der rein technische Seite
kann daher ein zweischneidiges Schwert sein .........?
 
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Niklas Bremen
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Ja man könnte sagen, dass ich durch die Hintertür will ;) Ich denke mein Lehrer möchte mir nicht sagen:"Du bist für die Zeit, die du spielst nicht so weit" oder "Du bist schon sehr weit" weil es mich nicht
demotivieren soll... Ist aber gar nicht der Fall ich finde die Erfüllung und den Spaß darin beim Gitarre spielen, einerseits Musik zu machen, aber andererseits meine Fähigkeiten auf die Spitze zu treiben.
Ich suche immer Herausforderungen und habe das Problem, dass ich wenn ich einen Song höre und ihn mag suche, ihn finde und bemerke, 3h und ich hab ihn drauf. Das empfinde ich eigenartiger weise
als Langweilend... Ich suche Songs, wie Aktuell Sarabande wo ich mal richtig dran schuften und mich messen kann, etwas was mich richtig fordert und mich weiter bringt, wo ich danach sagen kann
"Verdammt ich habe 3 Wochen lang jeden Tag min. 1h geschuftet, aber das war es Wert um sowas drauf zu haben". Das ist halt etwas extrem persönliches, leider denke ich, dass mich Iron Maiden z.b.
auf Dauer nicht genug fordert, auch wenn die Gitarristen teils sehr schnelle solos spielen und deswegen fehlt mir häufig die Motivation diese Lieder zu lernen. Das ist einfach der Grund warum ich wissen
will, wo ich stehe... Um zu wissen bei welchem Schwierigkeitsgrad ich angelangt bin. Früher habe ich diesen "Kick" in Video Games gesucht, allerdings stand da immer der Schwierigkeitsgrad bei, bei den
Liedern die ich Lerne ist dem nicht so...
 
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Wie schaut es denn mit den eigenen Songs aus? Bist du mit deiner Musik zufrieden?
 
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wissen ob ich auf dem Stand bin,
wo ich nach 4 Jahren sein sollte oder ob ich noch mehr Gas geben muss. Für mich ist es wichtig technisch so weit zu kommen wie für mich möglich, dass ist bei mir so ne Ehrgeiz Geschichte.
Wenn du technisch so weit kommen möchtest wie für dich möglich, musst du so viel Gas geben wie für dich möglich. Es spielt keine Rolle, wo du jetzt stehst, sondern nur das Tempo, in dem du lernst.
Wenn man das konsequent zuende denkt, müsstest du deine Arbeits- und Freizeit so weit optimieren wie möglich, um möglichst nur noch Gitarre zu üben. Das Übungsprogramm müsstest du auf Effizienz maximieren.
Das klingt für mich nicht nach Spaß... Lehn dich Mal entspannt zurück und überleg, ob es wirklich das richtige Ziel ist, das du formuliert hast.
Warum spielst du Gitarre? :)
 
Niklas Bremen
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Also erst mal danke für eure Antworten, um das mal einfach alles zu beantworten komponiert habe ich noch nichts, wenn es aber darum geht, ob ich damit zufrieden bin wie ich die gelernten Sachen spiele,
dann würde ich sagen absolut. Wenn ich was Spiele dann achte ich sehr darauf, dass jede Seite klingt und zwar sauber. Für mich normal, aber für meinen Gitarren Lehrer scheinbar nicht so.
Zu Rake ja vll. ist die Formulierung nicht so 100%ig treffend. Es geht mir nur darum, dass ich 18 bin und in Zukunft wahrscheinlich nicht noch mehr Zeit habe um zu lernen, wohl eher weniger.
Für mich stellt sich nur die Frage, ob ich auf dem richtigen Weg bin, um eine gewisse Fähigkeit zu erreichen. Ich habe in solchen dingen recht hohe Selbstansprüche und einen großen Ehrgeiz.
Natürlich gibt es dinge für mich die noch wichtiger sind als Gitarre zu spielen, allerdings hat es von meinen Hobbys ABSOLUT die höchste Priorität. Ich möchte einfach mal dahin kommen, dass ich technisch
wirklich Anspruchsvolle Lieder spielen kann und wissen will wie nah ich dran bin, dass zu Realisieren. Auf deine Frage, wieso ich Gitarre spiele ist es schwer zu Antworten. Nun ursprünglich waren es Lieder,
die Ich gehört habe und mir dachte "Verdammt das will ich auch können" mit fortschreitenden Alter, wurde es zu einer Art Entspannung und naja "Erfüllung". Jetzt ist es eine Kombination zusammen mit der
Herausforderung, den Aufgaben usw. Ich Spiele natürlich nur Dinge die mir Gefallen, bin aber immer offen für was neues, wenn ich daraus was neues lerne. Das ist der Grund warum ich aktuell Barrock spiele,
der ist in der Regel Technisch sehr anspruchsvoll und einige Lieder sind eben echte "Klassiker".
 
