Welcher "hands-on" Synthie am besten für live?

  • Ersteller bubba3000
  • Erstellt am
B
bubba3000
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.08.14
Registriert
16.06.14
Beiträge
8
Kekse
0
Hallo zusammen!

Was denkt ihr, welche Synthesizer sind wirklich live tauglich? Damit meine ich folgendes:

1. Nicht zu gross (max. 63 Tasten, besser 49 und abwärts)

2. "hand-on", also Sounds lassen sich intuitiv erstellen, abrufen und direkt während dem Spielen wirkungsvoll verändern.

3. Durchsetzungsfähiger Grundklang, der aber nicht zu brachial oder kitschig klingt und sich schön mit akustischen und elektro-akustischen Instrumenten paart.

4. (halbwegs) schick aussieht (ist ja live:D)

Ich benutze bereits einen Moog Prodigy, der meiner Meinung nach sehr gut E-Pianos passt, aber leider nur monophon ist und dementsprechend keine Pads hinkriegt. Mein Setup ist ein E-Piano und dann obendrauf (drüber) der entsprechende Synthie.

Bis jetzt habe ich mir mal den Korg MS2000 und den Roland Gaia SH-01 näher angeschaut...
 
Eigenschaft
 
Hi.
Also an sich würd ich beide ganz passabel finden, wobei beide ihre Schwächen haben können.
Der MS2000 hat meines Wissens nur 4 Stimmen und das kann dir bei Pads zu abgehackten Releases führen.

Der Gaia hat keinerlei Display, also weißt du nie welcher Wert grad eingestellt ist.
Und wenn ich mich recht erinnere, dann arbeitet der Gaia nicht mit einem Abholmodus, was zu unerwarteten Parametersprüngen führen kann, wenn man den Sound nach ausgiebiger Bearbeitung wechselt und die Regler überhaupt nicht mehr zu dem angewählten Sound passen.

Was du dir mMn. noch anschauen könntest wäre die Novation Ultranova.
Klingt gut, hat genügend Stimmen, 37 Keys mit Aftertouch und man hat die Möglichkeit Modulationen zu definieren, die im Touchmodus bei Berühren des entsprechenden Reglers dann ausgelöst wird und man kann sich seine 8 favorisierten Parameter für den schnellen Zugriff im Tweak modus konfigurieren und auch so ist man eigentlich nach zwei Tasten drücken da, wo man hinwollte.
Deine Sounds vorbereiteten Sound musst du allerdings vor dem ersten Liveauftritt damit am besten mit der Librarian Software in der benötigten Reihenfolge in eine der Bänke ablegen, weil die UN keine Favoritenfunktion bietet.

Oder falls es dir nicht zu teuer ist, etwas aus der analogen Sektion: DSI Mopho X4 oder Prophet 08.
Weil analog und viele viele Regler und noch nette Spielereien wie z.B. die Sequencer und 4 LFOs unter der Haube. Allerdings ohne interne Effekte.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mögliche Kandidaten:

- Access Virus KB (div. Varianten)
- Nord Lead 2x / A1 / 4
- KingKORG
- Alesis Ion
- Waldorf Blofeld Key

Das Aussehen ist Geschmackssache, die roten Nords z.B. sind zwar schick, aber mittlerweile auf jeder zweiten Bühne zu sehen, das ist ja auch langweilig.

Schneller Soundabruf lässt sicht bei MIDI-fähigen Geräten auch immer über externe Controller realisieren, z.B. auch über ein iPad/Android-Tablet mit MIDI-Interface und entspr. Software wie TouchOSC, Lemur usw. oder Set List Maker, For Score usw.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Einspruch! Ein Nord ist mit Sicherheit nie langweilig [emoji6]


Sent from my iPhone using Tapatalk
 
Mögliche Kandidaten:- Access Virus KB (div. Varianten)- Nord Lead 2x / A1 / 4- KingKORG- Alesis Ion- Waldorf Blofeld Key
Ergänzen möchte ich:- Novation Mininova- Novation Ultranova- Korg Microkorg- Korg R3- Dave Smith Mopho SE- Arturia Minibrute
 
Ob für jemand, der E-Piano spielt, Synths mit Minitasten, wie der Mininova und der microkorg geeignet sind? Ich würde die weder hands-on noch besonders für live prädestiniert bezeichnen.