Dr Dulle
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Ist aber gar nicht der Fall ich finde die Erfüllung und den Spaß darin beim Gitarre spielen, einerseits Musik zu machen, aber andererseits meine Fähigkeiten auf die Spitze zu treiben.

Der Spaß beim Gitarre spielen liegt für mich eindeutig im musizieren, in der Wiedergabe
von Gefühlen beim spielen eines Songs. Das man dabei zwangsläufig
mal an die Grenzen seiner Fähigkeiten gelangt ist auch normal.

Und zwar die Musikalischen Grenzen bei denen es darum geht geschmackvoll und
musikalisch sowohl einfache als auch komplexe Songs zu interpretieren und
darüber auch (wie auch immer) solieren zu können.

Und dann technische Grenzen. Technik ist schon wichtig um bestimmte Sachen
umsetzen zu können. Aber wenn der Schwerpunkt eines Musikers sich sehr auf
den Bereich Technik konzentriert, wird seine Musik schnell für andere uninteressant.
Kommt dann die Eigenschaft dazu, Musik von anderen langweilig zu finde,
weil sie technisch nicht anspruchsvoll ist, ist man auf dem besten Weg
als Ygvie Malmsteen behavealike zu enden !!!

=> warum spielst du Gitarre ??
 
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Ok ich sollte mich evtl. noch mal erklären. Ich erwarte nicht, dass ihr meine Gründe zu 100% versteht, ich bin ein wenig anders ;)
Also Ich habe viele Gründe fürs Gitarre spielen. Anfangs war es "nur" so, dass ich Musik gehört habe und mir dachte "Das will ich auch können" es ging nur darum, zu spielen was
Ich mochte. Von Zeit zu Zeit änderte sich das ein wenig, Gitarre spielen wurde mehr zur Entspannung und damit zu meinem "Haupt Hobby". (Spielt vorher mehr Fußball...)
Das ganze entwickelte sich bei mir weiter, z.b. zeigten mir Leute dinge die andere Gitarristen konnten, z.B. mein größerer Bruder das Lied Sarabande. Das Gefiel mir das Lied und
zugleich war ich von der Technik des Gitarristen beeindruckt. Er hat es sehr sauber flüssig und zugleich schnell gespielt und das Lied benötigt halt das ganze Griffbrett. Würde sagen
das ganze hat auch dazu geführt, dass ich wie vorher bei den Videogames die Herausforderung gesucht habe. Ich will betonen, dass es natürlich immer darum geht, dass das Lied auch
gut umgesetzt wird und nein ich finde andere Musik nicht uninteressant, sondern ich Spiele z.B. lieber was schwereres anstatt Rammstein oder so zu spielen. Es ist schwer das alles
in Worte zu fassen, was mich dazu bewegt das so zu Handhaben wie ich es tuhe... Fakt ist einfach, dass es bei dem was ich Spielen möchte um Herausforderung geht, technisch grenzen
zu finden und auszudehnen. Ich glaube nicht, dass es eine Starre grenze gibt, was ich lernen kann oder nicht, sondern ich glaube das durch Arbeit alles möglich wird. Alles was ich spiele
muss im nachhinein auch gut klingen, es geht nicht wie das scheinbar rüber kommt nur darum, die Technik rauszuholen und dann weiter zu ziehen... Noch Fragen zu meiner Antwort? :D
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ok schiebe einfach noch mal nach, da ich die passende Formulierung habe, für mich macht am Gitarre spielen einerseits das Musizieren und spielen von Liedern Spaß.
Andererseits liebe ich die Herausforderung, ein Lied lange zu üben und lange zu feilen und danach zu sagen "Es war schwer aber es hat sich gelohnt".
Bei mir ist es anders als bei anderen, andere demotiviert es wenn sie 2H brauchen um den ersten Takt einigermaßen drauf zu haben und dann sehen, oh da kommen
noch 6 die völlig anders sind... Mir gibt das warum auch immer einen Kick, es motiviert mich richtig, wenn ich voll Konzentriert und mit viel Arbeit lernen muss, weil
das Lied einfach so schwer ist. Ich lerne natürlich nur Lieder die mir gefallen und bin für JEDE Musikrichtung offen. Wenn mir wer was vorspielt, was evtl. leicht ist,
aber gut klingt usw. bin ich absolut nicht desinteressiert. Mich erfüllt es einfach, wenn ich ein Lied gelernt habe was richtig schwer ist/für mich sehr schwer war.
Das macht einfach Spaß und dann noch so zu Optimieren, dass es so klingt wie ich mir das vorstelle...
 
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Shubidu
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Bei mir ist es anders als bei anderen, andere demotiviert es wenn sie 2H brauchen um den ersten Takt einigermaßen drauf zu haben und dann sehen, oh da kommen
noch 6 die völlig anders sind... .

Nein, du bist da gar nicht anders, sondern so, wie die meisten. Ist ja auch gut so. Scheinbar kannst du ja für dich alleine üben und kleine Ziele setzen, dann ist doch alles gut, solange es Spass macht.
 
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Sage ich ja schon die ganze Zeit ;) wollte eigentlich nur wissen wo ich angelangt bin ungefähr...
 
Dietlaib
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Um zu wissen bei welchem Schwierigkeitsgrad ich angelangt bin. Früher habe ich diesen "Kick" in Video Games gesucht, allerdings stand da immer der Schwierigkeitsgrad bei, bei den
Liedern die ich Lerne ist dem nicht so...
Ich bin nicht sicher, ob das die Einstellung ist, die jemanden zu einem Musiker werden lässt. :) Wie schätzt du deine "Skills" im Vergleich zu jemandem ein, der so singt oder spielt, dass es andere Menschen gefühlsmäßig berührt.
 
Marschjus
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Sage ich ja schon die ganze Zeit ;) wollte eigentlich nur wissen wo ich angelangt bin ungefähr...
Jetzt mal blöd gefragt...was würde es dir denn sagen wenn jetzt alle gesagt hätten..." Oh mein Gott,das was du kannst sollte man schon nach einem jahr können"
oder eben ..." Wahnsinn...ich sehe da den nächsten Gitarrengott".
Ich kann natürlich irgendwie verstehen das man irgendwie Feedback haben möchte...aber es ändert halt nichts an dem aktuellen Stand.
Und rwie lange man spielt ist ja auch so eine Sache...nicht jeder kann gleich viel Zeit investieren. Das eine liegt einem mehr als das andere usw.
Und ehrlich gesagt, wenn man das "best mögliche" aus sich herausholen will...übt man so viel man kann,völlig egal ob man besser oder schlechter als der Durchschnitt ist,was an sich schon schwer messbar ist.
Ich hoffe dabei kommt der Spass nicht zu kurz.
 
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Ich kann die wichtigsten Akkorde (z.b. G-dur, C-dur, D-dur, F-dur, A-dur usw.) die wichtigsten denke ich, kann ich auswendig teils als Baree oder andere Variation.
Ich kann Finger Picking und einige damit verbundene Lieder z.B. House of the Rising Sun, Hotel California, Nothing else Matters (mit solo) usw.
Ich kann die Grundlegenden Lieder die quasi jeder lernt wenn er auf eine Musikschule geht... Lady in Black, Knockin on Havens door usw.
Zusätzlich habe ich noch einige Lieder von Schandmaul gelernt, wie Der Sumpf, Das Duell und Der Stein der Weisen.
Ich habe von Iron Maiden einige Lieder gelernt, allerdings ohne solo z.b. Fear of the Dark, The Tropper, Blood Brothers...
Momentan lerne ich Sarabande von Georg Friedrich Haendel da bin ich schon etwas Fortgeschritten.
Blöde Frage: Reden wir hier wirklich von der E-Gitarre? Für mich klingt das nach Akustikgitarre. Falls mein Eindruck falsch ist, dann bitte ich von vornherein um Entschuldigung, ich wollte dir nicht zu nahe treten... :) (Händel auf der E-Gitarre ist schon cool :great:)

Knocking on Guns'n'Rose, Schandmaul, Iron Maiden... du sagst, dass du diese Lieder spielst. Das kann aus meiner Sicht alles und nichts bedeuten. Wir spielen in meinem Musikprojekt z.B. auch Lieder von Hammerfall und Metallica auf zwei Westerngitarren. Das ist natürlich was völlig anderes, als die originale Instrumentierung umzusetzen.

Frage: Was genau spielst du denn da, also welche Techniken bzw. welchen Teil des Liedes? Klassische Akkorde? Powerchords? Licks? Akkorde oder Powerchords mit Verzierungen? Rhythmusgitarre oder Leadgitarre oder ein Mischung aus beidem?
 
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Vielleicht hilft es ein klein wenig das alles etwas weiter zu denken...
Es gibt nun jetzt theoretisch 2 Antwort auf die Ausgangfrage:
1. Alles gut, das reicht, bzw. das ist schon verdammt viel, für 4 Jahre.
2. Nö. da sollte man schon viel mehr können.
So, was wäre denn nun jeweils die Konsequenz?
1. Alles gut, ich mach so weiter wie bis her...
2. Ich muss mir Gedanken machen, wie ich effizienter lerne...

Wenn ich mir das aus der Warte anschaue, dann ist die Kernfrage eigentlich: Ist der Weg wie ich jetzt lerne ok oder nicht?

Das ist doch viel wichtige als der Status Quo der momentanen Fähigkeiten.
Um diese Frage des richtigen Lernwegs zu beantworten, würde ich aber noch ganz andere Fragen stellen.
-Hat mein Lehrer einen Plan (fordernden) für mich oder oder läuft das eher nach "Hammer"-Didaktik ... "was hammer denn letztes Mal gemacht?"....
-Über-/unterfordert mich das was ich übe?
-Würde ich gerne schon viel mehr können?
-...
Ich höre da schon eher Zweifel/ bzw. Unzufriedenheit bei der Lernmethodik heraus und wenn das so ist, dann würde ich nach Optimierung suchen, egal wie weit ich nun schon bin oder auch nicht.

Ansonsten sollte man IMO nach 4 Jahren E-Gitarren Unterricht so weit sollen, z.B. als Rhythmusgitarrist in einer Band oder "Straßen"-Musik spielen zu können. Sprich das grundsätzliche Handwerkszeug (Akkorde, leichte Melodien) beherrscht man (nach etwas Üben des jeweiligen Stück) sicher. Wichtig ist IMO auch, theoretische Grundlagen zu kennen (Akkordaufbau, Tonleitern, Moll/Dur Pentatonik, Was ist eine Triole, 2/4, 3/4, 4/4, 5/4 Takt, Shuffle,...--> nicht nur wissen wie etwas gespielt wird, sondern auch warum das so gespielt, um auch zu Transferleistungen in der Lage zu sein.)
Ob da jetzt Satriani Licks schon im Repertoire sind, oder "nur" das saubere Arpeggio der Akkorde von House of the rising Sun, spielt für mich keine große Rolle. Das hängt dann von Talent, Motivation bzw. Zielen ab.

Die Lernkurve flacht naturbedingt auch ab und in den ersten 2 Jahren lernt man sehr viel dazu. Wenn man dann über Akkorde nicht mehr viel nachdenken muss, beginnt man mit dem Solospiel. Da öffnet sich dann zwar ein riesiges neues Tor, aber die Fortschritte sind dort dann wesentlich kleiner und wenn man sich das Solo von Hotel California drauf geschafft, kann man Samba Pa Ti noch lange nicht... da beginnt dann das lebenslange Lernen...bzw. geht eben einfach immer weiter.
 
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Ich höre da schon eher Zweifel/ bzw. Unzufriedenheit bei der Lernmethodik heraus und wenn das so ist, dann würde ich nach Optimierung suchen, egal wie weit ich nun schon bin oder auch nicht.
Schon richtig, nur ... die Optimierung des Weges kann ja erst dann erfolgen, wenn man/der TO sich darüber im klaren ist, wohin es gehen soll. Und da scheint mir für den Frager noch so einiges offen zu sein. Paar Liedchen hier, paar Liedchen da ...

Sonst gehts wie bei Helmut Qualtinger und seinem "Wildn mit der Maschin": "Ich weiß zwar nicht wo ich hin will, dafür bin ich aber schneller dort"!

Ich halte das für immens wichtig, in diesem Zusammenhang, sich klare Ziele zu setzen. Erst dann kann man daran arbeiten zu erkunden, was man können sollte/muß. "Was sollte ich in 4 Jahren können müssen" ist ja kein Konzept.
 
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Akkordaufbau, Tonleitern, Moll/Dur Pentatonik, Was ist eine Triole, 2/4, 3/4, 4/4, 5/4 Takt, Suffle,...
Was "Shuffle" ist, musste ich tatsächlich erst mal googlen... :engel: Dann stellte sich heraus, dass ich das zwar kenne, aber mir der Begriff "Shuffle" dafür völlig neu ist.

Aber ob man das wirklich wissen muss, wenn man keinen Blues, Jazz, Swing oder dergleichen spielt? :confused:
 
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Was "Shuffle" ist, musste ich tatsächlich erst mal googlen...

Aber ob man das wirklich wissen muss, wenn man keinen Blues, Jazz, Swing oder dergleichen spielt? :confused:


Absolut :opa: :opa: :opa:


Ein gutes Rhythmusgefühl ist der entscheidende Faktor um sexy/cool zu klingen.

Da die meisten Stilarten in irgenteinerweise auch Wurzeln im R&B haben,
ist die Art und Weise wie man shuffelt und wie man Synkopen setzt extrem wichtig
(und in Deutschland gerne total unterbewertet) !!![/QUOTE]
 
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Da die meisten Stilarten in irgenteinerweise auch Wurzeln im R&B haben, ist die Art und Weise wie man shuffelt und wie man Synkopen setzt extrem wichtig
(und in Deutschland gerne total unterbewertet) !!!
Da passe ich voll ins deutsche Schema. :evil: Ich kann damit so gar nicht viel anfangen. Wer in meinem Musikprojekt zu bluesig spielt statt rockig... mit dem spiele ich nicht lange.
 
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Sag welche Art Rockmukke du richtig geil findest ? ;)
 

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