Mopho SE und Minibrute sind monophone Analoge, das hat der TE ja schon. Der Minibrute hat auch Minitasten.

Ultranova wurde schon genannt.

Bleibt aus der Liste der Korg R3 ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie steht's ums Budget?

Wenn du auf Effekte und Aftertouch verzichten kannst: Nord Lead 2X. Nords sieht man überall, aber immer nur Electros und Stages oder vielleicht mal einen Wave, der als Pseudorompler genutzt wird. Am Nord Lead aber sollt ihr die Freaks erkennen. Immenser Hands-On-Faktor, weil praktisch nichts doppeltbelegt oder menügesteuert ist.

Die Viren mit Tasten (im dreistelligen Preisbereich sind das kb und KC) sind nicht ganz so hands-on und nicht ganz so direkt-nach-vorne wie der Nord Lead, haben aber eine sahnige Tastatur mit Aftertouch, die Klangerzeugung kann mehr, die gespeicherten Sounds haben Namen statt nur Nummern (besseres Display), die Regler können relativ arbeiten und abholen, statt nur zu springen, und dazu gibt's einen ganzen Batzen Effekte, falls man nicht nur den trockenen 70er-Jahre-Moog/ARP/SEM-Sound haben will. Schnieke sind sie sowieso (Holzseitenteile), und wenn der Nord Lead den Freak ausmacht, macht der Virus den Überfreak aus.

Im Vergleich zwischen den beiden ist der KC ein bißchen weniger ergonomisch, was die Bedienung der Funktionen eines klassischen amerikanischen Analogsynthesizers angeht. Der KC packt mehr auf die Oberfläche, was mit Kompromissen einhergeht: Es gibt nur noch jeweils eine gemeinsame Gruppe Bedienelemente für alle Oszillatoren und Filter. Beim kb kann man noch beidhändig bei Oszillator 1 und 2 die Waveforms verdrehen, das geht beim KC nicht mehr. (Keine Sorge, 2 Cutoff-Regler hat er noch, aber 2 Resonanzregler oder 2 Env-Regler hat kein Virus.)

Auf der Habenseite hat der KC 8 zusätzliche Stimmen (den Unterschied zwischen 24 und 32 Stimmen wirst du wohl eher nicht bemerken), mehr gleichzeitig Modulationsverknüpfungen und im Multimode einen parametrischen EQ pro Sound.

Es gibt auch noch die Virus TI Keyboards, aber alle auch gebraucht noch in vierstelligen Preisbereichen. Da hast du noch mehr Stimmen (die du erst recht nicht mehr brauchen wirst), ein Vintage-Moog-Filter (das im Zusammenspiel mit den Virus-Oszillatoren etwas sinnlos ist, für dich erst recht, der du einen echten Moog hast), Hall und Delay separat für jeden Multimode-Part (wäre eine Überlegung wert) und Wavetable (für 80er-Jahre-PPG-Zeugs, aber da bist du eventuell bei Waldorf besser aufgehoben).


Martman
 
Das Budget ist offen, ich muss mich einfach verlieben...;)

Das wichtigste finde ich den Grundsound. Die Novation ultranovas find ich persönlich zu perfekt und füllig, das klingt beinahe nicht mehr nach Instrument. Mir ist fehlt da der Charm dieser Ungeschliffenheit. Ich sehe das ähnlich wie mit E-Gitarren, da mMn z.B. viele 60er Jahre Modele sympathischer klingen, weil sie nicht so überpräsent sind.
Bei den Nord Synthsounds gibts zwar die Ungeschliffenheit, mir fehlt jedoch wieder einwenig der "Kitschfaktor".
 
Dann guck dich doch mal nach einem Yamaha MOXF oder einem Nord Wave um; da kannst du Sounds reinladen, die dir entsprechen, egal ob 'geschliffen' oder 'ungehobelt'. Wie Martman schön gesagt hat: Pseudorompler... :)


HTH
 
Die MoXF ist nicht wirklich hands-on. Wo sind die Bedienelemente für Oszillatorwellenformen, Pulsbreite, Modulationsintensität von Hüllkurve/LFO auf Oszillatorfrequenz, überhaupt Oszillatorfrequenz (Oktave, Halbton, Feintuning), irgendwelche Regler für die LFOs, wo sind Schalter für Sync oder FM...


Martman
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben